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"Autor"

Mal ein paar neue Gedichte von mir

Nutzer: Odras
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geschrieben am: 22.04.2006    um 01:22 Uhr   
Ich wollte mal ein Gedicht über die Liebe schreiben , in welchem man einem mädchen die Liebe gesteht ohne dabei das wort liebe oder ein ähnliches wort dafür benutzt und es nicht zu offensichtlich ist.


als ich dich zum ersten mal sah,
wurde mir plötzlich ganz sonderbar.
ich schaute dich an und begann zu verstehen,
dich will ich unbedingt wiedersehen.
seit diesem tage, ich denke oft daran,
ziehst du mich so sehr in deinen bann.
ich weiss nicht, wie ich es sagen soll,
aber ich finde, du bist einfach toll.
so stehe ich hier, die hände in der tasche,
und trau mich nicht, ich alte flasche.
darum schrieb ich dir diese zeilen,
denn ich möchte an deiner seite verweilen.
mein sehnlichster wunsch, bei dir zu sein,
erfüllt mein herz mit sonnenschein.
auch weiss ich nicht, ob du an mich denkst,
wenn du mir manchmal dein lächeln schenkst.
doch ich will versuchen, dir hiermit zu sagen,
nur liegt ein klumpen mir schwer im magen.
du sollst einfach wissen, dass ich an dich denke,
und ich dir deshalb diese zeilen dir schenke.
du sollst einfach wissen, ich bin bei dir,
die liebsten grüße, an dich von mir!
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"Autor"  
Nutzer: Odras
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Registriert seit: 22.11.2003
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geschrieben am: 22.04.2006    um 01:26 Uhr   
Die Welt vor meiner Tür

Ich sitze hier und wage ihn,
den scheuen Blick, hinaus zum Fenster.
Doch was ich sehe, gefällt mir nicht,
keine Menschen, sondern Gespenster.
Sie laufen umher, begrüßen sich nicht.
Sie eilen und rennen, darauf erpicht,
der erste von allen in allem zu sein,
kein Lächeln zu sehen, kein Sonnenschein.
Hier mal ein fauchen, ein kurzweiliges Stehen,
eine Rast von der Flucht? Wie soll ich das sehen?
An anderer Stelle, ich mag es nicht glauben,
zwei kleine Kinder Backwaren rauben.
Ein Stückchen weiter, das ist echt der Hohn,
bringt ein Chef den Lakaien um seinen Lohn.
Ich sitze hier und lass meinen Blick schweifen,
sehe fremde Gestalten ohne Gesicht.
Ein lahmendes Wesen auf dem Zebrastreifen,
droht zu zerbersten, bei all dem Gewicht.
Auf den dünnen Schultern dieses Lahmen,
brechen über ihn herein,
gut zu sehen, all die Samen,
gedüngt von Problemen und auch Pein.
So schaue ich weiter hinaus zum Fenster,
erblicke dunklere Gespenster,
die hinten an der zweiten Ecke,
hinter einer Buchsbaumhecke,
schreiend, fluchend Fäuste schwingen,
und sich selbst zu Boden ringen.
Ein Stück weiter hoch die Straße hinauf,
nimmt eine Tragik ihren Lauf,
denn gerade eben, erst vor Sekunden,
ist einem Gespenst die Seele entschwunden.
Ein Roter Faden zieht sich entlang,
tränkt die Straße und das Pflaster,
mit 25 Jahren tot,
zermalmt von einem unachtsamen Laster.
Direkt unten vor der Tür,
bettelt ein Mann um Groschen für Bier.
Und nur eine Hausnummer weiter,
sieht man einen Hilfsarbeiter,
steht er vor verschlossenem Tore,
zittert er aus jeder Pore.
Seine Frau, direkt unterm Dach,
schimpft herunter, macht mächtig Krach.
Das noble Gespenst von der anderen Seite,
ist seit gestern endgültig pleite.
Ein anderes, erst seit kurzem hier,
verbirgt nun sein Gesicht vor mir.
Es will nicht erkannt sein, wie mir scheint,
es schlägt seine Freundin, bis diese weint.
Ich blicke weiter, reib mir die Augen,
die so sehr brennen, bei all der Qual,
die Kälte der Stadt beginnt an mir zu saugen,
ich knüpfe mich zu und hole nen Schal.
Kaum bin ich zurück an meinem Platz direkt am Fenster,
tummeln sich unten schon wieder Gespenster.
Diese sind fahl, nahe zu kreidebleich,
denken die Pillen machen sie reich.
Im Gefolge, ich kann` s genau sehen,
ein schleimiger Kerl mit neuen Ideen.
Von dem Hotel schräg gegenüber,
weht eine Brise Hollywood herüber.
Am roten Teppich, völlig umzingelt,
ein Star sich um ein Lächeln abtingelt.
Das Blitzlichtgewitter erschreckt diesen sehr,
das Lächeln verrutscht und fällt doch so schwer.
Ausgezeichnet für eine Rolle,
behält er im Wirrwarr auch hier die Kontrolle.
Doch wenn erst einmal der Vorhang fällt,
fühlt er sich doch so sehr geprellt.
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"Autor"  
Nutzer: Odras
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geschrieben am: 22.04.2006    um 20:42 Uhr   
(DER ZWEITE TEIL)

Ich atme schwer, versuch zu verstehen,
da muss ich beim Obsthändler direkt vor mir sehen,
wie ein Gespenst, gebückt und zerfloddert,
nach Alkohol stinkend Gebärden hinschnoddert.
Sein Hab und Gut in einer Tüte,
und dann sein Hund, du meine Güte.
Beide sehen verwahrlost aus,
unter der Brücke ist ihr Zuhaus.
Direkt daneben, ein Haus weiter,
steht ein Mann auf der Feuerleiter,
in seiner Hose vom Herrn Joop,
reich geerbt und nie in Not.
Das Glück scheint dennoch nicht sein zu sein,
schaut er resigniert und traurig drein.
Zu Fuße an seinem teuren Haus,
spannt man ein riesiges Tuch gerad aus.
Völlig rücksichtslos bei all dem Gewimmel,
streckt eine Greisin den Stock in dem Himmel.
Sie bittet um Hilfe und hat schwer zu tragen,
wird man ihr doch die Gunst wohl versagen.
Sie buckelt sich ab, versucht zu entkommen,
zum Dank wird ihr schnell die Tasche entnommen.
Sie geht unsanft zu Boden und bleibt dort liegen,
ich wünschte mir still, die Dame könnt fliegen.
Ohne zu gucken eilt derweil vorbei,
eine Gruppe junger Wesen, an der Zahl drei.
Diese müssen irgendwie Drillinge sein,
oder sollte ich mich irren und trügt nur der Schein?
Eine sieht wie die andere aus,
Einheitsbrei aus dem Billigkaufhaus.
Aufgedonnert und blasziert,
selbst die Fingernägel bunt lackiert.
In der Ferne bimmelt ein Mobiltelefon,
und dann ein zweites,
das vom Sohn.
So gehen Vater und der Sohnemann,
an der Promenade eiligst entlang,
beide eine Hand am Ohr,
sprechen sie zweistimmig, fast wie im Chor.
Der Radau auf der Straße erreicht Höhepunkt,
in meinen Ohren es pfeift und in den Augen es funkt.
Genau wie bei den beiden Blassen,
die nicht die Finger können von einander lassen.
Sie turteln hier und knutschen da,
lachen, grabbeln wunderbarÂ….

So trete ich zurück von meinem Fenster,
mach es zu,
genug Gespenster.
Ich setze mich, völlig benommen,
in meinen Ohrensessel. Etwas beklommen.
Ich trinke meinen Tee,
versuche zu begreifen,
und lass meine Gedanken für einen Moment schweifen.
Ich zieh meine Decke zu mir heran,
und überlege, wie das alles begann.
Doch das was ich sehe und mir nicht gefällt,
lässt mich verweilen in meiner Welt.
Hier fühle ich mich sicher und vor alle dem,
nicht als Besucher, nicht ungern geseh`n.

Doch plötzlich ein Klingeln in meinem Kopf,
was ist es nur, was packt mich am Schopf.
Ich tauche ein und werde wach,
der Wecker klingelt, schon halb acht.
Ich schaue mich um, bin völlig verwirrt,
meine Gedanken haben sich verirrt.
Ich hab nur geträumt und doch spür ich die fessel,
ich sitze hellwach - in meinem Ohrensessel!
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Nutzer: TigerLadylein
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geschrieben am: 23.04.2006    um 12:17 Uhr   
Das erste Gedicht gefällt mir sehr. Wirklich schön...

Die anderen zwei sind dir gut gelungen, auch wenn sie mich nicht wirklich ansprechen, zu denen müssen dann die wirklichen Gedichtkritiker Stellung nehmen*smiled*
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