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geschrieben am: 25.05.2002 um 14:13 Uhr
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Cogito, ergo sum!
Neulich hab ich mal wieder so vor mich hin gedacht, so über Denken und so, denk ich, dass ich darüber nachgedacht hab. Und da kam
mir der Gedanke, denke ich überhaupt? Es heißt ja, ich denke, also bin ich, und ich bin ja, also muss ich ja auch denken, oder wie, oder
was? Ich denke, das muss so sein. Aber nun stellt sich die Frage, bin ich überhaupt? Ich denke, dass ich denke, also müsste ich ja auch
sein. Ja, ich denke, dass das so ist. Denk ich doch, dass ich bin, ich denk ja schließlich, oder nicht? Also denk ich nun, oder bin ich nicht?
Das verwirrt mich jetzt doch ein bisschen, denk ich.
Logischerweise muss ich ja denken, weil ich bin ja. Und da ich bin, denke ich. Wäre ich nicht, würde ich nicht denken, das ist logisch,
denk ich doch.
Ich denke nicht, also bin ich nicht. Aber ich bin ja, also denke ich auch. Logisch.
Und wie wäre das, wenn ich jetzt aufhören würde zu denken? Dann müsste ich doch auch aufhören zu sein, müsste doch logisch sein,
denk ich. Daraus lässt sich folgern, dass, wenn ich aufhöre zu denken, aufhöre zu sein. Oder? Muss so sein. Das hieße dann ja, wenn ich
jetzt tot umfallen würde, könnte das daran liegen, dass ich aufgehört habe, zu denken. Und wie wäre das dann mit dem Denken nach
dem Tod? Gibt es ein Denken nach dem Tod?
Logischerweise müsste die Antwort Nein sein, denk ich mir mal so, weil wenn man tot ist, ist man ja nicht mehr, oder doch, oder was?
Ich denke, ganz wissenschaftlich gesehen ist man, wenn man tot ist nicht mehr, was natürlich heißen würde, man denkt nicht. Ich denke
schon. Ich bin nicht, also denke ich nicht. Völlig logisch. Und was ist dann nun mit dem Leben nach dem Tod? Gibt es das? Wenn das so
wäre, würde das natürlich ganz andere Perspektiven des Denkens eröffnen. Leben heißt sein, und Sein heißt denken. Tod hingegen heißt
nicht sein, also auch nicht denken. Würde ich so sagen. Infolgedessen würde Leben nach dem Tod denken trotz nicht sein bedeuten,
denk ich mir. Müsste so sein. Das würde natürlich alles Logische über den Haufen werfen, denn irgendwie ist das doch unlogisch, oder
etwa nicht? Dann würde natürlich auch alles, was bisher über das Denken nach dem Tod gesagt wurde zutiefst erschüttert, weil, dann
würde es doch das Denken nach dem Tod geben. Ich denke, das ist doch irgendwie noch verwirrender als vorher.
Ich denke, ich sollte eine kleine Denkpause einlegen - Moment! Wenn ich nun eine Denkpause einlege, müsste ich doch auch eine
Seinpause einlegen, denk ich. Aber geht das denn überhaupt, eine Seinpause einlegen? Ich denke, eine Denkpause ist denken, dann kurz
oder länger nicht denken, und dann wieder weiterdenken. Aber nicht denken ist doch auch nicht sein, oder nicht? Und ich denk doch,
nicht sein heißt tot sein, und wenn man nicht denkt, ist man nicht, was zur Folge hat, das eine Denkpause auch eine Seinpause sein
müsste, und in einer Seinpause wäre man dann ja für kurze Zeit nicht, oder wie? Aber von kurz tot sein, und dann wieder sein hab ich,
denk ich zumindest, noch nie etwas gehört.
Man, ich denk, ich denk mich noch mal tot. - Tot denken? Das verwirrt mich wieder, denk ich. Ich dachte, das heißt, ich denke, also bin
ich. Also müsste man, um sich tot zu denken, solange denken, bis man nicht mehr denkt. Aber ich denk, das geht doch nicht, oder doch?
Wenn ich allerdings so nachdenke, vielleicht geht das doch, aber dann müsste man solange denken, bis man an Altersschwäche stirbt,
weil dann wäre man ja nicht mehr, und man hat solange gedacht, bis man nicht mehr ist, man hätte sich also totgedacht. Aber würden wir
uns dann nicht alle totdenken? Aber ich denke doch, es heißt, ich denke, also bin ich. Dann müsste jeder, der noch ist auch denken, oder
wie? Weiter denke ich mir, dass jeder, sobald er stirbt aufhört zu denken, denk ich mir. Daraus ließe sich der Schluss ziehen, dass jeder
solange denkt, wie er ist, und wenn man tot ist, ist man nicht mehr, was zur Folge hat, dass man nicht mehr denkt. |
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