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geschrieben am: 14.08.2005 um 15:55 Uhr
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these : jedes wort hat andere wurzeln und die sich ergebende sprachvielfalt ist doch das schöne daran.
esperanto wiederum versucht das babylon zu entwirren. "kial" wäre esperantotechnisch die zusammenfassung für deine worte. "kialo" wäre "der grund".
(zitat)(/zitat)
hab mal nachgesehen bei adelung :
(zitat)
Weß
vollständiger - Wessen , der Genitiv von Wer, welches S.
Weßhalb
und
Weßwegen , zwey gleich bedeutende relative Partikeln, für wegen welches, oder welches wegen, welches aus dem vorigen Genitive und den Präpositionen halb und wegen zusammen gesetzt sind. Ich weiß nicht, weßwegen er mit mir zürnt, warum. Die im gemeinen Leben üblichen weßhalber und wessenthalben, wessentwegen, sind unnöthige Verlängerungen
Warum
eine zusammen gezogene Partikel, für um weß Willen, oder um welcher Ursache Willen. Sie wird auf gedoppelte Art gebraucht. 1. Als ein Fragewort, nach der Ursache einer Veränderung zu fragen, und zwar so wohl, (1) gerade zu und unmittelbar in eigentlichen Fragen. Warum ist er nicht gekommen? Warum thust du das? Warum sagen sie es denn laut? Er muß es seyn; warum klopfte sonst mein Herz ihm entgegen? Warum nicht gar? eine in der vertraulichen Sprechart übliche Formel der Verneigung. Als auch, (2) mittelbar oder indirecte, da es doch mehr relativ zu werden anfängt. Ich weiß nicht, warum er nicht kommt. Du wirst mich fragen, warum ich es thue. In beyden Fällen wird auf warum oft mit darum geantwortet. Da die Ursache, nach welcher man mit warum fragt, eine Absicht mit Bewußtseyn voraus setzt, so kann man warum eigentlich auch nur alsdann gebrauchen, wo ein solches Bewußtseyn Statt finden kann; folglich der Strenge nach nicht von leblosen Dingen, wenn sie nicht auf einige Art personificirt sind. Es wird solches zwar selten beobachtet, es kann auch die unterlassene Beobachtung dieses Unterschiedes eben keinen Nachtheil, haben; indessen kommen doch oft Fälle, wo man es empfindet, daß, wenigstens in der bestimmten Schreibart, eine andere Art des Ausdruckes schicklicher ist. Warum schwillet der Fuß so auf? sagt man im gemeinen Leben, ohne Bedenken; ob ich gleich dafür lieber sagen würde: woher kommt es, daß der Fluß so aufschwillet? 2. Als eine bloße relative Partikel, für, um welcher (Ursache) Willen. Es ist keine Ursache da, warum er es verschweigen sollte. Ich wundere mich warum er nicht kommt. Ich sehe keine Ursache, warum ich es nicht glauben sollte. Anm. 1. In einigen gemeinen Sprecharten, worum, welches aber auch noch in einer andern mehr determinativen Bedeutung gebraucht wird, ( S. dasselbe;) in einiger Oberdeutschen Gegenden mit einer unnöthigen Veränderung am Ende, warummen. [<----] Es ist mit um und dem Relativo wa, wo, war, zusammen gesetzet, wie darum von da, oder dar und um. Im Notker und den Schwädischen Dichtern kommt es noch getheilt vor, uuar umbe, im Hornegk aber umgekehrt um wer. Notker gebraucht es gar als ein Substantivum, die Uuarumbe, die Ursache. Anm. 2. Der Ton ist in dieses Wort veränderlich. In directen Fragen ruhet er gern auf der ersten Sylbe, warum thust du das? obgleich nicht immer, warum kommt er nicht? In den übrigen Bedeutungen liegt er am häufigsten auf der letzten Sylbe.
Woher
eine relative Partikel, von wo und her, für von welchem Orte her. Man gebraucht es: 1. Als ein Fragewort, so wohl nach dem Orte zu fragen, von welchem etwas ist. Woher ist er gekommen? Woher kommt der Wind? Woher mein liebes Täubchen? Woher des Landes? Gleim. Als auch nach der Quelle, aus welcher etwas her ist. Woher hast du das? Woher wissen sie das? Als auch nach der Ursache: Woher kommt es, daß der Fluß so aufschwillt? 2. Als ein bloßes Relativum, in den vorigen Bedeutungen. In Beziehung auf einen Ort. Ich weiß nicht, woher der Wind kommt. Auf eine Quelle, einen Ursprung. Wenn ich nur wissen sollte, woher er das hat. Ingleichen auf eine Ursache. Nun weiß ich, woher es kommt, daß u. s. f. Anm. ( S. von dieser Zusammensetzung bey dem Worte her.) Es wird diese Partikel, besonders im gemeinen Leben, sehr häufig getrennet, und das her zu dem Verbo gesellet, als wenn es damit verbunden wäre. Wo kommt er her? Ich weiß nicht, wo er herkommt. Wo hätte er sonst so viel Verstand her? Less. Was weiß ich, wo sich der Ring eigentlich herschreibt, eben ders. Wo nehmen sie die Geduld her? Gell. Wo wollte ich die Reisekosten hernehmen? eben ders. Ich glaube, wenn ein solches Verbum mit her ohnehin üblich ist, wie herkommen, hernehmen, herhohlen u. s. f. da ist diese Trennung untadelhaft; wenn aber das Verbum in der Zusammensetzung mit dem her nicht üblich ist, wie bey haben, so läßt man die Partikel lieber ungetrennt Geändert am 14.08.2005 um 18:01 Uhr von starchaser |
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