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Und wieder ein Märchen! Heute: Rotkäppchen |
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geschrieben am: 16.10.2001 um 21:52 Uhr
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Ja, euer Märchenonkel hat wieder was gefunden <ggg>:
Rotkäppchen für Juristen
Es war einmal eine Minderjährige. Der Überlieferung nach im vorpubertären Alter. Die Eltern des Mädchens hatten ihr in Ausübung des ihnen gesetzlich eingräumten Namenbestimmungsrechts (§1627 Abs.1, 2 BGB) den Rufnamen Rotkäppchen gegeben, unbeanstandet vom Standesamt, das gemäß §§ 16, 17 des Personenstandsgesetzes nach gebundenem Ermessen hätte widersprechen können.
Rotkäppchen wurde von der Mutter beauftragt (§ 622 BGB), Kuchen und Wein zu der im Walde wohnenden kranken Großmutter zu bringen, ohne dass übermittelt ist, ob es sich dabei um die Großmutter väterlicher- oder mütterlicherseits handelte. Im Rahmen der Aufsichtspflicht (§ 832 BGB) erfolgte eine der nach herrschender Meinung ausreichende Belehrung vor den möglichen Gefahren des Weges. In ständiger Rechtsprechung wird die Auffassung vertreten, daß selbst bei einem 6jährigen Kind, soweit
keine schädlichen Neigungen festgestellt werden, es ausreicht, vor den allgemein üblichen Gefahren einer Weggefährdung zu warnen, um alsdann das Kind unbewacht zu lassen; eine ständige Begleitung durch eine
Aufsichtsperson wird nicht gefordert, ein ständiges Eingesperrtsein des Kindes in diesem Alter ist weder geboten noch aus erzieherischen Gründen erwünscht (VersR 1972, Seite 54)!
Entgegen dieser für ausreichend anzusehenden Belehrung ließ sich das Kind von einem der menschlichen Sprache mächtigen Wolf in ein Gespräch verwickeln und gab bei dieser Gelegenheit Informationen preis, die der Wolf arglistig zu seinem Vorteil ausnutzte. Die insoweit erfolgte Einlassung des Kindes hinsichtlich des Gesprächs mit dem Tier ist
nicht zu widerlegen, zumal bekanntermaßen auch Loriot im Fernsehen einen sprechenden Hund vorführen konnte.
Die weiteren Angaben des Mädchens anläßlich seiner Vernehmung um die Vorkommnisse im Hause der Großmutter, dass nämlich der Wolf zunächst die Großmutter und alsdann nach einem etwas verfänglichem Gespräch auch Rotkäppchen bei lebendigem Leibe verschlungen habe, wurde indirekt
durch die Zeugenaussage des Jägers bestätigt, der durch Aufschneiden des sich im Tiefschlaf befindlichen Wolfs die beiden Personen unverletzt befreite. Als Präjudiz kann auf den Propheten Jonas verwiesen werden, von welchem in der Bibel überliefert ist, daß er zunächst von einem
Fisch (Jonas 2,1) verschlungen und nach 3 Tagen - möglicherweise wegen Unbekömmlichkeit - wieder ausgespuckt wurde (Jonas 2,11).
Das Aufschneiden des Wolfs durch den Jäger ist tatbestandsmässig als verbotene Vivisektion zu werten. Die mögliche Einlassung des Jägers, eine Tötung des Tieres - etwa durch Kopfschuß - sei wegen der gerade laufenden Schonzeit nicht zumutbar gewesen, wäre eine Schutzbehauptung und darum unbeachtlich. Wegen des vorhandenen Notstandes entfällt jedoch zumindest der Schuldvorwurf, was eine Bestrafung ausschließt (§ 35 StGB).
Dagegen ist der Jäger wegen Tierquälerei nach dem Tierschutzgesetz zu bestrafen, soweit er als Mittäter gemeinschaftlich handelnd (§ 25 Abs.2 StGB) mit der gleichfalls straffälligen Großmutter und dem noch nicht strafmündigem Rotkäppchen (§ 19 StGB) den aufgeschnittenen
Wolf mit schweren Feldsteinen füllte und so den qualvollen Tod des Tieres herbeiführte. Die verwirkte Strafe wäre jedoch mit Rücksicht auf die zuvor erbrachte Hilfeleistung zur Bewährung auszusetzen.
Dem Vernehmen nach soll Rotkäppchen später mit dem Jäger die Ehe eingegangen sein, beide sollen die Großmutter zu sich genommen haben.
Und wenn sie nicht gestorben sind, dann lügen sie noch heute
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| "Autor" |
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geschrieben am: 16.10.2001 um 22:00 Uhr
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Und gleich noch eine Version:
Rotkäppchen auf Amtsdeutsch:
Im Kinderanfall unserer Stadtgemeinde ist eine hierorts wohnhafte, noch unbeschulte Minderjährige aktenkundig, welche durch ihre unübliche Kopfbedeckung gewohnheitsmässig Rotkäppchen genannt zu werden pflegt. Der Mutter besagter R. wurde seitens ihrer Mutter ein Schreiben zustellig gemacht in welchem dieselbe Mitteilung ihrer Krankheit und Pflegebedürftigkeit machte, worauf die Mutter der R. dieser die Auflage machte, der Großmutter eine Sendung von Nahrungs- und Genussmitteln zu Genesungszwecken zuzustellen.
Vor ihrer Inmarschsetzung wurde die R. seitens ihrer Mutter über das Verbot betreffs Verlassens der Waldwege auf Kreisebene belehrt. Dieselbe machte sich infolge Nichtbeachtung dieser Vorschrift straffällig und begegnete beim übertreten des amtlichen Blumenpflückverbotes einem polizeilich nicht gemeldeten Wolf ohne festen Wohnsitz. Dieser verlangte in gesetzmässiger Amtsanmassung Einsichtnahme in das zu Transportzwecken von Konsumgütern dienende Korbbehältnis und traf in Tötungsabsicht die Feststellung, dass die R. zu ihrer verschwägerten und verwandten, im Baumbestand siedelnden Großmutter eilend war.
Da seitens des Wolfes Verknappungen auf dem Ernährungssektor vorherrschend waren, fasste er den Entschluss, bei der Großmutter der R. unter Vorlage falscher Papiere vorsprachig zu werden. Weil dieselbe wegen Augenleidens Krank geschrieben war, gelang dem in Fressvorbereitung befindlichen Untier die diesfallsige Täuschungsabsicht, worauf es unter Verschlingung der Bettlägerigen einen strafbaren Mundraub zur Durchführung brachte. Ferner täuschte das Tier bei der später eintreffenden R. seine Identität mit der Großmutter vor, stellte ersterer nach und in der Folge durch Zweitverschlingung der R. seinen Tötungsvorsatz erneut unter Beweis.
Der sich auf einem Dienstgang befindliche und im Forstwesen zuständige Waldbeamte B. vernahm Schnarchgeräusche und stellte der Urheberschaft seitens des Tiermaules fest. Er reichte bei seiner vorgesetzten Dienststelle ein Tötungsgesuch ein das dortseits zuschlägig beschieden und pro Schuss bezuschusst wurde. Nach Beschaffung einer Pulverschiessvorrichtung zu Jagdzwecken gab er in wahrgenommener Einflussnahme auf das Raubwesen einen Schuss ab. Dieser wurde in Fortführung der Raubtiervernichtungsaktion auf Kreisebene nach Empfangnahme des Geschosses ablebig.
Die gespreizte Beinhaltung des Totgutes weckte in dem Schussgeber die Vermutung, dass der Leichnam Menschenmaterial beinhaltete. Zwecks diesbezüglicher Feststellung öffnete er unter Zuhilfenahme eines Messers den Kadaver zur Todvermarktung und stiess hierbei auf die noch lebhafte R. nebst beigehefteter Großmutter. Durch die unverhoffte Wiederbelebung bemächtigte sich beider Personen ein gesteigertes, amtlich nicht zulässiges Lebensgefühl, dem sie durch groben Unfug, öffentliches Ärgernis erregenden Lärm und Nichtbeachtung anderer Polizeiverordnungen Ausdruck verliehen, was ihre Haftpflichtmachung zur Folge hatte.
Der Vorfall wurde von den Kulturschaffenden Gebrüdern Grimm zu Protokoll genommen und starkbekinderten Familien in Märchenform zustellig gemacht.
Wenn die Beteiligten nicht durch Hinschied abgegangen und in Fortfall gekommen sind sind dieselben derzeit noch lebhaft !
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geschrieben am: 16.10.2001 um 22:11 Uhr
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Und wieder eine Version:
ROTKÄPPCHEN für den Informatiker
Es war einmal ein kleines, süsses Mädchen, dass immer ein Käppchen aus rotem Samt trug. Auf Grund dieses Attributes erhielt es ein Assign unter dem symbolischem Namen 'Rotkäppchen'. Eines Tages sprach die Mutter: 'Rotkäppchen, die Gesundheit deiner Großmutter hat einen Interrupt bekommen. Wir müssen ein Pflegeprogramm entwickeln und zur Großmutter bringen, um das Problem zu lösen. Verirre dich aber nicht im Wald der alten Sprachen, sondern gehe nur strukturierte Wege. Nutze dabei immer eine Hochsprache der vierten Generation, dann geht es der Großmutter schnell wieder gut. Und achte darauf, dass dein Pflegeprogramm transaktionsorientiert ist, damit es die Großmutter nicht noch mehr belastet'.
Da der Weg zum Haus der Großmutter reentrant war, traf Rotkäppchen den bösen Wolf. Er tat sehr benutzerfreundlich, hatte im Background jedoch einen Abbruch programmiert. Während Rotkäppchen einen Goto ins Blumenfeld machte, ging der Wolf im Direktzugriff zur Großmutter und vereinahmte sie unverzüglich durch einen Delete. Ohne zu zögern gab er sich den Anschein kompatible zu sein und nahm die logische Sicht der Großmutter an. Dann legte er sich in ihren Speicherplatz. Kurz danach lokalisierte auch Rotkäppchen die Adresse der Großmutter und trat in den Speicherraum.
Vor Installation des Pflegeprogramms machte Rotkäppchen sicherheitshalber einen Verify und fragte: 'Ei, Großmutter, warum hast du so grosse Augen ?'
'Weil ich zufriedene Endbenutzer gesehen habe.' 'Ei, Großmutter, was hast du fuer grosse Ohren ?' 'Damit ich die Wünsche der User besser verstehen kann.' 'Ei, Großmutter, was hast du so ein entsetzlich grosses Maul ?' 'Damit ich dich besser canceln kann.' Sprachs und verschlang das arme Ding als lnput.
Nach einem Logoff begab sich der Wolf zu Ruhe, schlief ein und begann laut zu schnarchen. Als der Jäger auf seinem Loop durch den Wald am Haus der Großmutter vorbei kam, sah er durch ein Window den Wolf im Bett liegen. 'Finde ich dich hier, du alter Sünder', sprach er, 'ich habe dich lange gesucht!' Als Kenner der Scene analysierte er sofort, dass nach den Regeln der Boolschen Algebra die Großmutter nur im Bauch des Wolfes sein konnte. Er nahm sein Messer, teilte den Bauch des Wolfes in mehrere Sektoren und machte, welch' Freude, Großmutter und Rotkäppchen wieder zu selbständigen Modulen. Als Input fuer den leeren Bauch des Wolfes nahmen sie viele Kilobyte Steine und beendeten die Operation mit einem Close.
Als der Wolf erwachte, verursachte ihm sein dermassen aufgeblähter Hauptspeicher solche Schmerzen, dass er an einer Storage Violation jämmerlich zugrunde ging. Da waren alle vergnügt. Das Pflegeprogramm aktivierte die Großmutter. Rotkäppchen aber dachte: 'Du willst dein
Lebtag nie wieder einen Goto machen, sondern nur noch strukturierte Wege gehen, wie dir's Mutter geboten hat.'
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geschrieben am: 17.10.2001 um 00:22 Uhr
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achja..ich hätte da auch noch eine version :-)schmacht
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geschrieben am: 17.10.2001 um 00:24 Uhr
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| Immer her damit! Ich hab übrigens auch noch ein Paar auf Lager. <ggg> |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 17.10.2001 um 00:37 Uhr
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Eines noch für chicita <s>
Rotkäppchen für Mathematiker
Es war einmal ein Mädchen, dem wurde eineindeutig eine rote Kappe zugeordnet,
wodurch es als Rotkäppchen definiert wurde.
"Kind," argumentierte die Mutter, "werde kreativ, mathematisiere die kürzeste
Verbindung des Weges zur Großmutter, analysiere aber nicht die Blumen am Wege,
sondern formalisiere deinen Weg in systematischer Ordnung."
Rotkäppchen vereinigte einen Kuchen, eine Wurst und eine Flasche Wein zu einer
Menge, hinterfragte noch einmal den Weg und ging los. Im Walde schnitt sein Weg
den eines Wolfes. Er diskutierte mit ihr über die Relevanz eines Blumenstraußes
und motivierte es, einen geordneten, höchstens abzählbaren Strauß zu verknüpfen.
Inzwischen machte sich der Wolf die Großmutter zu einer Teilmenge von sich.
Als Rotkäppchen dann ankam, fragte es: "Großmutter,warum hast Du so große
Augen ?"
"Ich habe gerade mein Bafög erhalten!"
"Großmutter, warum hast Du so grosse Ohren?"
"Ich habe versucht, Prüfungsfragen durch die Tür zu erlauschen!"
"Großmutter, warum hast Du so ein großes Maul?"
"Ich habe gerade versucht, das Mensaessen zu schlucken!"
Darauf machte der Wolf sich zur konvexen Hülle von Rotkäppchen.
Ein Jäger kam, sah eine leere Menge von Großmüttern im Haus und problematisierte
die Frage, bis sie ihm transparent wurde.
Dann nahm er sein Messer und machte aus dem Wolf eine Schnittmenge. Die im Wolf
integrierten Personen wurden schleunigst von ihm subtrahiert. Zum Wolf wurde
eine mächtige Menge von Steinen addiert. Er fiel in einen zylinderförmigen
cartesischen Brunnen, bis seine Restmenge nicht mehr lebte.
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geschrieben am: 17.10.2001 um 00:39 Uhr
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| will ja keinen ärger mit der zensur ;-) |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 17.10.2001 um 00:43 Uhr
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| Glaubst du die liest einer ganz durch? ;-) |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 17.10.2001 um 00:49 Uhr
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Und noch mal die alte Geschichte:
Rotkäppchen auf Mecklenburgisch
Dor wir mal eins ein Fruu, dei hadd ein luett Diern. Disz' hadd uemmer
so'ne rode Kappe up, dorvon heit sei "Rotkaeppchen".
Einmal seggt ehr Mudder tau ehr: "Rotkaeppchen, gah hen un bring'
Groszmudder 'n baetten Kauken un Wien hen, denn sei is krank!"
As Rotkaeppchen in 'n Holt is, begegnet ehr dei Wulf. Dei seggt: "Wo
willst du hen, Rotkaeppchen?"
"Ick will Groszmudder Kaucken un Wien henbringen."
"Wo wahnt dien Groszmudder?"
"Dor hinnen in 'n Holt uenner dei groten Eiken."
Donn seggt dei Wolf: "Willst Groszmudder nich 'n poor Ierfbeeren un
einen Blaumenstruusz mitnaehmen?"
"Ja" seggt Rotkaeppchen.
Un uenner dei Tiet geht dei Wulf hen nah Groszmudder ehr Huus un kloppt an.
Donn seggt Groszmudder: "Wer is da?"
"Dat is Rotkaeppchen! Ich bring di Kuchen un Wien!"
Donn seggt Groszmudder: "Drueck man up dei Klink!"
Donn geht dei Wulf hen un frett Groszmudder up.
Donn keummt Rotkaeppchen un seggt. "O Groszmudder, wat hest du foer
grote Ogen?"
"Dat ick di baeter sehn kann!"
"O Groszmudder, wat hest du foer 'ne grote Naes?"
"Dat ick di baeter roeken kann!"
"O Groszmudder, wat hest du foer grote Uhren?"
"Dat ick di baeter hueren kann!"
"O Groszmudder, wat hest du foer grote Haend'n?"
"Dat ick di baeter anfaten kann!"
"O Groszmudder, wat hest du foer ein grotes Muul?"
"Dat ich di baeter fraeten kann!" -- Un donn springt hei tau un frett
Rotkaeppchen up. Donn leggt hei sick weder in 'n Bett un snorkt.
Donn keummt dei Jaeger dir voerbei in seggt: "Wo snorkt dei oll Fruu
so dull: Is sei so krink? Ick moet mal tauseihn." Un hei geht nu rin,
un donn lieggt dei Wulf in 'n Bett.
Dei Jaeger kuemmt nu bie un snitt den Wulf den Buuk apen. Donn kuemmt
Rotkaeppchen wedder ruut un Groszmudder uck. Donn packen sei den Wulf
den Buuk vull Stein un laten em nu loopen. Donn will dei Wulf eins suppen
un foellt rin in 't Water.
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geschrieben am: 17.10.2001 um 11:26 Uhr
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(zitat)Glaubst du die liest einer ganz durch? ;-)(/zitat)
Bis auf den letzten hab ich sie durch gelesen!!! Mecklenburgisch kann isch nüscht!
Ihren Freund Azrael mal knuddelt und  |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 17.10.2001 um 11:29 Uhr
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hm.... mecklenburgisch is meine heimatsprachen... aber plattdütsch....? *fg*
(naja - es geit aver) |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 17.10.2001 um 18:33 Uhr
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Da sieh mal einer an! <s>
Dann lohnt es sich ja noch ein Paar zu posten! <ggg> |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 17.10.2001 um 18:45 Uhr
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| "Autor" |
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geschrieben am: 17.10.2001 um 18:51 Uhr
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Danke odinsson für den Link, ich hatte das wirklich nicht gesehen. Darf ich hier trotzdem weitermachen? <s>
Wenn Xeenchen mag kann sie mich ja rüberschieben. |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 17.10.2001 um 18:53 Uhr
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Rotkäppchen für Chemiker
Für das aus der Reaktion eines unbekannten Chemikers mit seinem weiblichen
Reaktionspartner, der im folgenden kurz mit dem Trivialnamen Mutter be-
zeichnet wird, hervorgegangene Produkt hat sich in der internationalen No-
menklatur der Name 'Rotkäppchen' allmählich durchgesetzt, das das seinen
Kopf bedeckende Kunstfasergewebe mit dem roten Phenazinfarbstoff Safranin
gefäbt war. Aus einer Veröffentlichung in Carnevalistica Chimica Acta 11,11
entnahm die Mutter, daß der weibliche Reaktionspartner der Reaktion, bei
der sie ihrerseits gebildet worden war - im folgenden mit Großmutter be-
zeichnet - einem Angriff von Stoffwechselprodukten von Bakterien ausgesetzt
war. Die Großmutter reagierte exotherm, was an einer negativen Reaktions-
wärme zu erkennen war, die von ihrer Oberfläche an die sie umgebende Gas-
phase abgegeben wurde. Zur Erhöhung ihrer Aktivierungsenergie hatte sich
die Großmutter auf einem sonst zu Reacrationszwecken des menschlichen Kör-
pers dienenden Gestell ausgebreitet. Die Mutter entnahm ihrer Chemikalien-
sammlung einige Flaschen mit Reagenzien , die geeignet waren, die schäd-
lichen bakteriellen Stoffwechselprodukte nebst ihren Präparatoren aus der
Großmutterlauge auszufällen. Die Reagenzien verpackte sie bruchsicher in
einem mit Holzwolle ausgekleidetem Traggestell und beauftragte Rotkäppchen,
dieses zur Großmutter zu befördern, es ermahnend, nicht das durch silika-
tische Gesteinsstücke befestigte Wegesystem zu verlassen.
Durch Anthocyaninfarbstoffe enthaltende Blütenblätter ließ es sich doch in
die Cellulose-Lignin-Chlorophylll-Vorräte links und rechts der Wege locken.
Dort begegnete es einem entlaufenen Versuchstier des physiologisch-chemi-
schen Institutes namens Wolf. Dieses prüfte eingehend die Reagenzien und
erkundigte sich nach ihrem Verwendungszweck. Der Wolf, der nach einer Sub-
stanz suchte, um in seiner Verdauungsapparatur einen neuen Ansatz fahren zu
können, kam auf den Gedanken, dazu Großmutterfleisch als geeignetes Sub-
strat zu verwenden. Er legte rasch den Weg zur Großmutter zurück. Da das
Tier annahm, daß Großmutterfleisch leicht oxydierbar sei, legte es auf
schnelles Arbeiten wert und verwendete nicht wie bei früheren Reaktions-
ansätzen die von ihm entwickelte Fleischzerkleinerungsapparatur, die nach
ihrem Erfinder auch Fleischwolf genannt wird, sondern zwängte die Großmut-
ter in einem Stück in seinen Weithalskolben. Da sich der angreifenden Säure
jetzt nur eine geringe Oberfläche bot, war die Reaktionsgeschwindigkeit na-
türlich sehr niedrig, und der Wolf legte sich auf ein von vier Stativen ge-
haltenes Liegegestell. Um Wärmeverluste an die Umgebung zu vermeiden, iso-
lierte er sich mit Kleidung und Federbett der Großmutter. Das Rotkäppchen,
das bald eintraf, identifizierte den Wolf infolge zu oberflächlicher Ana-
lysemethoden als Großmutter. Es begann vorsichtig, den aliquoten Teil einer
mitgeführten Reagenzlösung in den vermeintlichen Großmutterhals einzupipet-
tieren. Der Wolf, der wegen der Reaktionshemmung in seinem Magen dringend
einen Katalysator benötigte, glaubte diesen unter den Reagenzien zu erken-
nen und füllte sie alle in sich hinein, einschließlich Rotkäppchen und der
ganzen Flasche Barbitursäurederivat, das der Großmutter eigentlich als
Schlafmittel hätte dienen sollen.
Zur Erklärung dieses experimentellen Fehlers sei bemerkt, daß er mit saube-
rem präparativen Arbeiten nicht vertraut war. Die danach zu erwartende Wir-
kung trat schnell ein. Der aufsichtsführende Chemiker, der vom Institut
über das Entlaufen des Versuchstiers informiert worden war, fand den Wolf
in diesem Zustand vor. Durch starkes Stoßen in der Bauchapparatur wurde er
auf eine vorschriftswidrige Beschickung aufmerksam. Er öffnete die Appara-
tur und konnte Großmutter und Rotkäppchen ziemlich intakt entnehmen.
Sie waren kaum angeätzt. Den Wolf, dessen Aussenwände durch das starke
Stoßen schon Sprünge aufwiesen, zertrümmerte er vollständig und warf ihn
auf den Abfallplatz. Die beiden isolierten Substanzen wurden durch die
plötzliche Lichteinstrahlung in einen angeregten Zustand versetzt. Die
schüssige Energie wurde in Form von Translations-, Rotations- und Oszilla-
tionsbewegungen abgegeben. Der Vorfall wurde in einer Zuschrift an die He-
rausgeber von Grimms Annalen der Chemie veröffentlicht.
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| "Autor" |
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geschrieben am: 17.10.2001 um 18:55 Uhr
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| "Autor" |
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geschrieben am: 17.10.2001 um 18:56 Uhr
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| Ja, bin aber so gut wie nie on. |
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