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Liebe und Freundschaft

Nutzer: Funvision
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Registriert seit: 09.11.2005
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geschrieben am: 02.07.2006    um 12:46 Uhr   
Sind Freundschaft und Liebe völlig unterschiedliche Dinge, oder schließt Liebe Freundschaft ein?
Mein Idealbild ist, dass eine Partnerschaft wie eine Freundschaft auf gegenseitigem Verständnis und Vertrauen aufbaut, d.h. eine Weiterentwicklung und Intensivierung der Freundschaft darstellt. Ich frage mich allerdings, inwiefern dieses Idealbild der Realität entspricht. Nicht selten bekommt Liebe Poker-Spiel-Charakter - was jegliches Vertrauen untergräbt.
Es leuchtet mir ein, dass Rollenspiele zumindest in eingeschränktem Maße erforderlich sind, um eine erotische Spannung aufzubauen. Muss Mann aber vollständig davon abkommen, sich als zuverlässiger Freund einer Frau zu sehen, wenn er ihr Liebhaber sein möchte?
Sind die zugrundeliegenden Mechanismen von Freundschaft und Liebe völlig unterschiedlich, oder sind die Übergänge fließend?
Schreibt mir eure Meinung zu diesem Thema!
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Nutzer: RasPutina
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Registriert seit: 14.05.2002
Anzahl Nachrichten: 171

geschrieben am: 04.07.2006    um 09:38 Uhr   
Freundschaft ist doch eine Form von Liebe. Ich bringe all meinen Freunden und meiner Familie Liebe entgegen, für mich hat Liebe nichts mit körperlicher (sexueller) Anziehungskraft zu tun, die bei einer Partnerschaft als Zusatz dazukommt.
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Nutzer: Celeste_
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geschrieben am: 21.07.2006    um 11:49 Uhr   
Ich denke, es gibt verschiedene Formen von Liebe. Natürlich liebe ich meine Kinder anders, als meinen Partner oder Freunde.

Verbindend ist meiner Meinung nach, der Wunsch, dem Andern möge es gut gehen und meine Bereitschaft dazu beizutragen. Darum glaube ich, dass die Übergänge zwischen Freundschaft und Liebe tatsächlich fließend sind.
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Nutzer: dirmeline
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Registriert seit: 01.01.2000
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geschrieben am: 12.08.2006    um 15:47 Uhr   
Freundschaft basiert meiner Meinung nach auf Liebe. Liebe ist zum Glück vielfältig.

Ich meine, eine Frau kann einem Mann (und umgekehrt) sagen das sie ihn liebt, ohne das sich dies auf Sex beziehen muß. Sprich, es gibt diese tiefe Freundschaft zwischen Männern und Frauen auch ohne körperliches.

Ebenso kann der Liebhaber auch der beste Freund sein. Wieso auch nicht?
Vertrauen ist hier denke ich der Schlüssel zu allem.
Ich vertraue doch meinen Freunden und erst recht meinem Partner. Also wieso sollte das eine dann das andere ausschließen?

Das offene Geheimnis würde ich sagen, ist, daß alles auf Liebe beruht.
Was der Mensch daraus macht, ist eine andere Sache.
Denn es ist nicht die Liebe, die Poker spielt, sondern der Mensch.

Es liegt leider in seiner Natur, alles hinterfragen zu wollen, alles komplizierter zu machen als es notwendig wäre oder ist.







Gruß
*line*
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Nutzer: IrreBeere
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Registriert seit: 27.08.2006
Anzahl Nachrichten: 39

geschrieben am: 28.09.2006    um 21:55 Uhr   
Ich habe eine kleine Kurzgeschichte und finde das keine andere zum Thema Liebe besser passt:

Wahre Liebe

Ich und er waren 6 Monate zusammen, als ich ihm von meiner Krankheit erzählte.
Wir weinten zusammen, und hofften zusammen.
Ich beschloss nach Amerika zu reisen um mich dort operieren zu lassen.
Am Flughafen sagte er mir nur „Leb’ wohl
Ich flog wieder nach Deutschland, dort versuchte ich vergebens ihn wieder zu finden,
ich fragte meine Mutter wo er nur sei, sie sagte mir unter Tränen
„Haben dir die Ärzte denn nicht gesagt wer dir das Herz gespendet hat?

Meiner Meinung nach ist es sicherlich extrem hart aber beim nachdenken ist es eine schöne Liebesgeschichte.

Sein Herz schlägt in ihr, er wird sie nie verlassen und wenn ihr Herz aufhört zuschlagen hört auch seines auf.

Wahre Liebe eben
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Nutzer: frostwoelfin
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Registriert seit: 17.07.2006
Anzahl Nachrichten: 72

geschrieben am: 06.10.2006    um 02:56 Uhr   
die Bedeutung von Freundschaft:
Sie ist etwas unnahbares, etwas, was es sehr selten gibt und daher auch sehr kostbar ist. Sie ist kein Zeigen von Liebe und Sex und sie ist keine Zärtlichkeit, zumindest nicht in diesem Sinn. Sie ist unzerstörbar und hält allen Anfechtungen der Welt stand. Sie verpflichtet und fordert. Sie setzt Verständnis, das auf Vertrauen baut voraus und verlangt volle Aufopferung. Ein echter Freund zu sein ist schwerer als echt zu lieben. Liebe macht glücklich und schaltet in gewisser Weise den Verstand aus. Sie macht blind, aber auch wieder sehend und sie tut oft sehr, sehr weh.

und die Liebe..seufz..:
Liebe ist, was wir einem anderen Menschen geben. Liebe heißt schenken. Bereit sein für diesen einen Menschen alles zu opfern wenn es sein müsste, ohne viel zu fragen für einander jedes Kreuz zu tragen, verstehen und verzeihen. Dieses eine Wort auf dieser Welt, zählt mehr als Reichtum und als Geld.

Ich habe keine besondere Begabung, sondern bin nur leidenschaftlich neugierig.
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Nutzer: TomWelles
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Registriert seit: 30.01.2003
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geschrieben am: 11.10.2006    um 14:53 Uhr   
Freundschaft und Liebe werden an den Enttäuschungen gemessen, die sie zu ertragen vermögen. - Charles Tschopp
"Anständigkeit ist die Verschwörung der Unanständigkeit mit dem Schweigen." George Bernard Shaw
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Nutzer: Butterflychen
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Registriert seit: 14.09.2001
Anzahl Nachrichten: 613

geschrieben am: 13.10.2006    um 12:32 Uhr   
wie wahr...wie wahr
Ich begleiche keine Rechnungen, ich pflege sie
Wenn Du weisst wer du bist, dann ist es egal was andere meinen über dich zu glauben.
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Nutzer: Funvision
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Registriert seit: 09.11.2005
Anzahl Nachrichten: 29

geschrieben am: 25.10.2006    um 17:19 Uhr   
Vielen Dank für alle bisherigen Antworten! Hier eine kurze Stellungnahme:

@ RasPutina (Für mich hat Liebe nichts mit körperlicher (sexueller) Anziehungskraft zu tun.): Ich stimme insofern zu, dass ich bereits selber das Gefühl hatte, verliebt zu sein, ohne auch nur im geringsten ein Verlangen nach Sexualität zu verspüren. Ich widerspreche aber zugleich insofern, dass ich mit einer Frau, die ich als Person ablehne - sei sie noch so attraktiv - niemals gegenseitig Zärtlichkeiten austauschen könnte.

@ Celeste (Verbindend ist meiner Meinung nach der Wunsch, dem Andern möge es gut gehen und meine Bereitschaft, dazu beizutragen.): Der Gedanke gefällt mir!

@ Dirmeline: Ein beruhigender, Hoffnung erweckender Kommentar. Ich finde es nur problematisch, zu einer gleichaltrigen Person des anderen Geschlechts zu sagen, dass man sie oder ihn liebt, wenn man selber das Sexuelle ausschließen möchte. Man weiß nie, wie die/der andere das auffasst und welche Erwartungen sie/er damit verbindet.

@ IrreBeere: Liebe an ihrem höchsten Punkt schließt zweifellos die Bereitschaft zur Selbstaufopferung ein. Die Kurzgeschichte hat mich sehr zum Nachdenken bewegt: Wie wird eine Person, die aufgrund eines solch großen Opfers weiterleben darf, damit umgehen? Wenn es sich bei ihr nicht um einen lieblosen, egoistischen Menschen handelt, glaube ich, dass sie große Schuldgefühle haben und sich selber Vorwürfe machen wird. Dies kann allerdings nicht im Sinne ihres Liebhabers sein, der seiner Geliebten durch das Geschenk seines Herzens ein langes, glückliches Leben ermöglichen wollte. Paradox!

@ Frostwoelfin: Schöne Definitionen! Einen Satz möchte ich herausgreifen, weil er eigentlich schon einen eigenen Beitrag im Philosophie-Forum wert wäre: Ein echter Freund zu sein ist schwerer als echt zu lieben. Meiner Ansicht nach ist es umgekehrt: Mit ein wenig Disziplin kann ich ein guter Freund für fast jede beliebig ausgewählte Person sein. Das Gefühl der Liebe hingegen kann ich mir nicht selber induzieren. Es kommt entweder von alleine, oder es kommt gar nicht.

@ TomWelles & Butterflychen (Freundschaft und Liebe werden an den Enttäuschungen gemessen, die sie zu ertragen vermögen.): An dem Satz - obgleich ich ihn für sehr pessimistisch halte - ist etwas Wahres dran.
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Nutzer: greendaygirl
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Registriert seit: 08.11.2006
Anzahl Nachrichten: 73

geschrieben am: 08.11.2006    um 18:40 Uhr   
Hi!

Ich denke, dass Freundschaft etwas anderes ist als Liebe.
Ich denke , dass man eine Liebe leichter verliert, als eine Freundschaft. Aber beides kann man sehr, sehr schnell verlieren. Aber irgendwie ist es dann doch das Gleiche.....
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