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verfassungswidrig?

Nutzer: prof.mastram
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geschrieben am: 10.01.2005    um 19:05 Uhr   
...ich war heute beim Einwohnermeldeamt in meiner Stadt und wollte einen Eintrag ändern lassen, und zwar den, wo die Religion eingetragen wird...
...ich habe zwei Gründe dies zu tun:
1.) weil ich jetzt schon seit fast 2 Jahren Moslem bin
2.) weil der betreffende Eintrag falsch ist (es steht "RK" dort für "römisch-katholisch"

Das Einwohnermeldeamt wollte meine neue Religionszugehörigkeit nicht eintragen. Angeblich, weil ich erstmal aus der römisch-katholischen Kirche austreten müsste. Dies geht nur über das Amtsgericht.

Häh?

Als ich vor ca. 14 Jahren vom evangelischen in katholischen Glauben wechselte, tat ich das nur wegen des Glaubens an Gott, nicht wegen irgendeiner Mitgliedschaft in einer Kirchengemeinde.
Komischerweise war ich die ganzen Jahre "Mitglied" in der römisch-katholischen Kirche und zahlte dementsprechend Steuern, ohne dass es mir direkt bewusst war.
Als ich damals vor 14 Jahren meine Lohnsteuerkarte machte, da fragte man mich, ob ich irgendeiner Religion angehören würde...
Damals wechselte ich vom evangelischen in den katholischen Glauben, ohne Eintragung in irgendein Kirchenregister...
Man trug folglich "RK" in meine Lohnsteuerkarte ein...

Soweit so gut, ich wollte das jetzt ändern lassen, aber wie bereits angedeutet: Es geht nicht.

Komisch...damals mit dem christlichen Glauben ging das einfach so...reine Formsache.
Jetzt ist es ein Glauben, der in Deutschland nicht offiziell anerkannt wird...und siehe da...es gibt Probleme.

Wo bleibt da meine Religionsfreiheit? Wenn die Eintragung in die Lohnsteuerkarte im Grunde nur eine Formsache ist, warum dann wird mir diese neue Religion, der ich jetzt angehöre, nicht eingetragen?
Ich finde das diskriminierend und muß jetzt einen ziemlichen Heck-Meck veranstalten, damit meine Lohnsteuerkarte korrekt ist.
Warum soll ich aus der römisch-katholischen Kirche austreten, wenn ich bis dato noch nicht einmal offizielles Mitglied derselben war?
Zu meiner neuen Religion als Moslem habe ich schriftliche Nachweise, dass ich dieser Religion auch angehöre.
Von der römisch-katholischen Kirche habe ich keine Nachweise, dass mich als Mitglied bestätigen würde...!!
War die Eintragung von damals "nur" Formsache, weil ich für diese Religion Steuer zahlte und bei der anderen keine?

Ergo, irgendetwas ist faul an der Sache...und ich bin so enttäuscht über diese bürokratischen Schikanen, nur weil man in eine Religion wechselt, die als offizell nicht anerkannt wird. Ich finde, das ist verfassungswidrig...

um Meinungen und Lösungen wird gebeten...Danke...

Euer *prof*
Geändert am 10.01.2005 um 19:11 Uhr von prof.mastram

Geändert am 10.01.2005 um 19:12 Uhr von prof.mastram

Geändert am 10.01.2005 um 20:32 Uhr von prof.mastram
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Nutzer: _Odin_m19
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geschrieben am: 10.01.2005    um 19:30 Uhr   
naja schon komisch.Du wechselt ja deine Religionen
wie ich meine Unterhosen. :-)
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Nutzer: prof.mastram
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geschrieben am: 10.01.2005    um 20:19 Uhr   
@odin_m19,

ja, wenn du alle paar Jahre die Unterwäsche wechselst ist das sehr komisch... *gg*

*prof*
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Nutzer: starchaser
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geschrieben am: 10.01.2005    um 23:14 Uhr   

den austritt regelt nicht der bund, sondern die länder selbst. deshalb ist es in einigen bundesländern so, daß du eben zum amtsgericht schleichst und dort ein entsprechendes amtliches schreiben abholst. was soll daran verfassungswidrig sein ?
danach gehste mit der lohnsteuerkarte zum arbeitsamt und läßt die kirchensteuer austragen. verfassungswidriges kann ich daran nicht erkennen.. *g

ach ja, - heb die amtliche urkunde auf. natürlich hat es seinen grund, daß hier ein gericht für zuständig erklärt wurde. das hat auch nix damit zu tun, ob du einer staatsreligion angehörst oder nicht, sondern damit, daß du dein leben lang nachweispflichtig bezüglich des austrittes. und dazu dient die urkunde. es gab schon fälle, daß ausgetretene ihren austritt nach 20,30 jahren nicht beweisen konnnten, als dieser angezweifelt wurde. ein teures vergnügen - die bislang aufgelaufene kirchensteuer musste berappt werden.

der wechsel von katholisch zu evangelisch wird ja auch offiziell nicht als austritt gesehen, - eher als abteilungswechsel...

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Nutzer: hmtz
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geschrieben am: 11.01.2005    um 01:17 Uhr   
Bin ich froh weder evangelisch noch katholisch zu sein oder moslem oder sonst was......

Mein Glaube gilt mir.....und nun ja wie gesagt die religion is fürn arsch wenn man schon son aufstand wegen nem wechsel macht......fg

gut gemeinter rat werd freigläubisch dann haste keine probs mehr fg
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Nutzer: olla
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geschrieben am: 11.01.2005    um 12:21 Uhr   
ich kann auch nichts verfassungswidriges erkennen. für alles, wofür du bezahlst, bist selber verantwortlich. und nun kannst mir nicht erzählen, dass dir nie aufgefallen ist, dass du kirchensteuer zahlst all die jahre.
wenn du daran was ändern möchtest, mußt es urkundlich festhalten lassen bei der entsprechenden einrichtung.
ich bin auch aus der kirche ausgetreten, in die ich nie eingetreten war....seltsames ding isses schon, aber man hats im grunde nur einmal zu erledigen. aber da du ein hobby aus deiner konfession zu machen scheinst, mußt dich eben auch mehr bemühen als andere;-))
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Nutzer: prof.mastram
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geschrieben am: 11.01.2005    um 16:46 Uhr   
wegen der Steuer mecker ich ja auch gar nicht...sondern nur, weil ich in der katholischen Kirche Mitglied sein soll, obwohl ich das gar nicht bin...
und warum soll ich den einen Austritt erklären, wenn ich gar kein Mitglied bin? Die Steuer, die ich dafür bezahlt habe, hätte ich eventuell auch Moslem gezahlt, falls dafür Steuern zu zahlen gewesen wären...

ich habe das Problem mittlerweile anders lösen können...

ich war heute beim Amtsgericht (Abteilung Zivilsachen) und hab denen dort mein Problem erklärt...

Da ich keinen offiziellen Nachweis besitze (Tauf-Urkunde oder ähnliches), was mich als Mitglied der katholischen Kirchengemeinde bestätigen würde, habe ich kurzerhand diese Eintragung, die vor 14 Jahren vorgenommen wurde, als Formfehler deklariert...

Natürlich mußte ich auch einen "offiziellen" Austrittsantrag unterschreiben, obwohl das von der Logik her nicht nötig gewesen wäre, da ich ja nie Mitglied in der katholischen Kirchengemeinde war...

Glücklicherweise wurden darauf keine Gebühren erhoben...

nächste Woche werde ich Bescheid vom Amtsgericht bekommen, ob mein Antrag auf Austritt aus der katholischen Kirche genehmigt wurde oder nicht...

eine Eintragung einer christlichen Glaubensrichtung auf der Lohnsteuerkarte ohne Prüfung auf Richtigkeit der Angaben scheint ganz unproblematisch zu sein...
stattdessen ist die Eintragung einer anderen Religion scheinbar ein großes Problem für die Behörden, obwohl die Eintragung derselben auf der Lohnsteuerkarte im gleichen Muster erfolgen könnte wie bei einer christlichen Religion... das ist verfassungswidrig, finde ich, weil ich mich in der Ausübung meiner Religionsfreiheit diskriminiert fühle durch solche bürokratischen Schikanen...

abgesehen davon basieren der katholische Glauben und der Islam auf dem Alten Testament bishin zu Jesus Christus...
Beide glauben an die 10 Gebote Moses etc... jedoch wird die Bibel an sich verschieden interpretiert...
Die Katholiken verehren die heilige Jungfrau Maria mehr als den Jesus...
Die Moslem verehren den Propheten Mohammed mehr als Jesus...

ansonsten ist da nicht viel Unterschied in Bezug auf das alte Testament...
Die Moslems haben den Koran, alle anderen Chrsiten das neue Testament...oder ähnliche Schrften...

Ich habe die Glaubensrichtung gewechselt, nicht meinen Gott...

aber das ist für die Behörden wahrscheinlich "zu hoch"...*gg*

trotzdem danke ich euch für eure Anregungen und ich würde mich freuen, wenn wir dergleichen Dinge weiter diskutieren könnten...Die Lohnsteuerkarte war zumindest ein interessantes Beispiel in diesem Zusammenhang...
Ich denke, es lassen sich noch andere Beispiele aus dem täglichen Leben finden, die alle diesselbe Problematik widerspiegeln...

bis denne,

der olle *prof*

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Nutzer: prof.mastram
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geschrieben am: 11.01.2005    um 16:57 Uhr   
@olla,

die Religion ist nicht mein Hobby und der Wechsel erfolgte teils zwangsläufig, weil ich als angeblicher Katholik keine Muslimin hätte heiraten können...Da war ein Glaubenswechsel erforderlich der Liebe zu meiner Frau wegen...
...andrerseits ist die Glaubensphilosophie des Islam viel klarer strukturiert als die der Christen...wenn ich mit denen über bestimmte Themen über Gott (Allah) diskutiere, dann kriege ich nur unbestimmte Antworten wie: "Gottes Wege sind unergründlich", weil betreffende Personen dies als Standardantwort nehmen für ihre Erklärungsnot zu bestimmten Fragen...
Beim Koran hingegen habe ich das Gefühl, dass mir hier was erklärt wird, anstatt um drumherum zu reden...ich kann mich persönlich mit dem Islam besser identifizieren als mit dem Katholizismus...
ich finde, der Katholizismus wurde seit Zeiten der Inquisition durch die Kirche (Vatikan) zu sehr instrumentalisiert als das er noch als "wahrer" Glauben gelten könnte...
Des weiteren ist er auch mit viel Aberglauben durchtränkt worden... der Islam hingegen weniger, zumindest sind mir keine Beispiele bekannt...

c ya,

the *prof*
Geändert am 11.01.2005 um 17:01 Uhr von prof.mastram
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Nutzer: T.J.Hooker
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geschrieben am: 11.01.2005    um 17:19 Uhr   
Naja mein Kirchenaustritt war kein Prob,aber klar das ich das beim Amtsgericht schriftlich machen musste,Fakt ich geh nicht in die Kirche,ich bin auch nicht gläubig..Ich glaube an die Sparkasse denn die zahlt in Bar aus.Aber Steuern für eine Kirche die nichts für mich tut der Steck ich keine Steuern in den ....ups ja Klingelbeutel.Ok verplappert zu Weihnachten geh ich in die Mitternachtsmesse.Ist ein Jüngerer Pfaffe da der ne tolle jugendliche Messe zelebriert.Aber es steht das recht auf freie Religionsausführung und Glaubensfreiheit8ich schliesse ma Terroristische und verfassungsfeindlichr Gruppierungen aller HEILIGER KRIEG bewusst aus.Also wenn jemand zum Muslimischen Glauben übertreten möchte soll er das tun,das mit den Nachweisen dafür finde ich menschenunwürdig.Seltsam das Ausländer kein Problem haben bei der Steuerkarte.Und Austrittsbelege wo gibts denn das??? Warum anmelden in einer Kirche um den Glauben zu wechseln?? Mann kann auch ohne Kirchengemeinde für sich einen Glauben haben,den muss doch keiner BEWEISEN müssen.Geh zum Amtsgericht und lass es dort amtlich machen.Eine Freundin musste auch beim Buddismus zum Gericht.Aber dann ging das mit der Änderung und weg mit RK ohne Problem.Also Kämpfe für dein Recht freier Religionsausführung....Hooker
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Nutzer: prof.mastram
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geschrieben am: 11.01.2005    um 17:39 Uhr   
@t.j.hooker,

vollkommen richtig... man muß den Glauben an Gott nicht instrumentalsieren... jeder sollte frei entscheiden können an welchen Gott er glauben mag, oder nicht... auch ohne Bindung an einer Institution wie die Kirche...

ob der Staat Steuern auf die islamische Glaubensrichtung erhebt, weiß ich nicht... aber wenn er das vorhat, muß er den Islam hier in Deutschland als Religion offiziell anerkennen, bevor da Steuern erhoben werden können...

aber um die Steuern gehts ja hier nicht... *gg*

*prof*

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Nutzer: zarteStille
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geschrieben am: 11.01.2005    um 18:51 Uhr   
(zitat)
aber um die Steuern gehts ja hier nicht... *gg*

*prof*

(/zitat)

Doch! Genau um diese geht es in diesem Fall. Welche Glaubensrichtung du hast, ist dem Finanzamt relativ egal. Es geht nur um die Kirchensteuer, die abgehalten wird.
Und wenn Du Moslem bist und dafür keine "Kirchensteuer" erhoben wird, ist die Glaubensrichtung auf der Lohnsteuerkarte nicht relevant.
Deshalb kann man hier kaum von Diskriminierung sprechen ;-)


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Nutzer: starchaser
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geschrieben am: 11.01.2005    um 20:20 Uhr   


aberglauben gibt es jederzeit und überall - zumindest im profanen bereich. zudem drückt schon ein wechsel 'aus liebe' die fehlende überzeugung aus.

deine religionsfreiheit, - welche sogar extremisten zugesprochen wird - wurde nirgendwo angetastet. alles was dich daran nervt sind wohl die bürokratischen regeln. und ich denke, denen wirste dich schon unterwerfen, - schließlich geht es dir doch im grunde genommen nur darum, ein paar teuris einzusparen ;-)
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Nutzer: tiroxxx
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geschrieben am: 11.01.2005    um 21:44 Uhr   
ich möchte den vorrednern zustimmen: sŽis halt einfach eine bürokratie, die, teils erforderlich und teils auch sich selbst erhaltend, sicher keine religiösen vorurteile aufweist, sondern nur finanzielle interessen .
und was die von dir angesprochene inquisition der katholiken angeht, so hat der islam die scharia, die abhängig von der geografischen lage (bzw. der auslegung) durchaus mit der inquisition mithalten kann.
wer eine religion mißbrauchen will, der schafft das mit jeder der religionen, ob christentum, islam, hinduismus oder andere.
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Nutzer: Pollichen
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geschrieben am: 12.01.2005    um 07:10 Uhr   
(zitat)naja schon komisch.Du wechselt ja deine Religionen
wie ich meine Unterhosen. :-)(/zitat)

naja manche kinder würden wol ihre eltern eben so wechseln, es dauert wohl immer erst mal ien bischen zeit bis man weiß wies einem geschiet.

und wenn ich mich nicht irre bist als bürger deutschland mitlerweile eh zur kirchensteuer verpflichtet per steuerabzüge, vielleicht ja aus dem grunde damit nicht jeder zum moslem wird um dies geld zu sparen und dabei aber dem land in dem er lebt schadet;)
überzeugung hin überzeugung her..
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Nutzer: gummi.bär
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geschrieben am: 12.01.2005    um 11:47 Uhr   
tschuldigung, ich habe keine passende antwort zu dir mastram, hoffe nur das du am ball bleibst, dann klappts ;-)


@pollichen: geld sparen bei der kirchensteuer? hör mal das sind eine paar cents im monat. dafür lohnt sich kein aufwand ;-)
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Nutzer: ZensiertTine
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geschrieben am: 15.01.2005    um 15:03 Uhr   
machts wie ich und macht euch eure eigene religion ;P
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Nutzer: starchaser
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geschrieben am: 15.01.2005    um 22:28 Uhr   
die trennung betrifft die politik - nicht die einzuhung von steuern :-)
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Nutzer: Pollichen
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geschrieben am: 16.01.2005    um 06:12 Uhr   
musste damals mehr als cent zahlen und fand es viel, bin dann ausgetreten und hab mir lieber klamotten dafür gekauft.
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Nutzer: starchaser
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geschrieben am: 16.01.2005    um 19:06 Uhr   

heutiger artikel 140 im grundgesetz, - speziell artikel 137 ("es besteht keine staatskirche") der weimarer reichsverfassung von 1919, auf den sich dieser bezieht.
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"Autor"  
Nutzer: prof.mastram
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geschrieben am: 16.01.2005    um 19:32 Uhr   
Diskriminierung hin oder her...ob in dieser Geschichte was verfassungswidrig war empfand ich ja nur, aber hundertprozentig wußte ich das natürlich nicht...
sicherlich ist die Bürokratie manchmal sehr hinderlich seine Religion auszuüben, vorallendingen wenn finazielle Interessen dabei auf dem Spiel stehen...und grade das halte ich für verfassungswidrig...hier muß ich dem zu stimmen, dass hier eine klare Trennung von Kirche und Staat nicht erfolgt...Die Kirchen sollte ihre "Steuer" schon selbst eintreiben...aber dann wäre es ja ne "Spende", nicht war?
Wie auch immer...meinen Austrittsbescheid habe ich jetzt am WE bekommen und morgen gehe ich wieder zum Einwohnermeldeamt und lasse diesen Eintrag ändern...

Trotzdem danke ich euch für eure rege Anteilnahme an dieser Diskussion und für eure Kritiken und Meinungen...*gg*

Irgendwo hier im thread hatte ich schon angedeutet, dass ich nicht nur aus Liebe zu meiner Frau die Religion gewechselt habe...abgesehen davon dass zu der vorgehenden Religion nicht viel Unterschied, da beide Glaubensrichtungen in 1.Linie auf das alte Testament aufbauen...und an das glaube ich nun mal...
Sagen wir mal so...ich habe meinen eigenen Weg zu Gott (Allah) gefunden und gehe ihn nun...es wird nicht einfach sein, aber was ist schon einfach heutzutage... ;-)

soweit mir bekannt ist hat die Sharia nur Menschen unterdrückt, um ihnen den Glauben an den Islam aufzuzwängen...das ist ähnlich wie bei der Inquisition...schon wahr...
und der Islam wird auch meist missbraucht um einen "heiligen Krieg" anzuzetteln (Rache)...jedoch sind das meistens Fanatiker, die bestimmte (ich sage mal diktatorische) Regelungen innerhalb des Glaubens durch zu setzen versuchen...mit Gewalt natürlich...

Doch das hat nix mit mir und meiner "angeblich nicht vorhandenen" inneren Überzeugung an Gott zu glauben zu tun...

Naja, das Problem ist jedenfalls erstmal aus der Welt geschafft und ich kann wieder ein wenig ruhiger schlafen...
Ich bin bloß gespannt, was sonst noch alles in dieser Richtung auf mich zu kommt...
...werde ich etwa schon überwacht und als Terrorist verdächtigt? ;-)

bis demnächst,

der olle *prof*
Geändert am 16.01.2005 um 19:37 Uhr von prof.mastram
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Nutzer: DerUnhold
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geschrieben am: 17.01.2005    um 15:32 Uhr   
Natürlich geht es bei der erhebung der Kirchensteuer um nichts weiter als Macht !! Demzufolge wehrt sich unser von den Einflüssen der christlichen Kirchen geprägte Staat auf subtile art und weise gegen einen Kirchenaus-bzw.-übertritt.
Wer sich ein wenig mit Geschichte und Machterhalt beschäftigt hat, den dürfte es nicht wundern, das die Macht habenden Institutionen versuchen zu verhindern, dass ihre Macht weniger wird, oder sie ihren Einfluss mit anderen / neuen teilen müssten.
Wohlgemerkt hat dies alles nichts mir Religion=Glauben zu tun, sondern nur mit den institutionellen "Glaubenswächtern", deren Interesse alleine darin besteht,den Status quo zu konservieren !
Ansonsten hat prof recht, das die 3 grossen Monotheistischen Religionen ( Judentum, Christentum und Islam....in der Folge ihrer Entstehung genannt ) auf der gleichen Ausgangslehre beruhen und sich nur marginal von einander unterscheiden.
Es grüsst ein ungläubiger Unhold gg
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