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geschrieben am: 11.12.2003 um 15:25 Uhr
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Dazu nur eine kleine Überlegung.
die Wahrheit ist die Grundlage jeden Gesprächs. Wir könnten anfangen, irgendwas zu labern, eigene Meinung, falsche Meinung, Tatsachen, Fantasien, Lügen, .. mischen.. nur würde damit das Gerüst der Kommunikation zusammenbrechen. Wozu sollte man sich unterhalten, wenn man sowieso weiß, dass man irgendwas x-beliebiges zu hören bekommt.
Hm, das war eigentlich nicht die Überlegung die ich gemeint hatte ;-)
Wir müssen lernen, mit der Wahrheit zu leben.
Wir müssen lernen, mit der Lüge zu leben.
Sollten wir beides lernen?
Wenn eine Lüge aufgedeckt wird, so ist das was zu Tage tritt die Wahrheit. Man muss also lernen, mit der Wahrheit zu leben.
Wird die Lüge nicht aufgedeckt, ja, was dann? Lebt dann der belogene mit der Lüge, oder mit der Wahrheit? Womit muss er nun umgehen? Mit einer Lüge, oder mit der Wahrheit? Die Wahrheit kennt er nicht, und die Lüge kennt er als soche auch nicht. Er muss also gar nichts tun. Nur die Lüge glauben.
Jeder Mensch wird irgendwann in seinem Leben eine Lüge aufdecken. Mag sie nun groß oder klein sein, wichtig oder unwichtig. Jeder Mensch lernt automatisch, auf seine Weise mit der Wahrheit umzugehen. mit der echten Wahrheit, und der Wahrheit einer aufgedeckten Lüge. Unverzeihlich?
Das typische Beispiel, Seitensprung.
Wie reagiert man, wenn er gestanden wird, und wie, wenn man ihn entdeckt..?
Sollte es einen Unterschied geben? Der Unterschied besteht in einer Frage: Warum hast du es verschwiegen.
Die Antwort ist auch einfach. Weil ich nicht den Mut hatte, die Wahrheit zu sagen. Aus Angst.
Angst wovor?
Angst, dass unsere Beziehung zerbricht, oder auch, Angst, dir weh zu tun, wenn ich dir sage, dass ich mich trennen will, weil ich den seitensprung mehr liebe.
Ähnliches kann man für jede Lüge führen. Wer lügt, hat Angst davor, was die Wahrheit bewirken könnte.
Die Angst wäre weniger, wenn wir alle besser mit der Wahrheit umgehen könnten.
Hm, ich hab mal ein Gedicht geschrieben.. setz ich nachher noch rein.
All diese Überlegungen beantworten in keiner Weise die Frage nach der Notwendigkeit der Lüge, der Frage, ob man lügen sollte, oder darf. Ich finde, das ist auch nicht wichtig, Lügen existieren nun mal. Es geht nur darum, warum ich lüge, oder eben nicht.
Wie heißt es, wer einmal lügt, dem glaubt man nicht.
Ein wichtiger Grund gegen eine Lüge. Wenn es sich um etwas wichtiges handelt, wird sich der belogene, der einmal eine Lüge entdeckt hat, immer wieder fragen Ist das nun auch gelogen? Auch wenn man es nun noch so ehrlich meint, und es vielleicht wirklich wichtig ist..
Dieser Grund soll nicht vom Lügen allgemein abraten. In Skars Beispiel hätte dieses Argument zB keinerlei Grundlage. Entschuldigt, wenn ich das so mitleidslos ausdrücke, aber er hätte die Lüge nicht entdecken können, denn dazu musste er sterben. (Ohne jetzt darauf einzugehen, was danch ist, vielleicht erkennt er die Lüge dann ja doch.. :) Es ging auch in diesem Fall nicht um die Frage Lüge oder Wahrheit, sondern um die Zerstörung einer Illusion, die er sich selbst geschaffen hatte, in der er leben WOLLTE. Keine, die ihm durch eine Lüge vorgegaukelt wurde.
Lügner brauchen ein gutes Gedächtnis.
Ein Grund für eine Lüge?? :D
Kaum. Was damit gesagt werden soll, wer lügt, hat immer das Problem, dass er sich nie durch eine Kleinigkeit verraten darf.
Wieder ein Grund, der bei manchen Lügen keinen sinn hat, bei anderen 'eine Überlegung wert' ist.
Aber die Lüge allgemein verdammen.. dazu müsste man den Begriff der Lüge einengen. Lügen im Sinne von Betrügen, um an Geld oder Macht zu kommen, allein auf den eigenen Vorteil bedacht. DAS ist meiner Meinung nach auch das im achten GEbot gemeinte. :)
Angenehme Träume,
Mindriel |
| ~Seek the Truth in Dreams, if you can't find it there, it doesn't matter.~ |
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