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geschrieben am: 30.04.2006 um 20:15 Uhr
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| dass es an dem Pfahl lag.Die Gezeiten kamen und gingen,der Pfahl blieb.Nur konnte man ihn manchmal nicht sehen.Ohne den Pfahl *gab* es keine Gezeiten.Seine Erinnerung kreiste,kreiste schwindelerregend wie eine schwerfällige Fliege.Er versuchte,nach der Bedeutung zu greifen,aber lange Zeit unterbrachen ihn die Laute. fnnn lesssss llllsss ummmr nnnnss Manchmal hörten die Laute auf.Manchmal hörte *er* auf.Seine erste wirklich klare Erinnerung an dieses *Jetzt*,an dieses *Jetzt* ausserhalb der stürmischen Benommenheit,war die an das Aufhören,an die plötzliche Erkenntnis,dass er keinen Atem mehr schöpfen konnte,und das war recht so,das war gut,das war eigentlich wunderbar;er konnte eine bestimmte Menge Schmerzen ertragen,aber genug war genug,und er war froh darüber,aus dem Rennen zu sein.Dann wurde ein Mund über seinen gestülpt,ein Mund,der ohne jeden Zweifel einer Frau gehörte,trotz der harten,speichellosen Lippen,und der Wind aus dem Mund dieser Frau blies in seinen eigenen Mund und blähte die Lungen auf,und als Lippen zurückgezogen wurden,da roch er seine Wärterin zum ersten Mal,roch sie mit dem Ausströmen des Atems,den sie in ihn gezwängt hatte wie ein Mann ein Teil von sich in eine unwillige Frau zwängen mochte,ein scheusslicher Geschmack,eine Mischung aus Vanilleplätzchen und Schockoladeneis und Hühnerklein und Erdnussbutterbrötchen.Er hörte eine Stimme schreien:+"Atmen Sie,gottverdammt!*Atmen Sie,+Paul!"+Die Lippen senkten sich wieder herab.Der Atem blies wieder seinen Hals hinunter.Blies hinunter wie der Sogwind,der einer schnellen Untergrundbahn folgt und Zeitungsblätter und Süssigkeitenpapier mit sich wirbelt,und die Lippen wurden zurückgezogen,und er dachte:*Um Himmels willen,lass nichts davon durch die Nase entweichen*,aber er konnte nicht anders,und oh,dieser *Gestank*,dieser *Gestank*,dieser *verdammte* GESTANK.*"Atmen Sie,gottverdammt!"* kreischte die unsichtbare Stimme,und er dachte:*Das werde ich,alles,aber bitte mach das nicht mehr,infiziere mit nicht mehr,*aber bevor er damit anfangen konnte,drückte sie erneut die Lippen auf seine,die so trocken waren die Streifen gesalzenen Leders,und sie vergewaltigte ihn wieder mit ihrem Atem.Als sie die Lippen diesesmal wegnahm,*liess* er den Atem nicht entweichen,sondern *stiess* ihn hinaus und schlang gierig von sich aus Luft hinein.Stiess ihn aus.Wartete darauf,dass sich seine unsichtbare Brust wieder von sich aus hob,wie sie es sein ganzes Leben lang getan hatte,ohne sein Zutun.Als sie es nich tat,reagierte er mit einem weiteren keuchenden Einsaugen,und dann schliesslich atmete er wieder aus eigenem Antrieb,und zwar so schnell er konnte,um ihren Geruch und Geschmack aus sich herauszubekommen.Normale Luft hatte noch niemals so köstlich geschmeckt.Er begann wieder in die Benommenheit zurückzusinken,aber bevor die trüber werdende Welt völlig verschwunden war,hörte er die Stimme der Frau murmeln:+*"Puh!*+ Das war nahe dran!"*Nicht nahe genug*,dachte er und schlief wieder ein. |
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