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Gesundheitssystem

Nutzer: Gast_Katerle
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geschrieben am: 02.08.2005    um 23:41 Uhr   
Hallo Forum!
Heute (2.08.05, 22:45h) lief im ZDF eine Sendung, die dagelegt hat, wie unser Gesundheitssystem mit den Fallpauschalen am Limit des menschlichen läuft. Ich bin daraufhin sehr entrüstet, da ich es verantwortungslos von den betreffenden Politikern finde, das Gesundheitssystem so zu regeln, wie dies momentan geschieht. Dies scheint leider auch erst der Anfang zu sein.
Die Politiker versuchen damit, zu sparen. Was allerdings beispielsweise nicht berücksichtigt wird, in solchen Fällen, ist, dass die Unterlassung einer Behandlung einer Krankheit aus Kostengründen, wesentlich höhere Folgekosten nach sich ziehen kann. Geschieht dies beispielsweise bei Kindern, so beraubt sich unser Staat zum Teil selbst der späteren Beitragszahler. Die Ärzte können zum Teil nichts, oder nur sehr wenig machen. Ein Beispiel dafür, wie weit die Ärzte von den Maßnahmen zur Kostensparung betroffen sind, zeigen vielleicht die aktuellen Demonstrationen der Ärzte wegen der Arbeitszeiten.
Ich finde es von der Politik verantwortungslos, überhaupt einen solchen Zustand in unser Gesundheitswesen Einzug halten zu lassen. Es obliegt meiner Meinung nach der direkten Verantwortlichkeit des Bundesgesundheitsministeriums für diesen aktuellen Zustand.
Man sollte sich mal vorstellen, die Patienten wären die Kunden, und die Politik wäre der Konzern dahinter. Dann wären glaube ich schon längst Köpfe der Verantwortlichen gerollt.
Ich mag darüber jetzt nicht wild hetzen, aber irgendwie beunruhigt mich diese Situation von daher, dass es uns irgendwann selbst betreffen kann.
Meine Angst geht dahin, dass die Reformen von Ulla Schmidt und co. gerade erst den Anfang einer höchst unsozialen Politik, der es an Weitsicht und Fachkenntnis fehlt, bzw. die eine Igonranz gegenüber den gesundheitlichen Problemen ausstrahlt, ist.

Wie seht ihr das Ganze?
Ich frage mich gerade, wie wir den Gesundheitsministerium wirkungsvoll zeigen können, was sinnvoll ist, und was nicht. Auf die Ärzte hören die ja anscheinend nicht.

Liebe (gesunde) Grüße,
Katerle
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Nutzer: starchaser
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geschrieben am: 03.08.2005    um 00:27 Uhr   
ist doch klar. wenn du zwei amtsperioden überstehst (ob nun politiker oder minister), dann hast du stets anrecht auf beste behandlung ;-)
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Nutzer: HeavenSeven
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geschrieben am: 03.08.2005    um 01:56 Uhr   
Ja und, mit der CDU würde es auch net besser werden.
Seit die Alliierten sich vor 30 Jahren edgültig aus Deutschland verabschiedet haben ham die Deutschen die Kontrolle ganz verloren.

Schröder kann das halt nicht so gut unter den Teppich kehren wie Kohl. Und die Merkel wirds noch mehr vermasseln.

Das wird in den nächsten Jahren noch schlimmer.

Die einzigen Deutschen die es richtig machen sind die Auswanderer.
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Nutzer: Brass
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geschrieben am: 03.08.2005    um 08:31 Uhr   
Ich bin der Meinung, man sollte einfach das Rauchen und den Alkohol in Deutschland komplett verbieten.
Ersteres würde dazu führen, dass wir nicht mehr die Raucherbeine und Krebslungen der Deppen finanzieren müssen, die qualmen, wie die Schlote und dann fordern, dass das Sozialsystem dafür schließlich gerade zu stehen hat und zweiteres tät so manchen fog liften.
I hate how people compare Freddie Mercury to God, I mean, He's cool and good and everything.....But he's no Freddie Mercury.
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Nutzer: Robin_Hood
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geschrieben am: 03.08.2005    um 13:41 Uhr   
ach und wie viel verdient der staat jährlich an den tabaksteuern?

und lieber leb ich mit dem deutschen gesundheitssystem als mit dem amerikanischem oder irgendeinem aus einem 3. welt land ... denn an böse geister glaub ich nich.
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Nutzer: CowboyX
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geschrieben am: 03.08.2005    um 14:00 Uhr   
Ja Ja die Macht geht vom Volke aus..oder wie war das?
grins

Unsere Politiker versuchen irgendwie zu retten was noch da ist, nach der ganzen Misswirtschaft. Aber kann man das noch?
Ich find es erschreckend das wir als Bürger nur noch Spielball sind, ob nun Renten, Gesundheit oder sonstiges welches zu unserem sozialen Netz gehört.

Da hilft es nicht eine zweiklassen Gesellschaft aufzubauen in der Raucher als minderwertig erachtet werden und durch höhere Tabaksteuern ne klar dient ja nur zur erhöhung der Volksgesundheit oder aus Kneipen etc. vertrieben werden.
aber genug OT. Sollte nur als Beispiel gelten.

Deutschland braucht Geld...aber wo nix ist kann man bekanntlich auch nix holen. Ist unser System festgefahren? Das ist die Frage die man sich stellen sollte..ehe wir weiter auf einen Abgrund zutreiben ob nun unter SPD, CDU oder sonstwem.
Diese Krise kann nur gemeinsam bewältigt werden und nicht durch gegenseitiges Ankläffen auf irgendwelchen Kundgebungen bei denen sich die Schuld gegenseitig in die Schueh geschoben wird. Ehe alles zusammenbricht.
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Nutzer: TomWelles
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geschrieben am: 03.08.2005    um 14:17 Uhr   
(zitat)Ich bin der Meinung, man sollte einfach das Rauchen und den Alkohol in Deutschland komplett verbieten.(...)(/zitat)

Du scheinst bisher nicht viel vom Leben mitbekommen zu haben, denn es ist nunmal so, dass verbotene Dinge immer noch am Interessantesten sind. Vielleicht brauchen Jugendliche auch einfach nur eine härtere Aufklärung.
"Rauchen kann zu Impotenz führen" und so weiter sind nunmal Sprüche, die keinen jucken. Vor allem, da viele zu doof zum Lesen sind. Sie sollen die Auswirkungen spüren bzw. sehen.
Verbote sind nur ein Zeichen von Machtlosigkeit.
"Anständigkeit ist die Verschwörung der Unanständigkeit mit dem Schweigen." George Bernard Shaw
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Nutzer: Brass
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geschrieben am: 03.08.2005    um 14:30 Uhr   
... und Ironie versteht man nur mit Mimik. ;-)
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Nutzer: TomWelles
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geschrieben am: 03.08.2005    um 15:00 Uhr   
Wenn das Ironie gewesen wäre, wäre sie ziemlich miserabel formuliert.
"Anständigkeit ist die Verschwörung der Unanständigkeit mit dem Schweigen." George Bernard Shaw
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Nutzer: Brass
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geschrieben am: 03.08.2005    um 17:50 Uhr   
Ja ne ... is klar .. lsw
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Nutzer: Dan_Bon_Jovi
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geschrieben am: 03.08.2005    um 18:29 Uhr   
(zitat)Hallo Forum!
Heute (2.08.05, 22:45h) lief im ZDF eine Sendung, die dagelegt hat, wie unser Gesundheitssystem mit den Fallpauschalen am Limit des menschlichen läuft. Ich bin daraufhin sehr entrüstet, da ich es verantwortungslos von den betreffenden Politikern finde, das Gesundheitssystem so zu regeln, wie dies momentan geschieht. Dies scheint leider auch erst der Anfang zu sein.
Die Politiker versuchen damit, zu sparen. Was allerdings beispielsweise nicht berücksichtigt wird, in solchen Fällen, ist, dass die Unterlassung einer Behandlung einer Krankheit aus Kostengründen, wesentlich höhere Folgekosten nach sich ziehen kann. Geschieht dies beispielsweise bei Kindern, so beraubt sich unser Staat zum Teil selbst der späteren Beitragszahler. Die Ärzte können zum Teil nichts, oder nur sehr wenig machen. Ein Beispiel dafür, wie weit die Ärzte von den Maßnahmen zur Kostensparung betroffen sind, zeigen vielleicht die aktuellen Demonstrationen der Ärzte wegen der Arbeitszeiten.
Ich finde es von der Politik verantwortungslos, überhaupt einen solchen Zustand in unser Gesundheitswesen Einzug halten zu lassen. Es obliegt meiner Meinung nach der direkten Verantwortlichkeit des Bundesgesundheitsministeriums für diesen aktuellen Zustand.
Man sollte sich mal vorstellen, die Patienten wären die Kunden, und die Politik wäre der Konzern dahinter. Dann wären glaube ich schon längst Köpfe der Verantwortlichen gerollt.
Ich mag darüber jetzt nicht wild hetzen, aber irgendwie beunruhigt mich diese Situation von daher, dass es uns irgendwann selbst betreffen kann.
Meine Angst geht dahin, dass die Reformen von Ulla Schmidt und co. gerade erst den Anfang einer höchst unsozialen Politik, der es an Weitsicht und Fachkenntnis fehlt, bzw. die eine Igonranz gegenüber den gesundheitlichen Problemen ausstrahlt, ist.

Wie seht ihr das Ganze?
Ich frage mich gerade, wie wir den Gesundheitsministerium wirkungsvoll zeigen können, was sinnvoll ist, und was nicht. Auf die Ärzte hören die ja anscheinend nicht.

Liebe (gesunde) Grüße,
Katerle
(/zitat)


also, ich hätte ein kleines, aber wirksames rezept:

es geht um unsere ärzte und deren abrechnungssytem.
weiß als patient, welche leistungen mir mein arzt abrechnet?
antwort: NEIN!
lösung:
laßt die patienten doch ihre abrechnung unterschreiben!
damit kann ganz genau überprüft werden, welche leistungen vom arzt (wirklich) erbracht wurden!
in jedem anderen gewerbe bekomme ich eine rechnung, auf der aufgelistet ist, welche leistung mir berechnet werden und welche leistungen nicht! sollte ich mit der rechnung nicht einverstanden sein, und es sind mir leistungen berechnet worden, die ich gar nicht in anspruch genommen habe, oder den auftrag dazu erteilt habe, steht mir ein klageweg offen!
bei ärzten ist das nicht der fall!

ich will jetzt nicht sagen, daß alle ärzte die krankenkassen betrügen, aber einige gibt's bestimmt!

somit könnten radikal kosten gespart werden, das ein gewisses kontrollelement, welches absolut für umme ist, geschaffen wird!


des weiteren sollte die macht der pharmakonzerne beschnitten werden! die wirkliche macht im gesundheitssystem liegt bei der pharmaindustrie!
hier werden preise für medikamente bestimmt, die die pharmaindustrie dann als "werbemittel" an partnerärzte weitergeben kann!
geht doch mal zum hausarzt, habt ne größere erkältung und laßt euch dagegen was verschreiben!
ich wette, wenn euch ein rezept über 3 medikamente verschrieben wird, sind bei den meisten ärzten mindestens 2 von der gleichen pharmazeutischen firma! welch zufall...

zur aufgabe der politik sei hierbei mal wieder gesagt, daß unser gesundheitssystem ein lebloses gebilde ist, daß durch ärzte, pharmaindustrie und patienten zum leben erweckt wird!
den einzigen fehler, den unser gesundheitssystem zweifellos hat, sollte man aber nicht nur in der politik suchen!

ich bin froh, daß ich in einem land lebe, in dem ein solches gesundheutssystem existiert!
ich hätte ungern amerikanische verhältnisse, auf welche die union hinarbeitet!
eine gewisse grundversorgung sollte unabhängig von der dicke des geldbeutels existieren! dies ist im amerikanischen gesundheitssystem nicht der fall!
wenn du dir dort keinen arzt leisten kannst, hast du ein problem!
scheiß auf den eid, den die amerikanischen ärzte (wie die deutschen ärzte) schwören...

so long...
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Nutzer: starchaser
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geschrieben am: 03.08.2005    um 19:41 Uhr   
hippokrates ernst zu nehmen, wäre ein guter denkansatz, welcher das gesamte system umstülpen würde.

hat jemand zahlen darüber, was eine abschaffung von nikotin- und allohol reell dem staat einbringt und wieviel dagegen für gesundheitliche nachsorge an leistung zu erbringen wäre ? ich schätze mal, da sind die erwirtschafteten steuern nur peanuts dagegen.
auf der anderen seite, werden die leute dann älter, beziehen noch mehr rente und sterben an was anderem :-)
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Nutzer: Gast_Katerle
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geschrieben am: 03.08.2005    um 21:39 Uhr   
(zitat)hippokrates ernst zu nehmen, wäre ein guter denkansatz, welcher das gesamte system umstülpen würde.
[..]
(/zitat)
Genau das ist es, was ich denke:
Ich frage mich, wie das Gesundheitssystem überhaupt so laufen kann, wenn Ärzte daran beteiligt sind, die sich ja eigentlich dem Eid des Hippokrates verschrieben haben.
Gruß,
Katerle
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"Autor"  
Nutzer: Celeste_
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geschrieben am: 04.08.2005    um 11:25 Uhr   
Unser Gesundheitssystem ist ein Selbstbedienungsladen für alle Beteiligten:

Die Pharmaindustrie nimmt Phantasiepreise für Medikamente mit dem Hinweis, daraus auch die Mittel für die foschung bezahlen zu müssen.

Die Ärzte unterliegen keiner Kontrolle über die abgeleisteten Untersuchungen und Behandlungen.

Die Patienten rauchen, saufen, essen zu fett und bewegen sich zu wenig und lasten ihre dadurch resultierenten "Zivilisationskrankheiten" der Gemeinschaft der Versicherten an.

Einen Nobelpreis dem, der einen Ausweg aus dem Dilemma sieht!

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"Autor"  
Nutzer: Menolly
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geschrieben am: 05.08.2005    um 00:18 Uhr   
schaun wir einfach mal über die Grenzen Deutschlands z.b. nach Frankreich, ich habe vor einiger Zeit nen Bericht gesehen, da ging es um das französische Gesundheitssystem.....
Der Patient geht zum Arzt und zahlt direkt beim Arzt erst einmal, wenn ich recht erinnere 20Euro, dafür bekommt er eine Quittung die reicht er bei seiner Kasse ein und bekommt das Geld zurück, ebenso für Medikamente usw. der Patient erst einmal und bekommt zum Teil sein Geld zurück, der Arzt sieht was er am Tag verdient usw usw

genau weiss ich nicht mehr wie das ausging ist zu lange her...

gruss
Meno
Wir sind der Stoff, aus dem die Träume gemacht sind. Shakespeare
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