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Ich bin ich

Nutzer: Enzifer
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geschrieben am: 12.01.2004    um 17:27 Uhr   
Ich wünsche erst einmal einen guten Abend.

Ich weiss nicht genau, ob dieser Thread wirklich ins Mal-Ernsthaft gehört oder eher ins Weltgeschehen. Sollen von mir aus die Mods entscheiden. Aber nun zum eigentlichen Thema:
Ich lag gestern Abend im Bett und konnte mal wieder nicht schlafen. Da habe ich angefangen mir über alles mögliche Gedanken zu machen. Kennen mit Sicherheit viele von euch gut(manche vieleicht auch weniger ;-)). Irgendwie musste ich an den Beitrag von Robin_Hood denken in dem es um Pseudopunks geht. Da habe ich angefangen mir darüber Gedanken zu machen wieso sich eigentlich so viele Menschen heut zu Tage in Szenen, Gruppierungen und anderem verstecken. Trauen sie sich nicht sie selber zu sein? Von wie vielen hört man heute oft: Ich bin Punk! Ich bin Goth! Ich bin Hiphopper! Ich bin dies und ich bin jenes! Aber wer sagt schon: Ich bin einfach ich und ich brauche mich niemandem anzuschließen!? Liegt es daran das die Menschheit zu faul geworden ist um sich wirklich immer eigene Gedanken zu machen? Wieso auch? Ist ja viel einfacher andere Gedankengägne zu übernehmen. Oder haben manche vieleicht Angst, sie würden alleine untergehen? Nun gut, ich renne auch meist in schwarz rum und trage T-Shirt von Metalbands, aber dass hat alleine mit meinem Kleidungs- und Musikgeschmack zu tun und nichts mit irgendeiner Form von Szenenzugehörigkeit.

Ich wäre mal gespannt darauf, wie andere zu diesem Thema denken. Ich schätze einmal viele werden sagen: Ja, genau so ist es! Ich bin auch ein Individuum! (Ja, ich bezeichne mich als ein solches). Ich bin sehr gespannt ob jemand, der sich hier deutlich angesprochen fühlt, den Schneid haben wird zu sagen: Ja, der Typ da hat Recht, wieso "renne ich anderen hinterher"?


Enzifer
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geschrieben am: 12.01.2004    um 19:00 Uhr   
so.. hallo enzifer.
also so mal rein optisch gesehen könnte man dich also auch in die kategorie goth oder metal stecken, oder? und weißt du wirklich ob die, die sich da auch so kleiden wirklich sagen, sie gehören zur szene?
ich für meinen teil sage von mir, dass ich ein individuum bin, das gerne schwarz trägt und gtothic sowie metal hört. trotzdem würde ich mich selber nicht als goth bezeichnen.

und ich denke auch, dass der mensch eine art gruppe braucht. etwas, wohin er gehört, wohin er sich "flüchten" kann, wo er sich gebirgen fühlt. ist das denn so falsch?
und die, die sich also aus der masse der sogenannten "normalos" rauskristalisieren wollen nennen sich dann nunmal punks oder irgendwie andersŽund hören verschiedene musikstile. jede gruppe entwickelt sich in eine andere richtung und jede person dort hat eine ungefähre denkweise, die sich mit den anderen ergänzt. jedoch hat jeder für sich selber eine eigene ansicht der dinge.
sie sind also sie selber... aber vielleicht nicht in die öffentlichkeit getragen, weil sie angst haben, weil sie sich schützen wollen. viele und vielleicht auch du tragen eine art "maske". sie wollen ihr innenleben beschützen und geben sich anders als sie sind. zum beispiel kannst du einen mega selbstbewussten menschen vor dir stehen haben, der sich aber wenn er alleine ist, mit unheimlichen selbstzweifeln quält....ich glaube ich schreib grad am thema vorbei.

also eigentlich will ich folgendes sagen: gruppen sind gar nicht mal so shclecht. du kannst dich da wie in einer familie fühlen und wirst verstanden. noch dazu macht das auftreten in gruppen unheimlich selbstbewusst.
einige menschen sind vielleicht shcon zu faul, um sich eigene gedanken zu machen und rennen blind den sogenannten "gesetzen" einer szene nach. andere machen sich aber gedanken und hinterfragen diese grundsätze. und entweder finden sie diese gut, interpretieren sie für sich selbst oder finden es nicht gut und verabschieden sich wieder.
angst alleine unterzugehen... ja! natürlich. was ist ein einzelner gegen die masse? was ist ein einzelner in dieser welt? überleg dir das mal.
man könnte auch den spruch "nur tote fische schwimmen mit dem strom" anbringen.

aber der strom ist angenehmer ;)

alle klarheiten beseitigt?
ich hoffe, meine gedankengänge sind nicht zu wirr und nicht doppelt.

dat juniperl
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geschrieben am: 12.01.2004    um 19:37 Uhr   
Als erstes: Danke für die Antwort, Juniper.

Aber ich glaube, eine Sache hast du etwas missverstanden. Ich rede nicht von Kleidungs- oder Musikgeschmäckern oder was auch immer. Das hat meiner Meinung nach eher weniger mit der Denkweise zu tun. Ich weiß auch genau, dass es doch einige gibt die sich Individuum nennen. Mir geht es um die, die schreien: Ich bin dies und das! Es geht nicht unbedingt um "Pseudos", es geht um die, die sich hinter anderen nur verstecken, die zu faul sind sich selber wirkliche Gedanken zu allem zu machen. Um diese Menschen geht es mir und die möchte ich an erster Stelle ansprechen.

Und zu dem Spruch "Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom"...Sind die ganze "Szenen" und Gruppierungen die es gibt, nicht auch Ströme für sich und schwimmen ihre Anhänder nicht in diesem? ;-)


Enzifer
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geschrieben am: 12.01.2004    um 19:59 Uhr   
da magst du recht haben. aber haben sich diese gruppen nicht eben deshalb gebildet?
der größte strom den wir haben ist die breite masse. unsre kleinen gruppen sind nebenströme ;)

gut.. hab dann wohl wirklich was missverstanden.. soll ich löschen?
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Nutzer: Enzifer
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geschrieben am: 12.01.2004    um 20:08 Uhr   
Ach quatsch....Brauchst du nicht machen. Nun gut, warte ich auf weitere Kommentare.


Enzifer
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Nutzer: Alwarra
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geschrieben am: 13.01.2004    um 04:54 Uhr   
Grüß Dich, Enzi

Erstmal: Idealismus schön und gut, aber glaubst du allen ernstes, dass sich hier jemand findet, der sich eingesteht ein Mitläufer zu sein?
Davon gibts nämlich lustigerweise erstaunlich wenige.

Gerade in der Anfagszeit, wenn man feststellt, dass die eigene Meinung von der der Allgemeinheit abweicht, ist es - denk ich mal - ganz normal, dass man sich jemanden sucht, der einem beibringt, wie das geht - anders sein. Bzw anders auszusehen. Das kann auch einfach bedeuten: Zusehen und lernen. ......grinst... wie im Wald...
Denn so individuell man auch sein mag, man fühlt sich in bestimmten - ich hasse das Wort - "Szenen" halt wohler als in anderen.
Dann zu sagen: "Ich bin [Gruppierung]!", weil man sich eben mit solchen Leuten abgibt und eigentlich all das tut, was die auch tun, geht schlicht und ergreifend schneller, als weeeeeeiiiiit auszuholen und lange über die eigene Individualität zu philosophieren.
Hüm, auch wie im Wald. Jeder hat seine Gründe, diesen Channel zu besuchen, aber alle sind "Wäldler", verbunden durch das Rollenspiel und/oder die Leute, die hingehen.

Was anderes sind die gemeindämlichen Erscheinungen, die sich so anziehen, weil sich das Schnuckel von [Bandname]auch so anzieht. Die nerven ein bisschen, aber mit der nächsten Modedrehung sind die auch wieder weg, von daher nicht wirklich beachtenswert.
*gni* Flörter.

//Alwi
Geändert am 13.01.2004 um 04:56 Uhr von Alwarra
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Nutzer: shieka
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geschrieben am: 13.01.2004    um 08:33 Uhr   
Hallo zusammen.
Ich habe mir diesen Thread mit Aufmerksamkeit durchgelesen und finde, dass ich mal meinen
Senf dazu abgeben sollte.
Also, ich beobachte seit Jahren die sog. Punkszene bzw. Linke Szene hier im Ort und - wenn
es sich ergibt - auch in anderen Orten.
Ich finde die Szene nicht verkehrt und die Grundgedanken des Punk sind durchaus aktzeptabel.
Was mir in erster Linie aufgefallen ist, dass viele Angehörige dieser Szene sehr jung sind.
Die Altersspanne bewegt sich hauptsächlich von 13 - 17, 18 Jahre. Ziemlich auffällig, finde
ich. Nun ja, die meisten, die wenige Jahre sich in dieser Szene bewegen, sind dann irgendwann
verschwunden. Das hat viele Gründe - Arbeit, Studieren, Familie usw.
Ich denke, dass viele junge Leute auf der Schwelle zum Erwachsenwerden und somit auch zum
eigenständigem Leben, nur ihren richtigen Weg suchen. Und die Pubertät spielt da auch eine
sehr große Rolle. Rebellieren wollen (Eltern), sich nicht anpassen wollen und die Gesellschaft
verdammen und einfach nur anders sein als andere, das sind meistens die Beweggründe, warum
Jugendliche die Linke Szene aufsuchen.
Sobald sie aber sehen, dass dieser Weg in einer kapitalistischen Gesellschaft einen nicht weiter-
bringt, entfernen sie sich wieder und ihr "Punkdasein" ist vergessen.
Richtige Punks erkenne ich daran, dass sie auch noch mit 40 Jahren diesen Weg energisch ver-
folgen - und ich weiß, dass es diese gibt :o)
Punk - in seinem Ursprung - ist schon seit Mitte der 80er Jahre tot. Es existiert eine neue
Form, durchaus weniger idealistisch als der "Vorgänger". Randale? Chaostage? Aktiv zeigen,
dass man da ist? - Nein, nichts dergleichen - die Zeiten sind vorbei. (Ausnahmen gibt es immer
wieder - aber nicht so ausgeprägt wie in den 80er.)
Und so beobachte ich weiter die Szene - sehe Leute kommen und wieder gehen. Aber durchaus
alles korrekte Leute.
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Nutzer: kreuzbergzecke
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geschrieben am: 13.01.2004    um 13:16 Uhr   
für einige ist punk ne phase für andere ein lebensweg. es gibt viele die mit dem weg ins "eigene leben" aufhören "get a job, buy a house, buy a car, a slave til death" aber auch leute die sich damit arangieren. man ist doch in einer sub weils einem spass macht auf konzerte zugehen, die musik zuhören bzw. selber zumachen...ich mach mir wie ihr da garkeine gedanken groß drüber
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Nutzer: Robin_Hood
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geschrieben am: 13.01.2004    um 15:38 Uhr   
Ich bin ein Pseudo, das ist mir so bewusst,
doch wer ist das original, hätt' ich gern mal
von dir gewusst.
Ich bin ne Kopie, das ist mir so Klar,
doch weiß ich immernochnicht wer der 1. war.

*trällerz mit einem schmunzeln auf den Lippen*

Aaaalso,
1.: Ich hab in meiner ICQ und MSN Liste ungefähr 3 Leute, die als Nickname haben: Ich bin ich!
d.h.: viele behaupten "lebende fische" zu sein ;), aber hamm sich noch nie selber gegen den Kopf geschlagen.
2.: Falls jemand im TP meine Bilder angeschaut hat (der Thread von Falamin) der hat sich entweder selber die Frage gestellt: Was zieht der denn an?? Oder: Was antwortest du auf die Fragen, warum du dich so anziehst? (natürlich weiß ich, dass ausgerechnet du, dir diese frage nicht gestellt hast, also laber mich nich voll z.t. vorurteile und schubladen denken!)
Naja, ich kann z.b. mit diesen polohemden, die einfach nur potthässlich sind, nix anfangen, oder baggys (?), ich finds halt nich "cool" so auszusehen, als hätte sich jemand in die hose geschissen. (nein, auch das soll keine volkshetze, diskriminierung oder rechte ansicht sein (*gggg*), sondern es ist einfach meine verklemmte meinung!) fakt ist: ich kaufe die klamotten die mir gefallen und die in meinem leistungsbereich liegen, das heißt also nicht, ich verabscheue irgendwelche marken sachen, nein, ich hab sogar ne hugo boss hose und 'n calvin klein schlafanzug (das sind die echten pseudos, die sagen, marke ist scheiße!, ihr wisst was ich meine, wenn nicht, bitte verkneift euch kommentare!)
3. hey, leute, "mal ernsthaft" ;)) habt ihr euch noch nie vor irgendeiner frau/irgendeinem mann verstellt um ihr/ihm auf anhieb besser zu gefallen? damit will ich sagen: wir spielen immer irgendwo irgendwelche rollen, vor unseren kumpels z.b. die kampftrinkerrolle, oder die politisch korrekte oder sonst was (und auch an dieser stelle weiß ich, dass das nicht auf dich zutrifft, also fühl' dich bitte nicht angesprochen.) eigentlich könntet ihr diesen punkt selber weiterdenken und widersprechen oda so.
4.: hey, ich finds cool, dass man (ja, außer dir) über meine beiträge nachdenkt *frinz*
5.: falls ihr denkt, ich rebelliere gegen meine eltern: meine mutter unterstützt mich in meiner politischen richtung, nur mein vater nich so, aber der war ja auch mal "hippie".
6.: die 10 punkte krieg ich noch voll.
7.: wieso kann man eigentlich nicht man selbst sein (achherrje, wie ich diese wortspielerei liebe *g*), wenn man in einer gruppe ist? (gerade so wie es viele punks theoretisch von sich behaupten)
8.: nun, ich selbst bin mit bestimmten interessen geboren, hab sie entwickelt, zurückentwickelt, weggekifft.
also, könnte es doch durchaus sein, dass
9.: (*g*) es andere personen gibt, die genauso denken wie ich und du (*pfeif*) und trotzdem noch sie selbst bleiben.
und das kann es ja in jeder szene geben. und
10. gibt es natürlich auch die verwirrten teenager die von den ganzen eindrücken der fremden welt (angefangen bei justin timberlake über slime, bis hin zu lanzer (um mal so berühmte namen zu nennen)) überrempelt sind und sich dann an irgendwass festhalten müssen.

ich bin einfach immernoch zu müde nach 10 tage dauerparty, sorry.


ich
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Nutzer: Enzifer
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geschrieben am: 13.01.2004    um 16:14 Uhr   
Erst einmal danke wegen der Antworten und 'nen guten Tag.

Hm, ich glaube immernoch so ganz wurde ich nicht verstanden. Ich rede hier nicht von Pseudos oder nicht Pseudos, Gesellschaft oder nicht. Das mit den ganzen Szenen waren doch nur Beispiele dafür in welchen Gruppen man Leute antrifft ;-). Ich rede davon, dass es nach meinen Beobachtungen viele Menschen gibt, die scheinbar zu faul sind sich eigene Gedanken zu machen, nur anderen hinterher rennen und nicht sie selber sind. Na klar hat jeder einmal irgendwann einer Gruppe angehört, oder es zummindest gesagt, um zu lernen und neue Sachen kennen zu lernen, dass war ja bei mir auch nicht anders. Es geht mir hier darum, dass es scheinbar kaum Individualismus heut zu Tage zu geben scheint. Ich habe auch nirgends behauptet, dass jeder der sich einer Gruppe zugehörig fühlt kein Individualist sein kann. Es gibt ja sogar eine "Szene/Gruppierung" für Individualisten, nämlich die Church of Satan von Anton Zandor LaVey die für den Individualismus spricht. Ich beziehe dies alles auch nicht darauf, was für Klamotten man trägt, es geht mir einzig und allein um die Gedankengänge der Menschheit, darum, dass sich manche eben verstellen sobald wer anders im Raum ist. Ich selber behaupte von mir (auch wenn es eventuel eingebildet klingt), dass ich mich bis jetzt zum mindest noch nie bewußt für irgendwen verstellt habe und darauf bin ich stolz. Falls mich jemand nicht so mag wie ich bin, bitte, soll er Abstand von mir halten. Ich hoffe ich konnte mein Anliegen nun ein wenig klarer formulieren oder ich bin einfach von der Schule nur zu ausgelaucht um die Antworten richtig zu interpretieren ;-).


Enzifer
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Nutzer: StereoSushi
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geschrieben am: 13.01.2004    um 17:11 Uhr   
ich glaube kaum, dass die jugend von heute einfach "nur" zu faul ist, sich ihre eigene gedanken zu machen.
das problem liegt eher darin, dass in vielen bereichen einfach schon alles mal da war.damit meine ich, dass es unsagbar schwer ist , heutzutage innovativ zu sein.
es gibt einfach ein unübersichtliches angebot an ALLEM von freizeitbeschäftigungen bis subkulturen
bei soviel angeboten, is es doch nur normal , dass man irgendwann die übersicht verliert, und auf das zurückgreift was eben viele machen,ohne suchen zu müssen in den unendlichen weiten unserer reizüberfluteten zeit ;) .und dann muss man noch berücksichtigen , in welcher umgebung man lebt. für dies und das ist vllt. keine möglichkeit gegeben und man passt sich bis auf wenige ausnahmen einfach ma an ne?;)
bequem waren wir ja schon immer oder?;)
es gibt doch schon fast nichts mehr, was nicht schon da wa.
falls es dann doch einer denkt, und was "innovatives" macht,kommt meinereins oder deinereins und sagt:" das kenn ich schon, das gabs dann und dann schon einmal, aber erstens war's kacke und zweitens wurde nix drauss";).
möglicherweise ist es innovation etwas aufzugreifen , was schon da war , nicht wirklich "gegriffen hat" und es zu einem "richtigen" zeitpunkt rauszubringen....
Dieter Bohlen rocks


DerNoPlanFisch
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Nutzer: StereoSushi
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geschrieben am: 13.01.2004    um 17:24 Uhr   
ah jetzt versteh ich worauf du hinaus willst.....
ok....es geht doh wohl eher um maskeraden und warum nicht jeder nach aussen so sein kann wie er in wirklichkeit is oder??
ich finde der beitrag von robin hood war doch genau auf deine frage hinaus beantwortet...zumindest fass' ich sein posting mal so auf....

EinLichtGehtAufFisch
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Nutzer: sweetDiavolina
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geschrieben am: 13.01.2004    um 18:38 Uhr   
Ich denke, das ist
a) eine Frage des Alters und
b) eine Frage des Selbstbewusstseins.
In erster Linie sind es Jugendliche, die sich irgendwelchen Gruppierungen anschließen, weil sie meinen, sie müssten irgendwo dazugehören, weil es vielleicht trendy ist und weil bei vielen im Teenageralter das Selbstbewusstsein fehlt, um auch einmal GEGEN den Strom zu schwimmen und andere (eigene) Meinungen/Ansichten als die ihrer Freunde zu vertreten.
Geändert am 13.01.2004 um 18:39 Uhr von sweetDiavolina
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Nutzer: Enzifer
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geschrieben am: 13.01.2004    um 19:04 Uhr   
Zu StereoSushi: Nun ja, ich denke er spezialisiert es immernoch sehr, ich meine es viel allgemeiner.

Zu sweetDiavolina: Ich rede hier ja überhaupt nicht von gegen den Strom schwimmen. Wer schwimmt denn heute noch wirklich gegen den Strom? Ich kenne kaum welche, und wenn es welche sind, sind es eben diese Individualisten die es kaum gibt (und die gibt es unter den Leuten über 18 genausowenig wie bei den Leuten darunter.)

Ich bin nun aber zu faul mein Anliegen noch einmal niederzuschreiben....Ich denke, jeder der meine Posts hier wirklich aufmerksam liest dürfte verstehen was ich meine.


Enzifer
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Nutzer: sweetDiavolina
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geschrieben am: 13.01.2004    um 22:08 Uhr   
Enzifer im Grunde genommen geht es aber darum. Diejenigen, die sich diesen Gruppen anschließen, passen sich dieser Gruppe in den Ansichten, Auftreten, Kleidung etc. an, nimmt sämtliche Gewohnheiten dieser Gruppe an (im Aussehen, im Sprüche klopfen usw.). Und suchen auch solche Gruppen aus den o.g. Gründen, um nicht als Individium mit eigenen Ansichten seine Meinung vertreten zu müssen. Ich glaube, das hat viel mit fehlendem Selbstbewusstsein zu tun.
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Nutzer: grmpf
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geschrieben am: 13.01.2004    um 23:22 Uhr   
ich verkehre seit rund 15 jahren in der sog. subkultur. ich hab 1984 als punk die legendären chaos tage in hannover erlebt und schon damals hat mich die intoleranz in der szene gestört, wenn es um meine vorliebe für die sog. "gruftie" szene ging. an der hab ich immer das unproblematische geliebt...
genauso wohl fühle ich mich siet 1982 bereits im metal bereich. würde man mich nach meinen lieblingsbands fragen, so wären das wohl DAF, motörhead, gg allin und the cure. mittlerweile hab ich überhaupt keine berührungsängste mehr und in meinem umfeld befinden sich NUR tolerante leute, die den anderen nicht nach aussehen und politischer gesinnung beurteilen sondern nach seiner persönlichkeit. das gipfelt so weit, daß zu meinen kleinen aber feinen umtrunken oder videonächten vom normalo über den strassenpunk bishin zum störkraft liebhaber alles vertreten ist. ja, richtig gelesen - auch nationale kenne ich und es ist stets eine freude, sich mit einer gesinnung auseinander zu setzen, die man selber ablehnt. das einzige was bei mir keinen zugang findet, sind leute die glauben, besser als andere zu sein oder sonstige idioten.
ich mag die totale artenvielfalt und fühle mich wohl damit. und das ist das einzige, was für mich zählt.
was mich ankotzt, sind teile der heutigen jugend, deren hauptinteressen bei dieter bohlen, handy und "coolen" klamotten zu liegen scheinen. wird zeit, daß ihr pickelfressen erwachsen werdet. aber diesen satz habe ich auch zu hören bekommen... da liegt die paradoxie :-)
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Nutzer: StereoSushi
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geschrieben am: 13.01.2004    um 23:53 Uhr   
so ganz versteh ich das dann doch net,....
du kannst dir doch an dem bsp von robin hood deine allgemeine "formel" ableiten.

wenn du nicht schon einen konkreten kontext im kopf hättest, würdest du sicherlich nicht sagen, dass dir robin zu sehr ins detail geht....?!?!?!?!

vllt willst du ja doch tiefer in die materie eintauchen, ...dann findest du sicherlich antwort in /verhaltensforschung/enwicklungspsychologie oder eben in spezialgebieten der soziologie....


grüsse

SozioFisch
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"Autor"  
Nutzer: sweetDiavolina
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geschrieben am: 14.01.2004    um 16:35 Uhr   
(zitat)
ich mag die totale artenvielfalt und fühle mich wohl damit. und das ist das einzige, was für mich zählt.
was mich ankotzt, sind teile der heutigen jugend, deren hauptinteressen bei dieter bohlen, handy und "coolen" klamotten zu liegen scheinen. wird zeit, daß ihr pickelfressen erwachsen werdet. aber diesen satz habe ich auch zu hören bekommen... da liegt die paradoxie :-)(/zitat)

Na dieser Satz ist doch das Beste Beispiel, dass diejenigen, die die Intoleranz der Leute bemängeln, im anderen Fall genauso wenig intolerant sind und glauben, etwas Besseres zu sein..

Jedem das Seine, lass andere doch Dieter Bohlen und ähnliches hören..
Ich höre auch DAF und auch viel härtere Dinge, trotzdem muss man nicht anderen gegenüber so intolerant sein.

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"Autor"  
Nutzer: Robin_Hood
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geschrieben am: 14.01.2004    um 16:50 Uhr   
mensch, hat mein thread viele überlegungen aufgerufen *frinz*

autogramme gibts später.


ein bisschen intolerant bin ich schon, z.b. gegen nazis.
wobei ich die nazis, die ihrem großen bruder hinterherrennen auslache, denn sie haben keinen plan was sie verkörpern, sind somit noch lachhafter als dieter bohlen handy freaks.
richtige nazis, die sich politisch auskennen, die hasse ich. die hasse ich abgrundtief, denn im grunde sind sie dumm.
deshalb find ich auch das lied "schrei nach liebe" (ärzte) nicht unbedingt gut (na gut, ich bin auch intolerant den ärzten gegenüber *gg*)

ich glaub einfach nicht, dass jeder mensch allem gegenüber tolerant sein kann.

naaaaja *g*
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"Autor"  
Nutzer: LadyShiny
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geschrieben am: 15.01.2004    um 21:17 Uhr   
Ich finde nicht, dass es in allen Gruppierungen, welcher Art auch immer, Mitläufer gibt.

In der Gruppe hat man einfach mehr Möglichkeiten, man ist stärker und kann seine Interessen besser verwirklichen und durchsetzen. Ist doch schön, wenn man Leute um sich hat, die genau dasselbe wollen. Und der Leader koordiniert und leitet den ganzen Haufen.

Insofern denke ich, Individualität gut und schön, aber eine Gruppe hat schon auch seinen Sinn, wenn denn alle Mitglieder wirklich für die eine Sache mit Herz und Verstand einstehen.
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"Autor"  
Nutzer: sweetDiavolina
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geschrieben am: 15.01.2004    um 21:20 Uhr   
(zitat) Und der Leader koordiniert und leitet den ganzen Haufen.(/zitat)

Warum brauchst du jemanden, der dich "führt", der sagt, was Sache ist? Warum kannst du Entscheidungen nicht für dich selber treffen?
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"Autor"  
Nutzer: CowboyX
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geschrieben am: 19.01.2004    um 15:41 Uhr   
gibt es überhaupt noch soetwas wie individualismus an sich...denn egal ob Punk, Metaller oder sonst irgendwie man schwimmt immer mit einem gewissen Strom in diesen bereichen...der Mensch bleibt und ist nunmal ein Beziehungswesen das andere Menschen braucht um zu überleben....es gibt an sich den Begriff "sein eigenes Ding machen" nicht wirklich...nicht in der heutigen gesellschaft irgendwer ist da immer der es einem gleichtut.....

Sicher kann man für sich selbst..sagen so bin ich...aber nach aussen hin ist man immer in einer bestimmten Gruppe der man zugeordent wird.....ob man es nun laut hinaustönt oder es eigendlich garnicht will.....

Es gibt solche die es garnicht bemerken bzw. es als normal ansehen zb. Gothicstyle rumzulaufen und voll in dieser Thematik aufgehen...und halt Mitläufer die es Cool finden...

um es auf den Punkt zu bringen
Der Mensch braucht andere Menschen zum Leben..es ist keine frage des Individuell seins...eher ist es schwer seine richtige Schiene zu finden in der man aufgeht.....


in der hoffnung es nicht zu kompliziert geschrieben zu haben

Cowboy
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"Autor"  
Nutzer: Robin_Hood
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geschrieben am: 19.01.2004    um 16:03 Uhr   
natürlcih schwimme ich mit einem strom, was meinen musik geschmack angeht.
aber nicht, was mein klamottengeschmack angeht, natürlich seh ich manchmal sachen, die ich auch gerne hätte, aber das ist doch normal, nicht jeder mensch kann grundsätzlich total verschieden sein.

bei meiner politischen einstellung geht das schon mit vielen leuten auseinander, keine lust das näher zu erklärn.
und was mein char. angeht: klar verstell ich den auch manchmal, aber dann macht es mir auch spaß.
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"Autor"  
Nutzer: Enzifer
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geschrieben am: 19.01.2004    um 19:41 Uhr   
Öffnet schon den Mund und holt Luft...Nein, ich erklär es jetzt nicht noch einmal....


Enzifer
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Nutzer: Robin_Hood
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geschrieben am: 19.01.2004    um 20:10 Uhr   
(zitat)Ich bin sehr gespannt ob jemand, der sich hier deutlich angesprochen fühlt, den Schneid haben wird zu sagen: Ja, der Typ da hat Recht, wieso "renne ich anderen hinterher"? (/zitat)

ich verstehe nicht, worauf du hinauswillst ... du hast gefragt, ich hab geantwortet (zum 2.mal glaub ich)

und zum allgemeinen, ich versuche es mal so zu formulieren (oder ich versteh dich einfach nich):

Gothik: Kenn ich mich nicht so aus, aber gerade da heißt es (nur meinem wissen nach), dass jeder er selbst ist. das ist halt bezeichnung für die, die "das licht meiden", bilder wie die von luis royo mögen (o.ä.) usw. (nur soweit ich weiß. keine garantie!)
hip hopper: schon schwieriger: hip hop kann sein: straßenhiphop aus ny oder edelhiphop á la nelly etc.
und die gesinnung der hip hopper kann von links nach rechts (rofl) gehen. ebenso gibt es hhs, die gerne skaten, andere leben lieber auf pimp *löl*
punk: von anarchisten, über linksradikale, bis hin zu oi! oder gar (selten dämlichen) rechtenpunks. und "spaßpunks", "skaterpunks".

usw.

es ist wie in der politik. man wählt meistens nur eine partei, mit deren meinung man nur im kleinsten teil übereinstimmt. genauso geht das auch hier, bei "gruppierungen".
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Nutzer: Enzifer
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geschrieben am: 19.01.2004    um 22:15 Uhr   
Es war ja auch in dem Fall eben nicht auf dich bezogen, Robin, sondern auf den Schreiber davor.(Ich bin gerade zu faul runter zu scrollen und den Nick zu lesen.)

Aber noch einmal: Das, was ich meine, ist das "Rudelverhalten" im Allgemeinen. Es hat überhaupt nichts mit den einzelnen "Szenen" oder "Subkulturen" oder was weiß ich zu tun. Es geht mir allgemein darum, nachzufragen, warum es in der heutigen Geselschaft (nicht nur der "große Strom der toten Fische", sondern alle anderen Sznenen auch) so wenig Individualismus gibt. Darum geht es mir. Das hat gar nichts mit den Klamotten, dem Musikgeschmack, der politischen Einstellung oder was weiß ich zu tun, sondern einfach damit, dass kaum ein Mensch sagt: Ich bin ich! Nein, fast alle ordnen sich irgendwo ein und sind oft zu faul sich eigene Gedanken zu machen. Sie folgen irgendwelchen Idolen, die in ihren Augen gut sind, eifern ihnen nach, aber vergessen dabei, sie selbst zu sein, sondern versuchen einfach, ihr Idol zu sein.


Enzifer
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