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geschrieben am: 30.10.2011 um 23:49 Uhr
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Eigentlich...
Eigentlich bin ich bisher davon ausgegangen, wenigstens so viel von dem zu verstehen, was um mich rum geschieht, dass ich mir erlaubte, mir zu vielen Dingen eine eigene Meinung leisten zu können, ohne auf das reisserische Marketinggerassel der Medien angewiesen zu sein.
Eigentlich dachte ich immer, dass die einzige logische Form der Kommunikation die Mathematik sei.
Eigentlich war ich der festen Überzeugung, der Begriff "Volksvertreter" sei ethisch so weit unverschlüsselt, dass diejenigen von uns, die sich zu eben solchen wählen liessen, nichts anderes tun würden, als eben das Volk zu vertreten. Seine Interessen zu wahren, seinem Wohlergehen zu dienen und für seine Sicherheit in allen Belangen nach aussen und innen zu sorgen.
Heute weiss ich, dass all dieses nicht im entferntesten zutrifft.
Man kann zwar eine Meinung haben, aber es ist niemals die eigene.
Mathematik basiert zwar auf Logik, doch wird die Logik ad absurdum geführt, sobald hinter den nüchternen Zahlen als Maßeinheit ein beliebiges Währungszeichen auftaucht. (Erklär mir doch mal einer z.B. den "Finanzhebel". (Oder besser noch ... erklär das doch mal einer meiner Bank, wie das Funktioniert. Wenn meine Bank das dann kapiert hat, wird sie mir nämlich mit allergrößter Freude 100.000,- € Kredit gewähren, für die ich lediglich 10,- € an reellen Sicherheiten entgegen zu setzen habe. /fg
Volksvertreter sind diejenigen, die ihr Volk mit Füssen treten.
Bei all dem, was tatsächlich in der großen, weiten Welt geschieht, fühle ich mich persönlich hoffnungslos überfordert, wenn ich versuche, mich mit meiner eigenen kleinen Welt um mich rum, als ein Teil vom grossen Ganzen zu erkennen. Da werde ich ganz klein und erkenne keinerlei "Systemrelevanz".
Daher verhalte ich mich lieber so, wie es ein kluger Mensch vor Jahren ein mal formulierte.
"Würde jeder von uns Sorge dafür tragen, dass alles im persönlichen Umfeld so funktioniert wie man es für sich selbst gerne hätte, wäre unsere Welt ein ganz grosses Stück weit menschlicher, sozialer, liebens- und lebenswürdiger."
Wenn also in Japan die Atomkraftwerke hoch gehen, wie Feuerwerksböller in der Neujahrsnacht, sieht das im TV zwar recht nett aus anzusehen, doch Japan ist eine der finanzstärksten Industrienationen dieser Welt. Dort Geld zu spenden ist in meinen Augen genau so sinnvoll, wie der Einsatz von Massenvernichtungswaffen zum Erhalt des Friedens.
Wenn (ebenfalls in Japan) ein Tsunami ganze Küstenstriche abräumt und so viele Menschen in Leid und Elend stürzt, ist das weder tragisch noch eine so genannte "Naturkatastrofe". Denn der Tragik entgegen steht die ungetrübte Technikgläubigkeit Japans. Man ist dort nach wie vor der festen Überzeugung, der Mensch beherrscht die Natur auf Grund von Intellekt und Technik. Und wenn eine Nation, die auf einem Teil dieser Erde lebt, der tektonisch wohl mit zu den aktivsten Teilen überhaupt gehört, seine Küsten so dicht bebaut, wie es die Japaner machen, muss man sich doch fragen, wann sie begreifen, dass es Naturkatastrophen gar nicht gibt. Das einzig Katastrophale ist in meinen Augen die Ignoranz vor der Macht der Natur. Hierfür auch noch Geld zu spenden, halte ich für wenig zweckdienlich. Sinnvoller wäre es wohl, Pädagogen dort hin zu schicken, die dem Volk erklären, was passieren wird, wenn sich "Mutter Erde" das nächste mal ein wenig reckt und streckt. Vielleicht rettet das Leben, bevor der nächste Tsunami anklopft.
Ich spende kein Geld für irgend etwas. Denn dort, wo Hilfe gebraucht wird, können sie weder etwas mit bunt bedrucktem Papier, noch mit lustig gemusterterten Metallrundlingen anfangen. Geldspenden haben für mich den Charme des mittelalterlichen "Ablasshandels". Man erfährt die Absolution, sprich die Beruhigung des Gewissens, gegen Geld. - Nö, das ist nicht meins. Ich helfe viel lieber hier bei mir vor der Tür. Man braucht eigentlich nur sehenden Auges über die Strasse zu gehen und findet reichlich Gelegenheit, sich persönlich mit Rat und Tat, mit Menschlichkeit und Wärme einzubringen. Das geht sogar mit ohne Geld.
:-w
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I hate how people compare Freddie Mercury to God, I mean, He's cool and good and everything.....But he's no Freddie Mercury.
(found at youtube) |
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