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geschrieben am: 01.09.2004 um 12:09 Uhr
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Guten Morgen Mad,
es wird zeit, dass DU aufwachst! weisst du überhaupt, wer dies land 16 jahre lang regiert hat und den karren hat so tief versumpfen lassen ? ?
klar muss "etwas" getan werden, das will wohl niemand bestreiten! aber ist es der richtige weg, ausgerechnet die sozial schwachen weiter auszupressen, während die reichen immer reicher werden ?
konzerne streichen subventionen ein, sparen steuern bis zum nullpunkt, um dann die produktion ins ausland zu verlagern ... -jawoll- es muss was getan werden ....
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geschrieben am: 01.09.2004 um 18:35 Uhr
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Ich wäre auch nciht für die CDU
Schonmal überlegt, wie man das, was in 16Jahren zerstört wurde, wieder flottkriegt?
Ansonsten stimmt es, dass überall gespart werden muss, damit überhaupt noch etwas geld da ist für die, die nicht selbst geld verdienen, sei es nun unverschuldet oder nicht.
es wird zwangsläufig darauf hinauslaufen, dass man nur das nötigste hat...und das ist eine wohnung, eine küche, ein kühlschrank mit lebensmitteln darin, ein radio, ein bett und einige regale bzw. schränke, wo man sein hab und gut unterbringt... mehr braucht man theoretisch, neben sozialen kontakten, nicht zum leben... und auch falls jemand gegenteiliges behaupten mag...ein fernseher ist nciht wichtig, um auf dem laufenden zu bleiben...im radio und in der zeitung gibt es auch nachrichten
zu volvoe56:
tja...aber was würde passieren, würde man die bedingungen für unternehmen anziehen und unterstützung kürzen? sie würden nach osteuropa oder asien abwandern... und zwar solange bis auch dort die richtlinen angezogen werden...dann gehts weiter in die Länder, die momentan noch zu den unterstengehören, wie z.b. afrika... bis die unternehmen dann nach deutschland zurückkommen vergehen jahrzehnte |
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geschrieben am: 01.09.2004 um 20:13 Uhr
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(zitat)
es wird zwangsläufig darauf hinauslaufen, dass man nur das nötigste hat...und das ist eine wohnung, eine küche, ein kühlschrank mit lebensmitteln darin, ein radio, ein bett und einige regale bzw. schränke, wo man sein hab und gut unterbringt... (/zitat)
nicht wenn man nen job hat.
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geschrieben am: 02.09.2004 um 00:50 Uhr
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(zitat)
es wird zwangsläufig darauf hinauslaufen, dass man nur das nötigste hat...und das ist eine wohnung, eine küche, ein kühlschrank mit lebensmitteln darin, ein radio, ein bett und einige regale bzw. schränke, wo man sein hab und gut unterbringt... (/zitat)
Das bezweifel ich sehr stark. Was du da beschreibst klingt eher nach tiefstem Russland und Panikmache. Nicht nach einer Industrieweltmacht, wo sicherlich immer noch knapp 95% der Republik in (objektiv betrachtetem) Luxus schwelgt.
@demo
Ich glaube nicht, dass du in der Position bist, dir auch nur Ansatzweise ein Urteil darüber zu bilden, wer ich bin und welche beruflichen Hintergründe bei mir sind. Und ich werde den Teufel tun und dir hier lang und breit zu erklären, wie es gerade bei mir aussieht. Aber eines kann ich dir sagen: Ich bewege wenigstens meinen Arsch auf die Abendschule, um mit dem Abitur - was ich vor einigen Jahren im jugendlichen Leichtsinn abgebrochen habe - und einem eventuell folgendem Studium meine Aussichten auf eine positive Zukunst zu verbessern. Und komischerweise habe ich bis zum heutigen Tag nicht einmal das Problem gehabt mir irgendeinen Job zu besorgen.
Und komme mir bitte nicht mit dieser Kloparole "Schuldenfalle / Gerichtsvollzieher", wie du es geschrieben hast. Natürlich sind alle vollkommen arglos da rein gerutscht, sicher. Es hat sie bestimmt jemand dazu gezwungen das Konto zu überziehen, oder einen Kredit aufzunehmen.
Ich bin mir bewusst, dass einige Leute wirklich schuldlos ins Drama gerutscht sind, aber das ist nicht mehr als eine Minderheit! Es ist nämlich wirklich typisch Deutsch mit den Großen kacken gehen zu wollen, obwohl man es sich nicht leisten kann.
Und nein, ich bin nicht irgendwo um siebzehn, sondern Mitte zwanzig. Und auch nein, ich komme nicht aus dem Osten. Geändert am 02.09.2004 um 00:51 Uhr von Elrik |
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geschrieben am: 02.09.2004 um 08:37 Uhr
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Ein paar mehr oder weniger zusammenhängende Gedanken zu Arbeitslosigkeit / Harz IV und...ich sage mal Schuldigkeiten:
1.) Arbeitslosigkeit
Arbeitssuchend und damit Leistungsberechtigt ist, wer alle (!) ihm zur Verfügung stehenden Möglichkeiten nutzt um wieder in Arbeit zu kommen. (§119 SGBIII)
Bedeutet: Schon jemand, der sich auf eine potentielle Stelle nicht bewirbt, weil das Aufgabengebiet ihm in 1 Punkt weniger zusagt als das einer anderen Stellenausschreibung ist faktisch nicht mehr Leistungsberechtigt, weil diese Versicherungsleistung nur unter diesen Vorraussetzungen greift.
2.) Harz IV
Ist hart. Keine Frage. Ich persönlich empfinde den Aufschrei dagegen allerdings als äußerst deutliches Statement unserer Verwöhntheit hier in Deutschland. Wer in Namibia nicht arbeitet verhungert schlicht. Da gehen Dinge wie "Wozu habe ich denn meine Ausbildung gemacht, wenn ich jetzt in einem anderen Bereich arbeiten soll" und "5 Euro die Stunde ?! Dafür steh ich nicht auf.." nicht.
3.) Schuldigkeiten
Es zeigt sich - grade in solchen Diskussionen - die deutsche Mentalität, wie ich sie schätze und liebe /ironieoff.
"Die von der Arbeitsagentur müssen besser vermitteln !" - Ne.. müssen sie nicht. Weder die noch sonst jemand ist verpflichtet DIR (stellvertretend für jeden Erwerbslosen) einen Job zu suchen. Zu unterstützen - ja. Zu fördern wenn sinnvoll - ja. Aber einen Job suchen ist DEINE Aufgabe.
"Für DAS Geld geh ich doch nicht arbeiten !" - tja.. selbst schuld. Dann aber bitte nicht mehr behaupten, man täte alles um wieder in Arbeit zu kommen. Grade geringfügige Beschäftigungen, Praktika (Lieblingssatz : "Die nutzen einem ja nur aus !") und Nebenjobs können den Weg in eine Festanstellung ebnen. Aber "Das ist mir zuwenig Geld" ist natürlich der bequemere Weg.
Zusammenfassung:
Wir - in Deutschland - müssen dringend weg von dem Irrglauben die Arbeitslosenversicherung wäre vergleichbar eine Lebensversicherung: "Wenn ich tot bin, zahlt die / Wenn ich arbeitslos bin, zahlt die". Das ist schlicht Quatsch. Diese Versicherung greift dann, wenn ich mit aller Kraft versuche einen neuen Job zu finden. Und das tun imho 50 % der heutigen Erwerbslosen definitiv nicht und damit schätze ich noch sehr ! optimistisch.
Insoweit bin ich auch von Harz IV nicht so verprellt wie manch anderer. Ich hoffe, durch die deutlich enger werdenden Finanzrahmen werden einige dazu gezwungen wieder zu arbeiten. "Es ist aber keine Arbeit da !" ist ein Blödsinnsargument, denn es IST Arbeit da. Zugegeben, nicht soviel wie Arbeitslose, aber es gibt Arbeit und dass keine mehr da ist, kann man dann plärren, wenn wirklich 10 Arbeitsplätze in ganz Deutschland zu besetzen sind. Und "Da wo ich wohne gibt es aber keine Arbeit !"....und weiter ? Wenn es da, wo ICH wohne keine Arbeit mehr gibt, dann zieh ich um !
Ich behaupte: Man KANN Arbeiten, wenn man es wirklich will. Man KANN es aber auch umgehen, wenn man es wirklich nicht will. Es gibt ganz klar Ausnahmen - aber das sind eben Ausnahmen. |
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geschrieben am: 02.09.2004 um 20:39 Uhr
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ELRIK setz mal deine brille auf...ich hab nicht mit dir gesprochen...und angegriffen solltest du dich in keiner hinsicht mit meinen eintrag fühlen...wie gesagt jeder hat so seine ansichten...und das im osten die meinung anderst ist wie im westen ist eh klar...merkt man halt beim lesen und auch im allgemeinen...und nochmal...mich betrifft hartzIV nicht...also...tu mir einen gefallen greif mich hier nicht an...das ist unfair
...demo... |
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geschrieben am: 02.09.2004 um 21:36 Uhr
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@demo
Es lag und liegt mir fern, dich hier persönlich anzugreifen. Solltest du dich aber so fühlen, kann ich dir versichern, dass ich es nicht böse gemeint habe. Lediglich auf deinen Beitrag habe ich reagiert, da er doch ein wenig zu sehr nach "ihr habt eh keine Ahnung" klang.
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geschrieben am: 02.09.2004 um 23:57 Uhr
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mal an elrik und demo
bitte keine zwistigkeiten unter euch- ich bitte um eure meinung sachlich formuliert
und an lay: dein anfang und dein zitat vom bundessozialgesetzbuch baben mir imponiert ! abermit manch anderen punkten bin ich nicht ganz einverstanden : arbeitslosigkeit herrscht, wenn es mehr arbeitssuchende gibt als offene stellen!!
... und wenn es auf ein inserat in der zeitung 250! bewerbungen eingehen (das kann ich belegen!!) dann kann auch nicht davon gesprochen werden, dass viele gar nicht wirklich arbeiten wollen!
ich kenne manche, die die meinung vertreten, dass es genug arbeit gibt in BRD, aber wer arbeitet um 5 E die stunde ? und selbst wenn das einer tut- wovon zahlt er dann seine miete ???
( nur mal anmerks : 180 arbeitstunden im monat a 5 E sind = 900 E brutto, bleiben vielleicht 550 E netto ? |
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geschrieben am: 03.09.2004 um 07:45 Uhr
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Schön, dass ich dir imponieren konnte.. jetzt ist mein Tag gerettet...
Ernsthaft:
Der Punkt ist, jemand der für 5 Euro die Stunde arbeiten geht, hat eine Chance, sich weiterzuentwickeln und aufzusteigen. Allein die Bewerbungssituation ist eine ganz andere, wenn ich bereits in Arbeit bin. Außerdem kenne ich durchaus Personen, die sich mit diesem Geld - 5 Euro die Stunde - ihr Leben finanzieren, allein schon weil sie diese 5 Euro lieber selbst verdienen, als vom Eingezahlten anderer Menschen zu leben - diese Leute streben meist einen zweiten Job an etc. - Deutschland ist einfach verwöhnt
Dass es keine Arbeitslosigkeit gibt, habe ich nie behauptet - ich behaupte lediglich, so lange es offene Stellen gibt, ist das Argument "Es gibt keine Arbeit" schlicht fadenscheinig.
Es gibt Leute, die mehrere Jobs haben und 16 Stunden am Tag arbeiten, um sich / ihre Familie zu finanzieren. Und so lange das der Fall ist, kann ich persönlich einen Arbeitslosen, der sagt "Ich hab aber vorher 2500 verdient... unter 2000 geh ich nicht arbeiten" nicht verstehen und bin froh, dass Hartz IV solche Leute zwingt, genau das zu tun, was ich auch tue - arbeiten - um sich selbst zu finanzieren.
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geschrieben am: 03.09.2004 um 22:16 Uhr
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Hallo erst mal,
hmmm, möchte mich nun auch mal äußern und frage mich worüber ihr euch aufregt, dass, was mit Hartz 4 geplant ist, ist für mich das Normalste auf der Welt.
Ich, Mutter von 3 Jugendlichen, alleinerziehend, gute Schul- und Allgemeinbildung, abgeschlossene Berufausbildung mit Weiterbildung und Zertifikaten....und was bringt es mir ????
Nichts, absolut nichts.
Zur Zeit hab ich eine befristete Halbtagsstelle und einen 400 € Job, bekomme Unterhalt für meine Kids, für mich nicht, noch nie, nur mal so am Rande bemerkt, lebe nicht vom Sozialamt und/oder Arbeitsamt, aber ...es gibt immer wieder Momente, wenn ich mal wieder arbeitslos geworden bin, weil der Vertrag ausläuft oder es einfach "nur" ein Projekt ist was ausläuft.
WIR, d.h. meine Kinder und ich ÜBERleben und darauf sind wir stolz.
Wir können keine großen Sprünge machen, aber wir sind zufrieden.
Ich habe mich damit abgefunden in meinem Beruf keine Stelle mehr zu bekommen, mittlerweile übe ich auch ganz andere Tätigkeiten aus als ursprünglich gelernt.
Seit Monaten schreibe ich mir die Finger wund, was Bewerbungen angeht, aber....Absagen, wenn überhaupt geantwortet wird.
Wir, meine Kids und ich wissen, dass wenn ich ab nächsten Monat wieder arbeitslos bin, ich wieder mal zum Arbeitsamt muß, zig Vormulare auszufüllen habe und auch Wohngeld beantragen muß.
Die Zeit bis dahin ist für uns ein Geschenk.
Ich bin froh über die Möglichkeit, wie sollte ich sonst die MIete zahlen?
Und nun kommt nicht mit dem Ersparten, oder so was, weil es das schon lange nicht mehr gibt.
Auch wenn ich arbeitslos bin und mir ein Teil des 400 € Jobs angerechnet wird, was für mich auch nichts neues ist, würde es mir nicht in den Sinn kommen, mich nur vom Vater Staat aushalten zu lassen. Dazu bin ich zu stolz.
Gewöhnt euch daran, es wird nicht besser...irgendwann wird es keine Sozialabsicherung mehr geben und unsere Renten sind schon lange nicht mehr sicher!
Die Kassen sind leer.
Seit einfach dankbar, wenn ihr eine Arbeitsstelle habt, und schraubt mal einen Gang zurück.
Insa
Geändert am 03.09.2004 um 22:38 Uhr von Insa02 |
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geschrieben am: 04.09.2004 um 00:58 Uhr
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geschrieben am: 05.09.2004 um 19:39 Uhr
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Die ganzen Demos bringen nichts und die diskutierei noch weniger Geändert am 05.09.2004 um 19:40 Uhr von Hansdampf |
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geschrieben am: 05.09.2004 um 23:41 Uhr
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liebe insa
dein beitrag stimmt mich trauriger, als ich es ohnehin schon geworden bin ...
dein schicksal ist hart - ohne zweifel - aber dein stolz ist härter ?
"mein stolz aber nähret meine kinder nicht .. ."!
wo bleibt denn DEIN aufschrei - wo bleibt der aufschrei aller werktätigen, die mit ihrer arbeit diese trotz der anstehennde kürzungen doch hohe belastung weiter tragen müssen ?
ist "der deutsche" denn das lamm, das auf dem weg zur schlachtbank zum schlächter sagt: " ich weiss, du tust ja auch nur deine arbeit!"?
desweiteren bin ich mir sehr wohl bewusst, dass eine diskussion in diesem forum wenig nutzt. insbesondere, wenn schulabgänger meinen, sie kennen sich aus.
ich habe mal über den daumen gepeilt, dass ein heute fünfigjähriger facharbeiter im durchschnitt Über 50.000 DM angespart hätte, wenn er sein ALo in eine sparform eingbracht hätte. falls die geschätzen jungen forumschreiber es überhaupt wissen, beträgt der AG-anteil dieselbe summe- so dass wir weit über 50.000 EURO in heutigem massstab annehmen dürfen ...
da ich aber davon ausgehe, dass diese zahlen keinem imponieren und alle meinen, dass das nicht wert war- werde ich darum bitten, diese diskusion zu schließen !
volvoe |
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