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Für Wölfin ...

Nutzer: octavius
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geschrieben am: 16.08.2007    um 23:46 Uhr   
Gescheitert

Die große Liebe war es mal, das Kribbeln da im Magen,
sie redeten bald Tag und Nacht, es gab so viel zu sagen.
Und jeder lebte intensiv, genoss in vollen Zügen,
Das Leben war nur Sonnenschein, kein Platz für plumpe Lügen.

Bald war sie schwanger, Freude nur, was hat es schon zu sagen,
dass sie den Job, die Wohnung schmiss, um es mit ihm zu vagen.
Man zog zusammen, aß gemeinsam, konnt’ sich täglich sehn,
sich auf den andern einzustellen, war wirklich kein Problem.

Das Kind war da, ein Mädchen klein, sie bleibt beim Kind, im Haus,
er sorgt fürs Geld von früh bis spät, der Stress macht ihm nichts aus.
Die Nächte kurz, na klar, das Kind, es fordert sein’ Tribut,
sie kamen klar, sie wollten Â’s so, noch ging es alles gut.

Man machte einen Deal, sie wollte ganz dem Kind sich geben,
er nahm es hin, warum auch nicht, sein Geld reicht schon zum Leben.
Sie blieb daheim, er war im Job, Einsamkeit zu zweit,
ganz unbemerkt das Kribbeln schwand, zum Reden fehlte Zeit.

Die Liebe schwand, Gewohnheit kam, zwei Menschen und zwei Welten,
der erste Streit, der ernsthaft war, den ließen sie nicht gelten.
Und beide meinten Â’s sei normal, Â’s gibt nicht nur Sonnenschein Â…
Sie glaubten noch an Zweisamkeit und waren doch allein.

Sie zogen dann noch zweimal um, seiner Arbeit nach,
die Liebe schlief Â’nen festen Schlaf, das Mistrauen blieb wach.
Und Streit gab es fast jeden Tag, um lauter Kleinigkeiten.
Das Kind dabei, sie merkten ’s nicht, spürten nicht das Leiden.

Und eines Tages war Â’s so weit, sie reicht die Scheidung ein.
Er war geschockt, konnt’ es kaum fassen, war plötzlich ganz allein.
Er wollte noch mal retten, was da noch zu retten war,
da war aber nichts, es dauerte, doch dann war es ihm klar.

Er zog dann aus, voll Frust und Wut und Ohnmacht ohne Ende,
stürzt sich in Arbeit, wochenlang, als ob er Trost dort fände.
Das Kind hat er am Wochenende, dann lebt er wieder auf,
das rettet ihn vorm Alkohol, das richtet etwas auf.

Das ist nun ein paar Jahre her, er hat viel nachgedacht,
was hat er damals falsch gemacht, was hat es ausgemacht?
Er ist nun klüger, weiß genau, es kann nur ewig sein,
was täglich man sich neu erkämpft, zusammen, nicht allein.
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