Auf den Beitrag: (ID: 19289) sind "37" Antworten eingegangen (Gelesen: 1794 Mal).
"Autor"

Werdegang eines Wolfes

Nutzer: Nisume
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 05.01.2002
Anzahl Nachrichten: 140

geschrieben am: 26.07.2002    um 06:23 Uhr   
Seid mir gegrüßt, ihr neugierigen.
Wer ich bin? *lächelt freundlich*

Quidam mein Name. *verneigt sich leicht, sein lächeln nun zu einem breiten grinsen verziehend als er so spricht, wohl der Bedeutung seines Namens bewusst*

Ich möchte euch von einem Wesen erzählen, wie es wohl nur in Sagen und Legenden existiert… aber diese Geschichte ist keine von jenen. Weder eine Sage, noch eine Legende. *hebt ermahnend den Finger* alles wahr, bei meinen lieben Eltern, ich schwöre. Ich selbst habe ihn getroffen, Nisume den Werwolf… *winkt ab*

Fangen wir zunächst am Anfang an, schließlich isst man eine wurst auch nicht von der Mitte her *schmunzelt*

Nun, alles begann mit einem FehlerÂ…

…deine Gedanken verschwimmen und du lässt dich mitreisen von der Erzählung Quidam’s, dem Barden und du könntest schwören Teil der Geschichte zu sein…

"Du weist was wir besprochen hatten?" ernst blickte Baron Cedric von Broja auf den deutlich angeschwollenen Bauch seiner bediensteten. "Sechs Jahre und keinen Tag länger!"

Traurig schaute seine Dienerin aus ihrem Bett zu ihm auf.

"Ja Herr, wie ihr wünscht"

"Und kein Wort! Verstanden?" herrschte der Baron sie an.

"Nein Herr, ich sage nichts."

Ohne ein weiteres Wort drehte sich Cedric von ihr weg und verließ den Raum. Hätte ich mich doch bloß zusammen gerissen dachte er bei sich. Er war wütend, wie konnte er nur über eine seiner bediensteten herfallen und sie Schwängern. Wenn jemand davon erführe das das stolze Geschlecht der "von Broja" einen Nachkomme von einer billigen Dienerin erhalten würde. Er legte sorgenvoll die Stirn in Falten. Vor allem wäre dieser Bastard der Alleinerbe meines Besitzes und nicht wie beschlossen sein Stiefsohn, wie er es seiner verstorbenen Frau versprochen hatte. Dann wäre sein Ansehen, seine Macht schwer angeschlagen und das durfte nicht passieren.

Mit gemischten Gefühlen lag Sahrah in ihrem Bett und strich sich über ihren runden Bauch. Sie freute sich darauf ein kleines Kind zu bekommen doch sie dachte auch voller Sorge über das nach was sie mit dem Baron abgemacht hatte.

"Du wirst das Kind gebären, es wird hier leben dürfen bis es sechs Jahre alt ist. Du wirst niemandem sagen von wem das Kind ist, erzähl dass du in der Stadt geschändet wurdest. Wenn das Kind sechs Jahre alt ist wirst du es mitnehmen in den Wald. Du wirst es dort aussetzen und zurückkommen. Du wirst erzählen es sei von Wölfen gerissen worden welche euch angriffen."

Diese Worte hallten immer wieder durch ihren Kopf und eine Träne rann ihre Wangen herab.

"Ich lasse nicht zu das mein Kind im Wald stirbt" sprach sie leise zu sich und begann darüber nach zu denken wie sie ihren Sohn retten konnte.
  Top
"Autor"  
Nutzer: Nisume
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 05.01.2002
Anzahl Nachrichten: 140

geschrieben am: 26.07.2002    um 06:25 Uhr   
Fast Sechs Jahre waren seit der Geburt des kleinen Nisume vergangen. Er lernte schnell und viel von seinem Lehrer, den Sahrah unter bitten und flehen vom Baron für ihren kleinen Sohn einstellen durfte. Doch was der Baron nicht wusste war, das der Lehrer ihm weniger die Kunst der Mathematik oder gar Lesen und schreiben beibrachte sondern Tier- und Pflanzenkunde, Überlebensregeln für den Wald und weitere Dinge. Sahrah hoffte das ihr kleiner Sohn, den sie über alles in der Welt liebte, mit diesem Wissen alleine seinen Weg finden würde. Nisume war ein kluges Köpfchen und saugte das Wissen geradezu gierig auf. Der Baron kümmerte sich nicht um seinen Sohn, ging ihm aus dem Weg und mied auch die Gesellschaft von Sahrah. Dennoch dachte er täglich an die Abmachung die er getroffen hatte und zählte die Tage an dem er dieses unerwünschte Kind endlich los sein würde. Die Zeit verstrich schnell und Sahrah, welche ebenfalls wie der Baron sorgsam jeden Tag der Sechs Jahre in Form eines Striches in einem Buch verewigte beschloss, ihn mit traurigem Blick aufzusuchen.

Der Baron saß im Lesezimmer des riesigen Anwesens und sprach fast selbstgefällig, als er Sahrah bemerkte.

"Nun, du weißt welcher Tag heute ist?"

Sahrah nickte schwach und wollte gerade das Wort erheben, da herrschte sie der Baron an.

"Dann tu wie ich dir damals geheißen habe und schaff dieses dreckige Kind endlich aus meinem Haus!"

Sahrah schluckte, versuchte die Tränen zurückzuhalten und rannte dann wortlos fort. Sie hasste sich, wollte nicht ihr einziges Kind aussetzen und es sich selbst überlassen, doch sie hatte keine Wahl. Sie nahm den kleinen Nisume auf den Arm, griff zu einem Korb mit diversen Sachen die Nisume hoffentlich nützlich sein könnten und ging.

Sie fuhren mit der Kutsche weit, weit fort von den Ländereien des Barons, fuhren durch Wälder, an Seen entlang und selbst durch Täler und Schluchten führte ihr Weg. Die Kutsche machte halt genau an der Stelle die sie mit dem Kutscher vereinbart hatte. Sie hatte mehr geplant als der Baron von ihr gedacht hätte. Nicht weit im Wald an dem sie gehalten hatten, fernab jeglicher Zivilisation stand eine verlassene Hütte. Sie sollte Nisumes Unterschlupf werden solange bis sie ihn holen konnte. So ging sie mit Nisume in die Hütte.

"Bleib schön hier, ich bin bald zurück" flüsterte sie und lächelte ihn traurig an. „Was auch passiert, denk an die Sachen die dir dein Lehrer beigebracht hat und schau in diesen Korb, dort sind einige Dinge drin die dir helfen werden mein Schatz.“

Sie küsste ihn sanft auf die Stirn und verließ das Haus. Nisume verstand nicht recht was vor sich ging aber er wusste dass er seine Mutter niemals wieder sehen würde.
  Top
"Autor"  
Nutzer: Nisume
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 05.01.2002
Anzahl Nachrichten: 140

geschrieben am: 26.07.2002    um 06:25 Uhr   
Nach langer Zeit, aus Gründen die er verschweigt, kam Nisume zum ersten Mal in eine große Stadt, genannt Britain. Dort war er wie ein kleines Kind obwohl seit seinem aussetzen über 11 Jahre vergangen waren. Er kannte diese Welt nicht, konnte kaum sprechen, kannte keine Häuser, Berufe, Kriege geschweige denn andere Menschen. Falk Hinrah war es der sich ihm annahm und ihm die ersten Sachen der "neuen Welt" beibrachte. Nisume blieb eine Zeit bei Falk, doch zog es ihn schnell wieder fort. Wieder verirrte er sich in einer Stadt, diesmal Trinsic. Verloren an einer Brücke, traf er auf Falva di Marcaz, eine Frau, welche er heute als seine große Schwester sieht. Sie nahm ihn zu sich und bot ihm das allererste Mal ein Heim an, zeigte ihm alles was sie wusste und Nisume entwickelte sich prächtig. Er sieht das kleine Dorf in das sie ihn mitnahm immer noch als seine Heimat, auch wenn zu viel passiert ist und es vielmehr nur noch ein begriff für einen Ort ist, an dem er längere Zeit verbracht hat. Es lief nicht immer alles gut, viel Leid und Hass wurde gesät unter den Dörflern, Ungosch ni'Dulana als Zentrum. Er hatte sich zur Seite des Chaos bekannt und war der Mann den Falva liebte und welcher sie letztendlich zerstörte. Nisume konnte nicht mit ansehen wie seine freunde sich immer zerstritten wegen Ungosch, konnte es nicht ertragen das dieses verhasste Individuum sein Leben zerstörte. Er wollte helfen doch wusste nicht wie. Es eskalierte im Dorf, Nisume verlor alles. seine Freunde, seine Selbstachtung ..seine Heimat. Er hasste Ungosch wie nichts auf der Welt. Jener hass trieb ihn dazu, den letzten Schritt für Ungosch zu tun. Nisume hätte nicht gedacht das Ungosch kein Mensch war sondern zur Rasse der Daywalker, oder auch „Halb Vampire“ gehörte und so wurde sein Kampf gegen Ungosch schwerer als er gedacht hatte, doch blieb Nisume Siegreich. Ungosch war beiseite, doch der Hass welcher nur auf Ungosch zu ruhen schien, fächerte sich über all die Schattenwesen, Vampire, Daywalker und Nisume schwor sich diese Wesen als Dreck zu erachten und von der erde zu wischen wo immer er sie antreffen würde. Er konnte nicht bei seinen freunden bleiben denn sie hassten ihn, hassten das was er getan hatte obwohl er nur helfen wollte. Er zieht zurzeit alleine durch die Welt, versucht seine Gedanken zu ordnen. Er leidet sehr unter dem vergangenen aber beginnt langsam das geschehene zu verarbeiten… was ihm oft Alptraumhafte Nächte beschert…
  Top
"Autor"  
Nutzer: Nisume
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 05.01.2002
Anzahl Nachrichten: 140

geschrieben am: 26.07.2002    um 06:25 Uhr   
Träume

Müde setze er sich an einen leeren Tisch weit hinten in eine dunkle Ecke der Taverne. Er atmete langsam und schwer, seine wunden Glieder schmerzten. Zu lange hatte er versucht seine Gedanken zu verdrängen, zu lange gekämpft gegen sein Selbst, stets darauf bedacht nicht zu fallen. Er war erschöpft, so unglaublich müde doch er musste nachdenken. Mit sanfter Bewegung zog er einen Dolch aus seinem Gürtel und begann Gedankenverloren etwas in den Hölzernen Tisch zu kratzen an den er sich gesetzt hatte. Es dauerte nicht lange bis er nichts mehr um sich herum wahrnahm, das flackern des Kaminfeuers nur noch ein hypnotisches flimmern und die Stimmen der anwesenden Gäste ein Echo von verträumten, monotonen Geräuschen war…

In seinen Gedanken sah er einen MannÂ…

„War er es den er sah…?“
„Sah er sich selbst? Nisume?“

Er hatte einen Bogen geschultert und einen Beutel in der HandÂ…

*plitsch... plitsch* ...

Wie tausendfach verstärkt drangen diese Töne an sein Ohr…

*plitsch.. plitsch*

Etwas sickerte schwärzlich aus dem Stoff des Beutels…

*plitsch*

Er versuchte sich zu konzentrierenÂ…

„War Konzentration in Tagträumen möglich?“

Er sah den Mann etwas deutlicherÂ…

*plitsch*

Düster der Blick, kalt das lächeln…

*plitsch*

Er stellte sich fragen im GeisteÂ…

„Was war das nur das da aus dem Beutel sickerte?“

*plitsch*

War etwas in dem Beutel das gerade auslief?

*plitsch*

„Eine Flüssigkeit?“
  Top
"Autor"  
Nutzer: Nisume
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 05.01.2002
Anzahl Nachrichten: 140

geschrieben am: 26.07.2002    um 06:26 Uhr   
Sein Blick wandte sich von dem Mann ab und schwenkte zu einem dunklen Schatten etwas abseitsÂ…

„Sieht man einen Traum wirklich mit den Augen?“

*plitsch*

Eine dunkle Gestalt trat aus dem SchattenÂ…

"Non Mortui te Salutant!" dröhnte es.

Sein Blick schwenkte zurück auf den Mann mit dem Beutel, den er als erstes gesehen hatte…

„War er es?“

Der Mann salutierte und hielt den Beutel hochÂ…

*plitsch...plitsch*

"Non Mortui te Salutant!" sprach der SchattenÂ…

Verwirrung machte sich in seinem Geiste breitÂ…

Der Beutel flog, geworfen, wie in Zeitlupe an ihm vorbeiÂ…

„Ich sehe den Beutel an mir vorbeifliegen… habe ich ihn geworfen?“

Er verfolgte ihn mit seinem BlickÂ…

„Ich sehe ihn…“

Sicher packte die Hand des Schattens zu, fing den Beutel und tauchte ihn und sich selbst wieder in die DunkelheitÂ…

"Non Mortui te Salutant!" hallte es wieder und der Mann verbeugte sich in die Richtung, in der noch zuvor der Schatten gestanden hatteÂ…

Es wurde hell, weißlich, blendend…

„Es ist so Hell…“

Er sah wieder den MannÂ…

*plitsch plitsch*

Da war es wieder und er schaute nach dem Beutel doch es war keiner in der Hand des Mannes...

*plitsch plitsch*

„Wo kommt das Geräusch her?“

*plitsch*

Der Mann stand da, leicht gebeugt, die Arme hängend…

*plitsch plitsch*

Es glitzerte an seinen AugenÂ…

*plitsch*

„Er weint?“

Tränen fielen auf den Boden…

*plitsch plitsch*

Es wurde dunkel, nichts war mehr zu sehen bis auf ein schwaches flackern weit hintenÂ…

Er ging darauf zuÂ…

„Ich komme näher…“

Eine Kerze brannte gerade aus, flackerte die letzen Züge des feurigen Lebens…

„Ich fürchte mich…“

Er spürte dass er beobachtet wurde...

„Wer ist da?“

Wieder hörte er das Geräusch…

*plitsch*

Er senkte den Blick und sah nun den blutigen Beutel, welcher halb aufgeschlagen den blick auf ein hässliche Fratze freigab, welche ihn anstarrte und blut tropfte auf den Boden…

*plitsch plitsch*

„Schaust du mich an?“

"Non Mortui te Salutant!" dröhnte es unvorstellbar laut, die Augen des abgetrennten Kopfes im Beutel leuchteten rot auf...

„Was soll das? Lass mich in ruhe“

Er hielt sich die Ohren zuÂ…

„Es ist so laut!“

Er sah hinab auf den Schädel und erkannte wer dort vor ihm Lag…

„Ungosch…“

Die Fratze lachte, finster und bedrohlichÂ…

„Neiiiiiinnnn…!!!!“

Seine Gedanken schrieen und die Kerze erloschÂ…

Nach Luft ringend wachte er auf, schaute verwirrt um sich. Wie in leichter Panik schob er den Tisch leicht weg und verließ schnell die Taverne. An den Dolch dachte er nicht mehr. Er steckte immer noch im Tisch, welchen er noch zuvor mit der Dolchspitze bearbeitet hatte. "Keine Hoffnung" war gekratzt und verewigt in der Platte mattbraunen Holzes, ein Spiegel seiner Gedanken…
  Top
"Autor"  
Nutzer: Nisume
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 05.01.2002
Anzahl Nachrichten: 140

geschrieben am: 26.07.2002    um 06:27 Uhr   
Soweit kann ich es grob nacherzählen…

Â…du wirst aus deinen Gedanken gerissen ob diesem Einfall QuidamÂ’sÂ…

Nisume selbst hat es mir so erzählt und nur das, als ich ihn damals traf. Wie und warum ich ihn traf lassen wir hier mal beiseite *grinst leicht* Ich saß jedenfalls oft mit ihm zusammen und hörte seiner Lebensgeschichte zu. Er ist ein komischer Kauz, sprach immer so geschwollen und am liebsten in Drohungen *grinst keck* Aber hört weiter zu und ihr versteht…

…wieder erscheinen Bilder vor deinem Auge als Quidam weiter erzählt… Bilder von einem treffen mit Nisume bei dem er mit dir zu sprechen scheint, einem Interview gleich…

Man sagt das jeder Mensch einen Teil hat von dem er nichts weis, einen Teil der die unbändige Kraft, die Wut und die ureigensten Instinkte beherbergt. Manche Menschen wissen von diesem Teil, spürten ihn selbst oder ließen ihn andere Menschen am eigenen Leibe spüren. Jene, die wissen was in ihnen steckt, versuchen diesen Teil zu verbergen, geheim zu halten obwohl sie wissen dass ihnen das niemals gänzlich gelingen wird…. Ich weis nun von meinem Teil, von der Kraft die in mir schlummerte. Ich weis nun das ich ein erwählter bin, oder ein bestrafter? Es fing alles vor einiger Zeit an als ich in der Wüste zum Jagen war…

*langsam schließt er die Augen und erinnert sich*

Ich schoss gerade auf eine der zahlreichen Riesenschlangen, welche zu hunderten durch die Wüste kriechen, als ich merkte wie sich jemand näherte. Ein gezielter Schuss, die Schlange war erlegt und ich konnte mich zu dem herangenahten fremden umdrehen. Der Barbar sah schlecht aus, hoch oben auf seinem Ross konnte er sich kaum im Sattel halten. Eine Schlange schien ihn gebissen zu haben, aber das schien ihm weniger Probleme zu machen als der Alkoholspiegel den er sich wohl in guter alter Barbarenmanier vor der Jagd angetrunken hatte.

„Vergiftet und besoffen … wohl mit dem falschen Bein zuerst aufgestanden“ sprach ich schmunzelnd zu ihm.
  Top
"Autor"  
Nutzer: Nisume
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 05.01.2002
Anzahl Nachrichten: 140

geschrieben am: 26.07.2002    um 06:27 Uhr   
Er lies sich wortlos vom Pferd gleiten, baute sich vor mir auf und nahm seinen Helm von seinem Kopf, welcher mich um gut eine Elle überragte.

„Willst was, Mensch?!“ schnauzte er zu mir herunter und spuckte dabei verächtlich aus.

Es kam zu einem munteren aber dennoch angespannten Gespräch über die unterhaltsamen Eigenschaften der Barbaren und Menschen, worauf ich hier aber nicht näher eingehen möchte. Kurz um, es kam zu einem Duell. *lächelt leicht* So schwankend und unbeholfen wie der Barbar auf Grund seiner Trunkenheit kämpfte, war es nicht schwer seinen hieben auszuweichen und meinerseits einige Treffer anzubringen. Ich wollte ihn nicht ernstlich in Gefahr bringen und so, als er sich kurz zurück zog um sich ein paar Bandagen umzubinden, beschloss ich diesem Schauspiel ein Ende zu machen. Nein, ich brachte ihn nicht um.

„Komm lass gut sein, hast gewonnen. Ich gebe auf“ sagte ich lächelnd zu ihm.

Er schien zu verstehen und lies davon ab einen weiteren Angriff zu starten. Ja wir reichten uns sogar die Hände, lobten unsere Kampfkünste und nannten unsere Namen. Ich erzähle hier von Wulf, meinem Vater. Damals trennten sich unsere Wege nach einem kurzen Gespräch wieder, doch irgendetwas sagte mir das ich ihn wieder sehen würde. So war es dann, einige Tage später. Ich schritt gerade die Stufen hinauf, welche zur „Taverne zur Lieblichen Biene“ führten *räuspert sich kurz* für jene die sie nicht kennen, es ist die Taverne auf der Bank zu Britain, als plötzlich Wulf vor mir stand.

„Hossa!“ brachte er kehlig heraus und funkelte mich dabei sonderbar, aber dennoch freundlich an.

Erst erkannte ich ihn nicht denn er trug keine Rüstung, auch kein Hemd und die zahlreichen Tätowierungen die er am Leibe trug ließen mich erst einen Augenblick verwirrt dastehen und überlegen. Nach einem kleinen Denkanstoss Wulf’s viel mir das treffen in der Wüste wieder ein. Fast wie ein alter Freund, den ich schon kannte erschien er mir als er mir plötzlich auf die Schulter klopfte und mir freundlich anbot einen auszugeben. So setzten wir uns an die Bar, tranken und unterhielten uns. *runzelt leicht die Stirn als er weiter erzählt* Erst war es ganz normal, die Themen, doch dann fing Wulf an mich zu testen oder etwas in der Art. Er fragte mich was ich alles hören kann, sprach von Mäusen unter der Britain Bank, Menschen mit Läusen *schmunzelt leicht als er das berichtet* und vielen Stimmen die eigentlich unhörbar für Menschen sind. Damals begriff ich noch nicht was Wulf kann, was wir alle können. Wulf trank viel während wir sprachen, sehr viel. Zu viel. Er stand plötzlich auf, schwankte und griff sich an den Kopf als würde ein Schmerz, eine Pein seinen Geist martern. Er torkelte die Treppen hinunter, runter auf die Strasse. Ich dachte mir das es sicher nicht gut sei wenn ein Barbar und dazu noch ein Stock betrunkener, mitten in Britain unbeaufsichtigt herumspaziert. So folgte ich ihm, dem Barbaren … so dachte ich. Er torkelte, mal schnell, mal langsam vorwärts, schien eine Gasse anzusteuern und bog schließlich in sie hinein. Ich redete ruhig auf ihn ein, er möge sich doch hinlegen in seinem Rausch, ein Hotel aufsuchen. Er wollte nicht hören. Immer mehr Alkohol schüttete er sich noch auf dem Weg in sich hinein und sankt letztendlich auf die Knie. Er hielt sich den Bauch, er schien zu schmerzen… *wirkt etwas nachdenklich* ich weis bis heute nicht ob es an dem Alkohol lag. Ich versuchte ihm aufzuhelfen, doch er stieß mich weg und, was mich damals am meisten verwunderte, war das finstere, feindselige Knurren das er mir entgegen warf. Er jaulte, winselte und wand sich, scheinbar unter Schmerzen. Er warf den Kopf in den Nacken, bäumte sich auf. *lächelt leicht* Damals war es für mich sehr schockierend was ich dort sah. Er verwandelte sich, nahm immer mehr wölfische Züge an. Ich wich zurück, eher verwirrt als ängstlich und schaute mir das „Spektakel“ *macht mit den Zeige und Mittelfingern beider Hände eine markante Geste bei diesem Wort* aus etwas Entfernung an. Seine Augen *spricht etwas sehnsüchtig* ich werde niemals den Augenblick vergessen wo er mich das erste Mal mit „diesem“ Blick anfunkelte, mit seinen Rotglühenden Augen. Ich griff instinktiv zu meinem Bogen um mich im Notfall *lacht leicht* „Verteidigen“ zu können. Ich weis nun dass es sinnlos gewesen wäre. Es war praktisch dass ich damals, in meiner Verwirrtheit nicht daran dachte dass ich keine Pfeile bei mir trug und so reizte ich Wulf nicht weiter. Er belächelte mich, wenn man das bei seiner Gesichtsform so nennen konnte und fragte mich als er den bogen sah, ob ich ihn ärgern wolle. Ich verneinte *atmet tief durch* … um es kurz zu machen, er zeigte mir damals was er war und beeindruckte, aber verwirrte mich auch damit. Doch etwas verwirrte mich mehr als alles andere. Als ich ihn fragte ob er mich erkennt, ob er weis das ich es bin, der *lächelt leicht* Mensch aus der Wüste, da zog er scharf die Luft ein.
  Top
"Autor"  
Nutzer: Nisume
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 05.01.2002
Anzahl Nachrichten: 140

geschrieben am: 26.07.2002    um 06:27 Uhr   
„Sicher erkenne ich dich!“ sprach er weniger als dass er wie ein Wolf knurrte.

„Dich erkenne ich überall, deinen Duft, deine Aura! Sie sind so wölfisch!“

Ich verstand damals nicht was er mit „Aura“, geschweige denn mit „wölfisch“ meinte *lächelt geheimnisvoll* doch man lernt ständig dazu. Wulf, mein „Vater“, lies mich damals einfach so stehen, er verwandelte sich schnell zurück, stieg auf sein Pferd und lies mich in meiner Verwirrtheit zurück. Damals wusste ich nicht ob ich ihn je wieder sehen würde, besser gesagt, ihn jemals wieder sehen wollte. *schmunzelt leicht*

Doch die Wahl lag nicht bei mir und so suchte mich Wulf einige Zeit später wieder auf. Ich versuchte klaren kopf zu fassen indem ich mich wieder einmal auf die Jagd in die wüste begab, dorthin wo alles anfing. Er lachte mir ins Gesicht *grinst bei diesen Worten leicht* er lachte mich an als Begrüßung. Ich war sehr überrascht ihn zu sehen *scheint kurz zu überlegen* vielleicht war ich froh *lächelt* Die Neugierde hatte mich gepackt, ich wollte ihn zur rede stellen, Antworten auf all die Fragen erhalten die mich damals nicht schlafen ließen. Wir gingen an einen ruhigen Ort, nahe der Grenze welche wüste von den Wäldern des Grenzlandes trennt und setzten uns auf einen Baumstumpf. *lächelt* Wie Vater nun mal so ist, hatte er einen Beutel voller Alkoholischer Getränke mitgebracht und begann auch schon etwas zu trinken. Ich saß nur da und schaute ihn an, überlegte ob ich ihn wirklich auf die Sache ansprechen sollte. Ich tat es. Doch was ich als erste von ihm hörte lies mir erschaudern.

„Wenn ich dir erzähle was ich weis, muss ich dich danach töten!“ sprach er kühl und schaute mich dann abwartend an auf das ich meine Entscheidung noch einmal überdenke.

Ich nahm „Vater“ damals nicht ernst, faselte etwas von „nicht dumm sterben“ *schüttelt den Kopf*. Ich war töricht auf Grund meiner Unwissenheit die *lächelt* aber nicht lange anhielt. Er erzählte mir alles, geduldig und detailliert, antwortete auf meine fragen und ich verstand endlich mehr, auch wenn viele weitere Fragen aufgeworfen wurden.

„Was machen wir nun mit dir?“ riss er mich aus meinen Gedanken welche sich um das drehten was er mir damals erzählte.

Ich dachte in diesem Augenblick wirklich das er mich töten würde… *wirkt leicht nachdenklich* Aber er stieg auf sein Pferd, schaute mich an und fragte ob ich ihn begleite den er sei hungrig und habe noch durst. Ich folgte ihm, warum weis ich nicht aber es war der Weg zu „mir“. *lächelt*

Mich überraschte es ein wenig das er zielstrebig zu einer Bar ritt wo jemand auf ihn zu warten schien. Es war Gerion, ein weiterer von uns. Ich erinnerte mich wage das er auch damals dabei gewesen war, im Hintergrund, als Wulf mir zum ersten Mal zeigte wer er ist. Wir setzten uns an einen Tisch und sie schienen sich zu unterhalten. Ich erfuhr erst später dass ich das Gesprächsthema war denn sie redeten nicht mit Worten die für mich damals hörbar gewesen wären. *lächelt leicht* Sie planten meine Geburt. *schüttelt leicht den kopf* Ich möchte es hier wieder kurz fassen, es ist besser und erspart einige „unschöne“ Details. An diesem Tage wurde ich neu geboren, wurde ich zu dem was mir bestimmt ist. Ich erhielt das Geschenk und den Fluch zugleich. An diesem Tage wurde ich zum Sohn de Wulf, zum Teil seines Rudels … *spricht ernst* zum Werwolf...

*er macht eine kurze pause, berichtet dann aber weiter*
  Top
"Autor"  
Nutzer: Nisume
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 05.01.2002
Anzahl Nachrichten: 140

geschrieben am: 26.07.2002    um 06:28 Uhr   
Sie ließen mich alleine, rieten mir noch, vorsichtig zu sein und gingen. Ich war verwirrt, wusste nicht was geschehen war. In der folgenden Nacht schlief ich sehr unruhig *lächelt leicht* und hatte Alpträume. Ich sah verschwommene Bilder *verengt leicht die Augen* wackelig und dunkel. Bäume schienen an meinen Augen vorbeizuziehen als würde ich fliegen, rennen *schüttelt den Kopf* was auch immer. Hoch über den Baumwipfeln war ein Licht zu erkennen, vielleicht der Mond der schien. Ich weis es nicht. Es kam mir vor als würde ich vor etwas fliehen, oder waren es gar nicht meine Augen durch die ich in diesen Traum blickte? *wirkt nachdenklich* bis heute ist mir nicht ganz klar was der Traum zu bedeuten hatte.

Ich erwachte mitten in der Nacht, schweiß gebadet. Ich ging zum Fenster und schaute in die Nacht und wieder fackelten kurz die Bilder des Traumes in mir auf. Ich sah mich erschrocken um, eine Angst saß mir in den Knochen das irgendjemand da sein könnte. Ich starrte in die Dunkelheit des Raumes doch es war nichts zu erkennen. Wieder wandte ich meinen Blick zum Fenster, starrte hinaus. Ich *spricht vermutend* spürte so etwas wie eine Sehnsucht oder etwas dergleichen. Ein verlangen, hinaus zu gehen und zu wandern, einfach … *lächelt leicht* umherzuziehen. *nickt leicht* Hastig nahm ich ein paar Sachen, warf mir einen Umhang über die Schultern und trat hinaus in die Nacht. Erst im Nachhinein merkte ich dass die Sachen die ich so beiläufig eingesteckt hatte mein Schwert, ein Köcher und Pfeile gewesen waren. So strich ich um die Häuser Britains, spähte neugierig in manche Fenster welche noch schwach erleuchtet waren, schritt über die leeren Strassen und merkte gar nicht wie ich die Stadt verließ. Ich fand mich in einem Wald wieder, plötzlich und unerwartet. Dunkel und bedrohlich ragten die Bäume in der fahlen Dunkelheit hoch auf. Etwas war da *verengt die Augen und starrt kurz ins leere* eine Angst. Ich schaute mich wieder um, zitternd, wie ein ängstliches Reh. Ich begann zu laufen, zu rennen. Schnell huschten Schatten links und rechts an mir vorbei, ich keuchte, rannte so schnell ich konnte. Wieder flammten die Erinnerungen an den Traum vor meinen Augen auf, verschwammen mit den realen Eindrücken des Waldes durch den ich lief. Es war so vertraut. Ich rannte, rannte immer weiter, verlor das Gefühl, die Fähigkeit zwischen den immer heftiger werden Erinnerungen an den Traum, den Visionen und der Wahrnehmung zu unterscheiden. Ich fühlte mich gehetzt, verfolgt und bedroht doch ich wusste da noch nicht durch was. Suchend stießen meine Blicke ins Dunkel, suchten einen Unterschlupf. Ich stolperte in fiel der Länge nach hin und ein Schmerz breitete sich in meinem rechten Bein aus. Reflexartig griff ich an die schmerzende stelle, nur um gleich wieder erschrocken meine Hand zurück zu ziehen. Ich kniff die Augen zusammen, versuchte zu erkennen was mich, als ich nach dem Schmerz, in den Finger gestochen hatte. Langsam erkannte ich, das es ein Knochensplitter war der au meinem Bein ragte. Es war gebrochen. *lächelt leicht*
  Top
"Autor"  
Nutzer: Nisume
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 05.01.2002
Anzahl Nachrichten: 140

geschrieben am: 26.07.2002    um 06:29 Uhr   
Es war ein großer schock für mich, weniger das gebrochene Bein sondern eher die Zufriedenheit an die ich mich erinnert, als ich am nächsten Morgen aufwachte. Die Sonne stand schon einige Zeit am Himmel und kitzelte meine Nase auf das ich niesend aufwachte. Ich fühlte mich wunderbar, als hätte ich, auf Federn gebettet, eine ganze Woche geschlafen. Ich streckte mich, streckte meine Arme und Beine- Die Erinnerung schoss mir etwas spät in den Sinn, die Erinnerung an die Nacht und das gebrochene Bein. Ich griff wieder an die stelle, schaut mein Bein an und rieb mir dann ungläubig die Augen. Binnen dieser Nacht war es komplett verheilt. Skeptisch stand ich langsam auf, belastete es etwas *schmunzelt leicht als er sich zurück erinnert* es war wie neu, wie niemals gebrochen. Ich lachte, lachte meine Verwunderung heraus *lächelt* . Ich sammelte dann meine Sachen zusammen, die überall verstreut lagen auf Grund des Falls und machte mich auf den Weg, zurück in die Stadt......

*holt tief Luft um Fortzufahren*

Was ich damals mit erstaunen feststellte war, das mein Haar in dieser Nacht nachgewachsen war, ich trug vorher eine Glatze *lächelt leicht als er dies erklärt* Auch färbte sich mein Haar, welches vorher fast Rabenschwarz gewesen war, ins Zimtfarbene. Als ich gegen Mittag wieder in der Stadt angekommen war suchte ich mir eine Taverne denn ich war kurz vor dem Verhungern und auch Durst plagte meine ausgedörrte Kehle. Wie von Geisterhand zog es mich wieder zur „lieblichen Biene“, welche ich ja schon zuvor erwähnte. Ich ging zu Willi und machte meine Bestellung. Fleisch sollte es sein, ein großes Stück und *schmunzelt leicht* möglichst roh, wie ich ihm angab. Maya holte mir einen ganzen Krug Milch und schaute mich nur skeptisch an, auf Grund der Mengen die ich bestellte. Ich setzte mich an einen Tisch von dem ich gut die Menschen unten auf der Strasse vor der Bank beobachten konnte und machte mich über mein Mahl her. *lacht leicht* Ich kann mich noch gut erinnern mit welcher hast und gier ich meinen Bauch voll schlug, als hätte ich Wochen lang nichts gegessen… *beginnt auf einmal etwas geheimnisvoll zu lächeln während er weiter spricht* oder hätte sehr lange geschlafen, mir Hunger angestaut und… *räuspert sich* Nun ja, es schmeckte hervorragend, das weis ich noch. Ich saß, nachdem ich mich gesättigt hatte, noch lange da und beobachtete die Menschen, vor allem, was mir damals allerdings noch nicht so auffiel, die schönen Frauen. *lächelt leicht* Ich weis heute das es eine *überlegt kurz das richtige Wort und spricht es besonders betont aus* Nebenwirkung der „Erweckung“ ist. *grinst nun* Kurzum, mich hungerte es nicht nur nach Nahrung. Wie unter zwang begab ich mich unters Volk, schöne Frauen als Ziel… mehr möchte ich hier nicht dazu sagen, es wäre doch zu intim. *schmunzelt*

So verbrachte ich den ganzen Tag, versuchte meine gesteigerte Libido zu befriedigen und meinen Körper endlich zu beruhigen, Ruhe zu finden.

Als der Abend hereinbrach und der Mond die Sonne vom Himmel verdrängte, begab ich mich Heim und legte mich nieder, in der Hoffnung schlafen zu können. Es dauerte nicht lange und schlief tief und fest und begann zu Träumen. *verengt die Augen und erinnert sich* Wieder erschienen diese Bilder… Bäume die an mir vorbeisausten als würde ich mit großen Schritten durch einen Wald jagen oder… *spricht gedankenverloren* selbst gejagt werden. Ich spürte Angst, den Wunsch zu entkommen, wovor auch immer. *zuckt mit den Schultern* Ich hörte Geräusche, erst leise im Hintergrund. Ein Rascheln und leise Stimmen *runzelt die Stirn* Sie wurden schnell lauter, ein Stakato, Lärm welcher sich auf mich wälzte, meinen Geist vereinnahmte und mich wie in Trance weiter trieb. Ich sah kleine Punkte, wie flackernde Feuer oder Augen die das Licht des Mondes zurückwarfen und mich beobachteten, mich überwachten während ich durch den Wald rannte. Die Symbolik dieses Traumes ist mir immer noch nicht ganz klar, zu verwirrend waren die Bilder. Als ich am nächsten Morgen erwachte lag ich mit zerrissenen Kleidern in einem Wald, unweit der Stadt. Kleine Zweige steckten in meinen Kleidern, mein Haar war zerzaust, Blätter hatten sich in ihm verfangen. Ich war verwirt, wusste nicht wie ich dort hingekommen war und ich zweifelte sogar daran das der Traum der mich so verwirrte, wirklich ein Traum gewesen war. Ich säuberte mich etwas, zupfte die Stöckchen und Blätter von mir ab und ging wieder einmal, mit erstaunlich erfrischtem Befinden, zurück in die Stadt…...
  Top
"Autor"  
Nutzer: Nisume
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 05.01.2002
Anzahl Nachrichten: 140

geschrieben am: 26.07.2002    um 06:29 Uhr   
*lächelt leicht und erzählt weiter*

Den folgenden Tag verbrachte ich unter heftigen Kopfschmerzen, sie marterten mich und machten es schwer klare Gedanken zu fassen. Dennoch saß ich stundenlang grübelnd in meinem Heim, dachte über alles nach. Die Träume, die Orte an denen ich morgen für Morgen aufwachte. Die Angst die mich so oft überkam, Angst verfolgt zu werden… die Geräusche die ich plötzlich hörte, Laut und deutlich und ich nicht wusste wo sie herkamen. Jedes Mal wenn ich mich umwandte, die Gegend musterte und nach der Quelle des Lärmes Ausschau hielt, sah ich nichts. *schmunzelt* Es muss wohl sehr komisch gewirkt haben wenn ich plötzlich mitten in der Taverne aufsprang, zitterte und mich ängstlich umsah nur um mich dann wieder ruhig zu setzen, als wäre nichts gewesen und nachdachte. Worte wie „Paranoia“, „Schizophrenie“ und „Hypersensibilität“ krochen mir in den Geist als ich so grübelte. Ich versuchte mir selbst zu erklären was mit mir los war. *erinnert sich zurück*

Damals, als Wulf… mein Vater, mir alles über die Werwölfe, über sich erzählte hatte ich gut zugehört und erinnerte mich daran. „Man muss eins mit dem Wolf werden“ murmelte ich zu mir selbst… *lacht leicht* Es war sehr schwer für mich, hatte ich doch schon damals mit dem Leben abgeschlossen. *schaut dich an* Wie würdet ihr euch fühlen wenn ihr zum sterben bereit seid, man euch auch tötet aber ihr nicht sterbt, sondern im Gegenteil, neu geboren werdet… als etwas anderes.

*richtet den blick wieder auf einen imaginären Punkt im Raum und spricht kalt* Nun ja, da ich euch das alles hier von mir erzähle, werdet ihr sowieso sterben, aber ihr habt es ja gewollt das ich euch berichte *lacht leise, unmerklich ob er seine Drohung ernst meint und fährt dann fort*

Wie ihr euch denken könnt war ich mir nicht sicher wie ich mit der neu entstandenen Situation umgehen sollte. Als ich dem Tod ins Auge sah wusste ich was mich erwarten würde… doch nun? Was würde mich jetzt erwarten? Was würde mein neu begonnenes Dasein für mich an Überraschungen bereithalten? Ich begann für mich selbst im Geiste aufzuzählen, was sich an mir schon verändert hatte. Meine Haare, die nun lang, zu einem Pferdeschwanz gebunden, meinen Rücken herabhingen und einen Beigen, Zimtfarbigen Ton angenommen hatten. Meine unterbewusste Unzufriedenheit über den Schlafplatz an dem ich mich jeden Abend zur Ruhe legte, nur um am nächsten Morgen woanders zu erwachen *lächelt leicht auf Grund seiner Wortwahl* Die erhöhte Anziehungskraft, die Frauen auf ihn hatten… die Sucht von der man schon fast sprechen könnte. Der Hunger nach leicht blutigem Fleisch und auch wenn man es nicht als Veränderung bezeichnen kann, denn ich trank auch schon zuvor sehr gerne Milch, der Durst nach diesem weißen Getränk. Und natürlich die Aufkommende Hypersensibilität mit daraus resultierender, leichter Paranoia, die Sinnesüberschwemmung. Kurzum, ich verhielt mich immer mehr wie ein junger Wolf der gerade geschlechtsreif geworden war. *grinst leicht* Der Abend kam schnell, merkte ich auf Grund der Gedanken die in meinem Kopf wirbelten nicht, wie die Zeit verging. Es dunkelte und ich beschloss noch ein wenig frische Luft zu schnappen……

*runzelt die Stirn*

Doch wie ich des Abends noch draußen umherwanderte, war die Luft nicht das einigste was ich aufschnappte. Ein leichtes Kribbeln durchfuhr mich plötzlich, als sei ich durch eine unsichtbare Wand gegangen, als hätte mich eine Welle der Kraft und Vertrautheit durchwogen. Zielsicher war ich auf einmal und lenkte meine Schritte in eine bestimmte Richtung, ohne genau zu wissen was mich am Ziel erwarten würde. Angst hatte ich keine, eher… eine gewisse Sehnsucht. Meine Füße trugen mich zu einem kleinen Trödler, nahe der Britain Bank. Als ich eintrat traute ich zuerst meinen Augen nicht. Wulf stand vor mir und betrachtete die Waren des Trödlers, schien einzukaufen. Das komische Gefühl, der „Wegweiser“ war nun fort, es schien als wäre Wulf das Ziel gewesen.
  Top
"Autor"  
Nutzer: Nisume
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 05.01.2002
Anzahl Nachrichten: 140

geschrieben am: 26.07.2002    um 06:30 Uhr   
„Ich wusste das du hier bist“ begrüßte ich ihn ungewohnt sicher.

Wulf lachte und brachte nur ein „Hossa“ heraus. Als ich so vor meinem „Vater“ stand, schossen mir wieder alle Fragen in den Kopf die ich einige Stunden zuvor versucht hatte, mir selbst zu beantworten.

„Ich habe einige Fragen, viele Fragen“ sprach ich zaghaft, aber dennoch sehr ernst.

Wulf lachte wieder und griff in eine seiner Taschen. *schmunzelt leicht* Er grinste und zog eine Narrenkappe heraus und setze sie mir mit einem „Für junge unwissende“ auf den Kopf. *lacht leicht* Ja ja, der Wulf. *grinst* Ich wäre damals beinahe vor Wut geplatzt. Ich wollte antworten, ja verfiel fast dem Wahnsinn auf Grund meiner Unwissenheit und der einzige der mir ein paar Fragen beantworten konnte, trieb gemeine Scherze mit mir *lacht noch einmal kurz, fängt sich dann aber wieder und erzählt ernst weiter* Wulf sagte mir das ich ihn etwas später am alten Wachturm treffen solle weil er noch etwas zu besorgen hatte, was ich auch tat.

Wir setzten uns etwas abseits in den Wald und ich platze gleich, wie ein unter zu viel druck stehender Kessel, mit meiner ersten Frage heraus, welche Wulf sehr erstaunt aufschauen lies.

„Was ist der Kelch, Wulf?“ lautete sie.

Warum ich diese Frage stellte? *wirkt leicht nachdenklich* Das weis ich nicht mehr genau. Ob ich davon geträumt hatte oder ob Gerion ihn einmal erwähnte, ich weiß es nicht mehr. Wulf blinzelte leicht, fixierte mich dann mit starrem Blick. Mir kam das alles sehr komisch vor *lächelt* aber wie es Wulfs Art ist, sprach er mir direkt die Antwort, ganz unverblümt ins Gesicht.

„Der Kelch ist der Fluch, der Durst nach Blut, der Hunger nach Fleisch. Wir sind Jäger, jagen gerne… egal was, ob Tier oder… Mensch“

Er schien leicht zu lächeln, vielleicht lag es an der Blässe die mein Gesicht vereinnahmt haben musste und sprach dann weiter.

„Du bist noch jung, Nisume, aber du wirst dich bald verändern, immer tiefer in den Kelch schauen bis du das erste Mal aus ihm trinkst… solange, bis du eins mit dem Wolf in dir bist.“
Ich war leicht *schmunzelt* geschockt. Wenn man gesagt bekommt, das man bald zu einer mordenden Tötungsmaschine wird die Menschen, vielleicht jene die einem m Herzen liegen, tötet ist das doch sehr schwierig. *lächelt kurz, spricht dann etwas Melancholisch weiter* Ich wollte sterben, sehnte mich nach dem Tod doch ich wurde nicht erlöst sondern ein Teil von ihm, sein Werkzeug… und die Sehnsucht verblasste. *schüttelt den Kopf als versuche er seine Gedanken frei zu bekommen*

„Du hättest mich töten sollen, Vater… damals als ich mich schon auf das Sterben vorbereitet hatte!“

Ich wollte es damals eigentlich nur denken doch ich sprach es laut aus. Mein Vater geriet etwas außer sich, riet mir zynisch, nicht auszurasten, sagte das ich noch gar nichts wisse vom Leid.

„Deshalb die Narrenkappe!“ rief er und lachte.

Ich hielt mir den kopf, versuchte ihn zu überhören und all die Gedanken und Bilder schossen mir in den Kopf. Blut, die nächtliche Jagd, Augen die mich beobachteten bei jedem Schritt den ich tat. Wieder sprudelte es aus mir heraus, brauchte ich doch Hilfe was ich tief in mir allerdings zu verleugnen versuchte. Ich erzählte ihm alles, die Orte an denen ich neue Tage begann, das kribbeln in meinen Gliedern wenn Menschen anwesend sind, die Angst, die Paranoia. Wulf schien mir zum ersten Mal wirklich zuzuhören, erklärte mir dass wir Werwölfe über eine Art Empathie verfügen, Angst und sehr starke Gefühle bei den Menschen spüren können, was das Kribbeln erklärte wenn ich unter Menschen saß, denn dieser Sinn war noch nicht sehr ausgeprägt bei jungen Wölfen. Ich erinnerte mich daran das Wulf schon einmal deshalb ausgerastet war, zum Wolf wurde mitten in Britain. Ich hörte ihm aufmerksam zu.

„Du erwachst des Morgens in den Wäldern, nach durchjagter Nacht, welche sicher kein Traum ist auch wenn es dir so scheint, weil du ein Geschöpf der Natur bist. Die Stadt ist kein Ort, vor allem nicht zum schlafen. Alles beobachtet dich, jedes Tier des Waldes und du spürst es, kannst ihre Augen des Nachts sehen.“

Ich begann langsam etwas mehr zu verstehen, was vorging doch verwirrten mich seine Worte mehr als sie erklärten und bis heute habe ich noch nicht alles verstanden. *runzelt die Stirn*

„Du bist nicht Paranoid, es ist alles ein Spiel das deine Sinne mit dir treiben. Sie sind dabei sich zu entwickeln, sich zu normalisieren. Du wirst bald mehr hören und riechen, spüren und fühlen als du dir vorstellen kannst.“

Das Gespräch mit meinem Vater brachte mir einiges, vor allem Verwirrung *lächelt* Ich stellte weitere fragen, aus Wulfs antworten resultierend. Ich drehte fast durch *schmunzelt leicht* Wulf sagte dann etwas, das ich nie vergessen werde.

  Top
"Autor"  
Nutzer: Nisume
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 05.01.2002
Anzahl Nachrichten: 140

geschrieben am: 26.07.2002    um 06:30 Uhr   
„Akzeptiere den Wolf in dir, lerne deine Sinne zu kontrollieren und deine Gefühle… oder verfalle dem Wahnsinn!“ Er begann abfällig zu sprechen. „Einen verrückten Wolf kann ich im Rudel nicht gebrauchen also reiß dich zusammen, erlange Kontrolle, übe dich zu beherrschen und deiner kommenden Kraft, Herr zu werden!“

Ich glaubte damals zum Teil immer noch nicht daran das ich wirklich ein Werwolf war, vielleicht war es eine Abwehr Reaktion. *zuckt leicht mit den Schultern als er so spricht* Ich brauchte wirklich Hilfe, Wulf war mit seinen Ratschlägen schon ein guter Anfang aber nicht das was mich wirklich retten könnte……

*seufzt leicht*

Wie es Wulfs Art war setzte er sich plötzlich auf sein Pferd, lachte laut auf und verschwand in der aufkommenden Dunkelheit. Ich stand wider alleine da, seine Antworten hatten nur noch mehr Fragen in meinem Geiste erscheinen lassen und ich stand wieder mit nichts da… alleine. Eigentlich war es mir nur Recht denn ich hatte wieder etwas zum Nachdenken und ich kam sowieso immer am besten alleine zurrecht… dachte ich zumindest, doch es passierten einige Dinge die meine Einstellung ein wenig änderten. *lächelt leicht* Ich ging Heim, legte mich wieder Schlafen, aber diesmal mit einer leichten Neugierde darauf, wo ich aufwachen würde.

Ich wusste schon das ich nicht lange im Bett bliebe nach dem ich eingeschlafen war, es machte mir schon fast nichts mehr aus. Wie ich erwartete, kurz bevor ich meine Augen schloss, träumte ich wieder als der Tiefschlaf mich vereinnahmte. Wieder der Wald, die Jagd, Augen, der Mond… es war mir vertraut, ich sehnte mich schon fast danach. Ich wurde am nächsten Morgen ausnahmsweise nicht von den Strahlen der aufgehenden Sonne geweckt.
  Top
"Autor"  
Nutzer: Nisume
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 05.01.2002
Anzahl Nachrichten: 140

geschrieben am: 26.07.2002    um 06:30 Uhr   
Etwas feuchtes, Warmes bahnte sich seinen Weg über mein Gesicht. Ich schlug leicht verschlafen meine Lieder auf und starrte in die dunkel glänzenden Augen eines Wesens. *lächelt sanft während er sich erinnert* Ich erschrak ein wenig und wich zurück und erkannte, als der Schlaf meinen Blick gänzlich frei gab, die Umrisse eines stattlichen Wolfes. Er saß ruhig vor mir, leckte sich genüsslich über die Lefzen und schien den letzen Geschmack meines Gesichtes zu genießen, denn er war es, mit seiner Zunge, der mich geweckt hatte. Ich schaute ihn etwas verwirrt an, musterte ihn. Er strahlte eine ungeheure Ruhe aus. Er blickte mir entgegen, aus seinen freundlichen, tiefen Augen… saß einfach da und schaute mich an. Vertrautheit war es, was ich spürte, nie zuvor so intensiv. Ich legte leicht den kopf schief und er tat es mir gleich. Zaghaft zuckte seine Nase, er schien zu schnuppern, meinen Duft einzusaugen… oder versuchte er zu erriechen was ich fühlte? *wirkt nachdenklich* Ich weis nicht wie lange er schon bei mir gelegen hatte, als ich schlief. Hatte er über mich gewacht? Vielleicht hatte er gespürt das ich Hilfe brauchte, jemanden der mich begleitet, mir zu ruhe verhilft zu der ich nicht selbst im Stande war sie zu finden. Ich stand langsam auf, klopfte meine Kleider ab und sah mich um. Ich war wieder im Wald, außerhalb der Stadt aber viel weiter, wie es mir schien. Ich schaute auf den Boden, versuchte zu erkennen ob noch irgendwo ein paar Sachen herumlagen die ich verloren haben könnte… *schmunzelt* wie es mir fast zur Gewohnheit geworden war, doch ich fand nichts. Ich schaute mich dann suchend um, versuchte den Weg zu finden der mich zurück in die Stadt bringen würde, auf ein ausgiebiges Mahl bei Willi und Maya. Ich fand nichts was mir als Orientierung dienen konnte. Mein blick schwenkte zurück, zu der Stelle wo der Wolf saß, doch dort war er nicht mehr. Ich blickte mich wieder um, suchte ihn und erspähte ihn einige Meter weit hinter einem Baum. Er sah aus als würde er warten… auf mich warten und ich hatte ein Gefühl der Vertrautheit, eine Stimme die mir sagte das ich ihm folgen soll. Ich machte ein paar Schritte auf ihn zu und tatsächlich, er lief vor mir her, schien mir einen Weg zu zeigen. *lächelt* Ich hatte einen Freund, einen Gefährten gefunden……

*holt erneut Luft und fährt fort*

Als ich mit Garou, so hatte ich den Wolf genannt… ich weis nicht warum, es erschien mir ein passender Name zu sein, endlich in Britain eintraf, oder vielmehr er mit mir *schmunzelt leicht* gingen wir zielstrebig zur „lieblichen Biene“ und bestellten ein Mahl, diesmal für zwei denn Garou schien mir auch etwas ausgehungert. *wirkt etwas sehnsüchtig als er sich erinnert* Garou war von Anfang an mein Vertrauter, wich mir nicht mehr von der Seite, verstand mich… auch wenn ich nicht sprach, lehrte mich Ruhe ohne Hintergedanken. Es schien mir als wäre er ein Teil von mir *lächelt geheimnisvoll* . Ich ahnte nicht dass ich an diesem Tage nicht nur zu Garou Vertrauen fassen würde. Den Tag verbrachte ich wieder damit, einfach umher zu ziehen, die Menschen zu beobachten und langsam meine sinne zu trainieren. Ich konzentrierte mich ab und an auf bestimmte Personen, welche sich in Großer Entfernung aufhielten, versuchte sie zu belauschen, ja sogar ihre Gefühle zu spüren und die Kräfte zu gebrauchen von denen Wulf mir erzählte. Ich war noch zu schwach, hörte kaum mehr als ein Rauschen das sich meist plötzlich in schrecklichen Lärm und daraus resultierenden Kopfschmerzen entwickelte. Dennoch verriet mir ein leichtes, unsicheres kribbeln in meinem Körper, das mein Gespür für die Gefühle anderer etwas ausgeprägter war und *lacht leicht* nicht gleich so schmerzte. Der Abend kam schnell, ich merkte wieder nicht wie die Zeit verging. Ich beschloss noch einmal an den Ort zu gehen, an dem ich „Geboren“ wurde… jene „Hafen Kneipe“ wo Wulf meinen Körper *bricht ab* nun ja, das möchte ich wie zuvor auch schon, nicht näher beschreiben. *lächelt und nickt dann als er weiter erzählt*
  Top
"Autor"  
Nutzer: Nisume
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 05.01.2002
Anzahl Nachrichten: 140

geschrieben am: 26.07.2002    um 06:31 Uhr   
Ich setzte mich an den Tisch, mein treuer Begleiter Garou an meiner Seite und schloss die Augen, versuchte die Erinnerungen an damals noch einmal aufflammen zu lassen. Ich konzentrierte mich und plötzlich stieg ein kribbeln in mir auf, eine Vertrautheit. Ich riss die Augen auf und schaute mich suchend um. Ein schatten, vor mir hinter einer Ecke schien sich zu bewegen und ehe ich angestrengter versuchte, ins dunkel zu blicken um zu erkennen wer oder was sich dort verbarg, trat eine elegant anmutende Frau aus der Dunkelheit. Langsam trat sie an den Tisch heran an dem ich saß und schien mich mit funkelnden Augen zu mustern.

„Wer bist du?“ fragte sie mit wohlklingender, aber bestimmter Stimme.

Ich war leicht verwirrt… ich spürte etwas an ihr, etwas vertrautes, dennoch lies mich meine Unsicherheit lange überlegen und ich antwortete bloß das ich Nisume sei.

„Nisume…“ wiederholte sie sanft. „Woher kommst du?“

„Von hier“ sagte ich lächelnd.

Im Geiste war ich mir sicher das ich nicht log, aber auch nicht zu viel verriet denn ich kam ja von dort wo ich sa߅ *schmunzelt* eigentlich aus der Ecke die sich damals links neben mir befand, in welcher mich Wulf… *räuspert sich* nun ja, ihr wisst schon *grinst leicht* Ihre Reaktion lies mich verwundert etwas zurückweichen, denn sie bleckte ihre weißen Zähne und führ mich barsch an, sagte das sie das nicht meine und betitelte mich „höflich“ *schmunzelt* als Narr.

„Wulf, richtig…?“ fragte sie und versicherte mir damit letztendlich das sie wirklich das war wofür ich sie hielt.

Ich brachte nur ein knappes nicken als antwort und ich schaute dann erfreut auf das ruhige Lächeln, das sie mir schenkte.

„Ich bin Fagran.“ Stellte sie sich mir vor.

„Es freut mich euch zu sehen, Milady“ sprach ich ehrlich und wurde gleich wieder etwas unsanft belehrt.

„Las die Titel weg, kleiner“ schnauzte sie, aber irgendwie mit einem *verengt die Augen* freundlichen Unterton. Sie sprach an ob ich irgendwelche Fragen habe, zu dem was ich bin, was ich werde. Ich schüttelte den Kopf, sagte das Wulf mir einiges erzählte, meine fragen beantwortet hatte die ich stellte, aber damit nur neue auswarf und ich nun des Fragens müde sei… die Zeit würde mir Antworten geben… so sprach ich. Sie schien zu schmunzeln, erfreut über die Dinge die sie hörte und lächelte mich dann freundlich an. Wir unterhielten uns eine ganze Weile bis das Thema auf Wulf, Gerion und ihre Art, ihre unterbewusste Vorliebe für den Kelch, fiel. Wir sprachen darüber ob ich ihnen gleiche, ob ich wie sie werden wolle… werden würde. Ich verneinte, konnte mich nicht mit dem Gedanken anfreunden wie Wulf zu werden, aufbrausend, impulsiv… unkontrolliert *betont dieses Wort besonders* Es würde gegen alles stehen was mir in meinem bisherigen Leben wichtig und Recht war.
  Top
"Autor"  
Nutzer: Nisume
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 05.01.2002
Anzahl Nachrichten: 140

geschrieben am: 26.07.2002    um 06:31 Uhr   
„Ich strebe nach Ruhe, Frieden“ sprach ich sanft und sicher.

Ein aufrichtiges lächeln huschte über ihr Gesicht.

„Was du werden wirst, hängt alleine von dir ab, von der Hilfe die du zulässt… der Hilfe von Freunden“ sie schaute auf Garou, der neben mir auf der Bank saß, eine Pfote auf meinen Oberschenkel gelegt und mich anschaute. „Wie mir scheint hast du schon einen Freund gefunden der dir vertraut und dir helfen möchte“

Ich schaute auf Garou, spürte die Wärme die er mir gab. In diesem Augenblick verstand ich erst, welchen Weg ich gehen musste. Ich hatte ein unbeschreibliches Gefühl von Geborgenheit durch Garou und… auch durch Fagran.

„Ich war immer alleine, bin alleine und… „

„Du bist nicht mehr alleine, nicht mehr.“ brach sie mein Wort ab und zeigte wieder auf Garou.
„Wulf kümmert sich um dich, auch wenn du es als wenig empfindest.“

Sie sprach etwas traurig, fast sehnsüchtig. Ich hatte niemanden, verfiel fast gänzlich dem Wolf in mir. *seufzt leicht* Sie hat mir damals in dieser Nacht mehr Fragen beantworten als Wulf in den ganzen Tagen meines neuen Daseins. Ich fühlte mich wirklich sicher, selbst die Kopfschmerzen schienen verflogen. Ich merkte plötzlich wieder ein leichtes kribbeln, jemand besonderes nähert sich. Kurz darauf stand Wulf auch schon hinter Fagran, grüsste kurz und setzte sich zu uns. Fagran und Wulf unterhielten sich über banale Dinge, stichelten sich ein wenig. Ich weis nicht genau was sie als Thema hatten *zuckt mit den schultern* ich war in diesem Augenblick zu nachdenklich und kraulte Garous Fell, vielleicht aus Dankbarkeit das er da war. Dann riss mich wieder etwas aus meinen Gedanken. Es waren Fagrans Worte dich mich aufhorchen ließen.

„Nisume, möchtest du vielleicht mit mir ein Stück im Wald spazieren gehen, du und dein Freund?“

Ich schaute kurz zu Wulf und nickte ihr dann zu. Wulf schien zu grinsen, stand auf und verschwand wieder in seiner spontanen Art und weise. Fagran stand auf und wartete bis ich mich ebenfalls erhob.

„Lass uns gehen“ sprach sie sanft und ich folgte ihr.

Wir waren schon ein Stück gegangen, da hielt sie plötzlich inne und sah mich an.

„Kennst du Yew?“ fragte sie mich, was ich mit einem knappen Nicken bejate.

„Es ist ein wundervoller Ort, mit deinen neuen Sinnen offenbart sich dir eine vollkommen neue Welt und es ist doch gleichsam auch entspannend.“ sprach sie fast ein wenig schwärmend. „Ein Ort mit tausenden von eindrücken…“ sie hielt inne und sah mich ernst an.

*spricht nachdenklich* Ich könnte schwören einen leicht bittendes Funkeln in ihren Augen erkannt zu haben, ein Wunsch.

„Folgst du mir nach Yew?“ fragte sie mich sanft.

Mich freute es nach all dem was sie mir an diesem Abend erzählt hatte, nach all den Lichtblicken die sich mir aufgetan hatten, das sie mir diese frage stellte.

„Ich folge dir.“ sprach ich nach kurzer Überlegung.

„Danke“ hauchte sie leise und ich wusste in diesem Augenblick nicht was ich darauf sagen sollte… also schwieg ich.
  Top
"Autor"  
Nutzer: Nisume
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 05.01.2002
Anzahl Nachrichten: 140

geschrieben am: 26.07.2002    um 06:32 Uhr   
*lächelt und spricht erklärend* Ich war tief in mir glücklich, das sich alles so betragen hatte… ich wusste das das was Wulf oder womöglich Gerion mir gezeigt hätten, nicht das war was mir wirklich weiter geholfen hätte. Sie kämpften ihren Kampf, jedoch nicht meinen. Wo war ich? *resümiert kurz* Ah ja… *räuspert sich und fährt fort* Ich folgte Fagran also nach Yew. Es war wirklich schön dort, ruhig und nicht so hässlich laut wie die Stadt. Auch Garou schien es sehr gut zu gefallen. Wir schritten ein wenig in den Wald, sie sprach wieder davon wie ruhig es dort immer sei.

„Es gefällt dir bestimmt, vertrau mir.“ sprach sie und schaute mich plötzlich wieder so eindringlich an. „Vertraust du mir, Nisume?“

Ich blickte sie wohl ein wenig überrascht auf Grund dieser Frage an, aber antworte nach kurzen zögern das ich ihr vertraue. *lächelt* Es war eine… interessante Situation. Wieder sprach sie mit anscheinlich letztem Atem einen Dank.

„Ich muss fort, darf ich dich hier alleine lassen?“ fragte sie.

Ich war es ja schon von Wulf gewohnt, das man mich binnen Sekunden einfach so alleine lies und nickte nur kurz.

„Erforsche deine Sinne ohne den Lärm der Stadt. Ich bin häufig hier und wenn etwas ist, schicke mir Garou.“ Sie lächelte und legte ihre Hand auf meine Schulter. „Ich bin für dich da, kleiner.“

Dann verschwand sie, mit einem neckischen Zwinkern und einem lächeln auf den Lippen. Ich war wieder alleine, doch zum ersten Mal fühlte ich mich nicht so. Ich war glücklich denn ich spürte das dies der Weg, der für mich richte Weg war……

*seufzt leicht und spricht weiter*

Die nächsten Tage sah ich sie nur selten, aber ich spürte dass sie oft in meiner Nähe war. Ich studierte meine neuen Sinne, übte sie durch meine langen Konzentrationsübungen die fast einer Meditation glichen. Lange saß ich in Yew, an dem Ort am Wasser den ich gefunden und lieben gelernt hatte. Das Rauschen des Meeres beruhigte mich, half mir die reinigende Trance zu finden die es mir ermöglichte meine Sinne zu aktivieren, sie zu fördern. Garou weilte dabei stets an meiner Seite, war mir Freund und Schutz. Die Tage vergingen schnell und die Abende, durchträumt mit immer dem gleichen Traum waren anstrengend und erfrischend, kräftigend zugleich. Doch eines Abends als ich mich wieder zur Ruhe legte, um zu Träumen und zu schlafen war etwas anders.
  Top
"Autor"  
Nutzer: Nisume
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 05.01.2002
Anzahl Nachrichten: 140

geschrieben am: 26.07.2002    um 06:32 Uhr   
Ich hatte schon den ganzen Tag diese leere gespürt, als ob etwas fort war. Fagran hatte mich nicht aufgesucht, ich hatte sie nicht gespürt und das ängstigte mich. Der Schlaf kam sanft, der Traum allerdings traf mich heftig, wie ich mich erinnere. *verengt die Augen und entsinnt sich* Ich sah eine Stadt, sie glich Britain, voller Menschen. Sie unterhielten sich, wie es mir den Anschein hatte aber ihre Stimmen wurden lauter, sie schrieen fast. Es kam mir vor als sehe ich alles aus den Augen eines anderen, doch ich wusste nicht wer es war. Trauer, hass, Einsamkeit… ja sogar das Gefühl, verraten worden zu sein quälte mich unter den Visionen. Ich war plötzlich in einem Haus, jemand schrie… dumpf hörte ich es, laut und unmenschlich. Der Blick wanderte zur Tür welche in diesem Moment aufschwang und ein Mann war zu erkennen, das Gesicht vor Angst verzogen.

„Nisume du Bastard!“ hörte ich es wieder dumpf und dämonisch knurrend und mit einem Augenschlag war ich… oder der durch dessen Augen ich sah, vor dem Mann.

Er zuckte, zitterte und brachte ein leises Röcheln hervor. Ich blickte an ihm herab und sah wie… etwas in ihm versunken war, wie ein Rechter Arm der… *schüttelt den kopf* voller Fell… ich möchte jetzt nicht ins detail gehen. Der Mann sank zu Boden, Tod und leblos, getroffen von der Wucht dessen durch welche Augen ich sah. Nun… es blieb nicht viel von dem Mann übrig. Ich schritt hinaus… er schritt hinaus. Draußen standen noch weitere Personen. Apathisch schwenkte mein Blick hin und her, ein dumpfes knurren lies die anwesenden zusammenzucken. Wieder fixierte sich der Blick auf eine Person und es ergrollte.

„Da bist du ja, du Flittchen! Fagran!“

Wieder stürzte ein Mann zu Boden, halb zerrissen und… *räuspert sich* nicht schön anzusehen. Der, durch dessen Augen ich sah schien verwirt, sah in den Menschen wohl jene die ihm verhasst waren, jene die eine Strafe verdient hatte.

„Was bist du für ein Ding?“ sprach einer der Menschen, grün gekleidet in den Farben des „Wachenden Bundes“, einen bogen über der Schulter. „Verlasse diesen Ort, stelle das Töten ein und geh ehe ich mich gezwungen sehe dich aufzuhalten!“

Dumpfes knurren war zu hören und die Augen von mir… ihm… erfassten diesen mutigen… *schmunzelt leicht* oder eher törichten Menschen. Er zuckte zusammen als ich mich aufbäumte… er sich aufbäumte und griff schnell nach dem Bogen. Der erste Schuss traf in den Hals, gut gezielt. Ein Lachen war zu hören, dämonisch, voller Verachtung. Leicht verwirrt legte der Mensch einen neuen Pfeil ein und schoss. Immer wieder schlugen Pfeile in den Riesenhaften Körper ein doch sie flüchtete nicht. Sie lachte anfangs spöttisch, reizend… doch irgendetwas änderte sich in der Stimme. Gequält und mit Pfeilen gespickt sank er zu Boden, schrie ein letztes Mal seinen Zorn, seine Verwirrtheit heraus und starb. *wirkt nachdenklich* Mein „Traumblick“ schien den Körper zu verlassen, schwebte hoch über die Häuserdächer und ich erkannte durch wessen Augen ich gesehen hatte, wessen Tod ich mit verfolgt hatte. *schluckt leicht* Ich sah weißen Werwolf, vertraut und dennoch unbekannt. Pfeile steckten überall in ihm und tupften sein Fell rötlich. Die Menschen standen u ihn herum, einer tippte ihn mit dem Fuß an um zu prüfen ob er Tod sei… er rührte sich nicht. Ich fühlte mich kalt, einsam, verlassen und vor allem schuldig an dem was geschehen war. *spricht ernst* Es war Wulf der dort unten lag, Tod und ich spürte das dies kein fiktiver Traum war sondern… eine Botschaft…
  Top
"Autor"  
Nutzer: Nisume
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 05.01.2002
Anzahl Nachrichten: 140

geschrieben am: 26.07.2002    um 06:32 Uhr   
Ich erwachte am nächsten morgen, schweißgebadet und bleich. Garou sah mich besorgt an, er spürte das etwas mit mir nicht stimmte.

„Komm mein Freund“ sprach ich sanft zu ihm, „Wir müssen nach Britain, etwas ist passiert doch ich glaube nicht recht daran.“ Ich erhob mich, packte meine Sachen und Garou und ich gingen sofort los Richtung Britain um nachzusehen ob es wirklich stimmte, ob Wulf wirklich Tod war……

*holt kurz Luft und spricht erneut*

Irgendwie war mir der Ort vertraut als ich in Britain stand, dort wo ich meinte im Traum gewesen zu sein. Er war nur ein paar schritte entfernt von der „Hafenkneipe“ an der ich mein Geschenk damals von Wulf erhielt. Garou tänzelte unruhig um meine Beine und schnupperte interessiert.

„Ja mein Freund“ sprach ich sanft zu ihm „ich rieche es auch.“

Mein Körper sankt hernieder auf meine Knie und ich beugte mich mit dem Gesicht gänzlich hinab zum Boden. Mein Blick durchfurchte die Ritzen zwischen den großen Kopfsteinen des Platzes und ich erblickte was ich zu sehen hoffte. Mit dem Finger meiner rechten stieß ich in die Fuge und nahm eine Probe der roten Flüssigkeit die sich noch spärlich darin befand. Ich roch an ihr und erhielt Gewissheit. Wulf war dort gewesen, es war sein Blut, aber auch das von gewöhnlichen Menschen war darin enthalten. Ich leckte schnell das Blut von meinem Finger und erhob mich. Ich sah mich um, musterte die Umgebung ob noch irgendetwas Auffälliges zu entdecken war. Ich musste damals herausfinden was mit Wulf passiert war, ob er vielleicht doch noch am leben war.

„Wir werden eine weile hier bleiben, mein Freund, hier in Britain“ sprach ich zu Garou welcher dies mit leichtem Heulen quittierte. „Ja ich weis du magst die Stadt nicht. Ich ebenso wenig.“

*lächelt leicht* Garou war mir so ähnlich doch er verstand das es mir wichtig war. *scheint grob alles noch folgende erklärend zu verfassen* Nun, mein längerer Aufenthalt in Britain veränderte damals einiges… aber mehr zu späterer Stunde. *nickt schwach* Ich verlies also den Ort an dem Wulf gestorben war, ging durch die Stadt mit stets offenem Ohr ob sich nicht ein paar Worte von gesprächsfreudigen Städtern in mein Ohr verirrten. Dann traf ich sie……

*lächelt schwärmend als er beginnt von Solana zu erzählen*

Sie stand plötzlich vor mir, mitten in Britain. Ihre schönen Braunen Augen musterten mich, leichte runzeln durchfurchten ihre Stirn und sie schien angestrengt zu überlegen woher sie mich kenne. Ich hatte sie schon erkannt, erinnerte mich sofort an dieses zarte Antlitz, ihre Schönheit. *besinnt sich zurück*

Damals als ich noch Mensch war verbrachte ich einige Zeit in Minoc. Ich war gerade neu in den Landen und zog gen Mine durch die Wälder, da traf ich sie zum ersten Mal. Sie unterhielt sich mit einigen ihrer Freunde, schien mich erst gar nicht zu beachten. Irgendwie schaffte ich es damals doch ihre Aufmerksamkeit zu erlangen *schmunzelt leicht* Ich faselte etwas das ich neu sei, das ich gerne Bogenschiessen würde aber nicht wisse wo ich einen bogen herbekäme. *lächelt* Sie verblüffte mich damals, ritt sie doch sofort los und kaufte mir eine erste Ausrüstung. Sie war die erste die mir jemals die Güte eines Geschenkes zuteil werden lies. *erinnert sie*

Ich traf sie noch einige male, oft sah ich sie nur in Begleitung anderer vorbeireiten. Ich spürte jedes Mal ein leichtes kribbeln, Vertrautheit. Sie war *verbessert sich* ist so wunderschön. Sie interessierte mich und stand nun vor mir in Britain.

„Irgendwoher kenne ich euch“ sprach sie sanft zu mir und schenkte mir ein lächeln. „Ich weis nur nicht genau woher.“

„Man nennt mich Nisume“ stellte ich mich vor. „Ihr schenktet mir damals einen Bogen in den Wäldern von Minoc.“

Sie schien kurz nachzudenken.
  Top
"Autor"  
Nutzer: Nisume
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 05.01.2002
Anzahl Nachrichten: 140

geschrieben am: 26.07.2002    um 06:33 Uhr   
„Der unerfahrene Junge damals, der so gerne das Schiessen erlernen wollte“ hakte ich sanft nach.

„Ah, ich erinnere mich“ sagte sie strahlend „natürlich!“

Ein lächeln umspielte ihre Lippen und ich konnte es mir nicht nehmen lassen sie auf ein Getränk einzuladen, was sie mir damals glücklicherweise nicht abschlug. Wieder einmal war es die „liebliche Biene“ die ich als Taverne auswählte und wir setzen uns, nachdem ich ein wenig Wasser für die Dame und ein Bier für mich gekauft hatte. Es war ein ruhiger Tisch in einer Ecke. Wir plauderten über die Vergangenheit, über mich, wie ich mich entwickelte. Sie erzählte mir von sich, dass sie eine Minerin und Schmiedin sei und viel Zeit mit dem Stechen von Erz verbrachte. Es war so friedlich… ich fühlte mich geborgen, erstmals fast sicher in diesem Augenblick am richtigen Platz zu sein, bei ihr. Sie recht schüchtern, bemerkte zwar wie ich sie ansah aber außer einer leichten Rötung ihrer zarten Wangen war keine Reaktion zu spüren. Sie mied meinen direkten, fordernden Blick und übte damit eine, ihr unbewusste Faszination auf mich aus. *lächelt sanft als er weiter spricht*

Wir trafen uns die nächsten tage oft, fast jeden Abend verbrachten wir zusammen. Ich versuchte ihr näher zu kommen, mehr über sie zu erfahren, zu erspähen ob in ihr ebensolche Gefühle für mich waren, wie ich sie für sie empfand, doch sie blockte mich ein wenig. Ich lies mich davon nicht beirren, zu sehr fühlte ich mich zu ihr hingezogen. *schmunzelt leicht* Ich verliebte mich in sie.

Eines Abends, es war in Yew, in einer kleinen gemütlichen Taverne. Wir tranken etwas zusammen und unterhielten uns. Ich fühlte mich so von ihr angezogen, spürte ihre wärme die sie ausstrahlte obwohl sie an der anderen Seite des Tisches, mir gegenüber saß. Ich überlegte lange, versuchte meine Gefühle für sie einzuordnen. Ich fasste mir ein Herz und sprach die Worte.

„Ich liebe dich Solana“ sprach ich sanft, hoffend dass sie mich verstehen und meine Liebe erwidern würde.

Sie saß vor mir und schaute mich unsicher an. Ich spürte das ihre Stimmung, ihre Gefühle unsicher waren. Als ich sie sah wie sie mich mit offenen Augen anstarrte, als habe sie einen Geist gesehen… als sei ihr etwas schreckliches zugestoßen, bereute ich meine Worte wieder, so schnell wie ich sie ausgesprochen hatte.

„Es tut mir leid, ich hätte das nicht sagen sollen“ sprach ich sogleich und senkte meinen blick.

Traurig war ich, wütend auf mich ob meiner ungestümen Art.

„Nisume ich… „ sie brach ab, stockte.

Ich hob meinen blick und schaute ihn ihre schönen Braunen Augen, sah die Unsicherheit, die Angst. Mich verwirrte das sehr. Spürte sie nicht wie viel ich für sie empfand? Merkte sie nicht dass ich alles tun würde was in meiner Macht stand nur um ihr die angst zu nehmen?
  Top
"Autor"  
Nutzer: Nisume
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 05.01.2002
Anzahl Nachrichten: 140

geschrieben am: 26.07.2002    um 06:33 Uhr   
„Was ist mit dir, Solana“ fragte ich leise „bitte sprich mit mir.“

Sie zögerte, schaute mich verwirrt an und seufzte. Dann begann sie mir langsam und zaghaft von ihren Eltern zu erzählen, wie sie vor Drei Jahren von ihr gingen, starben. Ich spürte den schmerz den sie hatte als sie mir das erzählte, sah die Trauer in ihren glänzenden Augen. Leise berichtete mir dass sie seit dem nicht mehr richtig fähig sei Gefühle so auszudrücken, wie sie es gerne wollte und es ihr Leid tue. Dann schwieg sie. Ich schaute sie lange an, ich hatte Mitleid mit ihr. Ich liebte sie und wollte nicht dass sie wegen mir traurig ist, dass sie sich gezwungen fühlt. Ich wollte ihr nicht unangenehm sein.

„Solana, du weißt was ich für dich empfinde. Ich möchte dich niemals verletzen. Ich bin da wenn du mich brauchst, immer. Nimm dir die Zeit die du brauchst.“ Sprach ich sanft und beruhigend zu ihr.

Für einen kurzen Moment blickte sie auf, lächelte schwach. Sie schien mir dankbar ob dieser Worte und ich wusste das so wie es passiert war, doch alles seine Richtigkeit hatte. Ich stand langsam von meinem Platz auf, schritt zu ihr herüber und setzte mich neben sie. Damals war es das erste mal das ich sie in meine Arme nahm und tröstete…

*seufzt leicht*

Die nächsten Tage kamen Solana und ich uns immer näher. Sie wusste dass ich sie liebte, doch sie war noch nicht soweit mir zu zeigen dass sie dasselbe empfand. Zu tief saß der Schmerz über den Verlust ihrer Eltern. Ich war immer für sie da wenn sie mich brauchte, spendete Trost, ab und an einen guten Ratschlag und ich spürte dass sie es mir dankte, merkte es an ihrem unvergleichlich schönen Lächeln das sie mir immer öfter schenkte. *blinzelt kurz um seine Augen von der Feuchtigkeit zu befreien*

Eines Abends waren wir in Britain. Es schien ihr sehr gut zu gehen, ja sie strahlte förmlich vor glück. Es waren für sie scheinbar erfolgreiche Tage gewesen, sie hatte ihre Fähigkeiten im Handwerk verbessert, guten Umsatz gemacht wie sie mir aufgeregt erzählte. *schmunzelt* Sie ist eine Handwerkerin durch und durch, meine Solana. Wir beschlossen einen Spaziergang zu machen und in den Park zu gehen, dem schönsten Platz den Britain einem Pärchen, das alleine sein wollte, bieten konnte. Ich weis nicht ob ich es wirklich spürte, oder ob es vielmehr eine Hoffnung war das dieser Abend ein ganz besonderer werden würde.

Wir setzten uns auf eine Bank, nahe dem Brunnen. Ich genoss die nähe zu ihr, zeigte ihr den Mond der an diesem Abend so voll wie nie vom Himmel herab zu lächeln schien und uns Licht spendete. Es war ein wundervoller Abend, doch fehlte mir etwas. Sie saß neben mir, so nah und doch so fern. Ich sehnte mich so danach sie zu berühren, sie im Arm zu halten und zu küssen. Ich beobachtete sie wie sich in den Sternengespickten Himmel sah, wie der Schein des Mondes ihre Augen zum blitzen brachte. Sie war so wunderschön. Sanft umspielte das weißliche Mondlicht ihre zarte Hut, hob die feinen Konturen ihres Gesichtes hervor. Lange schaute ich sie so an, wie gebannt voller Sehnsucht. Ich sehnte mich nach ihren zarten Lippen die so leicht geöffnet waren als wollen sie die Sterne vom Himmel haschen.
  Top
"Autor"  
Nutzer: Nisume
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 05.01.2002
Anzahl Nachrichten: 140

geschrieben am: 26.07.2002    um 06:34 Uhr   
„Solana… ich möchte dich Küssen“ fragte ich mehr als das ich es feststellte.

Unsere Blicke trafen sich. Ich schaute sie sanft… ein wenig flehend an, meinen Wunsch zu gewähren doch sie wich schnell wieder aus.

„Ich kann nicht, Nisume… verzeih“ hauchte sie fast beschämt mit vor sich gerichtetem Blick.

Ich seufzte leicht in mich hinein, war ein wenig enttäuscht aber ich wusste das es wohl das Beste war ihr noch Zeit zu lassen. Lange saßen wir schweigend nebeneinander, schauten in den Brunnen, auf da Mondlicht das flackernd von der Wasseroberfläche zurück geworfen wurde.

„Es hat nichts mit dir zu tun, Nisume… bitte glaube mir das“ sprach sie leise flehend.

„Ja ich weis“ antworte ich leise „es tut mir leid das ich dich so quäle.“

„Aber du quälst mich nicht.“

Zögernd nahm sie meine Hand. Ich spürte ihre Wärme auf meiner Haut, schloss fast die Augen um sie gänzlich zu spüren, hob dann aber den Blick und schaute sie an. Sie lächelte leicht. Mich überraschte das ein wenig obwohl ich mich doch so sehr danach sehnte.

„Magst du es, bei mir zu sein?“ fragte ich sie mit sanfter Stimme.

„Ja…“ hauchte sie leicht.

„Warum magst du es, Solana?“ begann ich vorsichtig ein Frage, antwort Spiel.

„Ich… ich halte dich für einen netten Menschen.“

Ich spürte ihre Verwirrung, wusste sie nicht was die Fragen bezwecken sollten… wusste ich es doch selbst nicht einmal, aber ich fragte weiter.

„Mehr nicht, Solana?“

„Du beschäftigst dich viel mir.“ Antwortete sie.

„Weist du warum?“ fragte ich lächelnd.

„Ja“ sagte sie lächelnd.

Ich wusste nicht warum, aber ich spürte dass meine Fragen etwas bewirkten.

„Stört dich das Wissen über meine Gefühle zu dir?“

„Ich glaube… nein“ sprach sie zaghaft.

„Warum bist du unsicher?

„ Ich bin unsicher weil… weil ich denke dass ich deine Gefühle nicht erwidern kann und... ich dich enttäusche.“

„Siehst du deine Hand?“ sprach ich und schaute kurz an uns herab wo wir uns berührten, unsere Wärme, Hände haltend, teilten.

„Was ist mit ihr?“ fragte sie verwirrt.

„Siehst du wie deine Hand in meiner liegt? Wie sie sie wärmt. Wieso glaubst du dann du könntest es nicht erwidern?“

Ich muss sehr sicher gewirkt haben als ich da zu ihr sagte, doch war ich es in meinem tiefsten innern nichtÂ… ich folgte einfach meinen Instinkten. Sie schaute mich erstaunt und unsicher an.

„Wieso denkst du das du mich enttäuschen würdest“ sprach ich sanft weiter „ wo du mir doch so viel Wärme, so viel… Liebe gibst.“

„Ich schenke dir Liebe?“ fragte sie erstaunt, was ich mit einem Nicken bejate.

„Merkst du es nicht?“ fragte ich sie. „Ich spüre es.“

Sie zögerte.

„Ich… ich weis nicht, ich meine… wie kannst du es spüren?“ fragte sie verwirrt.

„Spürst du was ich für dich empfinde, Solana? Wie sehr ich dich liebe?“

Sie sank kurz mit ihrem Blick zu Boden und nickte.

„Glaube an dich, Solana… schäme dich nicht. Ehrlichkeit ist jene, die zählt.“ Sprach ich ihr ermutigend zu.

Es… es ist nicht… so das ich mich schäme.“ stotterte sie leicht.

„Was ist es, Solana… sprich mit mir, bitte“ forderte ich sich sacht auf.

Es viel ihr scheinbar sehr schwer zu sprechen, darüber zu reden doch sie spürte scheinbar das ich es ernst meinte.
  Top
"Autor"  
Nutzer: Nisume
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 05.01.2002
Anzahl Nachrichten: 140

geschrieben am: 26.07.2002    um 06:34 Uhr   
„Das letzte Mal als ich es aussprach sagte ich es zu meinen Eltern bevor sie…“ Sie brach ab, Tränen stiegen in ihre Augen. „Ich sah sie danach nicht lebendig wieder…“

Ich verstand nun was in ihr vorging, erkannte ihre furcht, nicht davor sich jemanden anzuvertrauenÂ… zu leiben sondern die Furcht davor jenen Menschen wieder zu verlieren, sterben zu sehen.

„Du hast angst davor wieder einen Menschen zu verlieren den du liebst, wenn du es aussprichst, hm?“ stellte ich mehr fest als das ich es fragte.

Sie lächelte leicht und blickte mir schüchtern entgegen.

„Das ist ganz normal, Solana“ erklärte ich ihr lächelnd. „Auch ich habe jedes Mal Angst um dich, Angst dich zu verlieren. Jedes mal wenn sich unsere Wege wieder trennen, wenn ich nicht weis wo du bist, was du machst… die Tatsache das ich nicht bei dir bin um dich zu beschützen… darum habe ich Angst um dich.“

„Das… wusste ich nicht.“ Sprach sie leise und schaute mich an.

„Es ist so, Solana… doch wiegt jede Sekunde die ich bei dir sein kann all die Stunden in angst um dich um ein Tausendfaches auf und ich bin glücklich.“ Sprach ich sanft und schaute ihr tief in die Augen.

„Du… du musst aber keine angst um mich haben, Nisume“ sprach sie, unwissend das ich genau auf diesen Satz in diesem *schmunzelt* Spiel gewartet hatte.

„Und du musst keine Angst um mich haben, Solana… verstehst du?“ sagte ich sicher.

Sie senkte den blick, wirkte sehr nachdenklich. Sie verstand was ich bezwecken wollte, was ich geschafft hatte.

„Du willst es von mir hören…“ fragte sie zaghaft als sie den Blick hob und mich wieder ansah. „Ich meine... jetzt, oder?“

„Nein Solana“ sprach ich „ich möchte das du es mir sagst wenn du es von dir aus willst, wenn du dir sicher bist.“ Ich lächelte leicht. „Es tut mir leid dass ich dich so fordere.“

Sie schwieg einen Moment, schien ernsthaft über meine Worte nachzudenken.

„Ich denke du hast Recht, Nisume.“ Sagte sie lächelnd, von einer neuen Selbstsicherheit erfüllt. „Ich werde es irgendwann sagen müssen! Ich hoffe nur das es dann nicht zu spät ist.“

„Es ist nie zu spät, Solana… solange es nur von Herzen kommt, ehrlich… ohne Zwang und mit Liebe“ sagte ich und lächelte ihr liebevoll zu.

Sie schaute mich an, schaute mir das erste Mal tief in die Augen und sagte es… sie sagte die Worte, plötzlich und sicher, nach denen ich mich so sehnte.

„Nisume, ich liebe dich.“

*versucht ein wenig die Feuchtigkeit in seinen Augen zu verbergen und spricht leise weiter*

Wir küssten uns das erste Mal, lagen uns in den Armen und teilten vollends unsere Liebe miteinander. Ich spürte ihre Liebe, spürte die Zärtlichkeit die sie mir schenkte als sich unsere Lippen berührten. Ich fühlte mich seit langem einmal wieder vollends glücklich…

Hach ja… schön, nicht wahr?

…wieder reißt Quidam’s Bemerkung aus deinen Gedanken und der Geschichte…

Da soll noch mal wer sagen, Werwölfe verstünden es nicht, zu lieben. +hebt eine Braue und schaut dich fragend an* Oder doch nicht? *grinst*
  Top
"Autor"  
Nutzer: Nisume
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 05.01.2002
Anzahl Nachrichten: 140

geschrieben am: 26.07.2002    um 06:35 Uhr   
„Ich weis dass du da bist, ich höre dich in meinem Geiste flüstern“
Sicher bin ich da, ich bin es immer, wir zwei haben schließlich dieselbe Mutter.
„Warum hast du all das getan, warum musst du nur nach fremdem Fleische lüstern?“
Die Welt ist es und die die sie zu dem machen was sie ist, einem Orte voll mit Futter!

„Lass es sein, zu viele sind da die uns Jagen, uns womöglich auf die Schliche kommen!“
Ich mache weiter für uns bis niemand mehr da ist der uns entlarven kann, mein Freund
„Du bist ein Monster, ich hasse dich dafür dass du mein Leben an dich reißen willst!“
Ich reiße dein Leben nicht an mich, ich gebe dir das Leben das du dir schon immer erträumt!

„Du lässt mich in Furcht leben, vor mir… vor dir! Ich will das das endet, jetzt sofort!“
Atme tief ein, sauge die Dunkelheit auf, Atme tief ein, ist es nicht verrückt?
„Ich bin des Lebens müde, des Lebens mit dir, auf immer verdammt, verfolgt an jedem Ort!“
Atme tief ein, den Geruch des Fleisches, Atme tief ein bis es dich genau wie mich verzückt!

„…………..“
Nimm meine Hand, nimm mich an und alles hat ein Ende, wird dann gut und noch mehrÂ…
„…………..“
Lass mich dich führen in deinen Himmel, ihre Hölle, mein Freund mach’s dir nicht schwer-

„Du bist Krank“
Riech an dienen Händen welche schlugen in das Fleisch des Mannes, das Fleisch der Frau…
„Dieser Gestank!“
Oh so süß, so sanft und anheimelnd, bald wirst du sehen, das Blut, des Wolfes Morgentau

“Sei still, schweig, SCHWEIG!”
Ich hör nicht auf...
“Halt, bevor ich’s allen zeig!”
und alles nimmt dann seinen Lauf.

...wird weitergeführt...
  Top
"Autor"  
Nutzer: Nisume
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 05.01.2002
Anzahl Nachrichten: 140

geschrieben am: 26.07.2002    um 06:47 Uhr   


Ist das der Dank?
Ich gebe dir Stärke und du spuckst in mein Gesicht….
Du denkst du bist Krank?
Erkennst du das Geschenk das ich dir gab denn nicht?

Du willst sterben?
Pech mein Freund, deine Lebensuhr steht dank mir nun stillÂ…
Ich werde dir alles vererben!
Und du hast keine Wahl, du wirst alles tun was ich will!

Mein Kuss hat deine Wange erreichtÂ…
Du bist nun gezeichnet auf immer, mein Freund
Du bist mein, nicht nur vielleichtÂ…
Ich bin alles was du dir hast je erträumt!

Wenn du des Nachts das heulen des Wolfes vernimmstÂ…
Dann ist das kein Tier, keine Bestie sondern du.
Und wenn du mich verleugnest, „DU“ dein Leben bestimmst…
Dann machst du einen Fehler und kommst niemals zur Ruh!

Ich lache über dich, du kleiner Narr…
Viele wären so gerne, was du durch mich bist!
Ich bin immer bei dir, wie es schon immer warÂ…
Ich wette mit dir, dass wenn ich fort wäre, du mich vermisst.

Erinnerst du dich noch?
Ja sicher, denn deine Erinnerungen schneiden wie ein MesserÂ…
Erzähle es mir doch…
Wie du früher warst, so schwach. Geht’s dir jetzt nicht besser?

Ich fordere von dir, umarmt zu werdenÂ…
Weise mir endlich den Platz der mir gebührt und du wirst sehen…
Du und ich, wir werden sonst sterbenÂ…
Denn „EIN“ Wesen, in der Mitte geteilt, kann nicht fortbestehen!

Â…kann nicht fortbestehenÂ…
Â…nicht fortbestehenÂ…
Â…fortbestehenÂ…
Â…fortbestehenÂ…
Â…Fortbestehen!
  Top
"Autor"  
Nutzer: _Artemesia_
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 04.02.2002
Anzahl Nachrichten: 90

geschrieben am: 26.07.2002    um 13:39 Uhr   
applaudiert
  Top