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geschrieben am: 23.08.2005 um 15:03 Uhr
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Suche beendet?
Diese Suche beendet, doch wohl nur! Immerwird das Vacuum durch eine andere Suche oder ein Gefühl der Unerfülltheit (sprich Suche) gefüllt. Das ist Schicksal für Viele heute.
Der Mensch und alles weitere ist dann also NICHTS?
Das berühmte N I C H T S!
Das NICHTS beginnt dort, wo Polarität aufhört, kein wünchenswerter Zustand auf diesem Planet. Überhaupt ein Zustand, der nur schwer begrifflich fassbar, erst recht nicht fühl- oder erlebbar ist.
Vollkommene Zufriedenheit mit sich, der Umwelt und den herrschenden Umständen, führt zu Stillstand, ist der Tod, in der Vorstellung vieler Menschen.Was gibt es dann noch zu tun?
Eigentlich ist man dann nicht mehr mit Überleben beschäftigt sondern man lebt dann einfach!
Wir sind wohl eher Getriebene, die versuchen, ihr Dasein mehr oder weniger erträglich zu gestalten.
Weil wir nicht wissen woher und warum, wurde Gott erfunden.
Und nun überseht nicht die Macht der Symbole - getragen vom Glauben, den Wünschen und der Hoffnung unzähliger Menschen. Dieser Druck von Massen ist in der Tat sehr gefährlich und sollte respektiert werden ebenso wie die gerade herrschende Moral.
Da wir Menschen frei denken können, ist es für jeden eine sehr wertvolle Erfahrung, zu versuchen, ohne Gott auszukommen.
Ich persönliche finde, daß die Erfindung von Gott eine sehr gute Krücke ist, unser Dasein zu erklären, man kann es darauf beruhen lassen und zum Alltagsgeschäft übergehen.
Der Gottesbegriff ist auf jeden Fall groß genug gedacht, damit sich alle darin tummeln können.
Ich darf auch denken, daß Gott dann eigentlich sehr einsam ist so allein (All- ein = alles eins) und ich deshalb auch Gott werden will um ihn zu trösten. (Es gibt schlechtere Ziele.)
Da ich kein Gott bin aber theoretisch werden kann (immerhin gibt es auf Erden schon "Halbgötter" - Ärzte.z.B. oder so), lasse ich mir viel Zeit, bin ganz ruhig und weiß, daß ich auf dem Weg dorthin überhaupt nichts falsch machen kann, weil es keine Rückschritte gibt.
Ich jedensfalls wüßte nicht wie die erkennbar sein sollen.
(Wenn ich bedenke, daß es Menschen gibt, die Zerstörung als Fortschritt ansehen)
Aber zur Zeit bin ich mir noch garnicht sicher ob das mit dem Gott-werden so toll ist und außerdem läßt sich der Vorgang bestimmt nicht beschleunigen durch irgendeine Tat oder Denkweise von mir. Und schon sind wir wieder beim NICHTS angelangt.
Es soll ja so "Zauberpartikel" geben, Tachionen genannt, die den Übergang vom NICHTS in Materie vollbringen können, quasi sich selbst erschaffen oder sicht- bzw. meßbar machen und dann wieder verschwinden, je nach Lust und Laune. Wo befinden sich Laune und Lust eigentlich in einem Partikel?
Daran sollte man Gedanken verschwenden?
Wichtiger ist mir, daß viele Menschen schon den falschen Start haben und hatten:
Nachzulesen in: "The continuum concept" - Auf der Suche nach dem verlorenen Glück" von Jane Liedloff.
Weil große Teile der Menschen die einfachsten Regeln unserer evolutionären Vergangenheit nicht kennen oder wegen moderner Ansichten glauben, nicht beachten zu brauchen, kommen schon Säuglinge nicht in den Genuß, Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl zu entwickeln. Ein Mangel, der im späteren Leben nie oder nur sehr schwer behoben werden kann und einhergeht mit einem ständigen nicht näher bezeichenbaren Verlustgefühl, daß aber beseitigt werden möchte. - Ein Leben also, daß sich mit Nebensächlichkeiten abgibt, weil der Start schon mißlungen ist.
Starke Menschen haben den richtigen Start, kommen selbst vorwärts. Selten sind sie an der Spitze irgendeiner Karriere-Leiter zu finden, weil ihr Ego das nicht braucht.
Sie stellen sich vor dem Spiegel nicht die Frage: "Wer bin ich?" Sie sagen: "Ich bin, der ich bin
Wie kommt es zu so gesundem Urvertrauen? - Diese Menschen wurden bereits als Säuglinge anerkannt und respektiert, sie wurden solange am Körper getragen, bis sie selbst die Entscheidung trafen, daß es Zeit für die Trennung ist (Das ist das Continuum concept - weil wir als unfertige und überlebensunfähige Kreaturen geboren werden und wissen, daß eine Trennung den eigenen Tod bedeutet) Säuglinge können sich nicht umsonst gut festklammern.
Was kann aus einem Leben werden, wenn bereits zu Beginn, die primitivsten Instinkte nicht berücksichtigt wurden?
Wir haben es noch in den Köpfen, daß jahrmillionen alte Erbe unserer Vorfahren. Und 100 Jahre Kinderwagen reichen nicht aus,das zu löschen.
Angst, Argwohn, Selbstzweifel, Neid, Hass haben hier ihre Wiege.
Es sind die einfachen Dinge, die zuerst stimmen müssen, das Fundament also, um ein Hochhaus tragen zu können.
Wir lieben daher fast alle: Schaukeln, Hängematten und Trommelschläge, Umarmungen oder Abfahrtsski oder sonstige Ersatzhandlungen, die uns zum verlorenen Glück verhelfen sollen: Dem Wiederanschluß an unsere Entwicklungsgeschichte, die Geborgenheit in der Gemeinschaft der Lebewesen, dem Gefühl, das alles richtig ist.
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