Auf den Beitrag: (ID: 42819) sind "8" Antworten eingegangen (Gelesen: 999 Mal).
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Traurige Schritte...

Nutzer: Perfectus
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geschrieben am: 01.11.2006    um 21:49 Uhr   
Traurige Schritte...

Komisch geschlafen, komisch aufgewacht,
Denn traurig habe ich heute an dich gedacht,
Guten morgen habe ich zu mir selbst gesagt,
Und noch trauriger gehe ich heute in den Tag.

Der Alltag hat schon längst angefangen,
Doch beginne ich grad von neuem zu träumen,
Und mich tragen ewige traurige Gedanken,
Über kaputte Schwerter und zerstörte Türme.

Ich vergaß mit der Zeit meine alte Heimat,
Fühlte mich hier im nirgendwo willkommen,
Sprach mit meiner Miss über unsere Freiheit,
Doch ein neuer Krieg hatte schon still begonnen.

Schließe die Augen mit den letzten Worten,
Und befördere das Schicksal an fremde Orte,
Bis ich dich eines Tages nicht mehr seh,
Denn mein Herz tut seitdem so weh.

Meine Stimme ist beim Atmen so am zittern,
Als würde es deine nähe ahnen und wittern,
Heute ist schon Morgen und es ist so bitter,
Denn mit dir wollt ich all die Tage wintern.

Sekunden auf Stunden und Tage auf Monate,
Vergehen die Schmerzen auf halbem Wege,
Die Wut verstaut sich mit einem Gedanken,
Dass ich mich eines Tages neben dir legen kann.

Du gehst mit mir auf einem schmalen Weg,
Ich kann deine Trauer in deinen Augen sehen,
Deine harten Worte sprechen über dein Leben,
Meine kalten Gedanken suchen wärme im Schnee.

Schritt für Schritt auf diesem rutschigen Faden,
Ist es nicht einfach jemanden bei sich zu haben,
Jemanden bei Seelenblut um Hilfe zu bitten,
Also bleibe ich mir treu und gehe traurige SchritteÂ…

Willst du trotzdem mit mir gehenÂ…

01.11.2006
Perfectus alias Besim D.
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Nutzer: moo
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geschrieben am: 01.11.2006    um 23:47 Uhr   
wie immer perfekt perfectus ..deine gedichte gehen unter die Haut und sprechen aus der Seele..Danke!!

mfg moo alias Cry_of_heart alias Sad_but_true
Schafft die Blindheit allein keine Abhilfe, verfügen wir zum Glück ja noch über viele taube Ohren.
© Martin Gerhard Reisenberg, (*1949), Diplom-Bibliothekar in Leipzig und Autor
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Nutzer: Perfectus
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geschrieben am: 02.11.2006    um 18:21 Uhr   
*verbeug*
Danke für die netten Worte Cry_of_heart.
Hast mich so eben auf einen Text gebracht.
Ich nenne es: "Herzschmerz".
Wenn Zeit da ist, werde ich mich ma dran setzen.
Bis dahin, alles Gute.

MfG Besim D.
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Nutzer: Xenator
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geschrieben am: 02.11.2006    um 18:52 Uhr   
Perfectus, ich finde dein Gedicht ebenfalls sehr schön. Mir gefällt sehr, wie du die Gefühle desjenigen zum Ausdruck bringst.

Xenator
Das Herz eines jeden Chat's ist das Forum. Penetranz, Aggressivität und Arroganz gehören dort nicht hinein. "Nihil fit sine causa!" ("Nichts geschieht ohne Grund!")



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Nutzer: Anastasiya
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geschrieben am: 04.11.2006    um 12:32 Uhr   
Wieder mal ein Gedicht von dir, das Gänsehaut verursacht... Danke, dass du sie mit uns teilst. :-)

Liebe Grüße, Ana
Jeder sieht, was du scheinst. Nur wenige fühlen, wie du bist. (N. Machiavelli)
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Nutzer: _anima_
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geschrieben am: 06.11.2006    um 22:36 Uhr   
Ich finde es auch immer irgendwie berauschend, wenn ich deine Zeilen lese und auch dazwischen Dinge finde, über die ich mit dir schon sprach. Versuche nicht allein zu gehn...es wir jemand mit dir gehn, egal wie..es wird gehn, irgendwann...gefällt mir sehr das Gedicht...

~so don`t walk away, finally stay here, I want to catch you sometime..and never let you go~

es grüßt - das seelchen - _anima_
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Nutzer: Perfectus
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geschrieben am: 06.11.2006    um 23:09 Uhr   
*verbeugt sich ein zweites mal*
Danke euch allen für die netten Einträge.
Meistens kommt es mir so vor, als würde ich mein ganzes Leben alleine wandern, so meint es das Schicksal halt mit mir...
hm, dann wollen wir uns ma an einen zweiten Teil ranwagen...

Traurige Schritte (Part two)...

Bleibe für einen Moment stehen und erstaune,
Mir kommt’s vor, als würde ich immer noch träumen,
Sehe meinen Schatten, Ich neben mir gehen,
Sehe die Zeiten noch schneller davon wehen,
Es scheint, als seien meine Schritte die Zeiger,
Denn ohne mich läuft anscheinend nichts weiter,
Bis ich weitere Schritte nach vorne wage,
Vergehen Sekunden auf Minuten, Stunden auf Tage,
Nicke kurz ein, aber komme wieder in die Realität,
Blicke um mich, dann zum Wind, der gerade weht,
Und sage: Unser Ziel ist noch nicht in Sicht,
Los Fuß und Bein, weiter geht’s…

Den ersten Schritt, den werde ich nie vergessen,
Ich lernte zu lieben, Drei Wörter zu fesseln,
Die anderen Schritte, diese weiß ich zu schätzen,
Ich lernte vieles, Drei Wörter können auch verletzen.

In mir ist es kalt, bin fast am erfrieren,
Draußen ist keiner, der mir helfen kann,
In meinem Kopf sind kalte Kriege ausgebrochen,
Draußen ist keiner, der mir helfen kann,
Innerlich versuchen kalte Menschen mich unterzuordnen,
Aber vergessen dabei sich selber zu beschützen,
Manchmal jedoch fall ich von allein auf dem kalten Boden,
Ich Verlasse das Leben und falle in eine kalte Pfütze,
Welches ich mir von Träne zu Träne selbst erschaffen habe,
Bevor ich aber die Augen schließe, Tauche ich wieder auf,
Und sage: Unser Ziel ist noch nicht in Sicht,
Los Fuß und Bein, weiter geht’s…

Den ersten Schritt, den werde ich nie vergessen,
Ich lernte zu lieben, Drei Wörter zu fesseln,
Die anderen Schritte, diese weiß ich zu schätzen,
Ich lernte vieles, Drei Wörter können auch verletzen.

Es ist wie immer, schwer sind die Schritte,
Steh da, atme tief ein und alles was ich finde,
Ist ein Ziel, jedoch mit sehr vielen Niederlagen,
Atme aus und stell mir tausende von Fragen,
Doch diese Spuren da können nichts sagen,
Meine Füße brennen von so vielen Kämpfen,
Die Beine zittern, doch kann ich nicht helfen,
Außer ich leg mich hin, fang an zu träumen,
Stattdessen, packe ich mir an die Stirn,
Und sage: Unser Ziel ist noch nicht in Sicht,
Los Fuß und Bein, weiter geht’s…

06.11.2006
Perfectus alias Besim D.
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"Autor"  
Nutzer: _anima_
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geschrieben am: 06.11.2006    um 23:27 Uhr   
Mir fehlen gerade irgendwie die Worte..ich finde es einfach beeindruckend. Wie du die Bilder verinnerlichst..das Gehen, das Stehen, der Krieg innerlich und äußerlich die Kälte...Ja, und es liegt an dir, allein an die weiterzugehen...immer wieder! Einfach toll geschrieben..noch besser als das andere wie ich finde. Die Strophen passen und auch die Teile, die sich wiederholen...Lieben lernen und lieben lassen...es ist schwer, doch ja, fass dir ein Bein und einen Fuß..und noch die Hand eines Fremden, dann gehts vielleicht noch ein wenig leichter... dir jene Hand reicht und leicht lächelt

lieben Gruß - das seelchen alias _anima_
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Nutzer: Perfectus
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geschrieben am: 08.11.2006    um 00:18 Uhr   
*nimmt ihre Hand, lächelt leicht und verbeugt sich auch ein drittes mal*

Danke dir Sarah, dass du dir Zeit dafür genommen hast.
Es erfreut mich natürlich auch zu lesen, dass die Bilder, die ich im Kopf habe, im lyrischen wieder zu finden sind.
Ja, es liegt alles in meiner Hand und diese Hand schreibt und schreibt mir meine Seele auf ein Stück Papier.

Besim
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