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Kanufahrt - Infos? |
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geschrieben am: 06.08.2002 um 17:58 Uhr
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Hallo zusammen,
mich würde es interessieren, ob jemand von Euch schon mal eine mehrtägige Kanufahrt durch Deutschland oder Österreich gemacht hat und mir dazu ein paar Empfehlungen und Tips geben könnte.
Dazu sollte ich aber noch sagen, dass wir absolute Anfänger sind, und daher auf einem Fluss (oder vielleicht auch See) paddeln wollen, der für uns auch bezwingbar ist. Die Strecke sollte durch eine schöne Landschaft und idealerweise auch durch interessante Orte bzw. Städte führen. Die Fahrt dürfte zwischen vier und zwölf Tage dauern, wobei wir da aber relativ flexibel sind.
Im Internet kann man zu diesem Thema zwar ziemlich viel finden, nur ist es nicht so einfach zu beurteilen, ob wir auf den beschriebenen Strecken nicht vielleicht überfordert wären. Oder aber die beschriebenen Touren beschränken sich auf ein bis zwei Tage, was uns zu kurz wäre.
Jetzt hoffe ich mal, dass sich hier vielleicht ein paar Kanuten finden lassen...gg
Ciao
Mona |
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geschrieben am: 06.08.2002 um 18:14 Uhr
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ich bin noch nie kanu gefahren nur schlachboot.
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geschrieben am: 06.08.2002 um 18:15 Uhr
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*g* ich selbst hab keine ahnung, wend dich doch mal ans bluelama, dat weis vielleicht was drüber *g*
greetz
goa |
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geschrieben am: 07.08.2002 um 18:01 Uhr
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| Hmm... so ein Mist! Ich dachte, da hier so viele Youngsters "schnattern", wäre bestimmt jemand dabei, der sowas schon mal gemacht hat. |
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geschrieben am: 07.08.2002 um 19:31 Uhr
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| hallo mona,wende dich mal an brass ,er ist immer im mid-life ,er hat kanus ......elke |
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geschrieben am: 07.08.2002 um 19:36 Uhr
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| Bin zwar eigentlich Kanutin, aber Routen hab ich noch nicht geplant... wollt ihr denn im Einer oder im Kanadier? Erster Tipp, nehmt genug Wäsche zum Wechseln mit *fiesgrins* |
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geschrieben am: 07.08.2002 um 20:53 Uhr
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Ui...gibt ja doch welche, die sowas schon mal gemacht haben...gg
Wir wollen im Kanadier los...ääh..jedenfalls denke ich, dass das so heißt...gg
Ich werde Brass mal posten. Ist das sein vollständiger Nick, Jutta?
Desti? Was war so schlimm daran??? |
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geschrieben am: 07.08.2002 um 20:54 Uhr
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| nimm nen kleineren fluss wie die spree, die spreewäldern sind zudem auch ganz hübsch |
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geschrieben am: 07.08.2002 um 23:49 Uhr
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hallo Mona ..
wenn du eine solche tour planst ist der erfolg immer von der richtigen vorbereitung abhängig ...
auch kanufahren will gelernt sein. wenn ihr wenig erfahrung habt .. würde ich euch erst nur kurze touren empfehlen und nicht gleich 10 bis 12 tage.
wichtig ist auch das equipment ... kanufahren ist anstrengend und nass *gg*
ich hab zusammen mit meinem mann einen anfängerkurs belegt . da wurden wir von fachleuten mit der richtigen paddeltechnik und auch mit dem verhalten in gefahrensituationen geschult.
Wir waren damals in luxemburg auf der sauer .. ein ruhiges flüsschen und nicht auch noch von der schifffahrt benutzt.
wenn du noch fragen hast ... kannst du mich gern ansprechen .. ich bin meist im ff ..
bis denne Nirwana |
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geschrieben am: 08.08.2002 um 12:37 Uhr
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A - hoi ;-)
Also mona, hier hast Du ja schon ein paar gute Tips bekommen, die Dir für eine solche Tour von Nutzen sein könnten. Speziell die Dinge, über die Nirwana schreibt, solltest Du wirklich beherzigen.
Ich selber habe schon ettliche Touren gemacht und muss sagen, dass speziell längere Touren auf größeren Gewässern mit nem Canadier sehr anstrengend werden, weil diese Bootsgattung einfach sehr hoch im Wasser liegt und dadurch a) die Kippsicherheit nicht sonderlich groß ist und b) ein enormer Winddruck entstehen kann.
Daher empfehle ich auch wie Nirwana zunächst kurze Touren auf kleinen Gewässern. Lieber noch ein kleines Rundumprogramm wie z.B. Radtouren mit zu planen, um dadurch einen Ausgleich zum stillen Sitzen im Boot zu schaffen.
Wir bieten zu diesem Zweck Kanutouren an auf einem kleinen Fluß in der Oberpfalz, der in seinem Oberlauf so ruhig ist, dass man sich zunächst aufs Material gewöhnen kann und im Unterlauf dann schon auch einmal mit kleineren Sohlschwellen aufwartet, die einem einen "spritzigen" Eindruck verschaffen vom Kanuwandern. Unsere Kunden sind bisher durch die Bank weg begeistert gewesen von dem Ganzen und empfehlen uns gern weiter.
Wir verleihen nicht nur Kanus sondern auch Räder, beschaffen Unterkünfte und sorgen für Abwechslung. Nähere Infos findest Du aber auch über:
www.rad-kanu.de
Ich wünsche Dir viel Spaß bei Eurer ersten Flusswanderung. Vielleicht ja sogar auf der Vils?? gg
patschnass
Brass |
I hate how people compare Freddie Mercury to God, I mean, He's cool and good and everything.....But he's no Freddie Mercury.
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geschrieben am: 08.08.2002 um 12:45 Uhr
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| hmm bis jetzt hab ich nur mal ne Amok Selbsmord Fahrt auf der Ruhr hingelegt..und zwar mit 3 mann in einer alten Zinkbadewanne mit 6 alten Bratpfannen und einer Schüppe als Ruder und Steuer...aber ich rate zu Schwimmweste...Verbandkasten..etwas Mut..und schlagt kein Wildwasser ein..und überprüft ob ihr überhaupt dort fahren dürft,wegen der Gesetze......und eventueller Zeltplätze.und achtet auf den Bootsverkehr..denn ich bin fast gekentert als ein Motorschiff ankam und mit 300 PS wellen erzeugte |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 08.08.2002 um 15:36 Uhr
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Hallo Nirwana und Brass,
so ähnlich habe ich mir das schon gedacht und die Reisedauer mittlerweile auf drei bis vier Tage reduziert, wobei ich aber nichts dagegen hätte, auch irgendwo einen Tag oder zwei zu bleiben (z.B. in Passau?). Ich weiß eben nur nicht, welchen Fluss und welchen Abschnitt wir als Anfänger für so eine Tour wählen sollten. Bayern, speziell Südbayern, wäre ùns sehr recht.
Hättet Ihr da nicht einen Vorschlag für uns?
Das Kanu können wir uns übrigens von einem Freund ausleihen.
Auf Blechbadewanne und Bratpfanne würde ich lieber verzichten, T.J. *lach* ... so sportlich und abenteuerlustig bin ich dann doch nicht...gg
Bis demnächst
Mona
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geschrieben am: 08.08.2002 um 15:45 Uhr
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Klar kann ich was vorschlagen ..gg..
aber mal Scherz beiseite.
Wenn Ihr Euch das Kanu ausleiht bei einem Freund, dann solltet Ihr Euch aber Gedanken über die Logistik machen, die zwangsläufig auf Euch zukommen wird, wenn Ihr nen Fluß befahrt. ( Auto steht am Tourenstartpunkt, Boot und Leute am Tourenziel.) Wie verlastet man das Kanu auf dem Auto. Die Fahrerei mit nem Canadier auf dem PKW - Dach ist nervend. Jeder Wind drückt einen sonstwohin etc.
Speziell für Anfänger sind befahrbare Kleinflüsse interessant. Hier bildet die Vils (Oberpfalz) ein Novum, weil sie als Kleinfluss gut befahrbar ist, keine speziellen Anforderungen ans Können stellt und es reichlich Wirts- und Gasthäuser gibt oder auch Campingplätze. Städte wie Amberg oder Regensburg sind in 30 Autominuten bequem erreichbar und es gibt echt nen super Kanuverleiher an der Vils, der sowas was ihr vor habt auch mehrtägig komplett durchorganisiert ;-)
griass di
Brass |
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geschrieben am: 08.08.2002 um 15:58 Uhr
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Ich kann mich den Tips von Brass nur anschliessen. Am besten ihr wendet euch an einen Kanuverleiher und nehmt einen kleinen Fluss in Angriff. Gerade die Donau sieht von aussen zwar manchmal recht einlullend aus, ist stellenweise aber ein recht schnell fließender Fluß und für Anfänger nicht optimal. Durch die vielen großen Staustufen wird das Vorankommen teilweise zudem recht mühsam.
Gruss Lama
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geschrieben am: 08.08.2002 um 16:07 Uhr
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Hallo Brass,
wir sind mehr die Typen, die etwas gerne selbst in die Hand nehmen (jedenfalls wenn das möglich ist, ohne dabei ein wirkliches Sicherheitsrisiko einzugehen) und wir wollen diesen Trip auch nicht mit allzu hohen Kosten verbinden.
Eigentlich dachten wir uns ja, dass einer von uns mit dem Zug zum Auto zurück fährt, und dann das Kanu und den Anderen abholt. Das ist zwar etwas umständlich, aber erhält uns eine gewisse Spontanität. Wir müssen dadurch nicht ewig vorausplanen und uns an einen genauen Zeitplan halten. Und das ist uns wichtig!
Falls Dir spontan eine oder mehrere geeignete Strecken einfallen, wäre ich Dir dafür sehr dankbar.
Hmmm... oder sehen wir das Ganze vielleicht etwas unrealistisch???
Mona |
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geschrieben am: 08.08.2002 um 16:16 Uhr
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aah.. Hallo BlueLama,
nein, nein, Flüsse wie die Donau habe ich mittlerweile schon ad acta gelegt, wenn ich auch anfangs von der wahnwitzigen Idee beseelt war, bis nach Wien zu paddeln..gggg
Mona |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 08.08.2002 um 16:27 Uhr
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sei froh....*gg*
Wobei es auch an der Donau Möglichkeiten gibt.
z.B: den oberen Donaudurchbruch
Die Strecke ab Beuron führt tatsächlich durch ein sehr schönes Gebiet . Die Donau ist in diesem Bereich noch ein relativ kleines Flüsschen, das Tal liegt quasi in einem
kleinen Canyon. An der oberen Donau schaffen Anfänger so ungefähr 15km am Tag. Die Strömung ist dort nicht sehr stark, es gibt aber einige Umtragestellen.
Gruss Lama
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geschrieben am: 08.08.2002 um 17:17 Uhr
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Um eine Kanutour komplett selbst zu organisieren und die Zwischenfahrerei per Zug zu bewältigen, fällt mir auf Anhieb die Naab ein. In ihrem Tal verläuft noch eine Bahnlinie. Streckenabschnitt Weiden - Schwandorf. Der Fluß selber ist allerding sehr langsam fließend. Mehr als 10 - 12 km pro Tag sollte man nicht einplanen. Ein anderer Fluss wäre der Regen, er ist gut ausgebaut. Man trifft auf viele gleichgesinnte. Auch die Pegnitz ist befahrbar, allerdings weniger geeignet für Anfänger.
Wenn ihr auf Bundeswasserstrassen fahren wollt wie Altmühl, Main oder Donau, ist es vorgeschrieben, dass das Fahrzeug ein Kennzeichen trägt, welches vom Wasser- und Schifffahrtsamt in Regensburg z.B. verausgabt wird und das Boot muss den Wimpel des DKV als Aufkleber tragen. Weiter ist es erforderlich zumindest Grundkenntnisse über die Binnenwasserstraßen- und Schifffahrtsordnung zu beherrschen. Das Tragen von Rettungswesten ist nicht nur auf Bundeswasserstraßen ratsam. Wildes Campen ist grundsätzlich an allen Flüssen verboten. Ausnahmen gibt es nur mit der Genehmigung des Bauern, dessen Wiese ihr dafür benutzen wollt. Es gehört aber mittlerweile nicht mehr zum guten Ton als Paddler wild zu campen, da durch diese zusätzliche Beanspruchung oftmals für die Anlieger der Flüsse und speziell bei den Fischereibereichtigten hierdurch so großes Störungspotential geweckt wird, dass diese irgendwann auf die Barrikaden gehen und der Fluß fürs Paddeln gesperrt wird. Deswegen zeltelt ein verantwortungsbewußter Paddler nur auf öffentlichen Campingplätzen.
Auf Kleinflüssen gilt Gemeingebrauch. Das bedeutet, derjenige, der ein Boot hat, darf diesen Fluß damit auch befahren. Außer es gibt naturschutzrechtliche Regelungen die dann unbedingt beachtet werden müssen. Näheres hierzu erfährt man z.B. im Deutschen Kanuwanderbuch erhältlich beim DKV. |
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geschrieben am: 08.08.2002 um 17:51 Uhr
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Ojee, Brass...
jetzt ist mir aber beim Lesen das Herz in die Hose gerutscht. Aber irgendwie ahnte ich ja schon, dass es nicht so einfach sein würde, wie wir uns das vorgestellt haben.
Vielen Dank für die Infos. Mal sehen, wie's jetzt weitergeht.
Dir auch vielen Dank, BlueLama ...und allen Anderen natürlich auch.
Mona
jetzt völlig desillusioniert |
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geschrieben am: 09.08.2002 um 19:43 Uhr
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| ist in den letzen tagen bei der klassenfahrt viel kanu gefahren würde das aber nieeeeeeeeeeee für 4-5 Tagen machen *gg* war vielllllll zu anstrengend ... gg |
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geschrieben am: 10.08.2002 um 11:59 Uhr
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Um jetzt vielleicht doch noch eine Lanze für das Bootswandern zu brechen, möchte ich aus meiner Sicht kurz darüber berichten, was mir an dieser Outdoor - Aktivität gefällt.
Wie schon mehrfach erwähnt ist das A und O für das Gelingen einer Kanutour die Vorbereitung. Diejenigen, die hier herein schreiben, dass sie schlechte Erfahrungen damit gemacht haben, werden sicher auch zugeben müssen, dass bereits in der Vorbereitung zur Tour fehler gemacht worden sind. Hirunter fallen für mich z.B. auch die eigene mentale Vorbereitung auf das, was mich denn wohl erwarten könnte. Ein Fluß ist nuneinmal nicht zu vergleichen mit nem Freizeitpark. Das bedeutet, es können durchaus auch einmal Situationen eintreten, die besondere Härten für den Kanuten darstellen. Als Beispiel speziel für Ostbayern hier mal die kühnen Wasserbauer erwähnt, die mit großem Fleiß Bäume in die Flüsse werfen, und sie dann nach und nach zu verkosten .. unsere Bieber. Nicht selten kommt man also an stellen, da muss man raus aus dem Boot und den Kahn im Fluß über solche Hindernisse bringen. Wenn man dann natürlich in Pumps und tollen Sachen im Boot sitzt, ist das ätzend. - schon klar -
Eine Kanutour ist also nur etwas für Leute, die sich gern in der freien Natur aufhalten. Das Boot gleitet nahezu geräuschlos durchs Wasser, die Landschaft zieht gemächlich an einem vorbei, man kann Tiere beobachten in ihrem natürlichen Lebensraum und muss sich den Herausforderungen der Tour stellen. Wer gern im Freien ist und Tiere beobachtet, sich mit dem Element Wasser vertraut fühlt und auch keine Angst davor hat evtl. nass und schmutzig zu werden, dem eröffnet sich durch das Kanufahren eine vollkommen andere Welt, als die, die ihm vertraut ist. Man braucht nicht zwangsläufig stundenlage Autofahrten auf sich nehmen, um etwas besonderes geboten zu bekommen, es tutŽs der kleine Fluß in der Nähe auch. Ich erlebe es fast täglich, dass mir Einheimische sagen, dass sie die Eindrücke, die sie jetzt von ihrer Stunde paddeln mitgebracht haben im Leben nicht erwartet haben. Wer sich also für das Paddeln interessiert, der sollte es wirklich einmal probieren. Es bedarf allerdings Vorbereitung.
Ich versuche einmal die wichtigsten Punkte zusammen zu fassen.
- die ersten Versuche mit einem Boot umzugehen, sollten unter erfahrener Anleitung geschehen. Es ist vollkommen ausreichend, wenn man zu Beginn nur mal kurze Strecken fährt und hierbei gezeigt bekommt, wie das Boot auf welche Begebenheiten reagiert.
- bevor man eine mehrtägige Tour beginnt sollte man beachten, dass man sie gründlich voraus plant. Mit Spontanität fällt man in der Regel ins Wasser. Selbst kurztouren von nur ein paar Stunden benötigen vorausgehender Planung. Man muss unbedingt wissen, was einen im Fluß seiner Wahl auf dem zu befahrenden Abschnitt erwartet. Hierfür gibt es a) Flußwanderkarten b) Flußwanderbücher c) Tourenvorschläge und Erfahrungsberichte aus einschlägigen Magazinen vom Kiosk an der Ecke
- in die persönliche Ausrüstung gehören neben Proviant und Zelt vor allem Festes Schuhwerk, welches nass werden darf. Wer einmal barfuss eine Treidelstrecke durch trübes Wasser gemacht hat, lernt viele seiner Knochen im Fuß beim Vornamen kennen. fg Leichte bequeme, nach möglichkeit langbeinige und langärmelige Bekleidung, vorzugsweise nicht aus Baumwolle. Je schneller die Klamotten am Leib trocknen können, desto besser. Wasserdichte Packgefäße mit ausreichendem Volumen. Mülltüten sind vollkommen ungeeignet. Am besten funktionieren Rollbeutel z.B. von Ortlieb, weil sie gut zu verstauen sind im Boot, oder für große Boote auch verschraubbare Tonnen. Kopfbedeckung für jeden. (normal sollte sogar ein Helm getragen werden) Rettungsweste, Sonnenschutz- und Feuchtigkeitscrems. Regenkleidung und Wechselklamotten.
... siehe Folgebeitrag |
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geschrieben am: 10.08.2002 um 12:00 Uhr
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... Fortsetzung
- je länger eine Tour angelegt wird, desto größer sind die Anforderungen an das Stauvolumen im Boot. Wer mit nem simplen 1er Kajak ohne abgeschottetem Stauraum eine mehrtägige Tour plant, sollte versuchen, das Gepäck an Land per auto von Ort zu Ort zu schaffen. Wer mit nem großen Canadier unterwegs ist, kann zwar das Gepäck mitführen im Boot, aber an Wehranlagen oder sonstigen Umtragestellen wirds dann happig, weil alles entladen werden muss einzeln umtragen wieder verstaut und weitergefahren werden muss.
-man sollte sich mit den Begebenheiten der Region vertraut machen, in der man eine Tour plant. z.B. wenn man in Ostbayern unterwegs ist, ist eine Zeckenschutzimpfung erforderlich. Man sollte sich mit Pflanzen auskennen. Wer mit der Herculesstaude nähere bekanntschaft geschlossen hat, wird bald ein gutes Verhältnis zum Hautarzt haben etc.
Im Grunde ist es so wie immer im Leben, wer glaubt von null auf hundert einfach mal so ne Tour machen zu können, fällt auf die Nase. Wenn man sich jemandem anschließt der Erfahrung hat mit dem was man tun möchte, und bereit ist, Ratschläge zu befolgen und die Sache nicht auf die leichte Schulter zu nehmen, wird für sich eine Möglichkeit entdecken Natur zu erleben, wie es schöner und intensiver kaum mehr geht.
Wenn Du jetzt die Flinte ins Korn wirfst mona, weil Du schon gedacht hast, dass es nicht so einfach wird wie Du es Dir vorgestellt hast, liegt das weniger am Kanuwandern, als an Deiner Bereitschaft, Dich im Vorfeld gründlich mit der Thematik zu befassen.
Wir erleben es hier im Bootsverleih nahezu täglich, dass Menschen mit falschen Vorstellungen zu uns kommen und dann hinterher enttäuscht sind, nicht das vorgefunden zu haben, was sie erwartet haben. Für sie ist eine Kanutour nicht nachahmenswert.
Aber wir erleben es viel viel öfter, dass Leute, die sich um Vorfeld Gedanken gemacht haben, auch die richtige Einstellung für das ganze mitbringen und vor allem auch die Bereitschaft haben, sich so zu verhalten, dass sie aus einer Kanutour wirklich wesentliche Eindrücke mitbringen können, die man nur dort bekommen kann.
Kanuwandern ist eine erholsame, aktive und atraktive Outdoor Beschäftigung. Man nimmt viele Strapazen dabei auf sich, erhält dafür aber im Wesentlichen viel zurück wovon man später lange zehren kann.
Brass |
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geschrieben am: 10.08.2002 um 20:07 Uhr
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Hallo Brass,
vielen Dank für Dein ausführliches Posting! Alles was Du darin geschrieben hast, kann ich sehr gut nachvollziehen.
Es ist nicht so, dass wir um jeden Preis ganz auf die Schnelle eine Kanutour machen wollen und das auch noch ohne uns vorher richtig informiert zu haben, was da eigentlich auf uns zukommt und welche Risiken es birgt.
Nach allem, was ich bislang gelesen und in Erfahrung gebracht habe, glaube ich nicht, dass wir noch genügend Zeit haben, um uns das nötige Wissen anzueigenen und so eine Tour auch richtig zu planen. Daher werden wir uns wohl dieses Jahr erst einmal darauf beschränken, ein paar Paddelübungen auf dem Baggersee zu machen...gg
Mit "Spontanität erhalten" meinte ich übrigens nicht, dass wir nicht Willens gewesen wären, diese Tour im Voraus sehr gründlich zu planen, sondern eher, dass wir uns nicht auf ein Datum festlegen wollten. Außerdem wollten wir uns nicht die Möglichkeit nehmen (lassen), an einem Ort, der uns gut gefällt, auch einen Tag länger als ursprünglich geplant bleiben zu können oder aber bei schlechtem oder unsicherem Wetter die Tour gar nicht erst zu machen bzw. sie vorzeitig abzubrechen.
Vielen Dank, dass Du Dich so ausführlich zu diesem Thema geäußert hast. Ich sehe jetzt einige Dinge erheblich klarer.
Schönes Wochenende
Mona |
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