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geschrieben am: 17.08.2004 um 18:19 Uhr
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(zitat)Mich würde interessieren, in wie weit diese beiden Dinge die thematische Einstellung zum Thema Magie verändert haben.
Die Magie, die im HdR benutzt wird, unterscheidet sich nach meiner Ansicht nicht wesentlich von der typischen RPG-Magie.
(/zitat)
Als ich angefangen habe, im Zauberwald zu spielen - nicht so lang her wie bei andern, aber immerhin - gab es auf der Lichtung schon dasselbe Phänomen, das es heute auch noch gibt (also auch nichts von wegen früher war alles besser ;) ). Es gab massenweise Charaktere, die völlig frei über die Magie verfügten, mit Elementarkugeln und Spheren gleich welcher Art Kegeln spielten und für die Magie einfach das normalste Spielzeug der Welt war. Ich hatte gar keine Erfahrungen mit dem Rollenspiel und habe mir vieles von dort abgeguckt - was ich später oft revidierte: aber die Magie hat mir niemals gefallen, nie. Es war zu einfach, zu wenig mystisch, zu beiläufig eingesetzt, zu profan.
Dazu kam, als ich den Herrn der Ringe (noch einmal, das erste Mal war ich 12) las, daß ich mir die Magie ganz anders vorzustellen begann. Elementarmanifestationen schienen mir lächerlich, nein, die Magie sollte unterschwellig herrschen, ganz gleich, wie stark sie war, und allgegenwärtig, aber nicht offensichtlich sein. Ein magischer Kampf war für mich ein Kampf der Geister und des Willens, nicht eine Wasserschlacht - was auf jedes Element übertragen werden kann.
Daher rührt auch, daß ich mich mit Magie in Rollenspielsystemen bis heute nicht ganz anfreunden kann. DSA und D&D - nichts für mich. Shadowrun ist eine kleine Ausnahme, weil man dort viel freier darin ist, die Herkunft seiner Magiebezogenheit individuell zu erklären, und daß es festgeschriebene Zauber in einem Regelwerk geben muß, nach dem mehrere Spieler miteinander spielen, ist mir auch klar. Es gefällt mir nur nicht so gut.
Diese Abneigung schwächte etwas ab, als ich Ashar kennenlernte. Erst war ich sehr skeptisch, aber Ashar - das von Vajun eigens entwickelte System, nach dem auch die og. Magierchars gespielt werden - bietet Raum genug für alles, was ich an der Magie schätze - sie muß nicht offensichtlich sein, obwohl sie sehr elementarlastig sein kann, die Elemente sind sogar Magierichtungen - aber sie sind nicht das Wesentliche an der Magie. Gleichsam kann ich frei entscheiden, wie ich meinen Bezug zur Magie ausspiele, und es gibt auch keine festgeschriebenen Zauber, obwohl es natürlich Orientierungsbeispiele gibt - ein Feuerball ist ein Feuerball, überall, wo man spielt.
Aber wenn ich einen magischen Kampf ausspiele, dann siegt wirklich der Geist - wer gerade die beste Idee hat, sie am glaubhaftesten vertreten kann, und wenn einem die Idee des Gegenspielers einfach gut gefällt, steckt man den Treffer halt ein. Dieses Element kann man sicher in jedes freie Rollenspiel einbinden. Es ist nur das, was mir den Spaß an der Magie ein bißchen näher gebracht hat, obwohl ich nach wie vor immer noch der Meinung bin, daß Magie dezent ausgespielt werden muß. |
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