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Forscher entdecken neuen Virus |
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geschrieben am: 12.08.2002 um 15:06 Uhr
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Viren könnten Schizophrenie auslösen
Forscher haben ein Virus entdeckt, das möglicherweise
Schizophrenie hervorruft. Spuren des Erregers, der die
menschliche DNS vielleicht schon vor Millionen Jahren
befiel, fanden sich in der Hirnflüssigkeit von
psychisch Kranken.
Die Wissenschaftler um Robert Yolken von der Johns
Hopkins University hatten die Hirnflüssigkeit von 35
Schizophrenie-Patienten untersucht. Etwa 30 Prozent
der Personen mit akuter Schizophrenie und sieben
Prozent der an chronischer Schizophrenie Erkrankten
wiesen Spuren eines aktivierten Retrovirus auf,
berichten die Forscher in der aktuellen Ausgabe der
Fachzeitschrift "Proceedings of the National Academy
of Sciences". Bei einer Kontrollgruppe aus Gesunden
und Patienten, die an anderen neurologischen
Erkrankungen litten, fand das Team hingegen keine
Virenspuren.
Bei dem verdächtigen Erreger handelt es sich um ein
so genanntes endogenes Retrovirus aus der Virenfamilie
HERV-W. Retroviren, zu denen auch der Aids-Erreger HIV
zählt, können ihre Erbinformation in das Genom einer
Zelle einbauen und diese damit zur Produktion neuer
Viren veranlassen. Einige Retroviren haben sich - zum
Teil schon vor Millionen Jahren - so geschickt in das
menschliche Erbgut integriert, dass sie von Generation
zu Generation weitergereicht werden. Die meisten dieser
endogenen Retroviren sind allerdings durch Mutationen
inaktiv geworden.
Bei den Schizophrenie-Kranken wurde das Virus vom Typ
HERV-W offenbar wieder aktiv und produzierte RNS-Stränge,
die in der Hirnflüssigkeit nachgewiesen werden konnten.
Was das plötzliche Wiederaufleben des Erregers verursacht,
wissen die Forscher noch nicht. "Wir hoffen, dass wir
irgendwann einmal die Aktivierung des Retrovirus
verhindern können", sagt Yolken. "Wenn wir das schaffen,
könnte es zu einer neuen Methode bei der Behandlung von
Schizophrenie führen." |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 12.08.2002 um 15:32 Uhr
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| ...scheinst das beste beispiel für so`n virenbefall zu sein. |
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