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Vor Ankommen wird gewarnt !

Nutzer: prince33
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geschrieben am: 08.07.2002    um 13:38 Uhr   
Wieder ein paar Zeilen für die, die sich zwischendurch immer mal wieder die Zeit nehmen, um ein wenig nachzusinnen... es lohnt sich... *fg..

It is better to travel hopefully than to arrive, zitiert R. L. Stevenson die Weisheit eines japanischen Sprichworts. Wörtlich übersetzt heißt das natürlich: Es ist besser, hoffnungsfroh zu reisen, als anzukommen; etwas sinngemäßer: Im Aufbruch, nicht am Ziele liegt das Glück.
Die Japaner sind freilich nicht die einzigen, denen vor dem Ankommen nicht recht geheuer ist. Schon Laotse empfahl, das Werk zu vergessen, sobald es beendet ist.
Auch George Bernard Shaw kommt einem zu diesem Thema in den Sinn, mit seiner berühmten, oft angeführten Lebensweisheit: Im Leben gibt es zwei Tragödien... Die eine ist die Nichterfüllung eines Herzenswunsches. Die andere ist seine Erfüllung!!!
Hermann Hesses - Verführer - fleht die Verkörperung seines Begehrens an: Wehr dich, du schöne Frau, straff dein Gewand! Entzücke, quäle - doch erhör mich nicht!, denn er weiß, dass jede Wirklichkeit den Traum vernichtet!

Ankommen - womit buchstäblich wie metaphorisch das Erreichen eines Zieles gemeint ist - gilt als wichtiger Gradmesser für Erfolg, Macht, Anerkennung und Selbstachtung. Umgekehrt ist Misserfolg oder gar tatenloses Dahinleben ein Zeichen von Dummheit, Faulheit, Verantwortungslosigkeit oder Feigheit. Der Weg zum Erfolg ist aber beschwerlich, denn erstens müsste man sich anstrengen und zweitens kann auch die beste Anstrengung schief gehen. Statt sich nun banal auf eine Politik der kleinen Schritte« auf ein überdies vernünftiges, erreichbares Ziel hin festzulegen, empfiehlt es sich, das Ziel bewunderungswürdig hoch zu setzen.
Wenn das Ziel in weiter Ferne liegt, begreift auch der Dümmste, dass der Weg dorthin lang und beschwerlich und die Reisevorbereitungen umfassend und zeitraubend sind. Da soll einen nur jemand dafür tadeln, noch nicht einmal aufgebrochen zu sein - und noch weniger droht einem Kritik, wenn man, einmal unterwegs, vom Wege abkommt und im Kreis marschiert oder längere Marschpausen einlegt. Im Gegenteil, für das Verirren im Labyrinth und das Scheitern an übermenschlichen Aufgaben gibt es heroische Vorbilder, in deren Licht man dann selbst etwas mitglänzt. Doch das ist keineswegs alles.

Mit dem Ankommen auch am hehrsten Ziel ist eine weitere Gefahr verbunden, nämlich der Katzenjammer! Das noch unerreichte Ziel ist - so scheint es der Schöpfer unserer Welt zu wollen - begehrenswerter, romantischer, verklärter als es das erreichte je sein kann!

Machen wir uns doch nichts vor: Die Flitterwochen hören vorzeitig zu flittern auf; bei Ankunft in der fernen exotischen Stadt versucht uns der Taxichauffeur übers Ohr zu hauen; die erfolgreiche Ablegung der entscheidenden Prüfung bewirkt wenig mehr als das Hereinbrechen zusätzlicher, unerwarteter Komplikationen und Verantwortungen; und mit dem Lebensabend nach der Pensionierung ist es bekanntlich auch nicht so weit her....

Mhh.. was denn nun? Sich erreichbare Ziele setzten, um ankommen zu können.. oder lieber genau das Gegenteil? *zwinkert..

so long

Prince..

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geschrieben am: 08.07.2002    um 14:29 Uhr   
Was du für den Gipfel hältst, ist nur eine Stufe.

Lucius Annaeus Seneca (4 v.Chr. - 65 n.Chr.), röm. Philosoph u. Dichter

So dann , sag mir Freund wirst Du jemals ankommen? Wirst du jemals ein Ziel erreichen wenn Du dir dessen bewusst bist?

Es ist die Tranzendenz Gottes:

In dem man seine Grenzen (hier Ziele) erkennt, geht man gleichsam über sie hinaus. (Man weiss ja immer was das nächste sei).

Deviant

P.s.: Das Feiern ein jeder Stufe ist nicht nur berechtigt sondern gewollt , es gibt kraft und selbstvertrauen für den weiteren weg.
Geändert am 08.07.2002 um 14:39 Uhr von Deviant
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Nutzer: Gast_knuddelblitz
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geschrieben am: 08.07.2002    um 14:44 Uhr   
das fazit: in der postmodernen gesellschaft lebt man von ende zu anfang, in der prämodernen,gab es kein ende,der einzige tod der situation wurde durch deren festhalten erschaffen.
welchen wert haben die künste noch?

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geschrieben am: 08.07.2002    um 14:50 Uhr   
Ich wollt ja erst schrieben:

Wenn man weiss das Kunst von "können" kommt brauch ich keine weiteren Fragen.

aber dann fiel mir ein das man solange man im Präsenz lebt mit dem ganzen schnickschnack den du da schreibst nix zu tun hat.

Es hat nur auswirkungen darauf (ja auch auf die vergangenheit ..... nachdenken).


Wenn du erstmal dein Leben leben kannst , ist es kunst ? oder nur eine zurückgewonnene Eigenschaft die dich befähigt vergangenes im anderen licht zu sehen und mit deinem Handeln die zukunft zu verändern in dem du dich hier und jetzt veränderst.

Das muss man aber auch erst mal können.

Deviant
Geändert am 08.07.2002 um 14:57 Uhr von Deviant

Geändert am 08.07.2002 um 14:59 Uhr von Deviant
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Nutzer: Gast_knuddelblitz
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geschrieben am: 08.07.2002    um 14:55 Uhr   
es geht ja um wertewandel,in der heutigen zeit sage ich:
es ist kunst sich nicht der postmoderne unterzuordnen und es ist kunst vergangenes sowie zukünftiges zu verschmelzen.

ist es nicht eine moderne tugend "eine sache abhaken" zu können? *schüttel*


Geändert am 08.07.2002 um 15:03 Uhr von knuddelblitz
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geschrieben am: 08.07.2002    um 14:58 Uhr   
(zitat)es geht ja um wertewandel,in der heutigen zeit sage ich:
es ist kunst sich nicht der postmoderne unterzuordnen und vergangenes sowie zukünftiges zu verschmelzen.

ist es nicht eine moderne tugend "eine sache abhaken" zu können? *schüttel*

(/zitat)

öhm ja .... moment

(zitat)aber dann fiel mir ein das man solange man im Präsenz lebt mit dem ganzen schnickschnack den du da schreibst nix zu tun hat.
(/zitat)

Präsenz , nicht nur Zeitlich , auch geistig , seelisch und körperlich zeigen . Ist es die Tugend die du meinst?

Deviant

Geändert am 08.07.2002 um 15:01 Uhr von Deviant
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geschrieben am: 08.07.2002    um 15:01 Uhr   
ich bin so präsent das ich allws doppelt abspeicher
Geändert am 08.07.2002 um 15:01 Uhr von Deviant
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Nutzer: Gast_knuddelblitz
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geschrieben am: 08.07.2002    um 15:04 Uhr   
thread geändert,hab mich unglücklich ausgedrückt...

ja, ich sehe nichts starkes,nichts bewundernswertes im vergessen und im aufbruch zu neuen ufern.
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Nutzer: Gast_knuddelblitz
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geschrieben am: 08.07.2002    um 15:05 Uhr   
immer präsent zu sein ist schon eine gabe ;o)
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geschrieben am: 08.07.2002    um 15:12 Uhr   
Mann muss nicht zu neuen Ufern aufbrechen um auswirkungen zu erleben oder zu bewirken.

Der wunsch nach veränderung liegt in jedem , oder bist du nie unzufrieden , hast du keine wünsche ?

Aber was wichtiger ist , du kannst es garnicht verhindern. Sobald du von deinem ufer so überzeugt bist , versuchst du da nicht andere zu überzeugen .... oder vielleicht werden andere deren ufer grösser und sicherer ist als deins, dich einwenig dazu bewegen, dein haus an diesem ufer neu zu streichen.


wer weiss das schon

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geschrieben am: 08.07.2002    um 23:47 Uhr   
Hey.. ein richtig niveauvolles Rededuell! *sich mal freut..

Na wenigstens ihr beiden habt euch an das Thema rangewagt!

Nun.. was kann ich jetzt hier an diesem Punkte der Diskusion sinnvolles einwerfen?

Die Präsenz.. die praktische Lebensführung ist wohl wahrlich eine Kunst. Ich sage an dieser Stelle immer.. Das Leben lebt sich nicht von selbst, man muss es führen!!! Und das dies eine Kunst, eine höchste Kunst sei.. lässt sich durch folgende Punkte untermauern..

1. Das Leben scheint mir keines zu sein, wo wir durch stetiges streben nach den Extremen die Möglichkeit des Glückes finden.. es stellt sich letzten Endes der goldene Mittelweg ein! Wir reiben uns lediglich an den Extremen, um Grenterfahrungen zu machen, und kommen doch wieder auf den Pfad der Mitte zurück!

2. Wie wir auch leben, wonach wir auch immer streben werden.. es wird immer!!! zwei Seiten der Madaille geben. Es gibt nicht das absolut perfekte Glück! Auch nicht in der Liebe! Und ständige Zufriedenheit wäre der Anfang vom Ende! Diese ist sowieso eine Illusion.. eine nicht fassbare Sache!
Doch versuchen wir durch die rechte Präzenz diesem Ideal zumindest möglichst nahe zu kommen. Doch je näher wir diesem Ideal kommen... Ikarus lässt grüßen! *schmelz.. *gg

3. Wir wissen nicht einmal genau wer wir sind!!! Wer bist Du? Wer bin ich? Was ist das wirkliche tiefe Wesen von Deviant/Knudelblitz/Prince33???

Was ist Indentität???

Es heißt zwar so wunderschön.. Der Mensch ist das was er ist.. durch seine Entscheidungen die er trifft!

Doch wer trifft da die Entscheidungen? Anzumerken ist hier, dass nach neuesten neurologischen Forschungen der größte Teil in unseren Gehirnen sich unbewusst abspielt! Da schlummern Ängste, Hoffnungen und Vorurteile, tief in uns vergraben und stellen die Eckpfeiler unserer Entscheidungen dar.

Außerdem sind wir Abhängig von der Außenwelt, die ständig auf uns einströmt..

Jaja.. das Leben ist wohl das schwerste im Leben! *schmunzelt..

so weit erstmal

Prince..
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geschrieben am: 09.07.2002    um 13:27 Uhr   
....smile....

1. Die Mitte die Du beschreibst ist für jedes Wesen eine andere. So mag deine Mitte mittig sein , während meine Mitte etwas extremer ist vielleicht.

Deine Sichtweise erinnert mich etwas an meine. Meine Sichtweise von gestern allerdings.

Während es sich bei Dir so anhört als sei man rechts und links begrenzt, und man pendele zwischen den extremen hin und her , ziehe ich es vor an diesem pendel immer und immer wieder um die mitte zu kreisen. Die erlebnisse und gedanken , erkenntnisse und auch die fehlschlüsse die man sieht. Tragen dich und deine Mitte auf eine höhere Stufe ;)

2. Ohne SCHATTEN kein LICHT. Was wäre der Mensch wenn es kein dunkel gäbe? Er wäre sich ncith bewusst das es lciht gibt.

Thema Liebe: "Weiter suchen mein Freund,.... einfach weiter suchen ....." schmunzelt ....

Im übrigen kann man die misserfolge anderer sehr wohl dazu nutzen es besser zu machen.

it works

3. S.o. : Kreise immer um deine mitte , pendeln zeigt dir nicht alles von dem was du bist. In dem du dich immer wieder auf alle , auch konträren, Standpunkte begibst, ist dir die sicht auf dich , deine mitte , dein inneres , deine Seele immer vor augen. Beim Pendeln auch ? jabb , aber der rest fehlt.

Thema Gehirn:

Die menschlichen denkweisen brennen sich sozusagen bereits von kindesbeinen ein. Es entstehen nerven strukturen , synapsen die diese denkweisen bevorzugt behandeln.

Weisst was , je mehr man sich in frage stellt , vor allem diese manifestierte fleichgewordene zweifelmachine im kopf , und nur auf sein inneres hört , verändern sich auch deine denkstrukturen.

Und irgendwann ist das gehirn frei von zweifel , nur noch ausführungsorgan deiner Seele .

Also drei Punkte mit gleichem inhalt.

Muss wohl was wahres dran sein...

Deviant

P.s.: kleine Schattenflecken gibts immer .... solange man sich aber immer wieder selber ausleuchtet kann man sie immer eleminieren. Und wenn man ständig um sich selber kreist , und das in einer konkreten geschwindigkeit .... naaaaaaaa??? ggggggggggggg
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