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geschrieben am: 08.05.2002 um 05:28 Uhr
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vor langer zeit lebte in einer kleinen stadt ein junger mann, der die erstaunliche fähigkeit besaß, in die unendlichkeit zu schauen. er hatte kenntnis von magischen orten, an denen er aufbrach, die entferntesten welten zu bereisen. der vollkommenste von ihnen war ein kleines plateau auf dem gipfel eines hohen berges. dort war das tor zu den fernen himmeln, unter deren weiten er die unerklärliche sehnsucht zu stillen hoffte, welche sein leben bestimmte.
auf dem weg seines lebens begegnete er auch einer jungen frau. berauscht von ihrer schönheit und betört von ihrer sinnlichkeit, gestand er seine zuneigung, die sie zu einer großen freude erwiderte. sie verwandelte sein leben, denn eine neue kraft lies ihn weiter reisen, als je zuvor. die fremde schönheit dieser welten verzauberte ihn, nahm ihn gefangen. er bestieg uralte hügel von rotem sand. er sprach mit seltsamen wesen
am ufer eines glitzernden flusses aus rotem gold und lauschte, gebettet in blaugrünem gras, überirdischen klängen, die aus der ferne sanft seinen geist erquickten. doch auch jetzt blieb er rastlos und getrieben, nach einem gefühl, das er zu finden hoffte.
immer weiter reiste er, während unter dem ansturm der welten sein leben in der kleinen stadt verblaßte. bald hatte er mühe, sich loszureissen und kehrte öfter unter seltsamer traurigkeit zu seiner frau zurück. früher hatte er ihr voll ehrfurcht von den wundern, die er gesehn, von den höhen, die er erklommen und von den farben, die ihn verwirrten, berichtet. doch nun war er in sich gekehrt und schweigsam, sein innerstes zu verbergen, daß er nicht verstand.
einmal erreichte er eine welt mit dem prächtigsten sternenhimmel, den sein auge je erblickte. und er holt einen kleinen tern vom firmament, seiner jungen frau zur freude. doch bemerkt er nicht ihr trauriges lächeln, als sie sein geschenk empfängt. und ihre stillen tränen bleiben ihm verborgen.
er steht träumend am fenster, als sie ihn betrachtet. sie fühlt die ungestillte sehnsucht seines lebens und die traurigkeit umfängt ihr herz. sanft nimmt sie seine hand: "komm liebster, wir wollen schlafen gehen". doch als er neben ihr liegt und auf ihren sanften atmen lauscht, wandert sein ruheloser geist zurück in die ferne, aus der er eben erst heimgekehrt.
gleich morgens verlässt er das haus im aufbruch zu neuen sphären, und zu seinem erstaunen begleitet sie ihn. aber an einer höhle unter dem gipfel des berges bleibt sie stehen. er müsse nun doch alleine gehen, während sie hier auf seine rückkehr warte, erklärte sie ihm. flüchtig küsst er sie und als sein blick den gipfel sucht, weht ein wind ihr bild aus seinen gedanken.
erwartungsvoll taucht er ein und fliegt davon. bald landet er in einer welt aus farbigem nebel. versunken fliesst er mit flirrenden strömen. ein fremder wind zerspielt den dunst zu prächtigen wirbeln, während seidene töne die sinne umschmeicheln.
aus dem geheimnis der welt tritt eine gestalt und als sie sich nähert, den nebel zerteilend, erkennt er seine frau. atemlos verwundert hält sein blick den ihren. sie steht vor ihm und er fühlt die zeitlose berührung ihrer hände. er spürt ihre finger, wie sie zart die konturen seines gesichtes verfolgen, und als ihre hand seine wange erreicht, legt er leise den kopf hinein. die weichheit ihrer lippen durchdringt sein ganzes wesen, lässt ihn erschaudern und er verliert sich im endlosen moment ihrer zärtlichkeit.
in ihren augen die ewigkeit.
in ihren augen, die grenzenlosen welten die er gesehn.
ein letztes mal sieht sie zurück und als er ihren blick erwidert, winkt sie zum abschied.
geläutert und tränen weined eilt er heim. trunken von erkenntnis stolpert er den schmalen pfad hinab zu den platz, an dem er sie verlassen hatte. doch sie ist fort. sie ist gegangen, weil sie nicht mehr warten wollte. zu seinen füssen blinkt der kleine stern, den er ihr vom himmel pfkückte. er hebt ihn auf und als er ihn betrachet, begreift er, daß sie nie die sterne wollte, nur seine liebe.
für einen moment ist alles ruhig, dann fasst eisige kälte sein herz, alle kraft verlässt seinen körper und taumelnd fällt er gegen die kalte erde. noch lang liegt er da, betäubt von seinem schmerz, der ihn zu zerreissen sucht.
dann endlich öffnet er die augen und durch tausend tränen seiner seele, erblickt er zum ersten mal in seinem leben die andere seite der unendlichkeit.....
(hab ich im internet gefunden....kann man niemandem vorenthalten finde ich...hoffe es gibt keine probleme mit copyright oda so...wenn doch tut es mir leid)
das babe Geändert am 08.05.2002 um 16:50 Uhr von alienbabe |
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