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Selbstgespräch |
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geschrieben am: 06.08.2005 um 13:49 Uhr
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Meiner Meinung nach lohnt es sich gewaltig, mehr auf seine innere Stimme zu hören. So oder so ähnlich fangen mit Sicherheit viele psychologische Ratgeber an, ich schreibe keinen solchen Ratgeber, sondern ich schreibe vielmehr das, von dem ich glaube, dass meine innere Person, sofern es eine solche gibt, es gerne festgehalten haben möchte.
In meinem Alltag habe ich öfters Gespräche mit mir selbst, ich verwende meine Stimme nicht dazu, es geschieht im Stillen mit mir selbst. Ich nehme mich quasi selbst in den Arm, wenn ich das Bedürfnis habe und niemand in meinem Umfeld dieses Bedürfnis verspürt oder gar niemand in der Nähe ist, ich feiere mit mir selbst, grinse mich im Spiegel glücklich an, hau mir selbst auf mein Hinterteil, wenn ich mich wohl in meiner Haut fühle und weine, wenn meine andere Person in mir sagt, dass es jetzt angebracht ist. Das ist alles ziemlich komplex und ich bin nicht die einzige Person, die sich so mit sich selbst beschäftigt, im Gegenteil, ich gehe davon aus, dass es alle Menschen tun. Die einen unterdrücken es, das schließe ich daraus, dass ich keinen kenne, der je darüber geschrieben oder gesprochen hat.
In den Momenten, in denen ich mich im Spiegel betrachte und das Gefühl habe, ich bin außerhalb meines Körpers und betrachte mich aus der Entfernung, habe ich manchmal das Gefühl verrückt zu sein.
Wie funktioniert das? Jeder denkt;der eine vermisst eine ihm nahe stehende Person und denkt, dass er sie vermisst, der andere denkt an seine bald bevorstehende Prüfung, jeder denkt an etwas anderes aber dennoch denken wir alle. Ich frage mich aber lediglich, ob jeder gesunde Mensch sozusagen zwiegespalten ist und sich mit sich selbst unterhält, wenn das so ist, dann ist das Zusammensein mit anderen und eine Beziehung wesentlicher komplexer als ich dachte. Man ist dann sozusagen gleich zu viert „befreundet“ anstatt nur zu zweit und alle vier Beteiligten wollen zufrieden sein.
Man kann Nachdenken sozusagen als Selsbtgespräch bezeichnen, denke ich.
(c) bei einer freundin von mir (ja, der text ist nicht von mir, denn ich würde mir nicht selber auf den hintern hauen ... ) |
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geschrieben am: 09.08.2005 um 23:30 Uhr
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nachdenken ist in meinen augen eher ein monolog. eine innere stimme wäre ein dialog.
zum einen wird in der moderne die "vernunft" über das gefühl gestellt und mehr negativ betrachtet. zum anderen will das vertrauen auf das bauchgefühl auch erst gelernt sein. zum anderen ist nicht jedes bauchgefühl auch ein bauchgefühl und zum anderen unterlaufen einem auch hier fehler. ausgewogenheit zu erlangen, dürfte sehr schwer fallen.
und was du beschreibst, das hat doch eher mit selbstwertgefühl zu tun. selbstwert ist eine recht zerbrechliche angelegenheit, deshalb laufen viele lieber mit der masse, aus angst, diesen zu verlieren. dabei heißt es ja nicht umsonst selbst-wert ;-) auch heißt es ja : nur wer sich selbst liebt, kann andere lieben.
und nochwas : mit sich selbst zu reden, galt und gilt noch heute für die masse als anzeichen einer psychischen erkrankung.
Geändert am 09.08.2005 um 23:31 Uhr von starchaser |
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geschrieben am: 11.08.2005 um 15:37 Uhr
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Du schreibst dann also Tagebuch?
Keine Sorge, verrückt bist Du nicht, eher wohl verwirrt über diese Veränderungen im Bewußtsein. Du solltest damit "expermentieren" und schauen wie weit Du kommst. Ich wüßte es dann gerne. Sicher bist Du noch ziemlich jung? Und natürlich gibt es nix besseres als sich selbt Mut machen zu können oder auch dann zu trauern/weinen, wenn es eben einfach nötig ist.
Die Menschen gehören wohl zu den "Herdentieren". Es lebt sich sehr hart am Rand so wie das Gras neben dem Weg, das immer mal getreten wird aber doch eigentlich der Schutz ist für die übrige Wiese, die aber -je weiter weg vom Wegesrand- ziemlich dumm ist oder wenig weiß von z.B. dem Leben am Rand.
Es gibt ein schönes Lied von Bettina Wegener, darin heißt es u.a.: "gŽrade klare Menschen, sind ein schönes Ziel, Leute ohne Rückrat habŽn wir schon zuviel."
Ich würde auch noch sagen daß jeder eigentlich zu Dritt ist, wenn der Instinkt mitgerechnet wird zum Intellekt und Gefühl. Die Kunst besteht aber wohl darin Kopf und Bauch miteinander zu verbinden, die Instinkte steuern uns in Notsituationen.
Männer und Frauen können sich leider da nur sehr schwer verständigen, weil jeder in einem anderen Universium lebt.
Das Buch "Warum Frauen nicht einparken können - und Männer nicht zuhören" oder so ähnlich, ist nicht umsonst ein Bestseller und eigentlich ein Muß für jede Beziehung.
Keiner unterdrückt sein Innerstes aber Frauen entschließen sich zu einer anderen Lösung als Männer und nun versuch mal, Dir vorzustellen, wie wir evtl. mit den berühmten Aliens umgehen können, wenn wir uns untereinander noch nicht einmal verstehen?
Im Buch "Der Schwarm" kannst Du sehr eindrucksvoll darüber lesen. Es gibt übrigens auch einen Bildschirmschoner vom SETI-Programm. Diese Organisation ist keine Fiktion aus dem Buch, sondern gibt es im wirklichen Leben und arbeitet rein wissenschaftlich.
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geschrieben am: 11.08.2005 um 17:58 Uhr
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was soll schlimm sein an tagebüchern ? der einizige fehler dürfte nur darin bestehen, sie nicht mal alle paar jahre rauszukramen und zu analysieren, was falsch lief.
(zitat)Keiner unterdrückt sein Innerstes aber Frauen entschließen sich zu einer anderen Lösung als Männer und nun versuch mal, Dir vorzustellen, wie wir evtl. mit den berühmten Aliens umgehen können, wenn wir uns untereinander noch nicht einmal verstehen? (/zitat)
wo besteht der große unterschied zwischen frauen und männern ? (lassen wir mal biologische gesetzmäßigkeiten beiseite ..) *g |
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geschrieben am: 12.08.2005 um 18:16 Uhr
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Dass es da sehr starke Unterschiede gibt, sagt uns nicht nur dieses nette Buch mit dem Einparken (aus dem ich zugegebenermaßen nur ein paar Stellen von Freunden gehört habe), sondern auch der generelle Umgang. Für das Thema könnte man schon wieder einen eigenen Thread aufmachen.
Was die Sache mit den Selbstgesprächen anbelangt, kann ich über mich nur sagen, dass es mir da fast genauso geht wie dir. Nicht immer ausgesprochen (was leider auch vorkommt und bei anderen Leuten zu Verwirrung führen kann...)aber doch wenigstens gedacht. Ich glaube fast, dass ich aus dem Grunde oft keine Menschen um mich herum brauche, weil ich mich selbst zum Reden habe. Ja, ich weiß, das hört sich egoman und traurig für einige an. *grins*
Verrückt finde ich es nicht. Genauso wenig, wie ich es für in irgendeiner Weise krankhaft halte, wenn ich im Bus Musik höre und mir dazu vorstelle, wie die Menschen auf der Straße auf einmal ein riesiges Musical bilden oder der riesige Kran zu einer Godzilla-Imitation mutiert.
Solange es mein Leben weiter erheitert, wie es das im Augenblick tut, mache ich mir keine Sorgen. ;) Geändert am 12.08.2005 um 18:17 Uhr von Iram |
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geschrieben am: 14.08.2005 um 00:28 Uhr
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wie gesagt, der text ist nicht von mir und weder ich noch diese freundin von mir schreiben tagebuch (und ich bin n-i-c-h-t schizo ;) )
ich werde die antworten weiterleiten, evtl. sagt sie was dazu, ichh abe gesagt, dass ich mich da raushalten werde.
(aber schön, dass mal so viel geschrieben wurde!)
lichtkind |
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geschrieben am: 16.08.2005 um 14:17 Uhr
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(zitat)was soll schlimm sein an tagebüchern ? der einizige fehler dürfte nur darin bestehen, sie nicht mal alle paar jahre rauszukramen und zu analysieren, was falsch lief.
(zitat)Keiner unterdrückt sein Innerstes aber Frauen entschließen sich zu einer anderen Lösung als Männer und nun versuch mal, Dir vorzustellen, wie wir evtl. mit den berühmten Aliens umgehen können, wenn wir uns untereinander noch nicht einmal verstehen? (/zitat)
wo besteht der große unterschied zwischen frauen und männern ? (lassen wir mal biologische gesetzmäßigkeiten beiseite ..) *g(/zitat)
Wo steht was von schlimm in Bezug auf Tagebüchern? Besser kann man seine Gedanken eigentlich nicht ordnen, wenn sie unordentlich sprich aufgewühlt sind, als durch Aufschreiben.
Ein Symbol für die Denkweise von Männern und Frauen: Männer denken kreisrund, Frauen oval. Der Bereich, der über den Kreis hinausragt ist für Männer "Alienland".
Der Mann: "Ein Geschöpf, dem der liebe Gott einen Knüppel zwischen die Beine geworfen hat" (Zitat von einem Mann)
Das erwähnte Buch beschreibt genau, was Sache ist.
z.B. haben Männer eher einen Tunnelblick (um Jagdbeute fixieren zu können). Der Blickradius bei Frauen ist größer, weil kleine Kinder nicht gejagt sondern nur beobachtet werden müssen. Das Buch beschreibt einfach die im laufe der Entwicklungsgeschichte entstandenen besonderen Eigenschaften von Männer und Frauen, die auf die heutige Zeit übertragen schonmal sehr merkwürdig fehl am Platz sind.
Frauen kommen daher mit Landkarten nicht zurecht, die auf dem Kopf stehen und drehen diese immer in Fahrtrichtung, Männer können darüber nur lächeln, sie biegen 4 mal um die Kurve und wissen noch wo sie hergekommen sind. beneidenswert
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geschrieben am: 18.08.2005 um 22:37 Uhr
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"warum männer nicht zuhören" ?
eine anregende lektüre mit einem manko : das lesevergnügen flacht nicht ab sondern hält die linie. somit muß mann/frau unterbrechen, um luft zu holen, weil es sonst langweilig wird. alles in allem : pflichtlektüre !
die grundaussage war jedoch, glaube ich mich zu erinnern, mann und frau sind zwar zum einen (frühgeschichte) anderst aber doch gleich. und sie ergänzen sich, so wollte es halt die natur.
und ich denke auch, wenn jemand gwissenhaft und ehrlich ein tagebuch führt, dann tut er sich was gutes. früher gab es gar die tradition eines familientagebuches, um den nachkommen etwas mitzugeben, um daraus zu lernen.
die innere stimme und ihre vorzüge und nachteile wurden dadurch recht gut dokumentiert. |
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