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"Autor"

Mal was weihnachtliches nach MEINEM Geschmack

Nutzer: eisregen
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geschrieben am: 24.12.2011    um 11:58 Uhr   
Lieber guter Weihnachtsmann,
jetzt ist's soweit, jetzt bist du dran.
Mein Chef ist nämlich Staatsanwalt.
Der klagt dich an, der stellt dich kalt.

Schon seit vielen hundert Jahren,
bist du nun durchs Land gefahren,
ohne Nummernschild und ohne Licht.
Auch TÜV und ASU gab es nicht.

Dein Schlitten eignet sich nur schwer,
zur Teilnahme am Luftverkehr.
Es wird vor Gericht zu klären sein:
Besitzt du 'nen Pilotenschein?

Durch den Kamin ins Haus zu kommen,
ist rein rechtlich streng genommen
Hausfriedensbruch - Einbruch sogar.
Das gibt Gefängnis, das ist klar.

Und stiehlst du nicht bei den Besuchern,
von fremden Tellern Obst und Kuchen?
Das wird bestraft, das muss man ahnden.
Die Polizei lässt nach dir fahnden.

Es ist auch allgemein bekannt,
du kommst gar nicht aus diesem Land.
Wie man so hört, steht wohl dein Haus
am Nordpol, also sieht es aus,
als kämst du nicht aus der EU.
Das kommt zur Klageschrift dazu!

Hier kommt das Deutsche Recht zum Tragen.
Ein jeder Richter wird sich fragen,
ob deine Arbeit rechtens ist,
weil du ohne Erlaubnis bist.

Der Engel, der dich stets begleitet,
ist minderjährig und bereitet
uns daher wirklich Kopfzerbrechen.
Das Jugendamt will mit dir sprechen!


Jetzt kommen wir zu ernsten Sachen.
Wir finden es gar nicht zum Lachen,
dass Kindern du mit Schlägen drohst.
darüber ist mein Chef erbost.

Nötigung heißt das Vergehen
und wird bestraft, das wirst du sehen,
mit Freiheitsentzug von ein paar Jahren.
Aus ist's bald mit Schlittenfahren.

Das Handwerk ist dir bald gelegt,
es sei denn dieser Brief bewegt
dich, die Justiz reich zu beschenken.
Dann wird mein Chef es überdenken
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Nutzer: eisregen
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Anzahl Nachrichten: 19

geschrieben am: 24.12.2011    um 11:59 Uhr   
noch eines:

Denkt euch, ich hab das Christkind gesehen.
Ich hab es überfahren, es war ein versehen.
Ich hatte gerade die Aeuglein zu,
ich traeumte beim Fahren in himmlicher Ruh.
Das Christkind hat in dieser heiligen Nacht
Bekanntschaft mit meinem Kühler gemacht.

Spaeter sah ich noch den Weihnachtsmann,
er feuerte gerade seine Renntiere an.
Ich überholte den langsamen Wicht,
doch sah ich den Gegenverkehr dabei nicht.
Ich wich noch aus, doch leider nicht Santa.
Ein kurzes Rummsen und er klebte am Manta.

Am Ende sah ich noch den Nikolaus,
er stürmte gerade aus dem Freudenhaus.
Er kam ganz hektisch �ber die Kreuzung gelaufen,
wollte am Automaten neue Kondome sich kaufen.
Mein Autound mich hat er wohl übersehen,
jedenfalls bleiben von ihm nur die Stiefel stehen.

So ist die Moral von dem Gedicht:
Fahr zu schnell dein Auto nicht.
Denn als ich zu Hause war, da musst ich heulen.
Mein schöner Wagen der hatte 3 Beulen.
Vom Christkind, vom Nikolaus und vom Santa Claus.
Ja, dieses Jahr faellt Weihnachten wohl aus.
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"Autor"  
Nutzer: eisregen
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Registriert seit: 07.01.2001
Anzahl Nachrichten: 19

geschrieben am: 24.12.2011    um 12:00 Uhr   
und noch eines:

Denkt Euch, ich habe das Christkind gesehen,
es kam aus der Kneipe und konnte kaum steh'n.
Auf Geschenke braucht ihr nun nicht zu hoffen,
...denn es hat das ganze Geld versoffen.
Es wankte hin zum Tannenwald
und hatte den Arsch voll Hannen Alt.
Gestern hab ich's erneut getroffen
und stellt Euch nur vor, es war schon wieder besoffen.
Ich blieb gleich stehen und sprach es an:
Sag Christkind, wo ist der Weihnachtsmann ?
Das Christkind sprach : Mit dem ist's nicht mehr toll,
der liegt dort im Wald und ist sternhagelvoll.
Gemeinsam gingen wir zum Weihnachtsmann,
mit glasigen Augen sah er uns an.
Er lallte: Tag lieber Bruder, Tag liebe Schwester,
leckt's mich am Arsch, bald ist Silvester!
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"Autor"  
Nutzer: Huschelchen
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Registriert seit: 12.04.2007
Anzahl Nachrichten: 1641

geschrieben am: 24.12.2011    um 15:13 Uhr   
Zitat von: eisregen
Lieber guter Weihnachtsmann,
jetzt ist's soweit, jetzt bist du dran.
Mein Chef ist nämlich Staatsanwalt.
... ... ... .. .. .. . . .
Es liegt ja nicht an mir, Gedichte zu begutachten und zu beurteilen, aber hier muß ich sagen :
Dies Gedicht ( oben ) war nämlich auch nach MEINEM Geschmack ...
Darum geb ich mein Senf dazu ... ;-) ... ->>>

Der Weihnachtsbaum

Draußen schneit´s, es ist soweit,
begonnen hat die Weihnachtszeit.
Der Opa holt vom Abstellraum
den Weihnachtsschmuck und schmückt den Baum.
Sein Enkel hilft, so gut er kann
und freut sich auf den Weihnachtsmann.
Zum Schluß die Lämpchen dran noch schnell,
den Stecker rein, schon strahlt es hell.

Da wird der Opa nachdenklich.
Wie war das früher eigentlich ?
Die Kerzen waren da noch echt,
aus Wachs mit Docht, das war nicht schlecht.
Der Enkel aber glaubt es kaum :
"Echte Kerzen an dem Baum ???"

Die Zeit jedoch bleibt niemals steh' n
und fünfzig weit' re Jahr' vergeh 'n.
Der Enkel - längst erwachsen schon -
hat heute selbst ' nen Enkelsohn.

Und wieder schneit' s zur Weihnachtszeit.
Ja wieder mal ist es so weit.
Der Opa holt vom Abstellraum
wie jedes Jahr den Plastikbaum.
Sein Enkel hilft so gut er kann
und freut sich auf den Weihnachtsmann.
Der Christbaumschmuck wird angebracht.
Schon strahlt der Plastikbaum voll Pracht.

Da wird der Opa nachdenklich.
Wie war das früher eigentlich ?
Da war der Weihnachtsbaum noch echt,
frisch aus dem Wald, das war nicht schlecht.
Der Enkel aber glaubt es kaum:
"Im Wohnzimmer ' nen echten Baum ???"

Die Zeit bleibt doch auch jetzt nicht steh 'n
und nochmal fünfzig Jahr' vergeh 'n.
Der Enkel - längst erwachsen schon -
hat wiederum ' nen Enkelsohn.

Und schneit' s auch draußen noch so sehr,
das Weihnachtsfest, das gibt's nicht mehr.
Man holt nichts mehr vom Abstellraum
und hat auch keinen Weihnachtsbaum.
Der Enkel denkt auch nicht daran,
hat nie gehört vom Weihnachtsmann.
Auch vieles andre gibt's nicht mehr.
Die ganze Welt wirkt ziemlich leer.

Da wird der Opa nachdenklich.
Wie war das früher eigentlich?
Da feierte man wirklich echt
ein Fest mit Baum, das war nicht schlecht.
Der Enkel aber glaubt es kaum
und fragt erstaunt: "Was ist ein Baum ???"

( Robert Sontheimer )



Neujahrsgebet des Pfarrers von "St. Lamberti", Münster ( 1883 )

Herr, setze dem Überfluss Grenzen,
und lasse die Grenzen überflüssig werden.
Lasse die Leute kein falsches Geld machen
aber auch das Geld keine falschen Leute.
Nimm den Ehefrauen das letzte Wort
und erinnere die Ehemänner an ihr erstes.
Schenke unseren Freunden mehr Wahrheit
und der Wahrheit mehr Freunde.
Bessere solche Beamten, Geschäfts- und Arbeitsleute,
die wohl tätig, aber nicht wohltätig sind.
Gib den Regierenden ein besseres Deutsch
und den Deutschen eine bessere Regierung.
Herr, sorge dafür, dass wir alle in den Himmel kommen.
Aber nicht sofort.

:-w
Im übrigen gilt ja hierzulande derjenige, der auf den Schmutz hinweist, für viel gefährlicher als der, der den Schmutz macht.
  TopZuletzt geändert am: 24.12.2011 um 15:16 Uhr von Huschelchen