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Deutsche Ärzte in Schweden |
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geschrieben am: 30.09.2001 um 21:28 Uhr
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Drei Jahre Schweden.
Was als Einzelkämpfer begann, hat sich zu einer kleinen Kolonie gemausert. Vier Familien mit zusammen zwölf Kindern, dazu ein Singel und zwei junge Kollegen, die sich noch in der Ausbildung befinden. Damit stellen wir in der Abteilung von insgesamt knapp 70 Anästhesisten die grösste Ausländergruppe.
Praktisch alle trieb die katastrophalen Arbeitsverhältnisse in deutschen Krankenhäusern ins Ausland. Obwohl in Schweden allgemein Ärztemangel herrscht, kann sich die Universität Uppsala immer noch die Rosinen aus dem internationalen Arbeitsmarkt raussuchen. Sprich, es ist eine Positivauswahl, die Deutschland verlässt und hier arbeitet.
Die Konsequenz: Jährlich gehen der deutschen Wirtschaft bei Jahreseinfküften im 6stelligen Bereich Millionenbeträge verloren. Darüber hinaus ist es sehr wahrscheinlich, dass auch die Kinder als zukünftige Steuerzahler sich eher nicht in Deutschland niederlassen werden.
Stellen in Ostdeutschland können teilweise schon jetzt nicht besetzt werden, weil der BAT-Ost einfach zu unattraktiv ist, und überhaupt, „Dunkeldeutschland“....
Der Mangel an ausgebildeten Anästhesisten in Deutschland wird sich schon innerhalb der nächsten 5 Jahren deutlich bemerkbar machen und die Entscheidungsträger innerhalb der deutschen Ärzteschaft machen sich schon jetzt Gedanken, wie sie die „Ausländer“ zurücklocken wollen. Es gibt viel für sie zu tun, denn wem die Augen einmal geöffnet wurden, der will nicht mehr zurück in ein System von Korruption, Ausbeutung, Duckmäusertum und Mittelmass.
Schade nur für diejenigen, die sich an der Basis in Deutschland immer noch abrackern für ein keineswegs üppiges Gehalt inklusive vieler unbezahlter Überstunden, und die versuchen, trotz aller Widrigkeiten ihren Idealismus (den die Mehrzahl zu Studienbeginn hatte!) zu bewahren.
Andre
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geschrieben am: 01.10.2001 um 02:56 Uhr
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lieber ach-was-bin-ich-cool-uwe
da reden wir nochmal darüber, wenn du urplötzlich (etwa durch einen unfall) auf einen total übermüdeten, weil schon 36 stunden im dienst, narkosearzt angewiesen bist!
xeena :-(( |
| Warum richtest Du über mich, wenn Du doch keine Ahnung hast, wovon ich spreche, wie ich lebe, wie ich liebe? |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 01.10.2001 um 03:53 Uhr
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Liebster Uwe,
Nur mal so neben bei zur Erklärung:
Der Begriff "off-topic" setzt sich, wie man wohl sieht, aus zwei Wörtern zusammen. "off" und "toppic".
Was sollen uns diese beiden Wörter nun schönes sagen? Nun, es bedeutet so viel wie "am Thema vorbei". Wie kann nun ein Bericht wie der obrige "off-toppic" sein? Richtig, er kann es gar nicht sein, weil er das Thema erst vorgibt.
Und wie kann ein Forum "off-toppic" sein? Nun,das Forum selber kann nicht "off-toppic" werden. Nur die Beiträge können am Thema vorbei gehen. Beispiele hierfür sind z.B. Gedichte im OP-Forum (es sei denn, sie Beziehen sich auf die OP....ach, das wird wohl doch zu kompliziert für dich) oder eine Frage bezüglich Technik im Poesie-Forum (was Poesie ist, weißt du doch, oder?).
zusammengefaßt bedeutet das simpel und einfach:
NIX IS, DU LABERST MAL WIEDER STUß!
Datt Loki :-)
P.S. Xeena, nu guck ned so böse, traut sich ja sonst keiner mehr ins "off-toppic" Forum ;-) |
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geschrieben am: 01.10.2001 um 03:59 Uhr
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Nu hab ich doch glatt vergessen, was zu dem eigentlichen Thema zu schreiben.
Was hier beschrieben wird, trifft meiner Ansicht nach auf alle Berufe im sozialen Bereich zu. Die Bezahlung ist meißt unterdurchschnittlich, Mobbing an der Tagesordnung.
Doch werden leider diese Berufe nicht atraktiver gemacht, sonern es werden Ausländer geholt, um die entstandenen Löcher zu stopfen. Bitte versteht mich nicht falsch, ich bin nicht dagegen, daß auch Menschen aus anderen Ländern, die hier arbeiten wollen in diese Berufe gehen. Ich verstehe nur nicht, warum man nicht dafür sorgt, daß diese Berufe für alle wieder interessant werden.
Datt Loki |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 01.10.2001 um 05:20 Uhr
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Moin Linne,
als erstes muß ich Dich beneiden, daß Du in einem skandinavischen Land arbeiten darfst. Ich war jedesmal froh, wenn ich aus dienstlichen Gründen nach skandinavien durfte und habe auch meine Urlaube dort genossen.
Was Deine Aussagen über die Zustände an deutschen Krankenhäusern betrifft, kann ich Dir nur zustimmen. Dieses gilt aber nicht nur für Ärzte, sondern auch für das Pflegepersonal.
Meine bessere Hälfte ist Krankenschwester und was sie mir zu Hause erzählt ist teilweise haarsträubend.
Wie dem auch sei, auch die Krankenhäuser entwickeln sich weiter.
Allerdings in welche Richtung bleibt abzuwarten.
Gruß
KäptnD
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| "Autor" |
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geschrieben am: 01.10.2001 um 17:15 Uhr
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Stimmt, KäptŽn.
Fuer Krankenschwestern ist es jedoch nicht so attraktiv, nach Schweden zu gehen, einfach weil die Unkosten, einen kompletten Haushalt ins Ausland zu verfrachten, so immens sind, dass nur die "Besserverdienenden" sich das leisten können.
Nur zur Ergänzung.
Andre |
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