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Herbstnacht (zu lesen mit Thomas D: Ich bin der Sturm) |
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geschrieben am: 13.10.2006 um 12:02 Uhr
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Herbstnacht (zu lesen mit Thomas D: Ich bin der Sturm)
Am Himmel teilnahmslose Diamanten, ein frostiger Mond. Bald schon verhüllt durch dumpfe Nebel, schlucken Geräusche, flüstern kalt sie dir in die Ohren aus allen Richtungen gleichzeitig. Feuchte kühle Finger dringen in die Nase und die nutzlose Kleidung, tasten schaudernd die Haut. Ein schwarzes Tier.
Schlieren von dunklem Nichts wirbeln einem verirrten Windhauch gleich den weißen Tod, fließen zusammen im Schatten, bilden Knochen, Muskeln, Sehnen, Zähne! Weiße Augen flimmern neblig, der Atem Dunst und kalt wie die glänzenden Steine zu deinen Füßen. Gleitend durch das schwimmende Weiß, der Sog seiner Nüstern kitzelt zärtlich dein gesträubtes Nackenhaar.
Warm steigt der Duft von Mohnsommern von deinem roten Blut auf, das es aus den Wunden in deinem Hals trinkt. Es nährt sich von deinem Fleisch
und sucht deine Liebe. |
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