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Jan Ullrich suspendiert

Nutzer: DerUnhold
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geschrieben am: 30.06.2006    um 10:29 Uhr   
Jan Ullrich ist vom Team T-Mobile suspendiert worden!
Auf einer Pressekonferenz heute früh um 9h30 ist Jan Ullrich wegen offensichtlichen Verstrickungen in die Dopingaffäre um den spanischen "Arzt" Fuentes vom T-Mobile Team suspendiert worden und startet nicht bei der Tour de France.
Nachdem es schon seit langem immer wieder Gerüchte über mögliche Verstrickungen von Jan Ullrich in den Dopingsumpf gab hat nun das Team die Notbremse gezogen. Möglicherweise auch deshalb, weil die Tour in diesem Jahr auch durch Spanien führt und dort mit einer Verhaftung von Ullrich zu rechnen war.
Meine Forderung ist: Endlich nationale Gesetze zu beschliessen, die Doping als Betrug bewerten und unter Strafe (möglichst mit Haftandrohung) stellen, so wie es in einigen anderen Ländern bereits der Fall ist.
Leider scheinen die "Selbstheilungskräfte" des Sports (besonders des Radsports) nicht auszureichen also scheint mir Staatliches Handeln dringend angezeigt.
Ich bin traurig und wütend, das eine schöne Sportart und die wenigen verbliebenen "sauberen" Sportler immer wieder durch Betrüger in den Dreck gezogen werden.
Natürlich gilt auch hier wie in jedem rechtsstaatlichen Verfahren die Unschuldsvermutung, aber mal im Ernst, kann sich jemand vorstellen T-Mobile würde seinen Superstar ohne erdrückende Beweislage fallen lassen????

Wie kann aus eurer Sicht der Dopingsumpf trockengelegt werden?
Kann es in Zeiten der immer weiter gehenden Kommerzialisierung überhaupt noch Fairen und sauberen Sport-hier Radsport- geben?

DerUnhold
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"Autor"  
Nutzer: liebestoeter
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geschrieben am: 30.06.2006    um 20:59 Uhr   
Radsport ist eine Extrem-Individualsportart, wo man sich nicht in einer Mannschaft verstecken kann. Daher ist die Versuchung sehr groß illegale Sachen auszuprobieren.
Leider wird aus meiner Sicht wohl nie der Dopingsumpf trockengelegt werden, denn der Kampf gegen Doping ist wie ein Wettlauf mit der Zeit und das nicht nur im Radsport. Ähnlich wie der Kampf gegen Computerviren. Es kann erst ein verlässlichen Test entwickelt werden wenn es diese Art des Dopings schon eine Weile gibt. Siehe Eigenblutdoping was bis heute noch NICHT nachgewiesen werden kann obwohl es schon seit den späten 70er Jahren bekannt ist. Und ich möchte nicht wissen welche Arten von Doping schon/noch in den Schubladen schlummern bzw. Anwendung finden von denen man heute noch gar nix weiß.
Da nutzen dann wahrscheinlich auch internationale Gesetze nicht viel, denn es wird immer schwarze Schafe geben, die auch ein Stück vom Kuchen des Ruhmes und Erfolgs abhaben wollen. Und nicht jeder hat das Talent ganz vorne mitzufahren. Außerdem ist die Wahrscheinlichkeit erwischt zu werden leider nicht groß genug.
Ob die Tour jetzt durch den Ausschluss aller Fahrer der Liste dopingfrei ist, mag und kann ich nicht beurteilen. Auffallend ist, dass viele Top-Fahrer darunter sind. Da stellt sich die Frage: Dopen die weniger bekannten Fahrer nicht, obwohl es ihnen schwerer fallen sollte über die Berge zu kommen? Fragen über Fragen...
Nur schade das wir die Antworten auf diese Fragen erst nach der Tour erhalten werden.
Die Verlierer stehen aber schon heute fest: zum einen der Radsport (und hier die Tour, das größte Open-Air-Public-Viewing Sportereignis der Welt) und der Zuschauer der sich auf das neue große Duell gefreut hat, obwohl ich noch 2-3 andere Namen auf der Liste stehen hatte/habe.
Einzige positive Seite: die Tour ist noch offener geworden, denn plötzlich sind alle verbliebenen Fahrer Tour-Favoriten.
Ich kann nur hoffen das es nicht eine ähnliche Farce wie 1998 wird.

Wir sind wer wir sind, weil wir nicht versucht haben anders zu sein.
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"Autor"  
Nutzer: Salinero
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geschrieben am: 03.07.2006    um 15:25 Uhr   
Nach wie vor ist der Rad Sport der schmutzigste Sport, bei dem der Körper Höchstleistungen vollbringen muss. In der Vergangenheit war immer wieder darüber spekuliert worden, wieviele Ausdauersportler ihre Leistung mit autologen Transfusionen oder Fremdblut manipulieren. Ich möchte hier ein paar bekannte Namen nennen, die des Dopings überführt wurden:
Tyler Hamilton, Laurent Roux, Danilo Hondo, Jan Ullrich (war wegen Dopings mal gesperrt), Marco Pantani, Richard Virenque, Alex Zülle und die zuletzt heftigen Spekulationen um Lance Armstrong.
Alle beteurten bis zu letzt ihre Unschuld: zb Hamilton auf einer Pressekonferenz. "Ich bin am Boden zerstört, daß ich überhaupt hier sein muß", sagte er. "Ich kann 100prozentig garantieren, daß ich unschuldig bin. Radsport ist mir zwar sehr wichtig, aber nicht so wichtig. Wenn ich jemals gezwungen wäre zu dopen, hätte ich vorher meine Karriere beendet."
Es bleibt letztendlich nur die Hoffnung, dass den Athleten selber bewusst wird, dass ihre Gesundheit wichtiger ist, als sich mit unehrenhaften Taten zu rühmen.
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