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Bis gestern dachte ich... |
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geschrieben am: 12.09.2001 um 15:46 Uhr
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...dass die Träume des Menschens stärkste Waffe sind...aber da wusste ich noch nicht, wozu blinder Fanatismus alles fähig ist.
Was können wir froh sein, dass uns Deutsche niemand ernst nimmt...
ein kopfschüttelnder Diaryof
DEU160 3 pl 478 USA /AFP-KQ64
USA/Anschlag/Bergung/NewYork/KORR
"Als sie eingestürzt sind, war meine Kindheit dahin"
- Nach der Katastrophe gleich Manhattan einem Kriegsschauplatz
Von Michel Moutot und Jean-Louis Pany =
New York, 12. September (AFP) - «Die Zwillingstürme sind jetzt im Himmel.» Ein riesiges, grelles Wandgemälde im Süden Manhattans zeigt die beiden Türme des World Trade Centers in einer riesigen Rauchwolke. Ein Gedicht an der Mauer verkündet die Worte, mit denen sonst kleine Kinder getröstet werden. Dutzende Kerzen, Blumen, ein Paar Arbeitshandschuhe und ein Mundschutz schmücken den
improvisierten Altar an der Ecke Avenue A und 14. Straße; errichtet wurde er zu Ehren der vielen tausend Menschen, die die Terrorserie am Dienstag vermutlich nicht überlebt haben. New York City, internationale Finanzmetropole und Seele der Vereinigten Staaten, sieht nach dem grausamsten Terroranschlag der Geschichte am Mittwoch aus wie ein Kriegsschauplatz.
Wo bis zum Dienstagmorgen die gläsernen Zwillingstürme als
Wahrzeichen der Metropole in den Himmel ragten, sind noch immer Tausende Menschen verschüttet - tot oder lebendig. In den frühen Morgenstunden suchen 2000 Polizisten, Feuerwehrleute und Ärzte im Licht der Scheinwerfer und unter ständigem Brummen der Generatoren nach Überlebenden. Die Arbeiten werden durch Brände erschwert, die auf die umliegenden Gebäude übergegriffen haben. Auch dort besteht
Einsturzgefahr. Feuerwehrmänner löschen Berge von Stahl und
rauchendem Beton. Angehörige von Spezialeinheiten stapfen mit Suchhunden durch die Pfützen. Kurz vor Mitternacht ein erstes Hoffnungszeichen, Bürgermeister Rudolph Giuliani verkündet die Botschaft: Die ersten zwei Überlebenden wurden aus den Trümmern gezogen.
Überall liegt eine dicke Schicht aus Asche und Staub. Auf den menschenleeren Straßen herrscht unheimliche Stille - immer wieder durchbrochen von den heulenden Sirenen der Rettungswagen. Die unmittelbare Umgebung des World Trade Centers ist abgesperrt, selbst Rettungshelfer sollen sich wegen herabfallender Trümmerteile fernhalten. Der Verkehr wird umgeleitet, die Polizei hält Anwohner und Gaffer zurück. Angehörige der Nationalgarde mit Helmen und schusssicheren Westen überwachen die wichtigsten Straßenkreuzungen und das Hochhaus der Vereinten Nationen.
Kirchen, Tempel und Synagogen sind rund um die Uhr geöffnet, um Trost und Zuflucht zu spenden. Der Times Square, sonst Touristenmeile und Tummelplatz für Nachtschwärmer, ist menschenleer, Restaurants und Theater geschlossen, öffentliche Einrichtungen abgesperrt. In den wenigen geöffneten Cafés blicken die Gäste starr auf den Fernseher. Auf den Anzeigetafeln in der Grand Central Station, durch die normalerweise tausende Berufspendler hetzen, stehen keine Zugfahrzeiten, sondern ein Blutspende-Aufruf vom Roten Kreuz.
Die Leuchtbänder der US-Bank Morgan Stanley, die sonst die
Börsenkurse verkünden, zeigen eine Telefonnummer, bei der die Angehörigen der Mitarbeiter anrufen können: Die Bank hatte mehrere Großbüros im World Trade Center. Am Eingang der US-Technologiebörse Nasdaq fordert ein hastig beschriebener Zettel dazu auf, wieder nach Hause zu gehen.
Bahnhöfe und Konferenzzentren sind zu Notaufnahmelagern für jene Bewohner von Süd-Manhattan umfunktioniert worden, die nach der Terrorkatastrophe nicht in ihre Wohnungen zurückkehren können. Christine Davis starrt fassungslos auf die Überreste des einst höchsten New Yorker Gebäudes. «Das World Trade Center war wie unser zweites Zuhause. Gestern habe ich dort das Hochzeitskleid für meine Tochter gekauft. Wie kann sie das jetzt noch tragen?» fragt die 59-Jährige. «Das ist der traurigste Tag meines Lebens»,trauert der 20-jährige David Reisner. Jahrelang ist er mit Blick auf die beiden Türmen aufgewacht und eingeschlafen. «Als sie eingestürzt sind, war meine Kindheit dahin.»
ck/igl
AFP
121518 SEP 01
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Wenn ich scherzen will, sage ich die Wahrheit. Das ist immer noch der größte Spaß auf Erden.
(George Bernard Shaw) |
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