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Est'ce-que c'est l'espoir qui meurt en dernier lieu? (wenn die hoffnung stirbt)

Nutzer: shadow_light
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geschrieben am: 02.09.2006    um 03:40 Uhr   
schnee drückt die lider nieder
und auch kleine träume sterben wieder

hast du jemals gespürt, wies ist, allein zu sein?

leise weinend steht das mädchen vor dem schmiedeeisernen tor und es klopft zaghaft. kalt ists so alleine hier draußen. so furchtbar kalt. die kleinen klammen finger umfassen den großen ring und pochen damit zaghaft gegen das tor. der wind zerfetzt das weiße kleid.. zerrt daran. das kleine kind steht dort. ganz allein. große augen starren das leblose tor an. ach, meine kleine.. ich würde dir helfen, wenn ich nur könnte... das pochen verhallt ungehört und die kälte frisst sich in die schutzlosen knochen. die kleinen finger graben sich in den saum des kleides.. ziehen.. zerren.. aber was soll das helfen? große augen sehen bittend das tor an. kleine... glaubst du, dass es sich bloß durch deine stummen bitten bewegt? die schultern werden schutzsuchend hochgezogen und der erbarmungslose wind peitscht das haar. wieder heben sich die finger... stocken.. die hand sinkt... hebt sich wieder.. und mit allem mut umfasst die erkaltende hand den leblosen stahl.. schließt sich darum, umklammert ihn. und entschlossen hämmert die kleine hand mit hilfe des klopfers an das tor.. warten.. zurücktreten.. - stille - fest beißt die kleine sich auf die lippe.. fest.. noch fester.. so fest, bis sie blut schmeckt. denn das blut erzählt ihr, dass sie noch lebt. dass sie lebendig ist. ist sie doch.. oder? die fingernägel haben sich in die handfläche gegraben, bis es schmerzt. ja, sie lebt noch. doch langsam geben die knie nach und der kleine körper sackt auf die knie.. der kalte schnee durchnässt das dünne kleid. die stirn sinkt gegen das tor. presst sich dagegen. kleine.. denkst du, dass das hilft? sie schmeckt blut. nur allzu deutlich perlt es aus der selbst zugefügten wunde an ihrer lippe. warm ist es. schwer. so wie ihr herz. langsam sinkt der mut. und auch das herz. noch immer lehnt der kopf an dem tor. die hände legen sich dagegen und unter der berührung glitzert kalt das eis. ein blutstropfen fällt lautlos auf den schnee. erbarmungslos frisst er sich in die wunderschön glitzernden eiskrsitalle. zerstört die perfektion. und die stirn rutscht herab.. berührt den schnee, der eben noch zu ihren füßen war. kein laut kommt über die lippen. denn was hätte er genutzt? nichts. rein garnichts. wenigstens der verstand ist dir noch geblieben, meine kleine. der frost frisst sich in den saum des dünnen kleides. kälte ergreift von dem kleinen körper besitz. von den lippen. den fingern. dem herz. der seele.

hast du je die hoffnung sterben sehen?
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