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das gesicht

Nutzer: AnGeLsKiSs
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geschrieben am: 04.03.2007    um 11:32 Uhr   
Nie wieder will ich diese eine Sekunde zu spät kommen! Ich will nicht noch einmal in ein Gesicht schauen müssen, das blass wird, wenn ich sage: „Mit Schmerzen im Herzen gebŽ ich Dir meine Liebe zurück. HättŽ ich Dich doch nur getroffen, bevor Du Dich dem andern hast versprochen.“

Ein Gesicht, das mich mit großen, starren und toten Augen anschaut und mit blassen Lippen haucht: „Mein Gott, warum erst jetzt, - warum?“

Das Gesicht, das mich in Verzweiflung ansieht, die Hände vor erschreckte Augen schlägt und sich dann stilles, unterdrücktes Schluchzen aus der gemarterten Seele quält. Wie dieses Gesicht dann blass, mit großen, verlorenen Augen und blutleeren Lippen zu Boden sinkt.

Ich möchte nicht noch einmal erleben, diese Sekunde enteilt zu sehen und das Gesicht, aus der Ohnmacht erwachend, um Jahre gealtert, mich anstarrt, verzweifelt, ohnmächtig; wie Tränen aus dem Antlitz fließen, trockene Tränen, die die Leere der Augen matt und glanzlos überschatten; wie dieses Gesicht in panischem Erschrecken aufschluchzt, sich an mich klammert, den starren Ring, der sich um die Brust schnürt, zu brechen versucht und haltlos in mich hinein weint, der Körper sich wie im Fieber schüttelt.
Wie dieses Gesicht zwei Worte immer wieder angstvoll hinausschreit aus den Tiefen der Brust zwischen Tränen und Hilfe suchenden Klammern, Worte, die meinen Kopf zertrümmern. Wie dieses Gesicht in mir hineinschreit, neue Tränen fließen, Tränen der Verzweiflung, der Ohnmacht, blind dem Schicksal gegenüber.
Wie dieses Gesicht sich aufbäumt, zu schwach, um aus der Verzweiflung auszubrechen. Ich sehe in das Gesicht mit zugeschnürtem Halse, mit der Last der verlorenen Jahre, die sich drückend auf meine Brust legt......

....Teil I
~Das Wesentliche passiert immer nebenbei! ~
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Nutzer: AnGeLsKiSs
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geschrieben am: 04.03.2007    um 11:33 Uhr   
Ich möchte nie wieder erleben, wie ein Gesicht mich anstarrt mit so furchtbar weiten Augen, die die meinen in der endlosen Ferne suchen und nicht finden; wie ein Gesicht kraftlos, gebrochen, hoffnungs- los mich anstarrt und stumme Tränen endlos über die Wangen rinnen, wie Augen sich aus den meinen lösen und ein Gesicht aus der Tür geht, angstvoll das Geländer umklammert, zurückblickt, still weinend, mit zerzaustem Haar die Treppe hinab steigt, Stufe für Stufe, Schritt für Schritt, Tag für Tag ...
... und nach endlos langer Zeit untern ankommt, den Blick mir zuwendet, mich Ewigkeiten lang ansieht, sich Tränen überströmt abwendet, die Gitterstäbe langsam und widerwillig aus den Fingern gleiten lässt, als wären sie die allerletzte Hoffnung, stehen bleibt mit hängenden Armen und gebrochenen Schultern, sich zaudernd der Tür zuwendet, müde und schwerfällig den Arm hebt und sie öffnet, - nach einem Moment des Zögerns unschlüssig hinaustritt und die Tür hinter sich zuzieht, wie ein Henker sein Schwert fallen lässt ...
... mit abwesendem Blick langsam den Weg zur Straße geht, sich nochmals umwendet, den Blick aus der Ferne holt, zu mir hinauf schaut, mich lange und schmerzvoll anstarrt, der Mund die Worte formt: „Ich gehe in den Tod, wissentlich, wir beide sehen bald uns wieder“; sich widerstrebend abwendet, sich aus meinen Augen stiehlt und unter quietschenden Reifen diese Welt verlässt.

Ich will nie wieder diese eine Sekunde zu spät kommen im Leben.

Teil II



und den raum wieder schweigend verlässt..


das Angelchen
~Das Wesentliche passiert immer nebenbei! ~
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