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hilfloser zorn

Nutzer: giulia_38
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geschrieben am: 28.05.2005    um 18:55 Uhr   
Ich möchte mal meinem Zorn Luft machen und vielleicht Hilfestellung bekommen:
Mein Freund hat einen Sohn (11) mit seiner Exfrau, den er regelmäßig einmal in der Woche und alle 14 Tage von FR bis SA bei sich hat. Alles völlig üblich.
Die Exfrau meines Freundes bekommt völlig gesetzmäßig jeden Monat den ihr und den Kindern stehenden Unterhalt. Da nicht viel Geld da ist (sie arbeitet nicht, weil sie angeblich so stark asthmakrank ist - ihm bleibt das Minimum, das ihm per Gesetz zusteht), kann sie davon sicher keine 'großen Sprünge' machen. Das ist sicherlich schwierig für sie - aber auch für ihn sind keine Extravaganzen möglich.

Allerdings raucht sie täglich eine bis anderthalb Schachteln. Ihre Tochter (von einem anderen Mann) raucht ebenfalls. Außerdem ist eine tägliche Menge Wein (ich hatte doch nur eine Flasche Sekt!) offenbar lebenswichtig. Hinzu kommen Wochenenden, an denen sie nächtelang ausgeht.
All das wäre ja nicht mein Problem.

Das Problem ergibt sich erst so wie gestern: Zuerst bettelt die Stieftochter meinen Freund um 10 Euro an, weil sie rausgehen will. Klar, er hat sie lieb - Er gibt ihr das Geld. Dann bittet die Mutter, dass er ihr Geld leihen möge, weil der Sohn für die Schule Material braucht. Er gibt ihr 20 Euro (wohlgemerkt: er hat selbst kaum Knete - wir sparen wo immer es geht!)

Am nächsten Tag hört man, dass sie sowohl das Geld der Tochter als auch das Geld für den Sohn in die Kneipe gebracht hat und erst am Nachmittag (betrunken) heimkommt. Dann die letzte 'Krönung': sie beschimpft ihren Exmann (meinen Freund), dass er ein schlechter Vater sei, weil er dem Sohn keine Sachen für die Schule kauft.
Was tut er also?
Er wird stockwütend - geht aber natürlich für den Sohn einkaufen. Das ist nicht das erste Mal - mittlerweile stehen da über 600 Euro Schulden, die auch bei meinem Freund rote Zahlen machen.

Wie kann man mit so was umgehen? Kennt ihr ähnliche Stories?

Geändert am 28.05.2005 um 19:10 Uhr von giulia_38
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Nutzer: DerUnhold
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geschrieben am: 28.05.2005    um 19:20 Uhr   
Hmm,schlimme Situation. Tut mir leid, dass ich dir keinen besseren tip geben kann, als den nichts zu tun.Weil, wenn er es nicht selber rafft dann hast du irgendwann mal die a....karte, weil du dich "dazwischen" gedrängt hast.
muss allerdings dazusagen,dass ich deinen Freund ja nicht kenne.Es soll ja die seltene Ausnahme geben, das einer in seiner Situation einem offenen, ruhigen und sachlichen gespräch doch aufgeschlossen gegenüber steht.Allerdings schätze ich die chance dazu als wirklich sehr klein ein. Vielleicht kannst du ihn ja dazu bewegen nur noch"Sachleistungen" zu bringen (kein Bargeld) und das wirklich knallhart durchzuziehen,egal was da für Ansagen-Ausreden-Begründungen auch kommen werden.Jetzt mal vom Unterhalt den er gestzlich ja zahlen muss abgesehen.
Wird sicher nicht einfach, aber was anderes sehe ich im moment nicht.
Freundlichen gruss
DerUnhold
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Nutzer: giulia_38
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geschrieben am: 28.05.2005    um 20:04 Uhr   
Danke erst mal.
Mein Freund ist (!) eines dieser seltenen Exemplare, die auch reden können. Leider ist seine Exfrau das völlige Gegenteil - zumal, wenn sie getrunken hat!

Das mit den Sachleistungen haben wir uns auch überlegt und als Zusatz zum Unterhalt hat er das auch schon gemacht (Lebensmittel gekauft, wenn kein Geld für Essen mehr da war). Allerdings kann er sich sowas auch nur leisten, wenn er selbst dafür Schulden macht. Das kann es aber doch nicht sein!
Könnte er nicht lieber einen Teil vom Unterhalt als Sachleistung geben (zB in Situationen wie heute, wo er am Monatsende Geld vorschießt - da könnte er dann besser die Sachen selbst kaufen und es dann vom Unterhalt abziehen)

Oder ist das nicht erlaubt?

julia

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Nutzer: ricke
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geschrieben am: 29.05.2005    um 11:01 Uhr   
hallo
wenn der sohn etwas für die schule braucht, sollte dein freund sich eine liste mit den dingen geben lassen, sie dann einkaufen und dem sohn geben, ebenso wenn er was zum anziehen braucht, dann soll er das wochenede nutzen und mit ihm einkaufen gehen
immerhin sind das, wenn ich es richtig verstanden habe, zusätzliche leistungen zum unterhalt
jedenfalls kann ihm dann keiner vorwerfen, dass er sich nicht kümmern würde

was die vielen weinflaschen angeht oder die kneipenbesuche...da gäbe es immerhin noch das jugendamt, das dort mal nach dem rechten sehen kann
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Nutzer: Merlie1
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geschrieben am: 29.05.2005    um 12:03 Uhr   
Also mir drängt sich beim Lesen ein ganz anderer Gedanke auf. Offenbar hat die Mutter ein Alkoholproblem. Ich meine, wenn sie jeden Tag eine gewisse Ration braucht und sich nächtelang in Kneipen aufhält, liegt das doch nahe oder? Natürlich sind finanzielle Probleme immer schlimm, aber in diesem Fall ist das Kind - denke ich jedenfalls - wichtiger. Und sie verletzt auch ihre Aufsichtspflicht, denn der Junge ist ja erst 11 Jahre alt.

Habt Ihr - also Du und Dein Freund - denn schon mal versucht, daß Sorgerecht für den Sohn zu bekommen? Denn damit wären alle Probleme auf einmal behoben. Und der Junge würde in einer normalen Familie aufwachsen. Und das sollte doch an erster Stelle stehen oder?

Merlie1
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Nutzer: starchaser
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geschrieben am: 29.05.2005    um 20:15 Uhr   
merlie hatz halt das herz am rechten fleck und weiß, was wichtig ist ! *wuscheltz
wie wäre es, sich mit dem örtlichen
kinderschutzbund
auseinanderzusetzen ? die kümemrn sich in der regel darum, daß eine lösung für den, der wirklich das opfer ist, gefunden wird. sie sind spezialisten für die heiklen sachen und nehmen klar position für den dritten, der sich nicht die hände reicht sondern jene ringt.
"moderner" sorgerechtskrams ist nur machtpolitik für die erwachsenen .. kinners brauchen für eine gesunde entwicklung beide .. erzeuger und gebärende ;-)
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Nutzer: LieberDirk33
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geschrieben am: 02.06.2005    um 11:51 Uhr   
Knallhart sein, ist in solch einem Fall die beste Lösung. Kein Geld ausser Unterhalt. Mehr gibt es einfach nicht und fertig.

Jedes betteln hat somit ein Ende. Das ist einfach Fakt. Nicht zuviel auf Gefühlsduseleien einlassen, sonst ist man schnell in der Falle. Wenn jemand Asthma hat, muss dieser es durch einen unabhängigen Arzt schriftlich beweisen, ansonsten ist diese Person nicht krank ( Ab und zu geben die Krankenkassen der Patienten darüber Auskunft, ob Asthma vorliegt oder nicht ).

Der Exfrau geht es zu gut, Sie kann noch saufen gehen.

Fazit: Manchmal ist eine gewisse Härte überlebenswichtig, nicht zum Weichei machen lassen. Hier haben Emotionen nicht`s verloren.

"Nur die, die wirklich aufrecht stehen können, können nach oben schauen und werden die einzigen sein, die die Sterne sehen" ( Nostradamus )
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Nutzer: starchaser
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geschrieben am: 03.06.2005    um 00:47 Uhr   
und der kleine ?
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Nutzer: Senso
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geschrieben am: 03.06.2005    um 04:15 Uhr   
Knallhart sein oder Nachgiebig?

Das Problem ist doch: Wenn Dein Freund anfängt, seinem Sohn Schulzeug zu kaufen, weil die Mutter das Geld dafür versäuft... dann wird er eines Tages seinem Sohn auch Klamotten kaufen dürfen, weil die Mutter vielleicht auf die Idee kommt, das Geld für Klamotten auch zu vertrinken... usw usf...

Das bedeutet: Die Mutter könnte Deinen Freund "zwingen", mehr und mehr Geld zu bezahlen, weil sie seinen Sohn praktisch als Geisel nimmt.

Ich weiß auch nicht, wie man aus der Situation herauskommen kann. Aber beim Jugendamt mal unverbindlich um Rat zu fragen ist sicherlich eine gute Idee. Dieses Problem haben andere bestimmt auch, vielleicht gibt es da eine Lösung - mit Sachleistungen oder ähnlichem, wie weiter oben schon ausgeführt wurde.

Ich denke aber, knallhart jede Bettelei abzuschmettern wird das Beste sein. Nicht Dein Freund ist der Böse in diesem Spiel, sondern die Mutter. Wenn Dein Freund dieses Spiel ums Geld mitspielt, macht er es auf Dauer nur schlimmer.
Geändert am 03.06.2005 um 04:18 Uhr von Senso
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Nutzer: Merlie1
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geschrieben am: 03.06.2005    um 11:46 Uhr   
Zitiert mal Starchaser: "Und der Kleine"????

Merlie1
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Nutzer: Romi
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geschrieben am: 03.06.2005    um 14:23 Uhr   
also ich an deiner stelle würde mir weniger sorgen um das geld machen sondern vielmehr um das leben meines sohnes! wenn die mutter stets betrunken ist kann sie wohl kaum das kind richtig betreuen.
wie schon geschrieben würde ich mich mal ans jugendamt wenden und dort mal das problem schildern.
zuvor aber auf alle fälle mal mit dem sohnemann ein intensives gespräch führen was er will und wie er die ganze sache sieht
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Nutzer: SunShineLady67
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geschrieben am: 07.06.2005    um 14:33 Uhr   
Hallo giulia...
das ganze kenne ich auch..Lebensgefährte von Ex abgezockt und muß noch drauf zahlen..
Geändert am 07.06.2005 um 14:35 Uhr von SunShineLady67

Geändert am 07.06.2005 um 14:38 Uhr von SunShineLady67

Geändert am 07.06.2005 um 15:41 Uhr von SunShineLady67
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Nutzer: giulia_38
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geschrieben am: 08.06.2005    um 10:24 Uhr   
Danke für eure Kommentare.

Im Moment scheint alles in etwas ruhigere Gewässer zu gleiten. Die Dame zieht in eine günstigere Wohnung - für den Sohnemann sind die Sommerferien geregelt...

Die Idee mit den Sachleistungen anstelle von Geld hatten wir auch schon und mein Freund hat das auch schon ein paar mal umgesetzt (natürlich nicht ohne Gegenwehr...)wie ich schon oben mal sagte. Von euch weiß offenbar auch keiner, ob man nicht einen Teil der regulären Unterhalts in konkreten Sachleistungen zahlen darf...

Übrigens geht es bei dem Problem nicht um notorisches heftiges Trinken. Das mit der täglichen Flasche Wein scheint nur eine Phase gewesen zu sein (hoffentlich). Der Alltag wird wohl bewältigt. Es geht eher darum, dass jemand den Hintern nicht hochkriegt und nicht 'ausm Quark' kommt! Die Alkohlabenteuer beschränken sich auf gelegentliche WE-Ausflüge... Da das Geld aber eben knapp ist, geht dabei schon mal leicht der Anteil für die letzte Woche des Monats drauf. Feiern ist teuer!

Die Idee, das Kind zum Vater zu nehmen, ist natürlich nicht neu. Allerdings fühlt er sich offensichtlich bei der Mutter 'zu Hause' - die Beziehung zu mir ist, na, sagen wir mal 'belastet'... So ein Schritt würde nur im Notfall und dann vermutlich gegen den Willen des Jungen stattfinden.

Ist halt nicht so einfach mit den 'Altlasten'.

Nochmal danke. Ist gut, zu hören, dass es anderen ähnlich geht - und dass die eigenen Ideen nicht so weit von den Erfahrungen anderer entfernt liegen.

giulia
Geändert am 08.06.2005 um 10:26 Uhr von giulia_38
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