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Schiedsrichter - Freiwild für "Fans", keiner mag sie

Nutzer: Sorry555
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geschrieben am: 12.08.2002    um 15:01 Uhr   
Fußball-Schiris habens nicht leicht... sie haben keine Lobby oder Fanclubs, und machen es niemendem recht.
In einem bisher friedlichen schwäbischen Dörfchen kam es zu eindrucksvollen Jagdszenen sog. "Fans", die zeigten was sie so von der körperlichen Unversehrtheit von Schiedsrichtern halten.

Es ist mir schleierhaft, wieso sich überhaupt noch jemand für ein Spiel zwischen solchen ungebildeten Barbaren und einer einheimischen Mannschaft zur Verfügung stellt.
Mein Rat: schickt keine Schiris mehr zu solchen Wilden. Die wissen doch gar nicht was Sport ist.

Vor ein paar Wochen kam in der StZ ein Bericht über einen Schiedsrichter aus Bad Cannstatt, der von einem Jugoslawen krankenhausreif geprügelt wurde. Der war vor Gewalt aus dem Balkan hierher geflohen.
Irgendwie absurd, das ganze.

Mit 3:2 Toren führte der Verein NKV Nürtingen am Donnerstagabend gegen die zweite Mannschaft des TSV Denkendorf, als der Schiedsrichter in der 92. Minute nach einem Foul an einem Denkendorfer Spieler auf Elfmeter erkannte.
Nach dem Pfiff spitzte sich die Situation in Deizisau zu, wo auf neutralem Platz das Relegationsspiel für den Aufstieg in die Kreisliga A ausgetragen wurde. Nach Zeugenberichten kickte ein NKV-Spieler den Ball weg und wurde daraufhin des Feldes verwiesen.
2 weitere Spieler protestierten gegen die Elfmeter-Entscheidung und bedrängten den Schiedsrichter, der ihnen ebenfalls die rote Karte zeigte. Als der Schiedsrichter mit seinen beiden Söhnen, die als Linienrichter fungierten, in die Kabine wollte, eskalierte die Situation. Einem Augenzeugen zufolge spielte sich eine "regelrechte Jagdszene" ab. So etwas habe er noch nie erlebt, sagt Staffelleiter Rainer Veit, der das Spiel beobachtete. "Das war, wie wenn ein Damm bricht." Etwa 70 bis 80 Fans hätten die Referees über das Spielfeld verfolgt.
Besonders schlimm erwischte es den Schiedsrichter, der nach der Attacke blutüberströmt und regungslos auf dem Platz liegen blieb. Einer der Linienrichter wurde ebenfalls verletzt. Zwei Rettungswagen brachten die Opfer zur ambulanten Behandlung ins Krankenhaus Esslingen. Die Angreifer machten sich zunächst aus dem Staub.
"Es ist die schwärzeste Stunde, die ich im Amateurfußball erlebt habe", sagt Obmann Veit, der sich von dem Relegationsspiel eigentlich eine Werbung für den Sport erwartet hatte. "Mir tun vor allem die Kinder leid", sagt Veit. Wer das miterlebt hat, werde sich wohl fragen, ob er überhaupt Fußball spielen solle. Bei dem Unparteiischen handelt es sich laut Veit um "einen der fähigsten Schiedsrichter, die wir haben". Bei dem Strafstoß habe es sich um einen "glasklaren Elfmeter" gehandelt. Die Polizei hat inzwischen 5 mutmaßliche Täter im Alter zwischen 23 und 38 Jahren ermittelt. Es soll sich um 4 Fans handeln. Auch ein Spieler des Vereins soll nach Polizeiangaben beteiligt gewesen sein.
Der Strafenkatalog sieht im Fall einer Verurteilung durch das Sportgericht im schlimmsten Fall den Ausschluss aus dem Fußballverband vor.
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