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Die Theorie vom Gleichgewicht der Macht

Nutzer: Sorry555
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geschrieben am: 12.08.2002    um 14:31 Uhr   
Von 1945-1989 galt auf der Welt das Prinzip vom Gleichgewicht der Macht.

Wie immer man diese Theorie bewertet und wie man die Nachteile einstuft, zusammenfassend kann man nicht umhin zu sagen: in dieser Zeit "des Gleichgewichtes der Macht" gab es in den Regionen des Gleichgewichtes der Macht Frieden und relative Prosperität. Prosperität vielleicht weil Frieden und Frieden vielleicht auch wegen des Gleichgewichtes der Macht. Wo auch immer die Ursachen lagen, fest steht auf jeden Fall, dass in diesem Zeitraum des Gleichgewichtes der Macht sich eine relative Prosperität der Bürger entwickeln konnte, welche Gründe auch immer letztlich dafür ausschlaggebend waren.

Es kann also zum außenpolitischen Gleichgewicht der Macht auch der Zusammenhang zum innenpolitischen Gleichgewicht der Macht hergestellt werden.

Wer in die Bundestagsdebatten dieser Jahre schaut, findet dort heftige politische Auseinandersetzungen zwischen den Parteien und man findet engagierte, überzeugte Politiker gleich welcher Parteienrichtung, ob man nun deren Meinung oder Auffassung teilt oder nicht, es waren überwiegend sehr engagierte Politiker, welche sich selbst massiv in die Politik eingebracht hatten und nicht selten über gehörigen Sachverstand verfügt hatten.

Aus irgendwelchen Gründen ist das heute nicht mehr so. Wir haben kaum mehr Politiker mit Sachverstand, wir haben kaum mehr Politiker, die sich engagiert und mit eigenen Überzeugungen einbringen.

Ja, wir haben bis auf wenige Differenzen sogar einen Parteieneinheitsbrei. Wir haben nicht mehr die Regierung und die Opposition. Eine Demokratie kann aber nur positive Ergebnisse bringen, wenn es eine starke Regierung gibt (welche auch immer) und eine ebenso starke Opposition (welche auch immer). Dieses Gleichgewicht der Macht verhindert exzessive Maßnahmen einer Seite und hält so "die Welt im Gleichgewicht" so gut es eben geht.

Mit dem Zusammenbruch des "Ostkontinents" gibt es auf der Waage kein Gegengewicht mehr. Eine Seite der Waage ist nach unten geknallt, während die andere Seite ganz oben steht. Mit der Entwicklung von schwachen bis nicht mehr spürbaren oder überhaupt vorhandenen Oppositionsparteien ist auch das Gleichgewicht aus dem Bundestag verschwunden: Ergebnis: miserable Politik egal welcher Partei.

Wäre es also wichtig, dass das Gleichgewicht wieder aufgebaut wird?
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Nutzer: offi
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geschrieben am: 12.08.2002    um 14:40 Uhr   
Tja die sog. "Ballance of Power" hatte sicherlich seine Vorteile,aber auch den Nachteil dass keine Seite ihre Macht voll ausüben konnte.
"So ein bisschen von jedem" is einerseits ganz gut, andererseits aber natürlich nicht genug von dem einen.
Nehmen wir an die Hälfte der Welt ist Demokratisch, die andere Hälfte Kommunistisch. Dann müssen die Menschen, die an die Demokratie glauben, aber in der Kommunisten-Hälfte leben, unter dem System ihrer Gegend leiden und andersrum.
Von einer Ballance of Power im Bundestag kann ja nichtmehr die Rede sein, denn zum Teil will ja sogar die CDU im Falle eines Wahlsieges Ideen der SPD "so oder so ähnlich" umsetzen, weil sie im Grunde genommen gut sind. Die einen müssten ja eigentlich alles schlecht finden was ihre Gegner gut finden aber Dinge die nunmal gut sind kann man auch gut finden.
Im Prinzip hast du aber Recht, wenn du sagst, dass sich nichts mehr bewegt weil keiner mehr da ist, der Widerstand übt.
Offi
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Nutzer: Sorry555
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geschrieben am: 20.09.2002    um 08:15 Uhr   
ja aber dieser Widerstand artet dann doch manches mal in einen kleinen hass aus
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