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Ever for (NA)

Nutzer: Ryoko
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geschrieben am: 17.03.2004    um 22:33 Uhr   
Was sollte man schreiben, wenn man nicht schreiben konnte, was sollte man dann mit einem Stift anfangen? Fiebernd kaut der junge Mann am Ende des knallblauen Muffin' Store Kulli's herum, starrt auf das Blatt vor sich, auf dem er in wenigen untalentierten Zeichnerischen Darstellungen all das ausdrücken wollte was so tief in ihm alles zerrissen hatte. Die Zornfalte zwischen den schnmalen, dunklen Augenbrauen war seit Tagen nicht verschwunden, ebensowenig der lebenslose Ausdruck, auf dem Gesicht des jungen Punks. Mit einem resignierten Fuck it fährt er sich durch den neongrünen Iro, knüllt in gleichzügiger Bewegung das Blatt vor sich zusammen und pfeffert es in die nächst gelegene Ecke der EinzimmerKücheBad Wohnung. Im nächsten Moment steht er vom Boden auf, zieht seine Jacke an und pfeift kurz. Der kleine, sandfarbene Pitbull spitzt so gut er konnte die knickenden Ohren, trottet zu ihm und ja, man könnte meinen sogar der Hund wusste das etwas in der Luft lag.

Ich dacht eich... könnte alles sein was du brauchst, ich seh es ein, zu lang weg, zu lang auffer straße... Unberührt zieht er die Nase hoch, starrt auf die Tür als würde er warten das sie jede Sekunde aufplatzen würde.

Der Hund neben ihm legte langsam ungeduldig werdend den Kopf in die Schräglage, schnupperte an Ry's linker Hand, die die Heineken Flasche wie eine Leuchtpistole am Nordpol umklammerte.

Ich wees... wir dnich' lang reich'n... aber hast ja Kaff... Ein stoischer Seitenblick zu dem unsauber gehäuftem Bündel an dollarnoten, grob an die 450... grob. Er verdient ja auch... bestimmt...

Ein Knirschen galt als einzige geräuschkulisse, die bisweilen nur einem fragenden Wiefen diente und mit einem kratzen am Hinterkopf, einem Griff zu der gepackten Tasche und dem öffnen der Tür, war das wohl das letzte das die kleine Dachwohnung über dem Cafe von dem jungen Mann, mit dem eigenwilligen Lebens- und klammottenstil gesehen haben soll.




Es zerriss ihn innerlich, zu sehen was passiert wenn man Versprechen bricht. ichw erde immer bei dir sein. und in jener Nacht als die Flammen hoch zum Himmel schlugen war er wohl jene Gestalt die unruhig in den Schatten wanderte. Nur im Augenwinkel gar bekam er mit - mehr im Unterbewusstsein das dort jene stand... jene eine. Umso mehr der tiefe Fall, um so mehr der harte Aufprall als sie ging, mit ihm.


Tränen?.... Hoffnung... das letzte mal das NEw York ein Blick von tiefbraunen, ruhigen... manche würden sogar behaupten melancholischen Augen, unter ernst zusammengezogenen Augenbraunen ergatterte, als der Graue Linienbus seinen endlos langen Weg nach Detroit aufnahm...

Ever for, Lasting throughout...


Im sorry i did'nt make it...

Tell me the name.. someday...

Ry
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Nutzer: Scab
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geschrieben am: 18.03.2004    um 13:58 Uhr   
Einen Trinken gehen mit Steven. Normale Freizeitbeschäftigung, gleichzusetzen mit- mit Cathy im Park rumhängen. Mit Jazz die 5th Avenue unsicher machen.

So war es nicht verwunderlich, dass Scab verwundert die leere Wohnung betrachtet. Stumm steht sie da, ihre Jjacke in der Hand, reglos, einzig der schnelle Atem, der aus ihrer Nase strömt, regt sich noch. Schließlich, als fürchte sie, auf Glassplittern zu laufen, tritt sie näher. Ihr Blick erfasst die fehlenden Kleidungsstücke. Das Geldbündel. Schließlich das zusammengeknüllte Stück Papier, das sie aufhebt und sorgfältig glattstreicht.

Und dann, mit einem Schlag, setzt die Realität wieder ein, die Welt beginnt sich in einem rasend schnellen Wirbel zu drehen, als sie auf dem Absatz kehrtmacht, sich nicht einmal die Mühe macht, ihre Jacke wieder anzuziehen- nur im Sweatshirt, hastet sie die ausgetretenen Stufen hinunter, jagt sie die Straße entlang, jedem Bekannten die gleiche Frage stellend: "Hast du Ryo gesehen?" Meist Nein, ab und an auch Ja, bis sie sich, den Richtungsangaben folgend, zum Busbahnhof durchgeschlagen hat.
Es beginnt zu regnen. Und sie bleibt stehen. Wo mochte er hingefahren sein? Ein Zusammenkneifen der Augen, als sie zum Himmel blickt, wo das Wasser mit immer größerer Wucht die Wolken verlässt, um am Boden aufzuschlagen. Tropfen auf ihrer Stirn, ihren Lippen. Ihre Haare durchnässend, sich den Saum ihrer Jeans hochfressend. Lieber Gott, mach, dass er zurückkommt. Bitte bitte mach, dass er zurückkommt... in die Regentropfen mischt sich anderes, salzigeres Nass.

Und sie steht nur da und starrt in die graue Ferne. Du hast gesagt, wir würden zusammenbleiben. Für immer. Du hast gesagt..... bedeutet das gar nichts? Auf einmal gehst du ohne ein Wort? Scab bemerkte auf einmal, wie es sich anfühlte, den Boden unter den Füßen zu verlieren. Es war kein plötzlicher Fall, es war, als wenn man einen immer steiler werdenden Abhang hinunterschlitterte. Zuerst dachte man, es geht, man kommt wieder hoch, aber das tat man nicht.....

Ihre Hand umfasst ihren Bauch, verkrampft sich. Du hast gesagt, es ist dein Kind. Wie kannst du dein eigenes Kind verlassen? Mühsam schluckt sie, und wendet sich ab. Sag nicht, dass die Ewigkeit zu lang ist. Sag, dass du zurückkommst.... sag, dass du... das innere Druck staute sich an, da war Zorn, Trauer, Wut... Enttäuschung... merk es dir ein für allemal Scab, flüsterte jene innere Stimme wieder, verlieb dich nicht. Vertrau nicht.

Mit schleppenden Schritten wandte sie sich ab. In Detroit war er schon einmal gewesen, das wusste sie. Jene andere Stadt... es war eine Telefonzelle, die sie suchte, Münzen, die sie aus ihrer Hosentasche fummelte, und eine Nummer, die sich tief in ihr Gedächtnis eingebrannt hatte. Detroit. Die Heimatstadt. Und als sie zu reden beginnt, nach dem Freizeichen, ist ihre Stimme brüchig.
Senna? Ich bins, Scabs. Sie wartet einige Momente, ehe sie weiterspricht. Kann sein, dass in den nächsten Tagen ein Typ namens Ryoko bei euch auftaucht... Senna... wenn er da ist... sagste ihm, er soll mich anrufen? Yeah... genau... grüner Iro... danke. Ja, man sieht sich. Genau. NY würde dir gefallen. Klar. Bis dann. mit einem schweren Klacken fällt der Hörer auf die Gabel zurück, ehe sie sich abwendet und wieder in den Regen tritt.

Und dann sitzt sie nur noch da, auf dem grauen Bordsteinam Busbahnhof, die Knie angezogen, die Arme darumgeschlungen, und lässt sich nassregnen. Wartend. Hoffend. Ryoko...
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Nutzer: StevenGracey
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geschrieben am: 18.03.2004    um 14:25 Uhr   
Wie immer herrschte um diese Zeit reger Betrieb in der Bahnhofsanlage, als sich der hochgewachsene Schwarzhaarige durch die Mengen hindurch zum Ausgang quetscht, den einen rempelnd, den nächsten beiseite stoßend, um nur schnell hinaus nach draußen zu kommen. Er wollte nichts weiteres als nur noch nach Hause kommen und dann endlich abschalten.

Nach unendlich langen fünf Minuten liegt das Chaos im Innenraum des Bahnhofs endlich hinter ihm, und mit eiligen Schritten eilt er hinaus zu dem Abschnitt des Geländes, an dem sich der Busbahnhof befinden sollte, wie man ihm gesagt hatte. Überraschenderweise zog sich der Weg dorthin doch länger als erwartet, aber was machte das schon? Auch der Regen, der in Strömen auf den Hünen hinab ging, störte ihn wenig. Trotz allem ist Steven vollends durchnäßt, als er schließlich das Plateau erreicht, von dem aus der Bus an den Stadtrand fahren würde.

Ein kurzer Blick auf den Fahrplan verriet ihm, daß er den vorletzten Bus gerade verpaßt hatte und der nächste erst in etwa einer halben Stunde fahren würde. "Verflucht nochmal", grummelt er und sieht an sich hinab. Ein wandernder Schwamm war das erste, was ihm in Erinnerung kam, als er das Resultat dessen betrachtete, was sich seinem Auge bot. Von überall her tropfte es an ihm herab, Nässe stand nur so auf seiner Kleidung.

Da plötzlich begann er lauthals zu lachen, ein Lachen, das immer wieder von ebenso lautem Fluchen unterbrochen wurde. Was in des Teufels Namen sollte er nur so lange hier machen? Warten war nichts für ihn. Also ist es doch das naheliegendste, sich einfach zu Fuß auf den langen Heimweg zu seiner Heimstatt zu machen.

Langsam aber sicher setzten sich nun die Füße in Bewegung, wie von imaginären strängen geführt. Der Blick des Schwarzhaarigen ist starr geradeaus gerichtet. So fällt ihm nicht einmal die Anwesenheit Scabs auf, die eigentlich nur wenige Meter von ihm entfernt auf dem kalten Stein des Bürgersteiges saß. Normalerweise würde er diese niemals übersehen, doch an diesem Tag verhielt es sich anders. Ohne auch nur ein Wort zu sprechen oder etwas anderem Beachtung zu schenken, stiefelt er geradeaus voran, die Schuhe hinterlassen wieder einmal ihre eigene Kulisse auf dem Boden, als sie dort mit einem lauten 'Klack, Klack, Klack' aufkommen, sich abstoßen und sich dieses Schauspiel mal für mal wiederholt. Er wollte nur noch weg, weg von allem und allen. Sollte doch die Welt untergehen, selbst das würde ihn nicht interessieren. Dann würde er als einer von zig Millionen, vielleicht auch Milliarden mit ihr untergehen. Dieser Tag war ein herrgottverdammter Dreck gewesen. Aber wen würde das morgen noch interessieren?

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Nutzer: Katelyn
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geschrieben am: 18.03.2004    um 15:51 Uhr   
Nocheinmal wird kritisch die Unterlippe zwischen die schneeweissen, geraden Zähne gezogen, noch einmal legt das kleine, spindeldürre Mädchen vor dem Schaufenster den Kopf mit den schulterlang gewordenen, wilden, italienischen locken schief und betrachtet sich, als hätte sie sich heute das erste mal gesehen. Wer kat kannte, kannte ihre Art sich abzulenken. Bloß nicht an das denken was Realität war, bloß nicht. Bitter murmelt sie ein paar dahingeseufzte Worte, sieht auf ihre Hand in dem ein kleines Zeitungsstück Zuflucht vor dem platzregen fand, mit grünem Filzstift waren untalentierte Strichmännchen zu sehen, ein großer, männlich, ein zweiter, mit dicker Kugel als Bauch und in der ecke ein armseelig kauerndes.. mit dem poetischen Zusatz ,,mus wek"... ein pfeil zu dem Bild das Detroit Central Station zeigte. Erneut schüttelt das schmale Mädchen den Kopf, steckte das Zeitungsstück zurück in die zerfetzte Jean's und starrte Richtung Bahnhof... Detroit wär auch mal was... sie konnte in keiner Stadt leben, in der sie schon lange als Tot galt... Sie konnte nicht länger mit ansehen wie ein kleiner weisser Gedenkgrabstein mit der Liste der Toten im Flugzeugabsturz auch Katelyn Jennifer Brooks beinhielt.

Sie hatte sich in der letzten Zeit so und so schmal gemacht, nach der Begegnung mit Cathy, dem Schmerz in den Augen der Freundin - nein, es stand fest... mit schlürfenden Schritten, wie soll es auch anders sein, begibt sie sich auf den Weg zum Busbahnhof ohne zu wissen das sich dort gerade alle Wege kreuzen, und ohne zu wissen das jetzt an diesem Tag ein neues Schicksal eintreten würde... doch welches Spiel dieses vor hatte, hing von den anderen Wegen ab....

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Nutzer: CathyMcMay
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geschrieben am: 18.03.2004    um 15:52 Uhr   
hastig stieg die dunkelhaarige aus dem taxi, warf einen blick auf die uhr und spannte den regenschirm auf....warum musste nur sie Empfangskomitee spielen? Sie wurde dafür bezahlt. Warum konnte der Typ nicht fliegen? Erstens hat er Flugangst und zweitens hätte das etwas geändert? Warum musste dieser seltsame Freund ihres Chefs überhaupt zu Besuch kommen? Geschäfte natürlich..Hach, egal, wie sie es drehte oder wendete ihr blieb wohl nichts anderes übrig.
Suchen schweifte ihr Blick umher trifft dann ganz unverhofft auf Scabs Gestalt. Moment einmal, da stimmte doch etwas nicht...Und schon hatte sie ihren Grund gefunden.Keinen der ihren Chef beruhigte, aber zumindest ihr Gewissen. Irgendwo würde nun ein Geschäftsmann mitte vierzig ankommen und nach der jungen Dame suchen, die ihn abholen sollte. Aber egal..mit eiligen Schritten nähert sie sich
Scab..?
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Nutzer: Scab
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geschrieben am: 18.03.2004    um 17:13 Uhr   
Es dauert einige Zeit, bis sie reagiert- bis sie in die Realität zurückkehrt, die sie zu verdrängen gesucht hatte.
Langsam hebt sie den Kopf, die schwarzen Haarsträhnen kleben ihr wie eine Kappe am Kopf fest, ihr ganzer Körper zittert leicht vor Kälte, ohne, dass sie dies beachten würde. Das Sweatshirt, vorher von einem dunklen Grün, wirkt inzwischen fast schwarz.
Aus dem blassen - im Moment eher kreidebleichen - Gesicht stechen die dunkelblauen Augen noch ausdrucksvoller als sonst hervor.

Ryo.... er ist weg sie senkt den Kopf wieder und die nächsten Worte sind fast unhörbar Er ist weggegangen.. ich weiß nicht, wohin... ein Schluchzen krampft ihr die Kehle zu, als sie die Worte ausspricht, die sie nicht einmal denken will, die sie für unmöglich, unfassbar, irreal gehalten hatte Er hat mich alleingelassen... mich und das Kind...
Geändert am 18.03.2004 um 17:13 Uhr von Scab
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Nutzer: CathyMcMay
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geschrieben am: 18.03.2004    um 17:29 Uhr   
Der Regenschirm segelte neben Scab auf die Erde, als sie sich, Kostüm hin oder her, vor Scab auf den Boden kniete und diese in die Arme schloß. Kein "Ich habs ja gewußt", kein "Ich kann dich ja so gut verstehen" ,kein "Kopf hoch, wir schaffen das", sondern einfach nur diese stumme Umarmung. Wenn einem soetwas passierte, dann ging eine Welt unter, dann konnte man nicht nach vorne sehen, nach Gründen suchen. Niemand konnte fühlen, wie man selber fühlte und nichts schien je grausamer zu sein als der erlittene Verlust...
Schließlich nachdem mehrere Minuten vergangen sind und selbst sie langsam durchnässt war, erhebt sie sich wieder und zieht Scab mit sich hoch.
Schatz, komm' raus hier aus dem Regen...Du holst dir noch den Tod..Die eine Hand greift zielstrebig nach dem Regenschirm, das verschlossene Gesicht dreht sich kurz um die Umgebung zu mustern...Scheiß Kerle...
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Nutzer: Katelyn
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geschrieben am: 18.03.2004    um 18:27 Uhr   
Hey....


Trat dem stummen Ausdruck 'Scheiß Kerle' entgegen. Ein entwaffnendes Hey. Die schmalen Hände des Mädchens waren tief in halbnassen, zerschlissenen jean's verschwunden, ein kleines, schwarzes Skateboard halbherzig unter dem Arm geklemmt. Mittlerweile fielen ihr die schwarzen Locken nass, und kraus in die sonnengebräunte Stirn. Zweifelnd gehen Mitternachtsblaue Augen von Links, nach Rechts, von Scab, zu Cathy.

Hey.. mehr konnte sie im Moment nicht herausbringen, und wie hilfe suchend schält sich eine hand aus der Hosentasche, kratzt an der schwarzen, rauen oberfläche des Skateboard's ein- zweimal.

Aus der Ferne drang ein Grollen der Motoren eines Busses durch den Regen zu dem Kleeblatt, das dort unglücklich vereint wieder stand. Ein Blauer, müder Linienbus kämpfte sich seinen Weg durch, zu der Busstation. auf dem grünen Leuchtschild 'New York 700'. Ein zischen als die Türen aufgingen, ein paar vereinzelte, müde Leute einstiegen und ihre Koffer packen. Dann, ein monotones Klicken der Buchstaben 'Detroit 508' und der Regen bot erneut, zusammen mit dem Murmeln der angereisten, die einzig vorhandene geräuschkullisse.
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Nutzer: CathyMcMay
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geschrieben am: 18.03.2004    um 19:42 Uhr   
Kurzzeitig huscht ein erfreutes Lächeln über ihre Lippen, das wohl länger dort verharrt hätte, wenn die restliche Situation nicht so freudlos wäre. Gewiss hätte sich Kat eine Hand entgegengestreckt, aufgefordert näher zu kommen, aber ihr einer Arm war um Scab geschlungen, der andere hielt den Regenschirm. So musste also dieses kurze Lächeln genügen, das sogleich von einem besorgten und wieder ernsten Blick in Scabs Richtung abgelöst wurde.
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Nutzer: Scab
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geschrieben am: 18.03.2004    um 22:49 Uhr   
Als könne sie nicht glauben, wen sie vor sich sehe, schmiegt Scab sich enger an Cathy. In ihrem Magen hat es fast schmerzhaft freudig gehüpft, als auf einmal Katelyn dort stand, als sei sie nie fortgewesen.

Das Mädchen, um das sie geweint hatte. Geflucht. Geschrien. Gott und die Welt verdammt. Und immer wieder geweint, jene hilflos-schmerzhaften Tränen, die nichts besser machten, die in den Augen brannten wie Salzsäure und die Kehle zuschnürten, und alles nur noch schlimmer machten. Die, nach denen man Kopfschmerzen hatte, einem dumpfen Druck gleich, der nicht weichen wollte.
Und da stand sie auf einmal, wie sie vorher gewesen war, und gerade diese eine Geste- kratzende Fingernägel auf dem Skateboard, jene eine, vertraute Geste, die sie immer mit Katelyn assoziiert hatte, mit Katelyn und Linkin Park und dem einen Nachmittag auf den Hallendächern- diese eine Geste sorgte dafür, dass die Tränen zu fließen begannen, überflüssig in einer Welt, die sowieso schon nass genug war vom Regen.

Es war ein Wiedersehen des Kleeblattes. Aber was für eines- vom Regen durchnässt, von den Ereignissen der letzten Monate durcheinandergeschüttelt. Und einen Moment lang zweifelte Scab, ob es das Kleeblatt noch gab. Ob es wiederso werden könnte wie früher- eine jede gleichzeitig Mittelpunkt und Stütze der anderen.

Doch dann hebt sich ihr Arm, ihre Hand streckt sich aus, Katelyn entgegen. Bittend, fordernd, hoffend, sehnend. Komm her. Zu uns. Komm her.

Und dann setzte der Schmerz um Ryoko erneut ein, und ihre Augen- jene dunkelblauen Seelenspiegel, die kein Ggefühl verbergen konnten- schienen sich zu verdunkeln, bis sie beinahe schwarz wirkten.

Ihr Blick weicht ab, schweift zu dem Bus. Detroit. Detroit 508. Einen Moment scheinen ihre Lieder zu flattern. In Detroit, da waren Senna und Gabe, da war Greyhound. Da war Dam. Dammit, der riesige, schwarze Hund, ein Monster von einem Vieh. Ihr Begleiter, den sie Greyhound überlassen hatte, als sie gegangen war. Ob er sich an sie erinnern würde? Und da waren ihre Eltern, aber jene... schienen nicht der Erinnerung wert.

Wenn sie nun gehen würde? Sich einfach in den Bus setzen, so klatschnass, wie sie war? Aber sie wusste nicht, wo Ryo war, sie wusste nicht, wohin er wollte. Und dennoch... war es das nicht wert? New York hinter sich lassen. Zurück nach Detroit. Back to the roots.

Ein leises Seufzen weicht von regennassen Lippen, ehe sie den Kopf wieder dreht, und von Cathy zu Kat blickt. Die Hand noch immer ausgestreckt.
Geändert am 18.03.2004 um 22:52 Uhr von Scab
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Nutzer: Katelyn
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geschrieben am: 19.03.2004    um 10:48 Uhr   
Verloren blinzelt sie, ein- zweimal, bis das Kratzen langsamer wurde... betreten wendet sie den Blick kurz auf den Boden, ehe sie die wenigen Schritte überwindet die sie noch von dem Kleeblatt trennten. Durchnässt waren nun alle, ausser Cathy die Zuflucht unter ihrem Regenschirm fand, doch auch jene wurde nun sanft durchnässt als die dürren Arme des Mädchens sich fiebernd um die Schultern der beiden Freundinen legen, Bedeutungslos klappert das Skateboard zu Boden, bleibt dort liegen und bietet dem Regen ein neues Opfer.

Niemand musste sagen was geschehen war... sie hatte den Zettel vor wenigen Minuten erst in der Hand gehalten und nun kramt sie ihn wieder, leise die Nase hochziehend aus der Hosentasche heraus, sieht zweifelnd zu dem ruhendem Linienbus und hält ihn zögernd Scab entgegen.

'Es muss ein Missverständniss gewesen sein' War das leise Murmeln, das beinahe doch im Regen unterging. Man musste nicht sagen um was es ging... Es war als wäre sie nie fort gewesen. Die Emotionen, die so unterschiedlichen Gedankengänge der drei Mädchen schienen wieder so nahe beisammen zu liegen, das eine jede andere spürte, was die andere fühlte, ohne ein Wort zu verlieren.

Erneut schweift der Mitternachtsblaue Blick zu dem grünen 'Detroit 508'. Es muss ein Missverständniss gewesen sein, Ry würde sie nicht so verlassen...

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Nutzer: Scab
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geschrieben am: 19.03.2004    um 14:21 Uhr   
Mit einer langsamen Bewegung nimmt sie das Blatt zu sich, senkt den Blick darauf und studiert es mit Augen, die erst blind scheinen, ehe sie sich darauf einlässt, sich in Ryokos Gedankengänge zu versetzen. Das bin ich, geht es ihr durch den Kopf, das da muss wohl Ryoko sein.. aber warum so kauernd... wer ist der andere? Ryoko hat mich mit irgendwem gesehen? Aber er kennt meine Freunde, er weiß, mit wem ich rumhänge, das wär doch kein Grund gewesen.. er kennt alle... alle... bis auf Steven..... Steven! Herrgott.. Ryoko, du gottverdammter Mistkerl, falsche Schlüsse ziehen und dann einfach ohne ein Wort abhauen!

Sie schließt die Augen und reicht Katelyn das Blatt zurück.
Weißt du, wo er hinwill? fragt sie schließlich mit rauher Stimme. Jene spezielle Verbundenheit stellte sich allmählich ein.. jene, die den Nachteil hatte, dass Cathy und Katelyn merken mussten, was sie zu verbergen suchte- der Zorn, der aufbrodelte, die Hoffnung, die schmerzte, weil sie sie zu unterdrücken suchte- die Enttäuschung. Das Gefühl, etwas falsch gemacht zu haben.

Und schließlich das Drängen. Das Drängen, ihm nachzukommen. Ich hab versprochen, ich bleib bei dir. Wenn du es nicht mehr willst, dann musst du das Versprechen lösen. Aber erst, wenn ich dir gegenüberstehe. Erst, wenn ich es versucht habe. Erst, wenn ich dir dabei in die Augen sehe. Ich bin kein Feigling, Ryo. Und du bist auch keiner.
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Nutzer: CathyMcMay
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geschrieben am: 19.03.2004    um 14:54 Uhr   
Etwas verbergen zu wollen war in Anwesenheit von den beiden anderen wohl schlichtweg unmöglich. Und alleine, dass bei ihr auch einmal ein netter kleiner Zettel alles beendet hatte ließ sie doch recht anschaulich alles nachfühlen. Allerdings lagen hier die Dinge anders. Da war zum einen das Kind..und zum anderen wohl ein Missverständnis
Süße, du gehst ihm doch nach?
Nicht ganz eine Aufforderung, aber viel fragendes war auch nicht enthalten...Kat und Scab...zwei Personen, die sie am liebsten nie hätte von ihrer Seite weichen lassen..aber manchmal war das wohl notwendig...und manchmal geschah es einfach so...aber würden sie nicht immer wieder zusammenfinden?
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Nutzer: Katelyn
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geschrieben am: 20.03.2004    um 13:21 Uhr   
Mitternachtsblaue Augen studierten die GEsichtszügen der dunkelhaarigen, als ihre ebenso dunklen Seelenspiegel unruhig Schlüsse ziehend über das kleine ZEitungsblatt flogen. Als sie ihr jenes zurückreichte und die Frage stellte, beisst sie sich kurz auf die Unterlippe, reicht es erneut zurück und deutet auf den grünen Pfeil auf das kleine Bild von dem BEricht über Detroit, dem gekrakelten Zusatz 'Mus Wek'.

Der Blick wandert schweigsam zu Cathy, als jene ihre Stimme erhebt, und ohne ein Wort wieder zurück zu Scab, um auf ihre Antwort zu warten.
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Nutzer: Scab
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geschrieben am: 20.03.2004    um 20:11 Uhr   
Sie sieht Katelyn nun direkt an, in ihre Augen, und hält den Blickkontakt einige Sekunden, ehe sie ihren Kopf gen Cathy dreht. Ja die Bestätigung der Annahme, die Cathy getätigt hatte. Einen Moment zögert, sie dann fügt sie hinzu Ich meine, natürlich... natürlich fahre ich ihm nach. Ihr Blick schweift hin zu dem Bus, dann ist der Entschluss auf einmal schnell gefasst. Ich brauche Geld, ich brauche meine Jacke.
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Nutzer: CathyMcMay
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geschrieben am: 20.03.2004    um 20:32 Uhr   
Okay, Geld...sie kramt in ihren Manteltaschen nach dem Portemonnaie, fördert dieses zu Tage und entnimmt ihm einige Scheine. Dann knöpft sie ihren Mantel auf, hält ihn vor sich und tauscht den Inhalt der zweiten Manteltasche, also Kippen und Feuerzeug, gegen das Geldbündel, um den Mantel dann Scab über die Schultern zu hängen und Jacke...auch wenns nicht deine ist mit einem Grinsen verschränkt sie leicht fröstelnd die Arme und sieht Scab auffordernd an Na los, geh schon...
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Nutzer: MaxSudden
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geschrieben am: 21.03.2004    um 05:55 Uhr   
Sie war es leid, es reichte ihr. Immer wenn man dachte alles würde besser, mal hätte einmal nur, nur einmal, Glück in dieser dunklen Welt, wurde man eines besseren beleert.
Und so bückte sich die nun schon fast magersüchtig wirkende, 1,52 m kleine und nur noch 35 kg leichte Skin, um einen kleinen, bescheidenen Blumenstrauß aus ..ja..aus Vergißmeinicht,3 weißen Lilien und ein paar dunkelblauen Glockenblumen vor dem kleinen weißen Grabstein abzulegen, auf dem der Name jener stand, die sie wohl niemals würde richtig vergessen können...ja Kat, Kätzchen, mein kleines Kätzchen...ich habe nicht auf dich aufgepaßt, ich konnte dich nicht vor dieser Welt beschützen. Ich kontne nicht verhinder dass du in dieses Flugzeug stiegst, nein im Gegenteil ich habe es dir sogar noch mit ermöglicht.
Ich habe ein zweites Mal das zerstört was ich am meisten liebte..ich hasse mich, Kätzchen, ich hasse mich so sehr. Wenn du wüßtest wie trostlos das Leben ohne dich ist, selbst für einen rohen, gefühllosen Mekhead wie mich. Wo auch immer du nun bist, ich hoffe du bist glücklich nun, ich konnte dich nicht glücklich machen....
Schmerzhaft ballte sie die Fäuste, wischte mit rascher Geste mit dem Armeejackenärmel einmal über die tränenverschmierten Augen und Wangen.
Bist du jetzt im Himmel Kat? flüsterte sie mit tränenschwimmenden Augen und einem hilflosen, fast psychotischen Lächeln auf den Lippen....Himmel, es gab keinen Himmel, den hat es noch nie gegeben, alles nur Einbildung für die Menschen damit sie den Tod besser verkraften...nein, es gab keinen Himmel, nicht in dieser Welt; und das Wissen darum raubte ihr genau den Trost, an den sich die Gläubigen klammerten. Kat war weg, ausgelöscht, fortradiert als habe es sie nie gegeben, und es würde sie auch nie wieder geben.
Max sank vor dem kleinen weißen Grabstein auf die Knie, die glatte Fläche streichelnd, ehe sie sich mit zusammengepreßten Lippen und blassem Gesicht wieder auf die viel zu dünn gewordenen Beine zwang. Nicht einmal die Arbeit hatte sie vergessen lassen.
Mit zitternden Fingern klaubte sie eine leicht zerknitterte Zigarette aus dem Päckchen in der Hosentasche, diese zwischen die bebenden Lippen schiebend und entzündend.
Den Rauch tief inhalierend stand sie noch eine Weile mit zusammengesunkenen Schultern und hängendem Kopf mit einem in eine Hand vergrabenen Gesicht vor dem kleinen Stein..
Du bist allein, Max;jeder auf dieser zugewi... Welt ist allein mit sich. Und die Engel, die man trifft, werden zu schnell wieder weggeordert
...Engel mein Engel..ich liebe dich.
Schniefend bückte sie sich nochmals um einen kleinen weißen Briefumschlag zwischen die Blumen zu stecken
Ich weiß, du kannst es nicht mehr lesen, aber ich kann mir ja einreden, dass du es liest, mein Engel...
Dann erhob sich die kleine Skin um mit gesenktem Kopf den hellen Kiesweg des Friedhofs zurückzugehen, langsam, Schritt für Schritt, wie eine alte Frau. Immer wenn sie hier stand, hier fassungslos und verbittert sich in Erinnerung rief was passiert war, wich alle Kraft, aller Lebenswille aus ihr...wofür, wofür noch leben, es ist ja niemand mehr da, für den ich noch leben möchte...

Geändert am 21.03.2004 um 05:57 Uhr von MaxSudden
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Nutzer: StevenGracey
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geschrieben am: 22.03.2004    um 10:15 Uhr   
Der Schwarzhaarige ist schon fast vorüber gezogen an der Gruppe, die unweit seiner selbst auf dem Boden hockte, bis er schließlich aus allen Stimmen heraus eine einzige wieder erkennt. Scab! Verdammt, Scab, du hier? schießt es ihm durch den Kopf. Ja, sie mußte es sein, und scheinbar ging es ihr nicht sonderlich gut. Sofort dreht er sich auf dem Absatz herum und geht zurück zu ihr, Cathy und dieser Fremden, die noch bei den Damen hockt. Daß er inzwischen naß bis auf die blasse Haut ist, spielt nun keine Rolle mehr.

Bald darauf hat er die kleine Gruppe erreicht. Dicht neben Cathy bleibt er stehen. Gerade noch ist er rechtzeitig genug, um mitzuhören, wie die Frau seiner Träume drauf und dran ist, zu verschwinden. "....natürlich werde ich ihm nachfahren", dringt es zu dem Hünen vor. Wem, wem wollte sie nachfahren? Was war überhaupt geschehen? Fragen über Fragen, die einer Antwort verlangen, doch sie werden zurück gestellt. Statt dessen spricht er nur ein Wort.
Scab?

Cathy legt er zur Begrüßung kurz eine Hand auf die Schulter und drückt selbige sacht, ehe sich die Gliedmaße wieder zurück zieht. Das andere fremde Mädchen wird mit einem Nicken bedacht, das mußte reichen als Gruß. Unruhig und fragend liegt nun der Blick auf Scab. Würde sie wirklich gehen?
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Nutzer: Scab
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Registriert seit: 21.05.2002
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geschrieben am: 24.03.2004    um 00:16 Uhr   
Überrascht wirkt sie, doch das Geld stopft sie in die Hosentasche. Cat würde es zurückbekommen, das versprach ihr dankbarer Blick. Doch den Mantel reicht sie ihr zurück- "Ich würd ihn eh nur dreckig machen", verlegen die Bewegung, ehe sie zu Steven aufsieht. Fragend. Und wiederum ein Blick zum Bus zurück. Die Frage war niocht, ob sie fahren würde, sondern wann.
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Nutzer: StevenGracey
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geschrieben am: 24.03.2004    um 13:09 Uhr   
Einen Moment schweigt er, nachdem Scab ihm ihre Aufmerksamkeit schenkte, erst dann bedient er sich der Worte. Etwas seltsames geht in ihm vor. Etwas, von dem er nicht weiß, wie er es definieren oder beschreiben soll. Es ist einfach da, und es schmerzt....verdammt sogar.

Scab spricht er daraufhin leise Ich bin gekommen, um dir alles Gute zu wünschen und dir Lebewohl zu sagen. Tief atmet er durch, nachdem ihn das Schweigen wieder einnimmt. Ob das wirklich das richtige wäre? Er weiß es nicht. Wieder steigt dieser beißende Schmerz in ihm auf, der ihn schon seit Tagen verfolgt und begleitet. Ein Blick in Richtung des Busses, dann zurück zu Scab, und letzten Endes zu Cathy und dem fremden Mädchen.

Seine Worte sind indes nur ansatzweise wahr, denn er hielt sich ja in der Nähe auf, wollte eigentlich schon vorüber gehen und kehrte erst dann um. Aber was für eine Rolle spielte das jetzt noch? Keine mehr, wenn man mal davon absehen will, daß er diese Frau sowieso niemals würde haben können....

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Nutzer: Katelyn
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geschrieben am: 24.03.2004    um 15:44 Uhr   
Sie schien wie anteilnahmslos. So stand sie dort, schweigend, nur der Blick aus zurückhaltenden, mitternachtsblauen Augen verriet dem kleeblatt das sie weit, weit weg war. Scab's Blick begegnete sie indes noch mit ruhe, einem Beobachten... vielleicht auch mit der Suche nach der Frage 'Kommst du mit?' in dem ebenso dunklen Augenpaar der werdenden Mutter. Und als der große, fremde Mann dem Kleeblatt beistand... ihr noch einmal vor Augen hielt das sich in den Monaten ihres Todes viel verändert hatte schweifen ihre Gedanken langsam von der zähen Masse der Welt die sich New York City Central Station nannte ab. Die Regentropfen brannten einen stetigen Trommelrythmus in ihren Ohren, und jener wurde langsam... sehr langsam zu

-

Ein Schreien mischt sich musikalisch in den crescendierenden Trommelrythmus ein. Ihr Herz jagt wie wild, versucht beinahe in aller Eifer in den Rythmus der Trommeln einzustimmen. Flink huschen die Augensterne wachsam um den kleinen Kreis aus nackten Füssen, die wirbelnd wie unruhig Herbstblätter um sie herum tanzen. Akribisch versucht sie einen BEwegungsablauf zu finden.. hier ein Doppelschritt - dort einer zurück - eine halbe Drehung nach links... zwei Seitenschritte und eine Drehung nach rechts.
Das Adrenalin rauscht wie ein Wasserfall durch den schmalen, dreckigen Körper des Mädchens. Jener nur verdeckt durch einen spärlichen Lendenschurz.
Die Mitte. Der Mittelpunkt. Das Zentrum des Kreises bildet sie.
Und sie lacht plötzlich, klatscht in die Hände und dreht sich wirbelnd mit dem Kreis von nackten, dunklen Körpern. Von blitzenden Augensternen die wie Kohle wirken. Zähne stachen hell aus den dunklen Gesichtern heraus als die Brasilianer grinsten, und die kleine Spanierin beobachten wie sie - noch nicht ganz so perfekt und doch in ihrer eigenen Art, in den Regentanz miteinstimmt.
Dann blinzelt sie

-

als Steven sie ausversehen ein wenig mitreisst während er sich umdreht. Leicht verliert sie das Gleichgewicht, tritt ihm stumm aus dem Weg und beisst sich erneut auf die schmalen Lippen. Nein... sie hat in all den Monaten den Schmerz nicht vergessen der tief in ihr saß. Ein Schmerz, der viele Namen trug und nicht wegen einem so unerträglich wurde, sondern wegen allen zusammen.
Immer regnete es, wenn sie sich stritten... wenn sie wieder zusammenfanden. Haare nass, Körper nass... man konnte Regen nicht von Tränen unterscheiden. Auch in jener einen Nacht regnete es, als sich das Sterben des Motors der gefallenen Rapier langsam unter das PRasseln der Sommertropfen mischte, das ungleichmäßige Röcheln -

-

Scharf atmet sie ein, schält sich aus dem dunkelgrünen, alten parker den Ryo auch oft trug und reichte ihn wortlos Cathy.

'Der is' schon dreckig' Murmelt sie, in einer Stimme die sich kaum traute lauter als ein Murmeln zu werden, in der Angst sich wieder rechtfertigen zu müssen.

'Ich brauch sie nicht ich- .... muss weg'

und mit den Worten, den Blick zu den beiden Mädchen die versprachen 'Wir finden wieder zusammen' drehte sie sich um, blinzelte ein- zweimal und stieg auf das Skateboard.
Sie konnte nicht ewig davonrennen.


Ein Name brannte wie unruhiges Feuer - Sev.
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Nutzer: Katelyn
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geschrieben am: 24.03.2004    um 15:47 Uhr   
(reicht ihn Scab, nicht cathy)
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Nutzer: Scab
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geschrieben am: 26.03.2004    um 21:37 Uhr   
Katelyn sah sie hinterher, bis diese aus ihrem Blickfeld entschwunden war. Dann ging auf einmal alles sehr schnell, Cathy umarmte sie kurz, aber fest- ein Blick zu Steven, ein Abschiedsgruß, und schon drehte sie sich auf dem Absatz um, rannte durch den strömenden Regen auf den Bis zu, streifte sich noch den alten Parka über. Durch die beschlagenen Scheiben konnteman nur ihre schemenhafte Gestalt, verwickelt in einen Disput mit dem Busfahrer sehen. Schließlich ging sie nach hinten durch und suchte sich einen Platz am Fenster. Mit dem Ärmel wischte sie sorgfältig eine kleine Fläche des beschlagenen Fensters frei, ehe sie den Kopf an die Scheibe lehnte und die graue Draußenwelt betrachtete.

So sollte es also sein. Auf dem Weg zu dem Ort, an dem sie aufgewachsen war- den größten Teil ihres Lebens zumindest. Wiedersehen. Was sich verändert hatte? Was gleich geblieben war? Sie freute sich, und sie fürchtete sich.

Hier bin ich jetzt, Ryo. Und werde Hunderte Meilen durch die USA fahren. Und warum? Ihre Hand findet zu ihrem Bauch, streichelt ihn sacht. Darum. Wenn es schon keinen anderen Grund gab, dann diesen. Ich will nicht, dass mein Kind ohne Vater aufwächst- dass dein Kind ohne seinen Vater aufwachsen muss. Weißt du, wie es wäre, wenn es deine Augen hätte, deinen Mund, deine Art- und du wärst nicht da? Es ist dein Kind, Ryo. Und meines. Und ich bin nicht gewillt, die Zukunft aufzugeben, die wir miteinander haben können- du kannst weggehen, ich kann es nicht.

Und nebenbei, du gottverdammter Idiot, liebe ich dich. Die Welt wird grau, wenn du nicht da bist, und wenn du dann da bist, ist es egal, ob es regnet, oder ob ich durchgefroren bin. Dann zählst nur noch du, und ich, und das, was uns verbindet.. hast du es vergessen, Ryo? Hast du den Regen vergessen, hast du die Chuck's vergessen, aus denen du mich rausgeschubst hast, hast du vergessen, wie Tails wiefend danebensteht?

Gedankenverloren haucht das Mädchen an die Scheibe, die sofort wieder beschlägt, hebt die Hand, zeichnet mit dem Zeigefinger Figuren, Muster, Spiralen hinein.

Und ihre einzige andere Tätigkeit besteht darin, ihr altes Handy zu zücken, und Gres eine Nachricht zukommen zu lassen- nicht, dass er doch noch Amok lief, wenn sie ohne ein Wort verschwand. "Hey Brüderlein, bin auf dem Weg nach Detroit, Ryo hinterher. Cathy weiß Bescheid. See ya- Schwesterherz."

Schließlich beginnt sie leise, zu summen, eine Handlung, die ihr einen amüsiert-wissenden Blick von der älteren Frau, die auf dem Sitz neben ihr Platz genommen hatte, eintrug. "There is something that I see, in the way you look at me, there's a smile, there's a truth in your eyes.. But an unexpected way, on this unexpected day, could it mean this is where I belong..."

Danach... nur noch das Warten.. das Dröhnen des Busmotors, das Warten auf die Abfahrt. Warten und Hoffen, Fürchten und Bangen. Sich hilflos fühlen. Langsam kuschelte sie sich tiefer in den Parka. Warten...


Geändert am 26.03.2004 um 21:37 Uhr von Scab
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Nutzer: CathyMcMay
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geschrieben am: 27.03.2004    um 00:35 Uhr   
Nun waren sie also beide gegangen.
Eigentlich, so überlegte sie, war alles so wie zuvor, als sie nach New York gekommen war. Stand man am Ende also immer wieder so alleine da, wie am Anfang? Lohnte es sich denn gar nicht? Sie schüttelt sacht den Kopf, sammelt den Regenschirm wieder auf, der eben unbeachtet auf dem Boden gelandet war und schließt ihn. Brachte ja sowieso nichts mehr...Vielleicht sollte sie sich langsam einmal um das kümmern, was sie eigentlich hierher geführt hatte. Sonst würde sie nachher wirklich wieder, wie am Anfang dastehen. Nämlich auch ohne Job.
Aber was machte das schon alles. Vielleicht würde man sich wiedersehen...irgendwann..in ein paar Tagen,Monaten, Jahren, Jahrzehnten. Und selbst wenn nicht, diese Zeit konnte ihr niemand mehr nehmen.
Vielleicht war es auch für sie an der Zeit zurück zu gehen, aber sie hatte es eigentlich schon zu oft versucht und war gescheitert. Vielleicht sollte sie sich auch eine neue Stadt suchen..oder vielleicht sollte sie einfach hierbleiben und sich den Dingen stellen...
Wofür sie sich entscheiden würde das zeigte allein die Zukunft. Im Moment marschierte sie auf das Bahnhofsgebäude zu. Schmerz betäubte und stumpfte ab.
Ich vermisse euch jetzt schon.
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Nutzer: CJPreechel
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geschrieben am: 27.03.2004    um 10:40 Uhr   
[i]Versprechen kann man geben, auch wenn man es nie tut.
"Ich habe es noch nie getan"... wie wahr.
"Ich werde mich von ihnen fernhalten"... nur eine Lüge?
Wie lange ist es nun her? Ein, zwei Augenblicke?
Flugzeugabsturz, erkennen, unglaubwürdig. Wirrer Zustand und
Realismuss in einem. Schwere Schritte sind es die ihn durch
diese alte Stadt tragen. Das tänzelnde ist beinahe ganz aus seinen Bewegungen verschwunden. Offen trägt er seine Waffe vorn in die Hose gesteckt.

Die Haare? Noch immer lang, würden sogar in alle Richtungen stehen wäre da nicht dieser Verdammte Regen. Um seine Brust, unter den Armen hindurch... ein Verband. Hatte er nicht versprochen mit der Scheisse aufzuhören? Aber was sollte man tun, es geschehen Dinge die gegen seinen Stolz gehen, die die Ehre aller angreift. Wie sollte man sich verhalten?

Doch nun ist er zurück, oder war er nie wirklich weg? Die Hose legt sich eng um seine Beine, die Schuhe sind halb aufgerissen.

Was machte er eigentlich in einer Stadt in der er alles verloren hatte das er noch nie besaß? In dem er alles erreichte das es nicht gibt? In dem er Dinge schaffen die
man nicht mit dem Wort "Realität" in einem Satz nennen kann?

"Ich werde warten"

Und er ist von heute auf Morgen verschwunden.

"Ich werde auf mich achten"

Und doch hatte die Kugel seine Brust durchbohrt, ihm einmal mehr um Millimeter vorbei gebrannt das Leben nehmen sollen.
Wo sollte er hin?

Eine Wohung, ein Keller, eine...

Er dachte nicht daran. Ein kurzes Telefonat, ein kurzer Botengang. Er wusste von dem Flugzeugunfall und vor allem wusste er von einem nun neuen Platz auf dem Friedhof.

Es zergeht alles, irgendwie ineinander über, doch die Konturen sind zu verschwommen als das man behaupten könnte es existiert etwas wie "Leben".

Stumme Gedanken eines verlorenen Kindes, wohin ihn seine Wege führen mag nur der Tod selber wissen.[/i]
Geändert am 27.03.2004 um 10:58 Uhr von CJPreechel
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Nutzer: StevenGracey
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geschrieben am: 30.03.2004    um 11:14 Uhr   
Er hat es kommen sehen. Da verschwand sie nun, sie und mit ihr auch einiges mehr. Dem Mädchen, das er für Sekundenbruchteile gestreift hatte, sieht er nach. Dann ein kurzer Blick noch auf Scab, ein paar Worte an Cathy gerichtet, ehe auch diese verschwindet un ihn allein dort im Regen zurück läßt. Und in Augenblicken wie diesen wird ihm dann wieder klar, was er eigentlich ist. Richtig, ein Ausgestoßener der Gesellschaft. Das war früher schon so, und warum sollte es sich ausgerechnet heute ändern? Die gesamte Zeit über hatte er immer nur stumm wie ein vertrocknetes Pflänzchen neben der Welt her gelebt. Und die, die um seinen Fluch wußten - es waren gewiß nicht viele, die es von ihm wußten, aber solche Neuigkeiten verbreiteten sich ja rasend schnell - zogen sich von ihm zurück, aus Angst, aus Ekel und aus Arroganz.

Nun, sollten sie eben. Steven jedenfalls wendet sich nun auch ab. Der Regen klebt an ihm, er ist durchnäßt bis auf die Haut, ganze Bäche von Regentropfen rennen seine kantigen Züge entlang, während er den Heimweg antritt, den Weg zurück in seine Schmiede, den Weg zurück in die Einsamkeit, in die Vergessenheit. Und schon bald - so hofft er zumindest - würde man sich an ihn nicht mehr erinnern. Er wäre wieder das, was er immer war: ein winziger weißer Fleck von der Größe eines Staubkörnchens auf einer bunten Karte voller Leben.

Ees ist ihm egal, daß er völlig durchnäßt ist, als er seine Heimstatt erreicht, die Tür öffnet und eintritt. Nach ihm schlägt die Tür wieder ins Schloß....vermutlich, um sich niemals wieder zu öffnen.
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