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Schmetterlinge im Bauch

Nutzer: EinsamesIch
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geschrieben am: 05.11.2006    um 18:28 Uhr   
Anne hatte zum vielleicht zweiten oder dritten mal den Judokarder besucht. Das bedeutete sie und einige andere ihrer Judo-Gruppe trafen sich übers Wochenende mit anderen Kleingruppen aus ganz Niedersachsen um gemeinsam ihr Judo zu verbessern und für die Bezirks- oder auch Landesmeisterschaften zu üben. Sie lernte dort viele neue Jugendliche kennen, mit denen sie auch recht schnell Freundschaften schloss.
Da Anne ja immer, mehr oder weniger, darauf bedacht war sich in den Mittelpunkt zu stellen, lag es natürlich an ihr ein Treffen außerhalb des Karders bei sich zu planen. Und wenngleich ich nicht zum Judo ging, sollte ich als ihre beste Freundin mit dabei sein. Auch wenn ein Gefühl der Vorfreude da war, bei dem Gedanken mit mehreren netten Leuten nen Wochenende, welches sehr viel Spaß versprach, zu verbringen, blieb trotzdem ein mulmige Gefühl beim Lesen der Liste derer, die kommen sollten. Denn neben meinem eigenen und Annes kannte ich nur zwei weitere, von den insgesamt vielleicht 15 Namen. Jedoch brachte mich diese Tatsache nicht davon ab mit Anne Pläne zu schmieden, wie man das alles organisieren könnte. Da es dem Sommer entgegen ging, war schnell klar, dass die Frage nach den Schlafmöglichkeiten die Tatsache klären sollte, dass gezeltet werden würde. Die drei oder auch vier Zelte sollten ohne Probleme im elterlichen Garten Platz haben. Die Erlaubnis derselbigen zu dieser Aktion war auch schnell ergattert, in sofern stand der eigentlichen Planung nichts mehr im Wege. Die nächsten Tage verbrachte Anne die meiste Zeit am Telefon, um abzuklären wer wann Zeit hat.
Einer der vielen auf der Liste war Jens, 13 Jahre alt und somit ein Jahr jünger als ich zu der Zeit. Eines abends rief er mich an "Hallo, ich bin der Jens, habe deine Telefonnummer von Anne und wollte dich, da ich dich ja noch nicht kenne, schon einmal vorher ein bisschen kennenlernen, bevor ich zum Zelten komme." Ab dem Moment wo er das gemeint hatte war ich so aufgeregt wie schon lange nicht mehr, wir hatten uns noch nie vorher gesprochen, auch habe ich Anne noch nicht mit ihm telefonieren gehört. Aber trotz dessen haben wir uns fast 2 Stunden unterhalten, auch wenn die Situation zwischenzeitlich ein wenig merkwürdig war. Ich konnte die ganze Zeit nicht still sitzen, bin während des gesamten Telefonates im Zimmer umher gegangen. Als wir das Gedpräch beendet hatten konnte ich garnicht so recht fassen was da passiert war, es war ein Junge, ein mir bis dato unbekannter Junge, mit dem ich mich eben so lange unterhalten habe. Von mir aus konnte das Wochenende kommen.
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Nutzer: EinsamesIch
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geschrieben am: 05.11.2006    um 18:29 Uhr   
Es blieb auch nicht nur bei diesem einen Anruf, direkt am nächsten Abend klingelte erneut das Telefon, wieder war es Jens. Er meinte, dass es gestern ja etwas komisch war und ob wir es nicht nochmal probieren wollen. Ab dem Moment war das Eis endgültig gebrochen, wieder redeten wir an die 2 Stunden, diesmal jedoch ohne, dass ich wie ein nervöses Eichhörnchen durchs Zimmer tappste. Es wurde zum stillen Einverständnis, dass wir uns alle zwei bis drei Tage gegenseitig anruften. Und von mal zu mal verstanden wir uns besser und freuten uns mehr und mehr auf das Zelten.
Währenddessen stellte sich nach und nach raus, dass die Liste immer mehr an Namen abnahm, weil die Betreffenden entweder keine Zeit oder keine Möglichkeit hatten zu Anne zu kommen. Am Ende blieb nur noch Jens über, der seine Eltern überreden konnte einen Kurzurlaub an die Nordsee zu machen und ihn vorher bei uns vorbeizubringen. Dies war jedoch keinesfalls ein Grund sich minder auf das Treffen zu freuen. Anne hatte hohe Erwartungen an das Treffen mit Jens, schließlich telefonierten auch sie miteinander und Späße blieben da natürlich nicht aus. Es schien auch so als wolle Anne etwas von ihm, was ich ihr verschwieg war, dass sich auch von meiner Seite etwas Interesse anzumelden schien.
Dann war er da, der lang ersehnte Tag. Um uns etwas abzulenken und nicht nervös im Zimmer zu sitzen wollten wir schon einmal beginnen die beiden Zelte aufzubauen, während wir auf die Ankunft von Jens warteten. Wir hatten kaum angefangen, da fuhr auch schon ein Auto vor. Wir gingen zur Straße hin und da stieg er gemeinsam mit seinen Eltern aus. Anne und Jens begrüßten sich wie gewohnt und ich tauschte mit ihm nur scheue Blicke, gerade ein "Hallo" brachten wir beide hervor. Wir ließen die Erwachsenen, Annes Eltern waren auch mit an die Straße gekommen, alleine und machten uns an den Aufbau der Zelte. Wir wechselten kaum ein Wort. Es war merkwürdig, am Telefon konnten wir reden ohne Ende, sprachen darüber was passiert, wenn wir uns treffen und nun wo es so weit war, schien all das vergessen. Nachdem wir die Zelte fertig aufgebaut hatten gingen wir hoch in Annes Zimmer, legten uns nebeneinander, Jens in der Mitte, quer auf das Bett und schauten uns einen Film an.
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Nutzer: EinsamesIch
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geschrieben am: 05.11.2006    um 18:30 Uhr   
Aus den Augenwinkel sah ich, dass sich Anne an Jens' Schulter gelehnt hatte und mich überkam ein beklemmendes Gefühl. Ich fühlte mich fehl am Platz. Ich versuchte mich weiter auf den Film zu konzentrieren, was mir aber spätestens ab dem Moment nicht mehr gelang als ich spürte, wie er nach meiner Hand griff. Ich merkte, wie gefühlte tausend Schmetterlinge in meinem Bauch zum Leben erwachten. Sowas habe ich vorher noch nie gespürt, ich genoss es. Vor allem genoss ich, als ich merkte wie Anne sich, nachdem sie bemerkt hatte wo sich meine Hand befand, nämlich in der seinen, von Jens entfernte. Das ganze lief sicher nicht so wie sie es sich vorher ausgemalt hatte. Sie wollte Jens und ließ es, zumindest mich, auch ohne Worte spüren. Aber dies war mir in dem Moment egal, ich wollte dieses schöne Durcheinander in meinem Bauch durch nichts trüben lassen.
Ich dachte ein schöneres Gefühl als mit Jens Händchen haltend im Bett zu liegen gibt es nicht, doch wurde ich schon am Abend als wir zu dritt im Zelt lagen eines Besseren belehrt. Wir unterhielten uns, Jens lag neben mir und kuschelte sich an mich, was meine Freundin nur noch mehr ein Dorn im Auge war, irgendwann drehte sie sich von uns weg und schmollte, sie wollte nicht mehr mit uns reden, auch als ich versuchte sie was milder zu stimmen blie der Erfolg aus. Leise unterhielten Jens und ich uns weiter, irgendwann schauten wir uns einfach nur noch tief in die Augen. Ich merkte wie mein Herz begann immer schneller zu schlagen als er mit seinem Gesicht langsam immer näher an meines kam und dann war es soweit, er küsste mich. Ich hatte zwar schon vorher einen Jungen geküsst, doch dieses Gefühl was sich in dem Moment in mir ausbreitete hatte ich noch nicht zuvor verspürt. Wir küssten uns lange, intensiv und auch noch öfter diese Nacht. Er strich mir über meinen Arm, flüsterte mir ins Ohr und schon bald war vergessen, dass eine schmollende Anne neben uns lag.
Es war der bis dahin schönste, nicht erwartete Abend meines Lebens. Denn ich muss zugeben, nicht nur Anne, nein auch ich hatte den Abend anders ausgemalt. Denn ich war es, wie wohl auch sie gewohnt, dass immer alles so verläuft wie sie es wollte. Ich hatte mir, noch bevor Jens ankam bereits überlegt, wie ich mich aus der Affaire ziehe und daheim schlafen könne und nicht die Nacht mit ihnen beiden verringen muss.
Doch nun verlief der Abend anders, und ich war froh dort mit im Zelt zu sein.
Ich war froh festzustellen, dass auch ich einmal was vom Glück probieren durfte.
Ich war froh zu erfahren, was es heißt Schmetterlinge im Bauch zu haben.
Ich bin froh diesen Abend nicht vergessen zu haben, denn wenn ich heute an diesen einen Abend zurück denke, dann scheint es als würden alleine die Erinnerungen einige von den Schmetterlingen wieder zum Leben erwecken.
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Nutzer: EinsamesIch
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geschrieben am: 05.11.2006    um 18:30 Uhr   
Ich habe Jens nach diesem Wochenende zwar nie wieder gesehen und auch die Telefonate wurden von Monat zu Monat weniger, jedoch vergessen werde ich ihn und das was er mir schenkte, die Erinnerung an diesen Moment, niemals.
Danke Jens. Danke dafür, dass ich dich und dieses Kribbeln kennenlernen durfte.
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Nutzer: Xenator
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geschrieben am: 05.11.2006    um 20:03 Uhr   
Hi EinsamesIch,
also meiner Meinung nach ist das hier nur Speicherverschwendung, da sich das jeder selbst im Internet durchlesen kann. Das hier ist kein besonderes Anschauungsmaterial, d.h. dir werden nicht sehr viele auf diese Beiträge antworten, da es nichts zu antworten gibt. Und wenn es als Information dienen sollte, werden viele Leute selbst im Internet nachschauen und nicht hier nachschauen. Ich will dir ja nichts unterstellen, aber vielleicht willst du ja nur deine Nachrichtenanzahl damit erhöhen, indem du soetwas ins Forum stellst.

Xenator
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Nutzer: EinsamesIch
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geschrieben am: 07.11.2006    um 17:39 Uhr   
Hallo Xenator,

es war sicher nicht meine Absicht meine Beitragsanzahl zu erhöhen, ich habe lediglich eine Geschichte hier reingestellt. Auch verstehe ich nicht, deinen Part von wegen, dass es sich jeder selber im Internet durchlesen kann, schließlich habe ich nicht einfach irgendeine Geschichte, die ich gefunden habe reinkopiert..
Und ob irgendwer auf den Beitrag antwortet, ist mir recht egal, wollte nur mal eine Geschichte reinstellen...

Gruß EinsamesIch
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Nutzer: Gast_sweety0018
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geschrieben am: 08.11.2006    um 13:36 Uhr   
Ist doch 'ne nette Story, warum also nicht hier rein packen. :-))
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Nutzer: Xenator
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geschrieben am: 09.11.2006    um 16:56 Uhr   
Hi EinsamesIch,
na wenn das so ist, dann entschuldige ich mich natürlich.

MfG Xenator
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