Auf den Beitrag: (ID: 41732) sind "2" Antworten eingegangen (Gelesen: 3212 Mal).
"Autor"

In Gedenken an Frank

Nutzer: Fionafiona
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 13.02.2006
Anzahl Nachrichten: 32

geschrieben am: 13.02.2006    um 02:35 Uhr   
Ich habe das von Holger gelesen, den Beitrag geschrieben und ich möchte zu Frank noch etwas schreiben.

Am 26.01.2005 wurde Frank, unser bester Freund, erschossen und ich habe selbst nach einem Jahr noch das Gefühl, ich könnte ihn noch anrufen und er ist noch da.

Wenn ich mir dessen bewusst bin, dass das nicht mehr geht, möchte ich am liebsten laut schreien oder irgendwo davortreten.

Dies bringt aber nichts. Irgendwie geht das Leben weiter.

Wenn ich in meinem Bett liege, sehe ich einen ganz hellen Stern und denke, dass er dort auf diesem Stern ist und auf uns herabsieht.


Ich habe für ihn etwas geschrieben:


IN GEDENKEN AN FRANK


"Wenn wir mit Dir reden, kannst Du uns nicht mehr hören.

Wenn wir Deine Nummer wählen, nimmst Du nicht mehr ab.

Wenn wir an Deiner Klingel läuten, machst Du uns nicht mehr auf.

Nie mehr werden wir mit Dir lachen.

Wir fühlen so viel Trauer, so viel Schmerz und so viele Tränen, aber auch so viel Wut über diesen unersätzlichen Verlust.

Was uns bleibt sind viele unglaublich schöne Erinnerungen und die Dankbarkeit, Dich gekannt zu haben.

Nichts wird für uns mehr so sein wie es war.

Wir werden Dich nie vergessen.

Wir werden Dich immer lieben.

Wir werden Dich immer vermissen."


Er war es sowas von wert, dass man traurig ist.

  Top
"Autor"  
Nutzer: T.J.Hooker
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 01.01.2000
Anzahl Nachrichten: 340

geschrieben am: 17.02.2006    um 19:02 Uhr   
Hallo Fiona,schön was du geschrieben hast.

Versuchs trotzdem mit dem reden,eine gute Seele wird dich und die andern immer ehören.Und im Herzen wird ein Freund immer bei euch sein.Und es ist immer wert um um einen lieben Menschen zu trauern.Mit anteilnahme dann schweigend entschwindet.

Hooker.
  Top
"Autor"  
Nutzer: Fionafiona
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 13.02.2006
Anzahl Nachrichten: 32

geschrieben am: 25.02.2006    um 21:11 Uhr   
Es ist seit einem Jahr schon besser geworden.

Es war schon sowas von schlimm, das kann sich nur wer vorstellen, dem Ähnliches widerfahren ist.

Trotzdem kann man nicht vergessen und es kommt immer wieder hoch.

Es wechseln Phasen von: "Das Leben geht weiter" bis: Was soll ich noch ohne ihn, auch wenn Du Gefahr läufst, Du würdest übertreiben. Übertreibung gibt es in solch einem Fall nicht.

Der Mensch fehlt und fertig. In meinem restlichen Leben wird mir Frank fehlen. Er reisst eine Lücke in unsere Familie, die nicht zu schließen ist. Dieses Ereignis hat so viel Negatives bewirkt.

Es reicht eigentlich schon, dass ein Mensch in Deutschland hingerichtet wurde, der fast nur an andere gedacht hat, der aber in seinen letzten Wochen befürchtete, dass dies geschehen würde.

Unser Cousin war schon mit den Befürchtungen bei der Polizei, Bedrohungen vom Mörder haben die ignoriert, der Mörder hat geäußert:

"Wer mir an die Existenz geht, da geh ich nicht allein".

Stimmt, da nimmt er unseren Cousin mit.

Reden ist besser als 5 Schüsse auf wen abzugeben und vorbeizulaufen an den Büroangestellten (die froh sind, nicht selbst zum Opfer gefallen zu sein).

Das Leben ist ungerecht. Es trifft die Besten, die sich aufopfern und die, die es nicht verdienen, die Anderen kommen mit ihrem "Arsch" an die Wand.

Gerechtigkeit gibt es nicht.

Was sollŽs, so ist das eben.

Ich kenn viele, die arbeiten wie die blöden und kenn aber auch welche, denen fällt alles zu.

fio
  Top