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geschrieben am: 15.02.2002 um 18:00 Uhr
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....Euer Traumtyp!
Im Leben eines Mannes gibt es solche Tage, an denen eine Erkenntnis mit voller Wucht und bestechender Logik über einen hereinbricht, so dass man kaum glauben kann, dass einem diese Erleuchtung nicht schon viel früher beschert wurde.
Man fühlt sich aus dem jahrelangen Tiefschlaf der Unwissenheit erweckt, jedoch mit dem bitteren Beigeschmack des Bewusstseins, verblendet gewesen zu sein.
Aber als männlicher Angehöriger der vernunftbegabten Spezies Homo Sapiens zu kognitivem Denken fähig, lerne ich natürlich aus den Fehlern der Vergangenheit und lasse die entsprechenden Erfahrungen in zukünftige Maßnahmen einfließen.
Bisher war ich immer der Meinung, man sollte Frauen Frauen sein lassen. Natürlich gibt es keine rationale Erklärung dafür, dass ein menschliches Wesen zwanzig Paar Schuhe braucht. Aber warum derartige Kleinigkeiten monieren?
Nach einem gelungenen Schuhkauf bekommt man die darauffolgende gute Laune der Frau spätestens in der Nacht zu spüren, also was soll‘s. Und wenn Schnucki im Bad mal wieder glatte eineinhalb Stunden braucht, ist das zwar anstrengend, allerdings ist die Zeit doch gut angelegt, wenn man anschließend auf der Straße die gierigen Blicke der Geschlechtsgenossen auf die perfekt gestylte Begleiterin mit einem arroganten und überlegenen Grinsen mit der Botschaft "ich popp sie und Du nicht" quittieren kann.
Sogar dass man solche überflüssigen Daten wie Valentinstag, Geburtstag oder Weltfrauentag besser nicht vergisst, hatte ich akzeptiert.
Und dass man niemals auch nur ein Wort über irgendwelche Exfreundinnen verlieren darf, wenn man keine getrennten Betten riskieren will, habe ich ohnehin schon lange kapiert. (Sagt man etwas Positives, dann will man insgeheim noch was von ihr, sagt man etwas Negatives, würde man über Schatzi ebenso lästern, wenn vielleicht irgendwann mal Schluss wäre, könnte doch sein oder so...):-)
Man könnte manchmal aus der Haut fahren, aber nichtsdestotrotz ist es ja schließlich eine Frau, und selbst wenn einem das nicht passt, wird sich angesichts der Tatsache, dass die Alternative schwul zu sein bedeutet, fast jeder früher oder später damit abfinden.
Die einzig wahre Erkenntnis ist: Eine Frau muss man behandeln wie den letzten Dreck. Man muss ihr unentwegt klarmachen, dass sie kein gleichberechtigtes Wesen ist und dass sie dankbar dafür sein kann, dass sie nach dem Sex nicht im Keller schlafen muss, weil ihr Atmen beim Schnarchen stört.
Neunzig Prozent der jungen, attraktiven Frauen stehen darauf. Je mehr man ihnen das Gefühl gibt, ein Schuhabstreifer zu sein, desto sicherer ist einem die unterwürfige Treue der Gedemütigten und der Rest der Frauenwelt himmelt einem an.
Wenn man also bei einer jungen, attraktiven Frau landen will, muss man ihr zeigen, wo der Hammer hängt.
Wenn Du, weiblich, gutaussehend, jung, mal einen Mann willst, der noch ein echter Mann ist, solltest Du mir schreiben.
Ich bin eigentlich alles was einen echter Mann ausmacht. Das siehst Du schon daran, wie ich mir unser Zusammenleben vorstelle:
Neben allen positiven Aspekten unseres Zusammenlebens darfst Du aber nicht vergessen, dass es ab und an auch mal einige unangenehme Aufgaben zu erledigen gibt.
Ich schau dann mal in der Kneipe vorbei und stimme mich mit ein paar Pils auf das Mittagessen ein, welches Du mir in Deiner Mittagspause kochst. Punkt 12.30 Uhr hat es auf dem Tisch zu stehen, das dürfte nicht zuviel verlangt sein, zumal Du vom Frühstück ja nur wenig Geschirr vorher zu spülen hast.
Am Nachmittag bilde ich mich geistig weiter, indem ich mir diverse Talkshows reinziehe. Es ist immer wieder erstaunlich, wie viele Kranke es in Deutschland gibt. Vielleicht bewerbe ich mich ja auch mal, um allen Leuten zu zeigen, welch schweres Los ich mit Dir zu erdulden habe und was für ein toller Hecht ich doch bin. |
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