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Würd es mir fehlen, würd ich's vermissen?

Nutzer: tanja200
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geschrieben am: 16.09.2007    um 19:05 Uhr   
Theodor Fontane (1819-1898)

Würd es mir fehlen, würd ich's vermissen?

Heute früh, nach gut durchschlafener Nacht,
Bin ich wieder aufgewacht.
Ich setzte mich an den Frühstückstisch,
Der Kaffee war warm, die Semmel war frisch,
Ich habe die Morgenzeitung gelesen
(Es sind wieder Avancements gewesen).
Ich trat ans Fenster, ich sah hinunter,
Es trabte wieder, es klingelte munter,
Eine Schürze (beim Schlächter) hing über dem Stuhle,
Kleine Mädchen gingen nach der Schule, -
Alles war freundlich, alles war nett,
Aber wenn ich weiter geschlafen hätt
Und tät von alledem nichts wissen,
Würd es mir fehlen, würd ich's vermissen?

.........

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Nutzer: tanja200
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geschrieben am: 18.09.2007    um 20:25 Uhr   
Verkümmert

von Annegret Kronenberg


Sie war noch zu zart,

um zu erblühen.

Das Leben forderte zu viel

und schenkte zu wenig.

Sie sehnte sich so sehr

nach Liebe und Geborgenheit.

Es wurde nicht bemerkt.

Ihre stummen Schreie

verhallten ungehört in

einer Welt voll Egoismus

und Kälte.

Man nahm ihr den Standort

und gab ihr kein neues Zuhause.

Zu früh für ein zartes Pflänzchen,

das noch der Pflege eines

Gärtners bedurfte.

Es verkümmerte und

nahm ein grausames Ende.


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Nutzer: tanja200
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geschrieben am: 23.09.2007    um 20:40 Uhr   
Gevatter Tod
von Annegret Kronenberg




Komm, Gevatter Tod,

ich bin für dich bereit.

Meine Seele leidet Not,

mein Herze ist entzweit.



Kein Mensch kann mich verstehen,

ich hab' nur falsch gelebt.

Und was ich auch gegeben,

vor niemandem besteht.



Ich war zu dumm zu leben,

für mich hat nichts mehr Sinn.

Hab' stets zuviel gegeben,

nun bin ich auf und hin.



Hol mich, Gevatter Tod,

hol mich in Gottes Namen.

Nur er kennt meine Not

und spricht das große "Amen".



Nimm mich, Gevatter Tod,

und reich mir deine Hand.

Mir ist so kalt, es dunkelt schon,

sehn' mich nach deinem Land.



In deinem Reiche wird der Herr

sich bald mit mir versöhnen

und meine Augen, müd' und schwer,

an seinen Glanz gewöhnen.



Er bettet mich in seinem Schoß,

wischt alle Tränen fort.

Die Freuden werden übergroß

an seinem heil'gen Ort.
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Nutzer: tanja200
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geschrieben am: 25.09.2007    um 20:44 Uhr   
von Annegret Kronenberg




Wer barfuß durch die Hölle ging,

kann schwer begreifen, daß man

auf der Erde Schuhe braucht
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Nutzer: tanja200
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geschrieben am: 30.09.2007    um 18:15 Uhr   
Täuschung

von Annegret Kronenberg




Das Kreuz, das dir auferlegt wurde,

war zu schwer und du zu schwach.

Es hat dich gebeugt und dir

das Rückgrad gebrochen,

darüber lässt auch ein aufrechter

Gang nicht hinwegtäuschen.
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Nutzer: tanja200
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geschrieben am: 30.09.2007    um 20:18 Uhr   
Unnahbar

Bloß
keine Gefühle
nur
keine Blöße
geben

Unnahbar
jeder Nähe
ausweichen
keine Schwäche
zeigen

Sich härten
gegen
das Weiche

unverwundbar

nie wieder Liebe...
nie wieder Schmerzen...

bis selbst
dein Spiegelbild
erschrickt
...und zerbricht!

es passte einfach keine ahnung wer das schrieb
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Nutzer: tanja200
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geschrieben am: 03.10.2007    um 19:29 Uhr   
Ich seh

blaue Augen, ein lächelnder Mund,
bist offen und witzig, wie jeder dich kennt

Niemand würd glauben, dass etwas nicht stimmt

Dann ein Augenblick später nur ein unbeobachteter Moment…

Die Augen so traurig, müde und leer
Das Lächeln verschwunden, ein Leben in Angst hat es zerstört.

Von innen zerstört, die Mauern hochgezogen
fliehst du in deine eigene Welt, vor dem was war...





Heute hab ichs mit blau
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Nutzer: tanja200
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geschrieben am: 15.10.2007    um 19:26 Uhr   
Könntest Du Doch Wieder Bei Mir Sein

Du allein warst mein Beschützer
Inhalt meines Lebens
Du warst mir ein Freund und Vater
Jetzt ruf ich vergebens

Könntest du doch wieder bei mir sein
Seit du fort bist leb ich kaum
Oft schien es mir
Ich wär bei dir
Doch es war nur ein Traum
Könnte ich doch deine Stimme hörn
Wärst du doch noch mal ganz nah
Träumen allein
Hilft mir nicht zu sein
Wie ich durch Ehrgeiz schau

Kreuze, Moos und Friedhofsengel
Steinern, stumm und schmerzlich
Wie bis du hierher gekommen
Du warst reich und herzlich

Wie lang muss ich
Weinen um dich
Kann ich mich nie befrein
Könntest du doch wieder bei mir sein
Mich verstehn und mich betreun
Nimm was zerrann
Und gib mir dann
Sicher zurück zu sein

Keine Tränen mehr, keine Bitterkeit
Keine Trauer um längst verlor'ne Zeit
Hilf mir stark zu sein
Hilf mir stark zu sein

- Das Phantom Der Oper -

Das hatte heute eine besondere Bedeutung.....blick senkt und leis verschwindet /heul /heul /heul


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geschrieben am: 08.12.2007    um 20:33 Uhr   
Verzweifelt habe ich am Wegrand gestanden,
fühlte, wie mir die Kräfte schwanden.
Tränen rannen über mein Gesicht,
das Herz so schwer, keine Hoffnung in Sicht.
Täuschten vielleicht meine Ohren sich
oder meinte da wirklich jemand mich?
Ich war ganz verwirrt, konnte nicht klar denken
und begann verschämt, den Kopf zu senken.
"He du da, ja, dich hab`ich gemeint!
He, du da, sag`, warum hast du geweint?
Kann ich dir helfen mit Wort oder Tat?
Vertrau`dich mir an, es findet sich Rat!"
Es tat so gut, daß ein Fremder mich fragt.
Den Grund meines Kummers hab`ich nicht gesagt.
Es tat einfach gut, bemerkt zu werden,
das ist so seltsam geworden auf Erden.
*
Annegret Kronenberg
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geschrieben am: 06.01.2008    um 21:09 Uhr   
Es macht mir eigentlich keine Freude
in meine eigene Hand zu schneiden,
kleine rote Tränen zu beobachten,
die einen kleinen Rinnsal bildend mich verlassen.
Die einzige Möglichkeit mich an mir zu rächen
Zu sühnen für das was ich sprach und tat.
Ohne bewusst gehandelt zu haben.
Es kommt mir vor als hätte ich nie gelacht
nie geweint,
gelacht geweint

Die Bilanz zeigt aufwärts
Doch verliert sich die schwarze Linie am trüben Horizont der brennt.
Mit steigender Tendenz Richtung Unendlichkeit
Weit entfernt von so etwas wie Gefühlen.

Ich spüre nicht das Stück Fleisch,
daß anstatt meiner rote Tränen weint.
Im Moment noch wenige
Und jeder Schritt abseits der Linie wird bestraft
mit flüsternden Worten die mehr rote Tränen fordern.
Hört nur wie sie flüstern und wispern
schimpfen und geifern
stechen und bohren
zerren und beißen
fordern: rote Tränen zu weinen
und schließlich darum betteln

Endlich rote Tränen zu weinen
Endlich rote Tränen zu weinen
... rote Tränen zu weinen
... Tränen zu weinen
... zu weinen
... weinen


Von Goethes Erben
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Nutzer: tanja200
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geschrieben am: 14.02.2008    um 21:29 Uhr   
Vorbereiten

von Annegret Kronenberg



Mache dir den Tod

rechtzeitig zum Freund,

dann wirst du in bestimmten

Situationen auch mit ihm

umzugehen wissen.
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geschrieben am: 14.02.2008    um 21:58 Uhr   
Zu spät

von Annegret Kronenberg




Hast meine Kindheit eingefangen,
du altes und geliebtes Haus.
Ich bin einfach fortgegangen,
hielt es irgendwann mal nicht mehr aus.

Die große Welt stand mir nun offen,
hab viel erlebt und viel geschaut;
doch nichts, was ich hier angetroffen,
war mir so wie du vertraut.

Als ich dann nach vielen Jahren
kehrte heim, zu dir zurück,
mußte bitter ich erfahren,
zerbrochen war mein Traum, mein Glück.

Nichts mehr war von dir erhalten,
keine Mauer, keine Wand;
und auch niemand von den Alten
bot mir noch zum Gruß die Hand.

Wo sind sie alle nur geblieben,
die lieben, guten Menschen mein?
Ich fühl mich einsam und vertrieben,
kann niemals mehr zu Hause sein.
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