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"Autor"

ganz plötzlich

Nutzer: seelentaucher
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Anzahl Nachrichten: 5

geschrieben am: 26.07.2007    um 00:39 Uhr   
ganz plötzlich,
unerwartet,
ausgelöst durch
eine nicht im geringsten
so gemeinte bemerkung,
gerätst du in diesen sog.

ganz plötzlich,
unvorbereitet,
trifft es dich erneut und
du weißt nicht mehr,
was geschieht, bist nicht
du selbst und völlig haltlos.

ganz plötzlich,
unpassend,
kannst du dich selbst
nicht mehr steuern,
treibst im strudel von
unangenehmen gefühlen.

ganz plötzlich,
unerklärlich,
kommen sie wieder hervor,
bilder längst vergangener
und verdrängter zeiten,
so gestochen scharf.

ganz plötzlich,
unvernünftig,
ziehst du dich zurück,
kommst nicht mit dir
und deiner umgebung
und den menschen klar.

ganz plötzlich,
ungewarnt,
verblassen
die farben
aus deinen
träumen
und deine
phantasie,
sonst so
lebendig,
verfällt
in eine
eisig
kalte
starre.

ganz plötzlich,
unabänderlich,
verlässt dich deine kraft,
verlacht dich dein mut,
verliert sich dein lachen,
vermisst du deine seele.

ganz plötzlich,
unerwünscht,
liegt deine herzlichkeit
in einem tiefen schlummer
und der harte metallene griff
wird wieder stärker spürbar.

ganz plötzlich,
ungeschützt,
schlägt es erneut zu,
das längst vergangen,
verarbeitet, vergessen
geglaubte.

ganz plötzlich,
unglaublich,
wird auch bestimmt
sehr bald und dann
so schön wie nie vorher
das licht wieder sichtbar sein.

ganz plötzlich,
unvermutet,
wird sie da sein,
des freundes hand,
zur hilfe für dich auf
allen gemeinsamen wegen.

ganz plötzlich,
unweigerlich,
kehren auch farben, träume,
wünsche, wunder und
der glaube an dich selbst
in dich zurück

ganz plötzlich...
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"Autor"  
Nutzer: Bereth_Vergilia
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Registriert seit: 21.09.2005
Anzahl Nachrichten: 32

geschrieben am: 27.07.2007    um 22:28 Uhr   
Schön beschrieben und interessanter Stil...die beiden Seiten gefallen mir wirklich gut, denn die Darstellung und der Sinn ist wirklich klar..ja, es ist wohl so, alles kann ganz plötzlich so ganz anders sein...;)


Gruß
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"Autor"  
Nutzer: seelentaucher
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Registriert seit: 31.08.2006
Anzahl Nachrichten: 5

geschrieben am: 29.07.2007    um 03:51 Uhr   
die jahre ziehen dahin
eins ums andere
wie seiten eines buches
das ich lese

mit jeder seite lerne ich
das leben kennen
mit jedem jahr
fügt sich die geschichte

in jeder zeile
finde ich dich
in jedem monat
rückst du näher

jedes kapitel
wie ein monat
mal leicht
wie der sommer
mal kalt und schwer
wie der winter

jeder tag
wie eine seite
und niemand weiß
wieviele seiten
dieses buch wohl hat
dieses leben wohl dauert
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"Autor"  
Nutzer: seelentaucher
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Registriert seit: 31.08.2006
Anzahl Nachrichten: 5

geschrieben am: 03.08.2007    um 01:24 Uhr   
liebe
verliert nicht an kraft
und lässt doch los
gerade dann

schmerz
vergeht nicht
doch verblasst
in leisen weichen tönen
der erinnerung

seele
einst im andren ruhte
sie kehrt zurück
ins eigne ich

und irgendwann
erscheinen selbst die narben
wunderschön
im mosaik
des herzens


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"Autor"  
Nutzer: seelentaucher
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Registriert seit: 31.08.2006
Anzahl Nachrichten: 5

geschrieben am: 05.08.2007    um 16:11 Uhr   
stamm gefällt
stumpf geblieben
krone beraubt
wurzeln allein
erhalten

kleiner ast
rauer rinde
emporwachsend
zartgrüne blätter
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"Autor"  
Nutzer: seelentaucher
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Registriert seit: 31.08.2006
Anzahl Nachrichten: 5

geschrieben am: 07.08.2007    um 00:09 Uhr   
flieg seele
flieg
glaube mir
auch mit gebrochenem flügel
kannst du fliegen

lege dich auf den wind
spüre
wie er dich hebt
und behutsam davonträgt

gleite auf den sonnenstrahlen dahin
fühle die weite des himmels
verschmelze mit seiner klarheit
und gehe in ihr auf


und du wirst
niemals mehr
landen
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