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Das Parfum Die Geschichte eines Mörders

Nutzer: Flamekeeper
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geschrieben am: 04.11.2006    um 10:20 Uhr   
Kapitel 1

Im achtzehnten Jahrhundert lebte in Frankreich ein Mann,der zu den genialsten und abscheulichsten Gestalten dieser an genialen und abscheulichen Gestalten nicht armen Epoche gehörte. Seine Geschichte soll hier erzählt werden. Er hiess Jean-Baptiste Grenouille,und wenn sein Name im Gegensatz zu den Namen anderer genialer Scheusale,wie etwa de Sades,Saint-Justus,Fouchés,Bonapartes usw.,heute in Vergessenheit geraten ist,so sicher nicht deshalb,weil Grenouille diesen berühmteren Finstermännern an Selbstüberhebung,Menschenverachtung,Immoralität,kurz an Gottlosigkeit nachgestanden hätte,sondern weil sich sein Genie und sein einziger Ehrgeiz auf ein Gebiet beschränkte,welches in der Geschichte keine Spuren hinterlässt: auf das flüchtige Reich der Gerüche.
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Nutzer: Xenator
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geschrieben am: 04.11.2006    um 11:07 Uhr   
Hi Flamekeeper,
und was sagt uns das jetzt, was du da geschrieben hast?

Xenator
Das Herz eines jeden Chat's ist das Forum. Penetranz, Aggressivität und Arroganz gehören dort nicht hinein. "Nihil fit sine causa!" ("Nichts geschieht ohne Grund!")



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Nutzer: KatCachet
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geschrieben am: 05.11.2006    um 13:14 Uhr   
Es ist der Anfang des Romans "Das Parfum", wie der Titel dieses Beitrags uns ja mitteilt.
Ich weiß auch nicht, welch Sinn des Beitrags dahinter steckt, aber es ist ein Anfang, der mich sofort gefesselt hatte. Bereits, als ich das Buch damals gelesen habe.
So könnte es womöglich ein Anreiz auf solch geniale Lyrik sein...
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Nutzer: Flamekeeper
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geschrieben am: 05.11.2006    um 18:30 Uhr   
Zu der Zeit,von der wir reden,herrschte in den Städten ein für uns moderne Menschen kaum vorstellbarer Gestank. Es stanken die Strassen nach Mist,es stanken die Hinterhöfe nach Urin,es stanken die Treppenhäuser nach fauligem Holz und nach Rattendreck,die Küchen nach verdorbenem Kohl und Hammelfett;die ungelüfteten Stuben stanken nach muffigem Staub,die Schlafzimmer nach fettigen Laken,nach feuchten Federbetten und nach dem stechend süssen Duft der Nachttöpfe. Aus den Kaminen stank der Schwefel,aus den Gerbereien stanken die ätzenden Laugen,aus den Schlachthöfen stank das geronnene Blut. Die Menschen stanken nach Schweiss und nach ungewaschenen Kleidern; aus dem Mund stanken sie nach verrotteten Zähnen,aus ihren Mägen nach Zwiebelsaft und an den Körpern,wenn sie nicht mehr ganz jung waren,nach altem Käse und nach saurer Milch und nach Geschwulstkrankheiten. Es stanken die Flüsse,es stanken die Plätze,es stanken die Kirchen,es stank unter den Brücken und in den Palästen. Der Bauer stank wie der Priester,der Handwerksgeselle wie die Meistersfrau,es stank der gesamte Adel,ja sogar der König stank,wie ein Raubtier stank er,und die Königin wie eine alte Ziege,sommers wie winters. Denn der zersetzenden Aktivität der Bakterien war im achtzehnten Jahrhundert noch keine Grenze gesett,und so gab es keine menschliche Tätigkeit,keine aufbauende und keine zerstörende,keine Äusserung des aufkeimenden oder verfallenden Lebens,die nicht von Gestank begleitet gewesen wäre.
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Nutzer: Xenator
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geschrieben am: 05.11.2006    um 19:55 Uhr   
Mein Gott, wie es früher gestunken haben muss. Die Frauen haben damals ihren Gestank mit Parfüm bedeckt. Trotzdem möchte ich zu der Zeit nicht gelebt haben.

Xenator
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Nutzer: the_law
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geschrieben am: 06.11.2006    um 08:17 Uhr   
Nick: 6 (einfallslos)
Idee: 6 (dummheit)
Titel: 6 (geklaut)
Inhalt: 6 (geklaut)
Gesamt Note: 6 -.-

Noch Fragen?

gez. Gesetz
Please mehr Aufmerksamkeit für diese armen Chatter, danke.

Einatmen-Ausatmen, Einatmen-Ausatmen, Einatmen-Ausatmen,... mf! HK! HS!
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Nutzer: Makaoni21264
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geschrieben am: 06.11.2006    um 16:26 Uhr   


(nicht nur die Frauen, Xenator ;-))


ansonsten versteh ich auch nicht ganz, was Flamekeeper mit seinem Beitrag bezwecken wollte.
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Nutzer: Nekir
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geschrieben am: 06.11.2006    um 16:49 Uhr   
Hast du vor, das ganze Buch abzuschreiben?
Unternehmt Gesten sinnloser Schönheit und spontaner Freundlichkeit!
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Nutzer: Xenator
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geschrieben am: 06.11.2006    um 16:52 Uhr   
Nekir, du meinst wohl eher aus dem Internet zu kopieren. Was das Copyright betrifft, habe ich schon genug zu gesagt.

Xenator
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Nutzer: Flamekeeper
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geschrieben am: 11.11.2006    um 07:33 Uhr   
Und natürlich war in Paris der Gestank am grössten,denn Paris war die grösste Stadt Frankreichs. Und innerhalb von Paris wiederum gab es einen Ort,an dem der Gestank ganz besonders infernalisch herrschte,zwischen der Rue aux Fers und Rue de la Ferronerie,nämlich den Cimetière des Innocents. Achthundert Jahre lang hatte man hierher die Toten des Krankenhauses Hôtel-Dieu und der umliegenden Pfarrgemeinden verbracht,achthundert Jahre lang Tag für Tag die Kadaver zu Dutzenden herbeigekarrt und in lange Gräben geschüttet,achthundert Jahre lang in den Grüften und Beinhäusern Knöchelchen auf Knöchelchen geschichtet. Und erst später,am Vorabend der Französischen Revolution,nachdem einige der Leichengräben gefährlich eingestürzt waren und der Gestank des überquellenden Friedhofs die Anwohner nicht mehr zu blossen Protesten,sondern zu wahren Aufständen trieb,wurde er endlich geschlossen und aufgelassen,wurden die Millionen Knochen und Schädel in die Katakomben von Montmartre geschaufelt,und man erreichte an seiner Stelle einen Marktplatz für Viktualien.
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Nutzer: Flamekeeper
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geschrieben am: 17.11.2006    um 18:19 Uhr   
Hier nun,am allerstinkendsten Ort des gesamten Königreichs,wurde am 17.Juli 1738 Jean-Baptiste Grenouille geboren. Es war einer der heissesten Tage des Jahres. Die Hitze lag wie Blei über dem Friedhof und quetschte den nach einer Mischung aus fauligen Melonen und verbranntem Horn richenden Verwesungsbrodem in die benachbarten Gassen. Grenouilles Mutter stand,als die Wehen einsetzten,an einer Fischbude in der Rue aux Fers und schuppte Weisslinge,die sie zuvor augenommen hatte. Die Fische,angeblich erst am Morgen aus der Seine gezogen,stanken bereits so sehr,dass ihr der Geruch den Leichengeruch überdeckte. Grenouilles Mutter aber nahm weder den Fisch- noch den Leichengeruch wahr,denn ihre Nase war gegen Gerüche im höchsten Masse abgestumpft,und ausserdem schmerzte ihr Leib,und der Schmerz tötete alle Empfänglichkeit für äussere Sinneseindrücke. Sie wollte nur noch,dass der Schmerz aufhöre,sie wollte die eklige Geburt so rasch als möglich hinter sich bringen. Es war ihre fünfte. Alle vorhergehenden hatte sie hier an der Fischbude absolviert,und alle waren Totgeburten oder Halbtotgeburten gewesen,denn das blutige Fleisch,das da herauskam,unterschied sich nicht viel von dem Fischgekröse,das da schon lag,und lebte auch nicht viel mehr,und abends wurde alles mitsammen weggeschaufelt und hinübergekarrt zum Friedhof oder hinunter zum Fluss. So sollte es auch heute sein,und Grenouilles Mutter,die noch eine junge Frau war,gerade mitte zwanzig,die noch ganz hübsch aussah und fast alle Zähne im Mund hatte und auf dem Kopf noch etwas Haar und ausser der Gicht und der Syphilis und einer leichten Schwindsucht keine ernsthafte Krankheit; die noch hoffte, lange zu leben, vielleicht fünf oder zehn Jahre lang, und vielleicht sogar einmal zu heiraten und wirkliche Kinder zu bekommen als ehrenwerte Frau eines verwitweten Handwerkers oder so... Grenouilles Mutter wünschte,dass alles schon vorüber wäre. Und als die Presswehen einsetzten,hockte sie sich unter ihren Schlachttisch und gebar dort,wie schon vier Mal zuvor,und nabelte mit dem Fischmesser das neugeborene Ding ab. Dann aber,wegen der Hitze und des Gestanks,den sie als solchen nicht wahrnahm,sondern nur als etwas Unerträgliches,Betäubendes - wie ein Feld von Linien oder wie ein enges Zimmer,in dem zuviel Narzissen stehen -,wurde sie ohnmächtig,kippte zur Seite,fiel unter den Tisch hervor mitten auf die Strasse und blieb dort liegen,das Messer in der Hand.
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Nutzer: Flamekeeper
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geschrieben am: 17.11.2006    um 18:21 Uhr   
Geschrei, Gerenne, im Kreis steht die glotzende Menge,man holt die Polizei. Immer noch liegt die Frau mit dem Messer in der Hand auf der Strasse,langsam kommt sie zu sich. Was ihr geschehen sei? "Nichts." Was sie mit dem Messer tue? "Nichts." Woher das Blut an ihren Röcken komme? "Von den Fischen." Sie steht auf,wirft das Messer weg und geht davon,um sich zu waschen.
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"Autor"  
Nutzer: Flamekeeper
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geschrieben am: 18.11.2006    um 06:25 Uhr   
Da fängt, wider Erwarten, die Geburt unter dem Schlachttisch zu schreien an. Man schuat nach, entdeckt unter einem Schwarm von Fliegen und zwischen Gekröse und abgschlagenen Fischköpfen das Neugeborene, zerrt es heraus. Von Amts wegen wird es einer Amme gegeben, die Mutter festgenommen. Und weil sie geständig ist und ohne weiteres zugibt, daß sie das Ding bestimmt würde haben verrecken lassen, wie sie es im übrigen schon mit vier anderen getan habe, macht man ihr den Prozeß, verurteilt sie wegen mehrfachen Kindermords und schlägt ihr ein paar Wochen später auf der Place de Grève den Kopf ab.
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Nutzer: Leysha29
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geschrieben am: 18.11.2006    um 15:52 Uhr   
Zitat von: Makaoni21264

(nicht nur die Frauen, Xenator ;-))


ansonsten versteh ich auch nicht ganz, was Flamekeeper mit seinem Beitrag bezwecken wollte.
Ich muss sagen das das Buch wahnsinnig gut ist und es zu meinen absoluten Lieblingsbüchern gehört.
Aber was soll das bitteschön unter Poesie ???
Und ein Buch im Internet lesen ist doch nix für ne wilrkliche Leseratte.
Lass dir mal was einfallen ;-)

Leysha
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Nutzer: Leysha29
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geschrieben am: 18.11.2006    um 15:54 Uhr   
Zitat von: Xenator
Mein Gott, wie es früher gestunken haben muss. Die Frauen haben damals ihren Gestank mit Parfüm bedeckt. Trotzdem möchte ich zu der Zeit nicht gelebt haben.

Xenator
Du sagst es Xenator. wenn ich mir vorstelle das die zu dieser Ziet Sex hatten , Ich hätte gekotzt. Gerüche wie auf dem Fischmarkt ;-)

/fg

Ley
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