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Die Flammenschrift 2

Nutzer: eisregen
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geschrieben am: 28.06.2011    um 12:01 Uhr   
Die Flammenschrift (Der Morgen danach)


...ein warmer Sonnenstrahl
Er kitzelt auf meiner Haut und ich merke:
Es ist Zeit zu gehen
Doch sehe ich Dich noch lange an
Wie Du so friedlich schlaefst
Deine Augen, welche mich offen allein schon verzaubern - geschlossen
Deine suessen Lippen bewegen sich
Ich trau mich nicht Dich zu wecken

Und der Tag ward heller und heller
Eine Blume pfluecke ich Dir
Und lege sie Dir in Deine Hand
Streichle sanft Deine Wange - ein zaertlicher Kuss auf die Stirn
Und frage mich ob wir uns wiedersehen

Verzweiflung in mein Herz geschlossen
Doch stehe ich erhaben ueber Schmerz und Wunden
Weiss trotzdem nicht
Was ich Dir bieten koennte
Ich sehe mich immerzu
Mit gesenktem Haupt und leeren Haenden
Vor Dir stehen
In meinen Haenden halte ich nun nur ein Licht
Es gab mir immer Schutz, Waerme und Hoffnung
Ich lege es behutsam an Deine Seite
Und hoffe es leitet Dich zu mir
Ein leises "Adieu!" ins Ohr gefluestert
Suesser Wehmut - schwere Sehnsucht
So beschreite ich meinen Weg
Und merke: Ich komme nicht voran!
Alles ist wie gelaehmt
Nun stehe ich allein - umgeben von einer Wand aus Eis
Kann Dich sehen.....spueren
Bist so nah und doch so fern
Nur Du kannst mir helfen

Ein Vogel setzt sich oben auf
Traurig sieht er mich an
Anklagend - als wolle er sagen:
"Du bist doch ein alter Narr!"
Mit einem Grinsen fliegt er davon

Nun bist Du erwacht und stehst vor mir
Kann ich Dir vertrauen?
Mit Gefuehlen spielt man nicht
Aus meiner Zuneigung waechst nun die Angst
Nur Du weisst was zu tun...
Sehe mich mit Deinem Herzen
Das Wesentliche ist fuer die Augen unsichtbar
Durch die Wand beruehren sich unsere Haende
Allein unser Glaube zaehlt

Tau tropft von den Blaettern
Ein Dir ergebener Blick von mir
Diese schmerzhafte Ungewissheit - Warum trifft sie mich so sehr?
Kenne Dich nicht - Weiss nicht wer Du bist
Doch zieht mich etwas zu Dir
Nur Du kannst mich lehren, was ich nicht von Dir weiss
Ich bin bereit

Hast Du das Licht gefunden?
Huete es gut - Wirf es nicht weg
Es ist der Schluessel zu meinem Herz

Gebrandmarkt von der Liebe - so stehe ich vor Dir
Du reichst mir Deine Hand...und ziehst mich hinaus
Ein unsicherer Blick trifft mich - Du blickst zu Boden
Leise hauche ich Dir ins Ohr:
"Vertraue mir. Hab keine Angst."
"Mir ist kalt...." erwiderst Du

Weitab steht ein Schloss - nicht besonders schoen
Kalt, trueb, grau und leer
Doch ist es mein Zuhaus - mein Leben
Es kann Dich trotzdem waermen wenn Du frierst
Schutz bieten in Deiner Angst
Wenn Du magst, gib ihm Deine Farben

Wenig ist es, was ich mir wuensche
Weil mir fast alles gefaellt
Mein einziges Glueck ist Dein Wille...
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