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Nutzer: Graf_Baldwin
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geschrieben am: 28.01.2003    um 08:09 Uhr   
Wieder sind einige Tage, sogar Wochen vergangen, seid er das letzte Mal in seinem Haus war. Endlich hatten sie es geschafft, die letzten Beweise zusammen zutragen, endlich konnten sie sich sicher sein, dass soetwas nicht wieder geschehen kann.
Erschöpft betritt er sein Haus und bleibt erstaunt stehen, als er den Umschlag auf der Schwelle liegen sieht. Nachdem er sich kurz umgesehen hat, bückt er sich und hebt diesen auf, schließt dann die Tür hinter sich. Ohne seinen Mantel abzulegen, geht er in sein Arbeitszimmer und setzt sich an seinen alten Schreibtisch. Öffnet dann erst den Brief und beginnt zu lesen. Zu erst huscht ein Lächeln über sein Gesicht, doch dann wird es nachdenklich, als ihm bewusst wird, dass etwas mit Cassandra geschehen sein muss. Doch bevor diesem auf den Grund gehen kann, will er erst einmal Milani beruhigen, schnell greift er zu einem Stück Pergament und eine Feder.


Liebe Milani,

du hast Recht, es ist lange her, seit wir uns das letzte Mal sahen. Oder auch, als du das letzte Mal von mir hörtest.
Deinen Eltern und deinem Bruder geht es gut. Auch wenn John es nicht leicht mit ihm haben wird.
Sobald du wieder zu uns zurückgekehrt bist, kannst du gerne meine Bibliothek aufsuchen und dir jedes der Bücher ausleihen. Ich habe noch einige, die denen ähnlich sind, die ich dir bereits schenkte. Ich freue mich für dich, dass du in der Kunst der Sprache, deine Welt gefunden hast. Und ich bin mir sicher, dass ich auch deine Gedichte lesen und lieben werde. Denn die Sprache ist Zauber. Wer ihn kennt, kann verwandeln - oder sich verwandeln lassen. Und von dir, lass ich mich gerne verzaubern. Leise lacht er auf, als er diese Formulierung auf das Pergament bringt. Doch wird Milani wissen, wie er es meinte. Doch dann wird er wieder ernst und überlegt lange, wie er das nächste formulieren sollte. Es wird ihm wohl nichts anderes übrig bleiben, als die Wahrheit zu schreiben. Würde Milani alles andere doch sofort durchschauen. Leise seufzt er, bevor er die Feder wieder auf das Pergament setzt und weiter schreibt.
Was deine Sorge um Cassandra angeht, so teile ich sie. Ich war einige Zeit nicht in diesen Gefilden und dachte eigentlich, dass sie bei dir sei. So wie es auch gedacht war. Doch nun erfahre ich von dir, dass dem nicht so ist. Ich hoffe, ihr ist nichts zugestossen. Ich werde mich gleich auf die Suche nach ihr begeben. Mach dir keine Gedanken, ich werde sie finden. Und dir dann sofort eine Nachricht zukommen lassen.
Bitte entschuldige, dass ich dir nicht ausführlicher antworte, doch die Zeit rinnt und ich werde mich nun auf die Suche nach Cassandra machen.

In ewiger Verbundenheit
dein Matt

Er nimmt das Pergament und ohne es noch einmal zu lesen, faltet er dieses zusammen und setzt sein Siegel auf die Naht. Steht dann auf und verlässt das Haus. Zuerst sucht er einen Boten auf, der das Schreiben schnellst möglich zu Milani bringen wird. Dann begibt er sich auf den Weg zu den Ruthvens, vielleicht könnten diese ihm einen Anhaltspunkt geben, wo sich Cassandra aufhält
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Nutzer: Al_Cassandra
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geschrieben am: 28.01.2003    um 19:10 Uhr   
dunkel schimmern zwei Augen wie finstere Abendsterne durch die Schatten des Waldes, sacht bewegen sich zwei schwarze Schwingen durch leichten Schlag und legen sich um den in das dunkelblaue Gewandt gekleideten Körper. Wie durch Zauberhand geht ein silberner Schimmer durch die schwarzen Locken und legt diese nach vorne über die zierlichen Schultern. Die Haut des Engels schimmert kurz, als wäre sie vergoldet, doch verharrt sie weiter regungslos im Schatten, die roten Lippen fest aufeinander gepresst, ihre Aura verschlossen. Doch bleibt ihr Blick weiter auf dem Haus liegen, hatte sie doch nach einigem Warten beobachten können, wie ihr Freund wiederkam. Die Augenlider senken sich kurz und verdecken das Schimmern der Abendsterne, als ihr die vergangenen Ereignisse ins Gedächnis zurück kehren.
Sie wurde aufgehalten, so würde sie es nennen, denn nichts anderes wäre glaubwürdig. Auch wenn Matt sie bei dem nächsten Treffen allein an ihrem Äußeren durchschauen würde, so würde sie doch nicht den Namen der Person nennen. Der einen Person, die sie so verändert hatte, entgegen ihren Willen und trotz ihren Widerstandes, trotz ihrer Schreie und Schläge. Doch war es nun ihr Schicksal und sie würde damit leben, denn zu kostbar waren ihr die Freunde, die sie gefunden hatte. Und doch würde sie ein Wiedersehen so lange vermeiden, wie es möglich war, auch wenn es sie im Herzen schmerzte, das wohl das einzigste ist, das noch von dem reinen Licht erfüllt ist. Dem Licht, dem sie einst diente. Langsam hebt sich der Blick des Engels und verharrt wieder auf dem Haus, doch kommt weiterhin keine Regung von ihr. Nur der Wind haucht sanft gegen ihr Kleid und ihre Haare, die sich lautlos mit diesem bewegen
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