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geschrieben am: 30.04.2004 um 15:09 Uhr
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Name ~ Kalyx ab Rhyn
Rufname ~ Kalyx
Geschlecht ~ weiblich
Eltern ~ Kyra ab Rhyn (Mutter)
Vater unbekannt
Herkunft ~ Tal der Gezeiten- später die Klippe von Wydeclaw
Rasse ~ Canis lupus hudsonicus
Alter ~ ca. 2 Jahre
Erscheinungsbild
Schulterhöhe ~ 65 cm
Körperlänge ~ 110 cm
Fell ~ dunkelgrau/- braun, mit gelblich- blonden Haaren durchsetzt; ihre Augen schimmern im Abendlicht onyxfarbend
Charakter
Stärken ~
ausdauernd
selbstbewusst
offen und ehrlich
achtet andere Wölfe, die ihr freundlich gesonnen sind
Schwächen ~
verfällt oft in Trauer über ihren früheren Verlust
oft zu eigenwillig
manchmal patzig und stur
Geschichte
Es war kalt und der Schnee lag hoch auf dem Weideland. Hin und wieder huschte ein Hase im weißen Winterfell durch das weiße Etwas des kalten Winters. Am Rande des Waldes saß Kalyx, die Augen aufmerksam geöffnet. Ihre schwarze Nase bewegte sich leicht hin und her, nahm eine Witterung auf. Wäre sie schnell genug um die Abendbeute zu ihrem Rudel zu bringen? Aber war da nicht etwas Fremdes zu riechen, dass sie eben noch nicht hatte gewittert? Still verharrte sie an ihrem Platz, wartete ab. Und wahrlich, der Hase hüpfte schnell davon und bald darauf war auch schon die Ursache für die plötzlich eingetretene Stille zu sehen. ...Wölfe, ...doch nicht aus ihrem Rudel. Wer waren jene dreisten Gestalten, die es wagten, sich in ihr Jagdrevier vorzudrängen? Zorn flackerte in ihren Augen auf, bittere Wut wurde sichtbar. Es waren an die zwanzig Wölfe, ein paar jüngere und ganz unverkennbar der Alpha, ganz vorne. Er war groß und kräftig gebaut, doch in Kalyx' Augen funkelte der bittere Schalk auf.
Dann drehte sie sich um und verschwand im Wald. Bereit, für ihr Rudel zu kämpfen.
Doch es schien, als wäre sie trotz allem zu spät gewesen. Ein weiterer Teil des Rudels, scheinbar getrennt gewandert, war ihrer Warnung zuvor gekommen und ohne auch nur einen Gefährten am Leben zu lassen, weiter gezogen. Ihre Augen lagen auf ihren Freunden und Hass wuchs in ihr... Nach einer Weile drehte sie sich in die Richtung, aus welcher sie gekommen war; vernahm sie dort nicht die Laute ihrer Mutter? Und so antwortete sie ihr, egal ob jemand Fremdes sie auch vernehmen würde, sie war bereit, den letzten Wolf ihres Rudels zu schützen und so rannte sie in den Wald.. und tatsächlich war es ihre Mutter gewesen und Einsamkeit ließ beide lange Zeit schweigen bis sie sich jenen nächsten Morgen auf den Weg zur Klippe machten. Ihre Mutter hatte ihre Kindheit dort verbracht und nichts auf der Welt konnte die beiden hier noch halten, jenem toten Ort, wo so viele ihrer treuen Freunde ihr Leben gelassen hatten. Auf dem Weg dorthin schmolz der weiße Schnee in der Wärme der herabscheinenden Sonne. Und so wanderten sie immer weiter in den Norden bis sie an der Klippe ankamen, der Klippe von Wydeclaw. Doch sie spürte, sie waren nicht alleine. Sie sprachen nie darüber, und wenn sie abends jene Augen auf sich ruhen merkte, fragte sie sich jedes Mal, warum der vereinsamte Wolf nicht zu ihr kam.
Eines Abends saß sie noch lange vor dem Abgrund, ihre Mutter war müde gewesen und musste sich ausruhen, denn den ganzen Tag über waren sie das Gelände erkundigen gegangen. Und so blickte Kalyx zum Mond auf und ihre Laute durchschnitten die Nacht. Da spürte sie, wie er auf einmal neben ihr stand und sich neben sie setzte...und nach langer Stille antwortete er ihr auf die gleiche Weise.
Ihre Mutter verließ die beiden kurz darauf und Kalyx hatte lange getrauert, doch Gwei hatte es doch immer wieder geschafft sie zufzumuntern.
So tollten sie eines tages wieder einmal herum und dementprechend kaputt waren sie danach,... obwohl Kalyx noch immer Lust hatte, ließ sie sich von ihm überreden, endlich aufzuhören, da sie den nächsten morgen zum Weideland zurück wandern wollten. So ließ sie ihn kurz alleine, um an den See zu gehen und etwas zu trinken. Da spürte sie diese Gefahr wieder. Jene Gefahr, die sie für tot geglaubt hatte. Sie konnten nicht mehr weit sein. Still verharrte sie dort, konnte sich nicht bewegen. Nach einiger Zeit rannte sie schließlich doch los - alle Muskeln angespannt, raste sie erschreckend durch den Wald hindurch, zurück zu Gwei. Doch sie sah nur noch seinen Körper dort liegen und nahm den Geruch von frischem Blut in sich auf. Ihre dunklen Augen suchten die Seinen und ihr Fell wurde rot, als sie sich neben ihn legte um ihn nicht zu verlassen. Doch als sie seine Augen sah, wusste sie, es war vorbei und er befahl ihr, zu gehen,... zu rennen, so schnell sie konnte.
Und sie rannte, rannte imme weiter in eine Gegend, die ihr fremd war. |
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