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geschrieben am: 25.08.2004 um 16:14 Uhr
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...wers nicht gesehen hat, hier:
Einfach nur der helle WahnsinnÂ…
Wie von vielen erwartet, kam es tatsächlich zu einer knappen Partie zwischen den Deutschen, die ihren „Fehltritt“ von Sydney wieder gut machen wollten, quasi die Revanche gegen den „Angstgegner“ Spanien. Doch mal ehrlich, wer hätte gedacht, dass es SO spannend und fast schon dramatisch verlaufen würde?
Den Einlauf beider Mannschaften verfolgend, sass ich gespannt auf der Couch, den Blick gebannt auf den Bildschirm gerichtet. Der Videorecorder lief bereits und ich wartete nur noch auf den Startpfiff, der ein mitunter entscheidendes Spiel einläuten sollte. Das Gewitter, das draussen tobte schien förmlich andeuten zu wollen, was da nun spielerisch folgen sollte. Dann der erste Schock meinerseits: Bildausfall. Ja sicherlich, wir befinden uns am Anfang des Spiels, aber trotzdem. Tja, kleines Kaff, miese Verbindung, da hilft auch keine Satellitenschüssel mit Digitalreceiver. Shit happens, meine Laune sank schlagartig. Den nun schwarzen Bildschirm anstarrend wartete ich auf die Rückkehr der Mannschaften zu mir ins Wohnzimmer. Die erste Minute verstrich, nichts. Ein zorniger Blick meinerseits gen das wütende Wetter, das Blitz und Donner über das haus sandte. Die zweite Minute endete, da ein Hoffnungsschimmer. Und prompt war das Spiel wieder dort, wo es hingehörte, auf den Schirm…zu meiner Enttäuschung mit dem ersten Tor für die Spanier auf der Anzeigetafel. Ach egal, dachte ich mir, das wird schon. Im Schneidersitz gebannt und aufgeregt verfolgte ich also nun Schritt um Schritt, Spielzug um Spielzug. Tor für Tor mitfiebernd, jubelnd, schimpfend und resignierend. Ein erster Stand von 6:3 für „unsere“ Männer, liess mich zunächst aufatmen, doch Pustekuchen, als ob sich die Spanier so einfach in die Tasche stecken lassen würden. Und so kam, was kommen musste, der Ausgleich. Das von vielen eng prophezeite Spiel lief, in dem zuerst die Deutschen vorlegten und die Spanier nachziehen mussten. Gesagt, getan. Doch mit jeder weiteren Minute nahm das Katz~ und Mausspiel seine Wende. Schliesslich musste ich zusehen, wie die Jäger zu den Gejagten wurden. Eines blieb allerdings gleich, die Aktionen der Tormänner. Beide parierten Ball um Ball, liessen ihre Gegenspieler förmlich verzweifeln. Was jedoch ein jeder weiss, selbst wenn hinten alles gehalten wird, müssen doch wenigstens vorne die Tore fallen, um den Sieg einzufahren. So musste ich in dem Falle zusehen, wie auf beiden Seiten klare Torchancen vergeben wurden, allerdings mit unterschiedlichen Reaktionen. Jubel und Freude für Fritze, wie selbstverständlich auch für Eros. Hingegen Verzweiflung und Mitgefühl für beispielsweise Kretzsche, Zeitz oder Flo. Minute für Minute zog dahin und Deutschland gelang es zunächst wieder die Führung zu übernehmen. Was dennoch nicht gelingen wollte, war der eine, der entscheidende Siegtreffer. Stattdessen folgte die erste Verlängerung, in der abermals die beiden Torhüter ihr Können unter Beweis stellten. In den zehn Minuten viel lediglich jeweils ein Tor, dank Daniel folgte die zweite Verlängerung. Nervöses hin~ und herrutschen auf der Couch, ich hielt es kaum noch aus. Aber wie es das Schicksal so wollte, wurden auch diese zweiten zehn Minuten nicht anders als zuvor. „Unsere“ Männer mussten abermals aufholen, zeitweise dachte ich nur, „nun wirf doch endlich mal jemand den verdammten Ball ins Tor“, keiner schien sich auch nur annähernd zu trauen, verständlicherweise mit der Angst im Hinterkopf alles versaubeuteln zu können. Doch auf Blacky war Verlass, er warf „uns“ wieder heran. Wie sollte es anders sein, auch diese Verlängerung endete mit einem Unentschieden. 8o Minuten waren gespielt und es kam, was kommen musste 7m-Werfen. Soweit ich mich erinnern kann, kann ich mich an keine solche Spielsituation erinnern, Neuland für mich und der Herzschlag überschlug sich fast. So sass ich da, die Hände halb vor dem Gesicht und sah Kretzsche zum Wurf antreten. Wie sehr hab ich es ihm gewünscht, doch alles Wünschen half nichts…gehalten. Fassungslos und ohne Worte…Ein Jeder mag sich vorstellen können, was in seinem Kopf wohl auf ihn einprasselte „nicht schon wieder“. Doch Fritze hatte die Chance das Unentschieden beizubehalten. Wahnsinn…gehalten… Ungewöhnlich, fast keinerlei Ausdruck in seinem Gesicht, keinerlei Emotion bei dem sonst so temperamentvollen Torhüter. Die Spieler jubeln und auch ich schreie die Freude heraus, gleichzeitig aber die Frage, wer nun antreten würde. Flo…ich kann mich nicht erinnern, ihn jemals einen 7m werfen sehen zu haben. ’Ach egal, er kanns bestimmt’, schwirrte es durch meinen Kopf. Aber oh graus, auch sein Wurf wird abgewehrt. Erneute Fassungslosigkeit bei mir, doch die Hoffnung liegt ebenso wieder bei Henning, der abermals seine Torhüterqualitäten unter Beweis stellt. Einfach unglaublich....
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