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geschrieben am: 26.07.2002 um 06:30 Uhr
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„Ich wusste das du hier bist“ begrüßte ich ihn ungewohnt sicher.
Wulf lachte und brachte nur ein „Hossa“ heraus. Als ich so vor meinem „Vater“ stand, schossen mir wieder alle Fragen in den Kopf die ich einige Stunden zuvor versucht hatte, mir selbst zu beantworten.
„Ich habe einige Fragen, viele Fragen“ sprach ich zaghaft, aber dennoch sehr ernst.
Wulf lachte wieder und griff in eine seiner Taschen. *schmunzelt leicht* Er grinste und zog eine Narrenkappe heraus und setze sie mir mit einem „Für junge unwissende“ auf den Kopf. *lacht leicht* Ja ja, der Wulf. *grinst* Ich wäre damals beinahe vor Wut geplatzt. Ich wollte antworten, ja verfiel fast dem Wahnsinn auf Grund meiner Unwissenheit und der einzige der mir ein paar Fragen beantworten konnte, trieb gemeine Scherze mit mir *lacht noch einmal kurz, fängt sich dann aber wieder und erzählt ernst weiter* Wulf sagte mir das ich ihn etwas später am alten Wachturm treffen solle weil er noch etwas zu besorgen hatte, was ich auch tat.
Wir setzten uns etwas abseits in den Wald und ich platze gleich, wie ein unter zu viel druck stehender Kessel, mit meiner ersten Frage heraus, welche Wulf sehr erstaunt aufschauen lies.
„Was ist der Kelch, Wulf?“ lautete sie.
Warum ich diese Frage stellte? *wirkt leicht nachdenklich* Das weis ich nicht mehr genau. Ob ich davon geträumt hatte oder ob Gerion ihn einmal erwähnte, ich weiß es nicht mehr. Wulf blinzelte leicht, fixierte mich dann mit starrem Blick. Mir kam das alles sehr komisch vor *lächelt* aber wie es Wulfs Art ist, sprach er mir direkt die Antwort, ganz unverblümt ins Gesicht.
„Der Kelch ist der Fluch, der Durst nach Blut, der Hunger nach Fleisch. Wir sind Jäger, jagen gerne… egal was, ob Tier oder… Mensch“
Er schien leicht zu lächeln, vielleicht lag es an der Blässe die mein Gesicht vereinnahmt haben musste und sprach dann weiter.
„Du bist noch jung, Nisume, aber du wirst dich bald verändern, immer tiefer in den Kelch schauen bis du das erste Mal aus ihm trinkst… solange, bis du eins mit dem Wolf in dir bist.“
Ich war leicht *schmunzelt* geschockt. Wenn man gesagt bekommt, das man bald zu einer mordenden Tötungsmaschine wird die Menschen, vielleicht jene die einem m Herzen liegen, tötet ist das doch sehr schwierig. *lächelt kurz, spricht dann etwas Melancholisch weiter* Ich wollte sterben, sehnte mich nach dem Tod doch ich wurde nicht erlöst sondern ein Teil von ihm, sein Werkzeug… und die Sehnsucht verblasste. *schüttelt den Kopf als versuche er seine Gedanken frei zu bekommen*
„Du hättest mich töten sollen, Vater… damals als ich mich schon auf das Sterben vorbereitet hatte!“
Ich wollte es damals eigentlich nur denken doch ich sprach es laut aus. Mein Vater geriet etwas außer sich, riet mir zynisch, nicht auszurasten, sagte das ich noch gar nichts wisse vom Leid.
„Deshalb die Narrenkappe!“ rief er und lachte.
Ich hielt mir den kopf, versuchte ihn zu überhören und all die Gedanken und Bilder schossen mir in den Kopf. Blut, die nächtliche Jagd, Augen die mich beobachteten bei jedem Schritt den ich tat. Wieder sprudelte es aus mir heraus, brauchte ich doch Hilfe was ich tief in mir allerdings zu verleugnen versuchte. Ich erzählte ihm alles, die Orte an denen ich neue Tage begann, das kribbeln in meinen Gliedern wenn Menschen anwesend sind, die Angst, die Paranoia. Wulf schien mir zum ersten Mal wirklich zuzuhören, erklärte mir dass wir Werwölfe über eine Art Empathie verfügen, Angst und sehr starke Gefühle bei den Menschen spüren können, was das Kribbeln erklärte wenn ich unter Menschen saß, denn dieser Sinn war noch nicht sehr ausgeprägt bei jungen Wölfen. Ich erinnerte mich daran das Wulf schon einmal deshalb ausgerastet war, zum Wolf wurde mitten in Britain. Ich hörte ihm aufmerksam zu.
„Du erwachst des Morgens in den Wäldern, nach durchjagter Nacht, welche sicher kein Traum ist auch wenn es dir so scheint, weil du ein Geschöpf der Natur bist. Die Stadt ist kein Ort, vor allem nicht zum schlafen. Alles beobachtet dich, jedes Tier des Waldes und du spürst es, kannst ihre Augen des Nachts sehen.“
Ich begann langsam etwas mehr zu verstehen, was vorging doch verwirrten mich seine Worte mehr als sie erklärten und bis heute habe ich noch nicht alles verstanden. *runzelt die Stirn*
„Du bist nicht Paranoid, es ist alles ein Spiel das deine Sinne mit dir treiben. Sie sind dabei sich zu entwickeln, sich zu normalisieren. Du wirst bald mehr hören und riechen, spüren und fühlen als du dir vorstellen kannst.“
Das Gespräch mit meinem Vater brachte mir einiges, vor allem Verwirrung *lächelt* Ich stellte weitere fragen, aus Wulfs antworten resultierend. Ich drehte fast durch *schmunzelt leicht* Wulf sagte dann etwas, das ich nie vergessen werde.
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