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Selbstbewußt durch Bildung?

Nutzer: Eloquentius
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geschrieben am: 12.02.2005    um 02:33 Uhr   
Hallo,

wie die Überschrift schon vermuten läßt, interessieren mich Eure Gedanken und Meinungen zu den Thesen „Kann Bildung das Selbstbewußtsein stärken und beeinflussen? Je gebildeter ein Mensch - desto größer sein Selbstbewußtsein? Vermag Bildung auch die Persönlichkeit formen?“

Mit Freunden diskutierte ich bis spät in die Nacht diese Thesen.

Vielleicht erfährt dieses Thema nun mal eine sachliche Diskussion - ohne Wertungen der hier Schreibenden UND über hier Schreibende.

Greets
Eloquentius
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Nutzer: echter_HORST
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geschrieben am: 12.02.2005    um 10:35 Uhr   
klaro! siehste do an mir! hab alles: Bildung, Einbildung, Selbstbewustsein! Und nu? Was gibbet da für diskos drüber? rolleyes
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Nutzer: ricke
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geschrieben am: 12.02.2005    um 12:16 Uhr   
bildung umfasst nicht nur bloße wissensvermittlung, bildung umfasst genauso herzensbildung, mitgefühl, verantwortung und sozialkompetenz

insofern kann bildung nur selbstbewusst machen, wenn das bild komplett ist
was nutzt es, wenn ich mit fremdworten nur so um mich schmeissen kann, wenn ich keine freunde finde, weil keiner meine persönlichkeit mag?
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Nutzer: sonnabend
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geschrieben am: 12.02.2005    um 13:03 Uhr   
selbstbewusst ist, wer mit sich im reinen ist...
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Nutzer: Desinformation
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geschrieben am: 12.02.2005    um 13:59 Uhr   
gelernte bildung hat nichts mit emotionaler intelligenz zu tun, deswegen kann die hübsche bäckersfrau um die ecke ebenso selbstbewußt sein (weil sie ihren mann, ihre kinder und ihren beruf liebt, ausgeglichen ist und deswegen unheimlich sympatisch und nett ist)

andererseits kann ein akademiker der beruflich unter druck steht, gerade geschieden wurde und dessen gehalt nicht reicht für unterhalt und erhalt der paar häuser grantig sein, schlicht nur deswegen weil er gerade die arschkarte gezogen hat und so richtig zweifelt ob er alles im leben richtig gemacht hat

ergo sumarum: was bitte hat bildung mit selbstbewußtsein zu tun?

m.e. hat selbstbewußtsein eher etwas mit feedback der mitmenschen zu tun. werde ich bestätigt in meinen handlungen, erkenne ich mein ziel und bin mir sicher - dies gilt ebenfalls für berufliches wie auch für privates
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Nutzer: Vulcania
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geschrieben am: 12.02.2005    um 15:41 Uhr   
jemand, der aufgrund seiner schulischen bildung meint, er müsse sich vom rest der menschheit durch ein besonderes auftreten abheben, ist in meinem augen alles andere als selbstbewusst .. im gegenteil unterstelle ich jemandem, der um jeden preis aus der masse herausragen will, komplexe in einem hohen maße ..

dem satz von sonnabend hingegen ist nicht hizuzufügen :-) ..

V.
ich bin verantwortlich für das, was ich sage, nicht für das, was DU verstehst!
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Nutzer: Brass
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geschrieben am: 12.02.2005    um 17:10 Uhr   
Ich unterschreibe gerne die Meinungsbeiträge von:
Ricke, sonnabend, Desinfo und Vulcania.

Brass
I hate how people compare Freddie Mercury to God, I mean, He's cool and good and everything.....But he's no Freddie Mercury.
(found at youtube)
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Nutzer: acariciame
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geschrieben am: 12.02.2005    um 19:08 Uhr   
Was ist das eigentlich: "Selbstbewusstsein"?
Gleichzusetzen mit "Selbstwert","Selbsteinschätzung" oder von "sich selbst überzeugt" sein?
Kann ich auch selbstbewusst sein, wenn ich "dumm und dissozial" bin? Oder bin ich dann nur "eingebildet"?
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Nutzer: coke501(tm)
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geschrieben am: 12.02.2005    um 23:04 Uhr   
Selbstbewußtsein = sich über sich selbst bewußt sein, wie das Wort schon sagt.

Die Fragestellung hier hat wohl eher mit Selbstvertrauen zu tun, bzw. damit, ob Bildung dazu führt, sich selbst und seine Fähigkeiten als "gut" einzuschätzen. Wobei jemand, der selbstbewußt ist, es meißt leichter hat, Selbstvertrauen zu entwickeln, da er seine Stärken und Schwächen bis zu einem gewissen Grad kennt.

Laut Psychologie-Büchern unterscheidet man zwischen sieben Intelligenzen, die alle zusammen die Bildung eines Menschen ausmachen, bzw. seine Fähigkeit, in diesem Gebiet etwas zu erreichen.


Mathematisch-logische Intelligenz: Wie der Name schon sagt, die Fähigkeit logische Zusammenhänge zu erkennen, und verstehen.

Sprachliche Intelligenz: Auch klar, alles was mit Sprachen, in welcher Beziehung auch imemr zu tun hat.

Musikalische Intelligenz: Sinn zum Musizieren, komponieren usw.

Körperlich-Kinestätische Intelligenz: Die Fähigkeit, seinen Körper bzw. Teile seines Körpers zur Gestaltung oder Problemlösung einzusetzen.

Räumliche Intelligenz: Die Fähigkeiten strukturelle und räumliche Zusammenhänge zu erkennen und auszunutzen.

Interpersonale Intelligenz: Die Fähigkeit, Absichten Motive und Wünsche anderer zu erkennen

Intrapersonale Intelligenz: Dies ist schlieslich die Fähigkeit, sich selbst zu verstehen, und ein Bild der eigenen Persönlichkeit zu entwickeln, und im Alltag zu nutzen.

nach Howard Gardner



Jeder Mensch ist in jeder dieser Intelligenzen mehr oder weniger begabt. Selbstvertrauen entsteht meiner Meinung nach jedoch hauptsächlich aus der siebten, der Intrapersonalen Intelligenz, die wohl kaum "lernbar" ist, hat also mit Bildung im klassischen Sinn nur sehr bedingt zu tun.

dat coki aka Don Coke

Geändert am 12.02.2005 um 23:05 Uhr von coke501(tm)

Geändert am 12.02.2005 um 23:05 Uhr von coke501(tm)
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Nutzer: Lay
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geschrieben am: 13.02.2005    um 04:35 Uhr   
Ich will einmal annehmen, Selbstbewusstsein wurde im allgemein sprachgebräuchlichen Sinne verwandt und gemeint (prakttisch als Synonym für Selbstsicherheit) und beschäftige mich mit der Kernfrage, anstatt die Frage selbst auseinander zu nehmen:

Selbstsicherheit im Gespräch. In einer Diskussion oder einem Dialog - vermutlich.

Aber grundliegend ?

Da würde ich eher annehmen wollen - grade um auch auf die amüsant interpretativen Postings einzugehen - der weniger gebildete Mensch neigt aufgrund des konstant subjektiven Weltbildes eher zur Selbstüberschätzung als der weniger gebildete, der sich bewusst ist, in der BRD 1 von 82 Mio. zu sein.

Ich finde es im Übrigen immer noch erschreckend erbärmlich, wie schnell man offenbar immernoch von "gebildet, intelligent, selbstbewusst" auf "arrogant" kommt. Da stellt sich die Frage, wer die Komplexe hat. Neid macht häßlich.

Gruß
Lay
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Nutzer: starchaser
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geschrieben am: 13.02.2005    um 06:14 Uhr   

was kam denn raus bei den nächtlich durchgesprochenen thesen ? @ eloq

..und - wie lauteten die thesen ?

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Nutzer: TomWelles
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geschrieben am: 13.02.2005    um 11:00 Uhr   
Ich gehe stark davon aus, dass das Selbstbewusstsein stärker dadurch wird. Nichtsdestotrotz bleibe ich ne feige Sau! ;-)
"Anständigkeit ist die Verschwörung der Unanständigkeit mit dem Schweigen." George Bernard Shaw
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Nutzer: Azze
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geschrieben am: 13.02.2005    um 17:21 Uhr   
Ich schließe mich starchaser an. Wo sind hier Thesen? Ich habe nur Fragen gelesen. Naja, Fremdwörter sind ja auch ein wenig Glückssache, und (Ein)Bildung beeinflusst das Selbstbewusstsein bei manchen Menschen bis zur völligen Schmerzfreiheit.

Aber eins muss ich dir lassen - du greifst mit stoischer Regelmässigkeit eloquenter ins Klo als andere :-))

Ähm, war das sachlich?
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Nutzer: Flavia
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geschrieben am: 15.02.2005    um 13:07 Uhr   
Bildung und Selbstbewusstsein haben sehr viel miteinander zu tun.
Ich für meinen Teil habe sehr oft beobachtet (in der virtuellen Welt, wie auch in der realen Welt) das es anscheinend zwei Hauptgruppen von intelligenten, gebildeten Menschen gibt.
Die einen haben ein geradezu bescheidenes, unaufdringliches Auftreten. Sie haben es nicht nötig sich ständig in den Vordergrund zu drängen, sie ruhen in sich und in dem Bewusstsein ihres Könnens. Ihre Persönlichkeit ist mit einem feinen, taktvollen Humor durchsetzt und sie würden nie im Leben versuchen andere „dumm aussehen zu lassen“.
Sie werden gemocht und haben jede Menge Freunde. Sie sind sehr angenehme Menschen mit denen man sich gerne umgibt.

Dann gibt es noch die andere Art von gebildeten Menschen. Sie drängen sich ständig in den Vordergrund und versuchen mit ihrem auswendig gelernten Wissen andere zu beeindrucken. Das Selbstbewusstein dieser Menschen würde ich schlicht und ergreifend als Arroganz bezeichnen.
Im realen wie auch im virtuellen Leben sind sie meist einsame, verbitterte Menschen mit denen sich niemand gerne unterhält. Diese Menschen verdienen eigentlich sogar Mitleid!
Aber in dem Fall bin ich leider nicht sehr mitfühlend. seufzt
Tja, soviel zu meiner laienhaften Meinung
Winterliche Grüße von
Flavia

PS: Ich gehe mal davon aus, dass sich niemand auf den Schlips getreten fühlt ;-) falls doch … tja, …
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Nutzer: Sonderbarlila
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geschrieben am: 15.02.2005    um 13:26 Uhr   


;-)
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Nutzer: cyberpit
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geschrieben am: 15.02.2005    um 14:11 Uhr   
getretner quark wird breit nicht stark
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Nutzer: starchaser
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geschrieben am: 16.02.2005    um 21:39 Uhr   
solange der sauerbraten schmort - gönne ich mir jetzt das zweifelhafte vergnügen.

quark hoch drei der gesamte ansatz
was ist denn selbstbewußtsein ? doch lediglich, daß man sich seiner selbst bewußt ist (co[g]ito ergo sum). kann ich mich aber selbst denken, - also meine gedanken mitverfolgen ? ist sich jedoch nicht jeder seiner selbst bewußt ? also wozu die philosophische spiegelfechterei ? wegen der diskrepanz zwischen wahrnehmung und handlung ? da fängt wohl die bildung zu greifen an.

und was ist bildung ? doch nur das, was ich mir *freiwillig* aneigne und einverleibe und letztendlich lebe. über erlebtes, erlerntes nachdenke, es als richtig erachte und erkenne und danach lebe.
jetzt schlag ich sogar kant nach .. dabei hasse ich ja zitate : „es ist der ganze mensch, der an seiner besonderen stelle seine kompetenz zu erweisen hat. deshalb verlangt bildung die des ganzen Menschen, der ersönlichkeit nämlich, die das erreichte in händen hält und das neue wagt, die die eigene sache vorantreibt, aber den *gesellschaftlichen Nutzen* nicht aus den augen verliert, die kritik nicht unterdrückt, sondern für die lösung von problemen nutzt, die verantwortung trägt, ohne den schwung und die freude am leben zu verlieren, die sich die probleme unserer modernen lebenswelt bewusst macht und sie als annsporn zu eigener aktivität begreift."
es ist also keine nackte akademische erkenntnis ohne fleisch und blut ( jajaja - jürgili ignoriert das ).
da wir in einer wissensgesellschaft leben, *müssen* wir uns eine menge aneignen, um uns zu behaupten. dieses wissen ist nicht freiwillig und damit aufgezwungen, also eine art zweiter natur, die nur das innere, wesentliche bis zu einem gewissen grade verdeckt, welche das wissen oft nicht inkorporiert, sondern lediglich adaptiert hat.
platons dreisatz mit vernunft, sinnlichkeit und willen wird somit nicht erfüllt. so kommt es, daß die hierzulande humanistisch ausgelegten bildungsziele kaum humanisten hervorbringt.

und bildung mag nur selbstbewußtsein zu formen, wenn die beispiele ernstgenommen und verinnerlicht werden. ansonsten werden sie einfach ignoriert, wenn es um den persönlichen vorteil geht. bildung an sich hat ja etwas mit 'bilden' zu tun - auch der persönlichkeit. aber diese muß selbstredend dazu bereit sein, das aufgenommene zu integrieren. ansonsten verkommt bildung nur zur besserwisserei und zum machtspiel, welches darauf aus ist, andere zu manipulieren. die idee des anderen ( gegensatz und spiegel des selbst ) geht verloren - es (ver)kommt zum selbstverliebtsein der singulären identität und damit zum verunglückten selbstbewußtsein. geistige beschränktheit und verlust der soziokulturellen orientierung sind die folge - anstatt von geistiger höhe und sittlicher reife. (uuuuups *g) marx nannte das glaube ich, mal ökonomische charaktermaske. kierkegaard nannte es wohl spießbürger - wobei mir spießbraten echt gut schmeckt ..
das sind einfach leute, die ihre umgebung nicht durchschauen und mit ihr im einklang zu leben vermögen.

ein beispiel : leute, die andere aus moralischen, ethischen gründen dazu auffordern, den gürtel enger zu schnallen und selbst statt wasser wein trinken. oder leute, die anderen ihren willen aufzwingen und sich selbst nicht an die eigenen vorgaben halten. ich denke, das bedarf keiner weitern erklärung.
bildung ergibt sich also nicht aus der wöchentlichen lektüre des spiegels.

die ollen römer ulkten abträglich mit ihrem "faciunt favos et vespae" ( denn auch die wespen machen waben ). nur sind diese wespenwaben aus zellulose und nicht aus wachs. zwar lernte der mensch von der wespe die herstellung von papier, der honig der immen jedoch galt dem römer viel mehr. kerzen, notiztafeln, totenmasken der priveligierten usw.

viel wichtiger : ist jemand hier gebildet genug, mir folgendes existenzielles problem zu lösen : kann ich, da kein mehl im hause ist und die gute nachbarin wohl beim tanzen, stattdessen auch ciabattamehl für den sauerbraten verwenden ?
und - wer formt die besten klösse dazu ? dazu gehört nicht nur ne menge bildung, sondern auch eine gute portion selbstbewußtsein, da ich in der küche ständig nur dumme fragen stelle *g
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"Autor"  
Nutzer: starchaser
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geschrieben am: 16.02.2005    um 21:40 Uhr   

das schreib ich jetzt lieber seperat :

eloq zum beispiel brüstet sich, habermas zu kennen ( eine gewisse art der ?elitären? bildung ) und gibt sich dann elitär und versucht, andere mit fangfragen (auch gegeneinander) auszuspielen. meinungen, die "nicht passen" werden auf /ignore gesetzt. ist das dann ein zeichen von selbstbewußtsein oder eher von einem schwachen ich, welches die demut verachtet, welche die haltung der meisten gebildeten auszeichnen sollte ?

es ist in der tat schade, daß der initiator dieses themas leider nur leere fragen in den raum stellt, diese jedoch nicht mit eigenen vorstellungen beseelt. also den anderen negiert und sich auf sich selbst zurückzieht ? jürgili, ein mitarbeiter adornos, sprach da, denke ich von auftrumpfenden gesten, also von systematisch verzerrter kommunikation *g
und war da nicht die aussage "mal hier, mal da, nach Spuren einer Vernunft zu stochern, die zusammenführt, ohne Abstände zu tilgen, die verbinde, ohne verschiedenes gleichnamig zu machen, die unter fremden das gemeinsame kenntlich macht, aber dem anderen seine andersheit" belasse. ansonsten entwickelt sich das selbstbewußtsein gern krankhaft und erfährt dann oft narzisstische prägung..
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"Autor"  
Nutzer: starchaser
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geschrieben am: 16.02.2005    um 21:43 Uhr   
nachtrag @ azze

was war schon wieder selbstwertgefühl ?
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"Autor"  
Nutzer: Azze
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geschrieben am: 18.02.2005    um 09:53 Uhr   
Grinst zu starchaser - ich muss schon wieder Goethe zitieren: "Wenn ihr's nicht fühlt, ihr werdet's nicht erjagen." Vielleicht heisst es ja auch deswegen Selbstwertgefühl. ;-)
Auf jeden Fall lasse ich mich nicht auf das Glatteis führen, Begriffe durch Definitionen zu erklären, da ich eh nicht so schlau bin wie du...lach

Aber um die unendlich eloquente Frage zu beantworten: Ich denke nicht, dass das Selbstwertgefühl (meine Interpretation des Wortes Selbstbewusstsein im Kontext des Eingangspostings)proportional zum Bildungsniveau steigt. Warum sonst gibt es soviel unerträglich "selbstbewusste" Doofe?
Und im Umkehrschluss frage ich: Warum gibt es genauso viel Menschen, die an mangelndem "Selbstbewusstsein" leiden und dieses mit (Ein)bildung zu überspielen versuchen?
Fragen über Fragen - und die Wahrheit liegt irgendwo da draußen...
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"Autor"  
Nutzer: starchaser
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geschrieben am: 18.02.2005    um 16:22 Uhr   
*schlucktz
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"Autor"  
Nutzer: MissLevinski
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geschrieben am: 19.02.2005    um 11:42 Uhr   
(zitat)Mit Freunden diskutierte ich bis spät in die Nacht diese Thesen.


(/zitat)

Erstaunlich!

Hier erweckst Du eher den Eindruck, als würde Dich dieses Thema nicht sonderlich interessieren ;-)
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"Autor"  
Nutzer: shinju
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geschrieben am: 21.02.2005    um 11:06 Uhr   
Zumindest weiß ich aus Erfahrung, das fehlende Bildung (oder auch Abschlüsse) ganz schön am Selbstbewusstsein nagen können. Ergo müssten sie es auch verbessern... oder?
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"Autor"  
Nutzer: starchaser
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geschrieben am: 21.02.2005    um 23:33 Uhr   
wie lief der text noch ?

Die kleine Kneipe in unserer Straße
da wo das Leben noch lebenswert ist
dort in der Kneipe in unserer Straße
da fragt dich keiner was du hast oder bist.
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"Autor"  
Nutzer: DerUnhold
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geschrieben am: 23.02.2005    um 00:40 Uhr   
Antwort an azze: Falsch, die antwort liegt nirgendwo "draussen" rum ,sondern sie ist in dir (und mir und jedem einzelnen) drin.
Und unabhängig von jeglicher (ver)Bildung kann jeder sie erkennen, wenn er/sie nur ausreichend interessiert daran ist.
Im übrigen finde ich starchaser hat das Thema ausreichend beantwortet, so dass ich nur noch einen kleine Randnotiz anfügen möchte.
Ich finde es bemerkenswert wie hoch der prozentsatz an sich selbst erkennenden (selbstbewussten) Menschen Humanistische Gymnasien besucht haben. Es scheint so zu sein, dass dort Inhalte vermittelt werden, die einen direkten einfluss auf die Fähigkeit haben die Welt und sich selbst zu begreifen und auch mit ihren/seinen scheinbaren Fehlern umgehen zu können,sowie die möglichkeit des eigenen Fehlers zuzulassen und ins eigene Denkmuster mit ein zu beziehen.


Noch eine Frage an eloquentius:
a)Welches "selbstbewusstsein" meinst du eigentlich??
b)Traust du dir in jedem Falle zu,zwischen gespieltem und echtem selbstbewusstsein zu unterscheiden,respektive gibt es nach deiner Meinung zwischen beiden eine fliessende Grenze (Grauzone)?
Zur verdeutlichung meiner Frage an dich: War z.B. Napoleon
selbstbewusst?? Je nachdem aus welchem Blickwinkel und zu welchem Zeitpunkt du ihm als historischer Persönlichkeit gegenüber trittst, kannst du zu sehr unterschiedlichen Auffasungen darüber kommen.Dieses Beispiel kannst du mit beliebig vielen Personen der Geschichte oder Gegenwart durchspielen.

ach noch was ,wer wollte wohl behaupten, Bildung(in diesem zusammenhang=schulbildung)würde nicht die persönlichkeit formen?? Ob jewils zu 100% im gewünschten Sinne (des Ausbildenden oder des Auftraggebers) bleibt dabei nebensächlich.

Im übrigen - nun werd ich doch persönlich- hat der Anteil an Fremdwörtern in einem Satz keinerlei Aussagekraft über
a)das Bildungsniveau und
b)<noch viel weniger> die intelektuellen Fähigkeiten/Möglichkeiten des Verfassers.
In diesem Sinne freundliche Grüsse
DerUnhold
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"Autor"  
Nutzer: Pollichen
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geschrieben am: 23.02.2005    um 12:38 Uhr   
(zitat)Hallo,

wie die Überschrift schon vermuten läßt, interessieren mich Eure Gedanken und Meinungen zu den Thesen „Kann Bildung das Selbstbewußtsein stärken und beeinflussen? Je gebildeter ein Mensch - desto größer sein Selbstbewußtsein? Vermag Bildung auch die Persönlichkeit formen?“

Mit Freunden diskutierte ich bis spät in die Nacht diese Thesen.

Vielleicht erfährt dieses Thema nun mal eine sachliche Diskussion - ohne Wertungen der hier Schreibenden UND über hier Schreibende.

Greets
Eloquentius
(/zitat)

ich denke schon das bildung auch ein grundbaustein zum selbstbewustsein darstellen kann, so wie auch sportliches können oder künstlerisches gestalten können den menschen ein seien und können bestätigt und ihm halt gibt.
leider stellen aber menschen anstatt das seien des anderen einfach zu akzeptieren und tolerieren sein seien in frage und werten es ab, was dann da die menschliche psyche nun mal so funktziniert zu weniger selbstbewust sein führ(en)t (kann) je nach selbstbewustens grad denk ich mal ...der iene kippt eher als der andere und verfällt schlimmstenfalls in depressionen ... bis hin zum selbstmord ....
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