|
|
|
geschrieben am: 15.09.2002 um 22:41 Uhr
|
|
(grad ma langeweile hatz und das bedürftnis verspührt, was zu schreiben)
langsam tritt sie aus dem dunkel des waldes hervor. die rechte seite ihres kleides ist noch dunkel von ihrem blut, welches getrocknet einen teil ihres kleides darstellt. die kraft ist aus den sonst so klaren augen gewichen, getrübt sind sie, dunkler als jemals zuvor, weshalb sie nur noch die umrisse einzelner wesen erkennen kann. ihre lichtaura vermag sie nicht zu verbergen, zu schwach ist sie dafür. doch besteht sie ohnehin nur noch aus einem dünnen film des lichts, keinerlei schutz mehr darstellend. so lehnt sie sich an einen baum, betrachtet die vielen wesen, die des nachts noch auf der lichtung wandeln.
Es sind so viele arten, vampire, elfen, dämonen, menschen, tiere... nie hätte sie damals, als sie von zu hause floh, eine solche vielzahl an fremden erwartet.
der gedanke an ihr heim, an ihre frühere familie schmerzt sie.
vor gut einem und einem halben jahr zog sie los, mit ihrer schwester drakania, fort von ihrem tirannischen vater und der hoffnungslosigkeit des seins.
auf ihrer reise begleitete sie yazinda, die elfe, ihre erste freundin in dieser skrupellosen welt, und drakania, die halbkatze, ihre schwester, welche sie zur not auch mit ihrem eigenen leben beschützt hätte. gemeinsam erreichten sie den zauberwald, immer eine leise stimme im hintergrund, welche luna erklärte, was richtig und falsch war.
gleich an ihrem ersten tag lernte sie dracus kennen, einen drachen, ein wesen, vor dem sie sich doch so sehr fürchtete. aber er war freundlich zu ihr, lieber als manch anderer und er wies sie ein, in das wesen der drachen, zeigte ihr, wie sie sind, die großen ungetüme.
so viel leid erlebte sie in diesem wald, der nun ihre heimat ist. erst brachte sich drakania um, dann musste sie lunaria, eine andere schwester töten und auch lunarus, ihr bruder, nahm sich aus liebeskummer das leben. dann verschwand dracus und ihre aufgabe, gegen das dunkel anzukämpfen kam näher, wodurch sie ihre zwei töchter, selene und lara verlassen musste.
nach ihrem tod kehrte sie jedoch zurück, als aralin, das findelkind. später erwachte wieder das licht, zerrte sie zurück in ihre prophezeiung, wies ihr einen genauen platz im leben, als lehrer von chione, einer ihrer schwestern und brüder, einem lichtfürsten wie sie selbst einer ist. doch spürt sie eine unbekannte leere in sich, undeutbar und doch kennt sie den grund dafür.
sie gab liebe an lord fador, um ihm zu helfen... sie gab das licht an myrieldraco, um ihr beizustehen... luna gab alles, was ihr möglich war und hat doch ncihts erreicht. diese leere, all diese gedanken stehen ihr in das schöne, blasse antlitz der 18jährigen geschrieben, welches zwar noch weisheit, jedoch keine kraft mehr ausstrahlt.
wie der abnehmende mond ist nun diese junge frau, die gleichzeitig wirkt, als hätte sie ein langes leben hinter sich. seit das licht existiert, exestiert sie mit ihm und wird es auch weiter tun, ob sie nun wolle oder nicht. |
|
|
|
|