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Was genau ist Lachen?

Nutzer: Iram
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geschrieben am: 12.08.2005    um 19:08 Uhr   
Der Titel hört sich wie eine Frage für Außerirdische an, die keinerlei Ahnung von unseren Sitten und Bräuchen haben, soll aber eigentlich einen anderen Hintergrund erhalten:

Mir ist irgendwann einmal aufgefallen, dass unser Lachen eigentlich nie mehr aus einem wirklich positiven Grund zustande kommt. Es wird über Clowns gelacht, die stolpern und in Torten fallen, über Menschen, die ausrutschen, über die Karikatur eines Politikers, über jemanden, der einen lauten Furz verstreichen lässt... Man macht sich lustig über andere und ihre Macken. Aber ist da nicht eigentlich immer der Aspekt des Auslachens bei? Ich meine, man lächelt über eine schöne Blume, über ein nettes Erlebnis, aber man lacht einfach nicht über solche Dinge - jedenfalls in den meisten Fällen nicht, Euphorie mal ausgeschlossen.

Klar löst es in uns ein gutes Gefühl aus, aber ich komme beim Nachdenken im Moment einfach immer wieder auf diese gehässigen Aspekte zurück.

Ich hoffe, man versteht mich. ;) Bitte um Antwort.

(Übrigens bin ich mir auch noch nicht ganz im Klaren, wie man das Lachen von Babies einordnen könnte...)
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Nutzer: starchaser
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geschrieben am: 12.08.2005    um 19:14 Uhr   
eventuell lachen sie, weil sie noch unbeschwert lachen können ?

und warum soll mensch nicht auch lachen - aus freude, bei übereinstimmungen, bei dem gefühl von freiheit, wenn etwas schönes oder lustiges vorfällt ? manchmal als akt der befreiung, um spannung zu lösen, aus verlegenheit.. die skala ist doch breitgefächert und auch der klang jedesmal ein anderer.

schadenfreude ist da nur ein kleiner ausschnitt.
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Nutzer: Iram
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geschrieben am: 12.08.2005    um 19:21 Uhr   
Die Frage ist allerdings: Wie ist das Verhältnis von dem Lachen aus wahrer Freude am Leben (ums's platt zu sagen) und dieser gehässigen Form? Über Komedie im Fernsehen braucht man da gar nicht reden, da überwiegt natürlich letztere.

Vielleicht mache ich mir auch einfach zu viele Gedanken, aber im Augenblick empfinde ich das Lachen nicht mehr idealistisch als einen der höchsten - im Sinne von nobelsten - Ausdrücke einer Empfindung, die die Menschen je geschaffen haben.
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Nutzer: starchaser
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geschrieben am: 12.08.2005    um 19:25 Uhr   
die gesellschaft scheint tränen und lachen auch nicht gerade zu billigen .. der bürger hat schließlich vor allen dingen eins zu tun : ruhe zu bewahren *g
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Nutzer: NetSpy
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geschrieben am: 12.08.2005    um 19:48 Uhr   
Den medizinischen Vorgang ergoogelt man sich mit 'zwerchfell lachen'.

Wenn du Lachen willst kannst du auch 'zwergfell lachen' nehmen.

SpY
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Nutzer: Menolly
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geschrieben am: 13.08.2005    um 00:30 Uhr   
(zitat) Das Lachen ist gewöhnlich ein unwillkürlicher Akt, bei dem ein durch die Empfindungsnerven dem Gehirn überlieferter Reiz dadurch ausgeglichen wird, daß er auf die Nervenursprünge der beim Lachen in Kontraktion versetzten Muskeln übertragen wird. Demnach ist das Lachen eine sogenannte Reflexbewegung und hat damit wie auch andere Reflexbewegungen die Eigentümlichkeit, daß sie am vollkommensten stattfindet, wenn unsere Aufmerksamkeit von unserem Körper abgewendet ist. Das Lachen kann aber durch Selbstbeherrschung bis zu einem gewissen Grad zurückgehalten werden.

Das Lachen wird aber auch durch gewisse Gefühlseindrücke (wie beispielsweise beim Kitzeln der Fußsohlen) hervorgerufen und dient gewissermaßen als Mittel zum Ausgleich des durch jene Eindrücke verursachten Reizes. Die Reflexbewegung des Lachens kann leicht zu einer Art von Krampf ausarten, dies ist der sogenannte Lachkrampf.(/zitat)

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mehr dazu bei Wiki....
Wir sind der Stoff, aus dem die Träume gemacht sind. Shakespeare
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Nutzer: Iram
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geschrieben am: 13.08.2005    um 00:38 Uhr   
Erm, ja, um diese Prozesse im Körper ging es mir allerdings gar nicht. Bitte nicht vom Titel nicht zu solchen Antworten verleiten lassen... Danke.


- - - think for yourself, question authority! - - -
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Nutzer: thira
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geschrieben am: 13.08.2005    um 00:42 Uhr   
Das klingt für mich aber mächtig traurig, wenn ich lese, dass du denkst, dass Lachen in erster Linie ein Auslachen ist.

Ich selbst kenne natürlich diese Situationen auch - ich gebe zu, dass mir bei Sendungen wie 'Pleiten, Pech und Pannen' die Tränen vor Lachen übers Gesicht laufen.

Allerdings lache ich auch, wenn es mir gut geht. Zum Beispiel lache ich immer, wenn ich tanze (natürlich nicht lauthals...) oder ich spüre auch, dass mein Gesicht sich zu einem Lachen formt, wenn ich etwas Wunderschönes sehe (zum Beispiel einen tollen Regenbogen).
Auch hat Lachen eine wichtige soziale Komponente: wenn ich jemand mit einem Lachen in den Augen, in den Mundwinkeln oder gar im ganzen Gesicht anschaue, dann lächelt er in der Regel zurück - und schon ist die Stimmung besser! Das klappt sogar (fast immer) bei brummigen LKW-Fahrern, neben denen man im Stau steht (gerade heute noch getestet!).

thira
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Nutzer: Iram
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geschrieben am: 13.08.2005    um 01:42 Uhr   
Aber es gibt einen riesigen Unterschied zwischen einem Lächeln und einem Lachen, wie ich finde.
Gegen das Lächeln sage ich hier auch in keinster Weise etwas. ;)
Es geht mir auch nicht nur um diese Pleiten, Pech & Pannen - Filme, die höchstens charakteristisch sein könnten. Ich muss sagen, wenn ich hinter mir ein Lachen höre - vor allem von mehreren Personen ausgestoßen - kommt das bei mir überhaupt nicht positiv an, obwohl das natürlich auch auf die Art des Lachens ankommt. Wie geht das euch?
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