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Menschenwert |
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geschrieben am: 12.03.2004 um 14:38 Uhr
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Hallo,
ich denke jetzt schon seit geraumer Zeit über eine Frage nach, und möchte gerne Eure Meinungen dazu hören.
Wovon hängt der Wert eines Menschen ab?
Von seinen Fähigkeiten oder davon wie er es vermag diese einzusetzen? Von seinem Aussehen? Seiner Art mit anderen Lebewesen umzugehen? Von seiner Intelligenz? Seinen Werten? Seiner Sprache?
Ich habe in den vergangenen Tagen etwas genauer hingesehen, und bin zu dem Schluss gekommen, dass der Wert eines Menschen oftmals von Leistung, Erscheinung oder auch Eloquenz abhängig gemacht wird. Wie sind Eure Erfahrungen/Meinungen dazu?
Anielle |
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geschrieben am: 12.03.2004 um 16:27 Uhr
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Def. "Wert"
Dann kannst du fragen, was den Wert ausmacht.
mfG
die blaue Fee |
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geschrieben am: 12.03.2004 um 17:05 Uhr
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| mein Leben is mir am meisten "wert"...der rest kann mir mal auf gut deutsch,kreuzweise am arsch lecken! |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 12.03.2004 um 18:13 Uhr
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hm..was wäre denn ein 'wert' eines menschen ? die bedeutung, wichtigkeit, die diesem menschen zukommt ? dann gibts wohl zwei massstäbe : die einschätzung des menschen bezüglich der 'werte' einer gesellschaft. das wäre über eine strichliste leicht machbar. oder aber die persönliche einschätzung eines menschen von seiten eines mitmenschen - also die individuelle alternative, welche dem wandel unterliegt.
oder wert als zahl ? dann rechnet man einfach die im jeweiligen menschen enthaltenen roh- und wertstoffe zusammen und errechnet einen 'marktpreis'. |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 13.03.2004 um 14:10 Uhr
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Der "Rohstoffwert" eines Menschen von ca. 80 kg liegt unter 4 Euro; das meiste sind nur Wasser und Salze. Und das müßte erst erschlossen werden.
Ein Mensch hat nur einen ideellen Wert, und zwar den, der ihm von sich selbst und seinem Umfeld gegeben wird.
Einem Bauern in China ist Dein Leben ebenso viel wert, wie umgekehrt: nämlich gar nichts. Deine Lieben würden Dich aber nie hergeben; Du selbst erst recht nicht.
Folglich ist ein beliebiges Menschenleben sowohl wertlos (für das Kollektiv), als auch unbezahlbar (für das Individuum).
;-) Paccy |
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geschrieben am: 14.03.2004 um 00:13 Uhr
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menschen sollte man überhaupt nicht in irgendwelche werte aufteilen.
(oder so. deutsches sprache, schweres sprache...) Geändert am 14.03.2004 um 00:58 Uhr von destiny |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 15.03.2004 um 14:52 Uhr
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der wert eines menschen bzw. eines lebens? gar nicht so schwer diese frage zu beantworten.
in ruanda kostete es ca. 32 $ wenn man erschossen werden wollte, anstatt mit der machete niedergemetzelt zu werden, in russland kostet dich dein leben ca. 500$ in china schon 1000$ und in deutschland musst du immerhin ca. 25000 $ für eine professionellen cleaner berappen, also so schwer war es doch jetzt nicht ;-) *gg
mfg rommel |
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geschrieben am: 15.03.2004 um 15:13 Uhr
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Interessanter Thread.
Ich denke einerseits, dass das menschliche Leben objektiv gesehen keinen mathematischen Wert haben kann. Wir setzen den Wert aus einem subjektivem Blickwinkel auf eine gewisse Stelle. Die aber mathematisch keine Bedeutung hat. Also könnte und müsste man sagen und sagen auch fast alle hier : Ein Leben ist genauso viel Wert wie das von vielen.
Dies in die Tat umzusetzen macht mir jedoch Schwierigkeiten. Wenn ich das Leben von z.B. H.itler hätte verhindern können und dadurch 6 Mio. Juden hätte retten können, wäre es trotzdem nicht richtig gewesen, da ein Leben genauso viel wert ist wie das von Vielen !?
Gibt es für das menschliche Leben nicht doch vielleicht einen greifbaren Wert?
sweety Geändert am 15.03.2004 um 15:19 Uhr von sweety0018 |
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geschrieben am: 15.03.2004 um 18:24 Uhr
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ich denke, selbst der mensch h.itler hatte seinen individuellen wert. selbst utilitaristische überlegungen sollten dem unbedingten schutz des lebens und der würde (ist das der wert ?) unterstellt sein und bleiben.
da sind wir dann auch schon bei der stammzellendiskussion, welche ähnlich ergumentiert : wir verwenden zwar embryonen (menschen), doch wiegt der wert des zu erwartenden ergebnisses das ethisch verwerfliche der entziehung der menschenrechte bei weitem auf.
zynismen wie 'unvermeidliche kollateralschäden' weisen auch in diese richtung.
sobald du einen greifbaren wert ansetzt, ergibt sich eine skala. und schon hätten wir ein problem : wenn das eine leben etwas wert ist, ergibt sich automatisch die definition eines un-werten lebens mit all den damit verbundenen problemen wie der eugenik. was läge dann näher als die nachkommenschaft nur noch gentechnisch zu designen ?
materiellen wert kannst dir bei Link (Currently over 1.3 million humans for sale!) ausrechnen lassen und dich dann für ne million dollars via ebay verdingen. ;-) |
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geschrieben am: 15.03.2004 um 19:53 Uhr
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*wunder das noch keiner über Werteverfall geschrieben hat*
NAja heutzutage gibts doch eh keine Werte mehr!!
(oder ein Mensch sollte keinen Wert haben, ok einige Menschenhändler sieht das vielleicht anders) |
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geschrieben am: 16.03.2004 um 09:44 Uhr
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@starchaser
So ganz bin ich mit deiner Antwort nicht einverstanden. Es ging mir um eine moralische oder auch ethische Bewertung, welche auch möglichst allgemeingültig ist. Mir persönlich schiene eine Gesellschaft sinnvoller, die allgemein das Leben von 6 Millionen potentiellen Opfern über das Leben eines Massenmörders setzt, als eine Gesellschaft, die diese Frage nicht entscheiden kann. Daraus folgt halt, dass im betrachteten Fall ein Leben für mich _nicht_ genauso viel Wert ist, wie das von vielen ist.
Deine Bermerkung, "nachkommenschaft nur noch gentechnisch zu designen" hat übrigens meiner Meinung nach, eine erhebliche Bedeutung hat, die in Zukunft noch dramatisch zunehmen wird.
Nun gut, vielleicht war mein Beispiel mit H.itler zu extrem gewählt.Ich würde ich gerne ein (aus heutiger sicht) brennenderes und wahrscheinlich schwieriger zu lösendes Beispiel bringen:
angenommen wir haben ein medizinisches Gerät/Therapie... deren Einsatz eine gewisse (sehr hohe) Summe kostet. Nun ist für einen 85jährigen Patienten diese Therapie die einzige Hoffnung auf Heilung. Gleichzeitig kann ich (als Gesellschaft) denselben Betrag einsetzen um sagen wir mal als Beispiel 1000 Menschen durch vorbeugende Massnahmen etc. vor Krankheit zu schützen. Nun - es geht mir nicht um den Einzelfall, sondern ums Prinzip.
Wie soll sich die Gesellschaft entscheiden? Wir sind heute schon so weit, dass nicht jeder zu jeder Zeit die optimale Behandlung erhält (aus Kostengründen) und diese Situation wird sich (glaube ich /befürchte ich) in Zukunft noch *dramatisch* verschärfen.
sweety |
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geschrieben am: 16.03.2004 um 20:07 Uhr
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nach entdeckung des mörderchromosoms XXY könnten wir ja gleich die betroffenen präventiv in gewahrsam nehmen und deren fortpflanzung verbieten. dasselbe trifft dann die kandidaten für kriminalität und alkoholismus. laut neuen strafgesetz wird ihnen, - die sie ja ohnehin schon potentiell den keim des bösen in sich tragen - der nachwuchs verboten. kriminalität wird definiert durch die gesellschaft. die genetische disposition wird zum defekt erklärt. also knöpfen wir uns die homosexuellen und weitere abweichler wie hyperaktive vor. selbstredend wird später der genpool von krankheiten bereinigt.
und nun wenden wir uns dem letzen schritt zu : das verbogene und verdorbene y-chromosom. nach otten ist gewalt männlich. mord, totschlag, massaker, organisierte kriminalität, missbrauch, randalieren, sextourismus .. geht alles in der hauptsache von männern aus. anordnung der frühestmöglichen kastration, damit diese ruhigergestellt werden und möglichst lange leben und arbeiten können.europa wird zum neuen lesbos wie von sapphos besschrieben, in dem sich frauen ohne männer künstlerisch und geistig vergnügen. die eunuchen werden später mit der verpflichtenden allabendlichen vorführung der passion christi sediert.
..brave new world :-)
ps : ironischerweise erwies sich später das XXY nicht als mördergen. im gegenteil bewirkt es eine unterdurchschnittliche intelligenz. die träger der kombinationen stellten ihre straftaten nur so dumm an, dass sie relativ einfach geschnappt wurden...;-)
warum hätte h.itler denn ermordet werden sollen ? ist das die einzige alternative zum 'wehret den anfängen' ? hätte er eine andere sozialisation erfahren dürfen, - wer weiss was dann gewesen wäre ?
dass sich peter singers (in australien? praktizierte) sozialdarwinistische "praktische ethik" aus den 70ern in unser system einschleicht sehe ich auch so. wen wundert es auch in einer welt, die nur noch den jeweiligen preis kennt und nicht mehr den wert ? in der ein altes möbelstück mehr wert ist als ein alter mensch..der stete dialog um euthanasie und passive sterbehilfe rankt ja nicht zuletzt um den angeblichen kostenfaktor. ärzte haben heute schon zu entscheiden, ob eine lebensverlängernde oder -verbessernde massnahme sich lohnt, will sagen, für die gemeinschaft auszahlt.durch diese einschätzung des 'wertes' des kranken entsteht somit eine art triadenstruktur, welche wie andere tendenzen nicht mit dem eid des hippokrates vereinbar sind.
der materielle aspekt beherrscht auch hospizarbeit und palliativmedizin (schmerztherapie), welche den vorsatz hat, für ein menschenwürdiges Leben bis zuletzt zu sorgen.
dabei wird leider ausser acht gelassen, dass oft ein nwürdiger Abgang in würde sowohl der zeit, des raumes und natürlich auch des geldes bedarf.wofür die gesellschaft aufkommt, welche ja nicht mehr auf funktionierende familien zurückgreifen kann.
vergleichen wir die prokopfverschreibung von schmerzmitteln, so sehen wir, dass hierzulande weit weniger zum einsatz kommt als im ausland.komischerweise sind gerade schmerzmittel eine relativ billige geschichte.
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