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4,14 Quadratmeter ....

Nutzer: ReneeW
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geschrieben am: 18.01.2002    um 03:45 Uhr   
...oder:

"Welcome Mr. Taliban.

Have a nice day in prison."

So, oder ähnlich könnte wohl die Begrüssung der "NICHT-Kriegsgefangenen" in ihrer neuen Unterkunft lauten.

Ein Sammellager, weitab jeglicher Zugriffe der Justiz.

Genfer Konventionen und tschüss.

"Have a nice day".

ReneeW
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Nutzer: Gast_semperfidelis
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geschrieben am: 18.01.2002    um 09:45 Uhr   
und es , das lager, entspricht durchaus der genfer konvention...
es soll ja auch kein erholungscamp sein.

semper fidelis
(du wusstest, das ich schreiben würde, nicht wahr?)
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Nutzer: Gast_almö
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geschrieben am: 18.01.2002    um 15:26 Uhr   
morgens,mittags und abends gibt es essen ist doch ok
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Nutzer: Gast_semperfidelis
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geschrieben am: 18.01.2002    um 17:28 Uhr   
*lol*


semper fidelis

was hatten sie denn erwartet? das hyatt oder hilton?
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Nutzer: Gast_Friemel
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geschrieben am: 18.01.2002    um 21:35 Uhr   
hmmmm...mal eine Frage !!!

Können die Taliban-Gefangenen das eigentlich als Auslandsaufenthalt in den Bewerbungen vermerken oder irgendwie steuerlich als Dienstreise absetzten ? :-)

Grüßelies
Friemel
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Nutzer: Lichtdruide
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geschrieben am: 18.01.2002    um 23:22 Uhr   
ReneeW...ganz ruhig. Erst mal Begriffe klären. Diese Leute die die Amerikaner auf Kuba (das muss man sich mal reinziehen, beim guten, alten Fidel) interniert haben sind gemäß der Genfer Konvention gar keine Kriegsgefangenen, da sie nicht für einen Staat sondern für eine freie Organisation kämpfen. (Al-Kaida...nicht Taliban). Außerdem sind 4 Quadratmeter bei weitem ausreichend für einen Gefangenen und entsprechen der "menschenwürdigen" Haft, die die Genfer Konventionen vorschreiben.
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Nutzer: Gast_Totengraeber
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geschrieben am: 18.01.2002    um 23:54 Uhr   
Taliban-Gefangene auf Kuba
Rotes Kreuz prüft Haftbedingungen

Vier Mitarbeiter des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) sind im US-Stützpunkt Guantanamo Bay auf Kuba eingetroffen, um die Haftbedingungen der internierten El-Kaida-Mitglieder und Taliban-Kämpfer zu überprüfen. Wie aus dem US-Verteidigungsministerium in Washington verlautete, ist unter den Gefangenen auch der Generalstabschef der Taliban, Mullah Fasel Maslum.

Amnesty International kritisiert die Unterbringung
In dem Lager sind derzeit rund 80 Gefangene untergebracht, darunter auch einige europäische Staatsangehörige. Insgesamt sollen dort bis zu 2000 Menschen interniert werden. Amnesty International hatte die Unterbringung der Gefangenen am Mittwoch kritisiert. Die Internierung in "Käfigen" unterschreite die Mindeststandards für eine menschliche Behandlung, hieß es. Die IKRK-Mitarbeiter sind nun die ersten unabhängigen Experten, die das Lager besuchen. Es war noch nicht klar, ob sie ihre Erkenntnisse auch allgemein veröffentlichen.

USA verwehren den Gefangenen den Status als Kriegsgefangene
Kritisiert worden war auch, dass die Häftlinge von den USA nicht als Kriegsgefangene, sondern als "unrechtmäßige Kämpfer" betrachtet werden. Als Kriegsgefangenen müsste ihnen der Prozess vor einem UN-Tribunal gemacht werden. Mit der Bezeichnung "unrechtmäßige Kämpfer" will die Regierung in Washington erreichen, dass die El-Kaida-Mitglieder und Taliban vor ein US-Gericht gestellt werden. In Kandahar halten die USA noch rund 300 Menschen gefangen, die sie des Terrorismus verdächtigen.

Quelle: dpa
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Nutzer: Gast_semperfidelis
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geschrieben am: 19.01.2002    um 12:21 Uhr   
wie hier schon erwähnt worden ist, haben die gefangen in guantanmo bay nicht den status von kriegsgefangenen. sie werden wohl im bestbewachten gefängnis der welt von den elitetruppen der us-marines bewacht. es ist auch schon erwähnt worden, das die den gefangenen zugestandenen 4 quadratmetern völlig ausreichen. ich möchte folgendes zu bedenken geben: was wäre wohl passiert, wenn das kriegsglück anders verlaufen wäre? stellt euch doch mal vor, den taliban oder den al-qaeda kämpfern wäre es gelungen, marines gefangen zu nehmen oder piloten abzuschiessen.. glaubt ihr, die ihr die haftbedingungen anprangert, das sich die taliban oder die anderen um die genfer konv. gekümmert hatten? NEIN, das hätten sie nicht!! sie hätten ihre kriegsgefangenen unter unmenschlichen bedingungen gehalten und, möglicherweise, auch gefoltert. denn sie scheren sich genauso wenig um die genfer konvention wie um die haager landkriegsordnung, vielleicht solltet ihr auch mal daran denken...

semper fidelis
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Nutzer: Dyonisa
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geschrieben am: 19.01.2002    um 14:19 Uhr   
Und gibt es irgend einen Grund, das eigene Verhalten davon bestimmen zu lassen, was der andere *möglicherweise* getan hätte? Ihn im Voraus dafür büßen zu lassen, was er *möglicherweise, man weiß es nicht* getan hätte, aber nicht getan hat? Gibt es einen Grund dafür, sich auf das Niveau des anderen, dessen Handlungen man zutiefst ablehnt, zu begeben? Ich denke nicht. Man mag über diesen speziellen Punkt denken, was man will, aber die obige Begründung ist -mit Verlaub- irgendwie nicht ganz schlüssig.
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Nutzer: ReneeW
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geschrieben am: 19.01.2002    um 17:33 Uhr   
Da stimme ich Dyonisa zu.

Ein Unrecht wird durch ein anderes Unrecht auch nicht besser, bzw. erhält dadurch eine Rechtfertigung.

ReneeW
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Nutzer: Bautzius
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geschrieben am: 19.01.2002    um 17:58 Uhr   
Es ist schon deshalb Unrecht, weil es gegen die jetzt dort inhaftierten keinen Internationalen Haftbefehl gab.

Damit sind diese Leute von der amerikanischen Regierung verschleppt worden.

Ohne Anklage. Beweise werden wohl wieder später fabriziert werden.

BZ
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Nutzer: starchaser
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geschrieben am: 20.01.2002    um 15:13 Uhr   


wann und wo wurden die genfer konventionen bisher eingehalten ? krieg ist doch kein spiel nach festen regeln .. es ist nunmal krieg ...






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Nutzer: TheGladiator
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geschrieben am: 20.01.2002    um 20:09 Uhr   
Ich glaub den Gefangenen der Amis gehts bei weitem besser,
als es den Bürgern Afghanistans unter der Taliban-Herrschaft ging ;o)

Und nein, ansonsten bin ich kein großer Fan der Amerikaner, im Gegenteil.
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Nutzer: Lichtdruide
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geschrieben am: 21.01.2002    um 14:51 Uhr   
(zitat)Es ist schon deshalb Unrecht, weil es gegen die jetzt dort inhaftierten keinen Internationalen Haftbefehl gab.

Damit sind diese Leute von der amerikanischen Regierung verschleppt worden.

Ohne Anklage. Beweise werden wohl wieder später fabriziert werden.(/zitat)

Bautzius...man braucht keinen internationalen Haftbefehl als Soldat im Kriegszustand wenn man jemanden festhalten will, das steht z.B. in den Genfer Konventionen.
Und das mit den "unrechtmässigen Kämpfern" ist zumindest für Angehörige der Al-Quida-Organisation korrekt, da diese nun mal keine Soldaten eines "rechtmäßigen" Staates sind. Bei den Talibankämpfern geht es ad iure dadurch gut, das die U.S.A. die Taliban nie als offizielle Regierung Afghanistans anerkannt haben, sondern immer die alte Exilregierung als Staatsführung anerkannten... Damit sind auch diese keine Soldaten eines Staates und auch keine Kriegsgefangenen...
Ad iure kann man den Amerikanern da nicht ans Bein pinkeln...
Und bevor hier jemand wegen menschenwürdiger Behandlung kommt... Schon mal die Bilder von den öffentlichen Hinrichtungen von Frauen gesehen? Oder die Bilder aus den "Untersuchungsräumen" für Frauen in der Talibanfestung in Kabul? Da war Mengele Lehrmeister... Oder die Berichte russischer Soldaten über die Folter die sie als Gefangene der Taliban erleiden mussten? Wenn jemand dir Fleischhaken durch die Schultern haut und dich daran aufhängt oder dich mit ausgekugelten Schultergelenken an einen Baum hängt, dann sind 4 qm noch eine sehr gute Unterbringung. Ach ja, in den U.S. Bootcamps zur Resozialisierung Strafgefangener hat ein Gefangener exakt 4qm... Also noch 0,14qm weniger. Also sollen die sogenannten "Krieger" bei 4qm nicht weinen
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Nutzer: Dyonisa
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geschrieben am: 21.01.2002    um 14:54 Uhr   
Ich dachte, die Frage wäre geklärt.

Ein Unrecht erhält durch ein anderes keine Rechtfertigung!
(wie ReneeW so schön schrieb ;-) )
(
i)immer noch diese Meinung hat
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Nutzer: Lichtdruide
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geschrieben am: 21.01.2002    um 15:07 Uhr   
Korrekt, das dumme ist nur...wo ist bitte das Unrecht? Ich sehe keins...

Mal eine Frage...bitte nicht beleidigt sein und ja ich weiß das der Vergleich schwer hinkt, aber:
Hättet ihr auch so geschrien wenn die Taliban eine weibliche US-Marine festgenommen hätten und Gott weiß was mit ihr gemacht hätten?
Hättet ihr damals in den Nürnberger Prozessen geschrien als die Nazis zur Todesstrafe verurteilt wurden? Deren Zellen waren auch nicht viel größer...
Geht es euch darum, daß die "bösen" Amerikaner das machen? Dann denkt bitte mal an eines: Ohne das amerikanische Engagement in Europa würdet ihr euch euren Hintern jetzt in einem Land mit einer Freiheit wie in der UdSSR abfrieren. Ohne die Amerikaner hätte Stalin keine Sekunde gezögert Deutschland ganz zu nehmen und ohne die Amerikaner wäre die Sowjetunion nicht zusammengebrochen. Da steckte zum Teil verdammt harte Arbeit des CIA hinter, auch in der DDR... So einen Widerstand organisiert nicht irgendein Dorfpfarrer...
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Nutzer: grmpf
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geschrieben am: 21.01.2002    um 16:23 Uhr   
danke druide... du sprichst mir aus der seele.
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Nutzer: Bautzius
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geschrieben am: 21.01.2002    um 21:31 Uhr   
(zitat)...man braucht keinen internationalen Haftbefehl als Soldat im Kriegszustand wenn man jemanden festhalten will, das steht z.B. in den Genfer Konventionen.(/zitat)

jemanden festhalten und in ein anderes Land verschleppen ist ja wohl ein Unterschied.

Frage: Warum nach Cuba und nicht nach Amerika.
Antwort: Weil dort die Amerikanischen Gesetze nicht gelten.

(zitat)Und das mit den "unrechtmässigen Kämpfern" ist zumindest für Angehörige der Al-Quida-Organisation korrekt, da diese nun mal keine Soldaten eines "rechtmäßigen" Staates sind. Bei den Talibankämpfern geht es ad iure dadurch gut, das die U.S.A. die Taliban nie als offizielle Regierung Afghanistans anerkannt haben, sondern immer die alte Exilregierung als Staatsführung anerkannten... Damit sind auch diese keine Soldaten eines Staates und auch keine Kriegsgefangenen...(/zitat)

Reicht also aus einen Staat nicht anzuerkennen und schon fallen die Regeln. Haben die Taliban die USA anerkannt? Steht Ihnen dann doch das gleiche Recht bei amerikanischen "unrechtmässigen Kämpfern" zu.

(zitat)Und bevor hier jemand wegen menschenwürdiger Behandlung kommt... Schon mal die Bilder von den öffentlichen Hinrichtungen von Frauen gesehen? Oder die Bilder aus den "Untersuchungsräumen" für Frauen in der Talibanfestung in Kabul? Da war Mengele Lehrmeister... Oder die Berichte russischer Soldaten über die Folter die sie als Gefangene der Taliban erleiden mussten? Wenn jemand dir Fleischhaken durch die Schultern haut und dich daran aufhängt oder dich mit ausgekugelten Schultergelenken an einen Baum hängt, dann sind 4 qm noch eine sehr gute Unterbringung. Ach ja, in den U.S. Bootcamps zur Resozialisierung Strafgefangener hat ein Gefangener exakt 4qm... Also noch 0,14qm weniger. Also sollen die sogenannten "Krieger" bei 4qm nicht weinen(/zitat)

Ja und ich kenne auch die Bilder aus dem Vietnam Krieg. Darauf ist man heute wieder stolz in Amerika.

BZ
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Nutzer: grmpf
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geschrieben am: 21.01.2002    um 23:12 Uhr   
ich habe viel zeit investiert, gelesen und mich schlau gemacht, wie groß der umfang des terrors war, den die taliban in afghanistan unter der bevölkerung angerichtet haben und kann mir nur eine einzige frage stellen:
wieso hängt man die gefangenen eigentlich nicht mit den füßen nach oben auf???
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Nutzer: Bautzius
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geschrieben am: 21.01.2002    um 23:17 Uhr   
(zitat)ich habe viel zeit investiert, gelesen und mich schlau gemacht, wie groß der umfang des terrors war, den die taliban in afghanistan unter der bevölkerung angerichtet haben und kann mir nur eine einzige frage stellen:
wieso hängt man die gefangenen eigentlich nicht mit den füßen nach oben auf???
(/zitat)

Verlorene Zeit. Schade für Dich.

BZ
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Nutzer: grmpf
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geschrieben am: 21.01.2002    um 23:48 Uhr   
zitieren ist dein hobby, nicht wahr? :-)
gute nacht zusammen...muß morgen früh raus.
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Nutzer: Gast_semperfidelis
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geschrieben am: 22.01.2002    um 09:36 Uhr   
ich denke, sie wurden deshalb nicht in die usa gebracht, da man dort möglicherweise nicht für die sicherheit der gefangenen garantieren kann. man darf ja nicht vergessen warum sie inhaftiert wurden, die kämpfer der al-qaeda waren ja angehörige der organisation, das für den anschlag verantwortlich war/ist. es könnten gruppierungen in den usa oder normale bürger finden, man brauchen kein prozess. ausserdem, werden die gefangenen in die usa gebracht, zu prozessbeginn.
über den status der inhaftierten brauche ich nichts weiter zu sagen, das hat ja lichtdruide und grmf gemacht, ich teile diese ansicht.


semper fidelis


Dulce et decorum est pro patria mori
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Nutzer: Bautzius
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geschrieben am: 22.01.2002    um 18:56 Uhr   
... die für den Anschlag verantwortlich sein sollen.

So wäre es wohl korrekt.

Da aber der Schuldige + Urteil schon ohne Beweise feststehen, ist Deine Aussage wohl richtiger.

BZ
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Nutzer: Gast_Totengraeber
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geschrieben am: 22.01.2002    um 21:29 Uhr   





Geändert am 22.01.2002 um 21:30 Uhr von Totengraeber
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geschrieben am: 22.01.2002    um 21:36 Uhr   
US-Gericht prüft Vorgänge in Camp X-Ray

Die Vorwürfe reichen von Verstößen gegen internationales Recht bis hin zu Folter - die Behandlung der Taliban- und al-Qaida-Kämpfer durch das US-Militär sorgt weltweit für Empörung. Jetzt beschäftigt sich erstmals ein US-Gericht mit der Unterbringung der Gotteskrieger.

Los Angeles - Ein Bezirksrichter in Los Angeles hat auf ein Gesuch von Bürgerrechtlern hin eine Anhörung zu dem Thema angesetzt. In der Petition verlangten sie, dass die US-Regierung die Lage der Gefangenen klärt, berichtet die Tageszeitung "Los Angeles Times".

Die USA betrachten die Häftlinge als "illegale Kämpfer" und nicht als Kriegsgefangene. Damit verwehren sie ihnen die nach dem Genfer Abkommen von 1949 festgelegten Rechte.

"Diese Individuen wurden aus ihrem Land in Fesseln weggebracht, betäubt, geknebelt und mit verbundenen Augen, und sie werden auf Kuba unter freiem Himmel in Käfigen festgehalten", sagte der Rechtsprofessor Erwin Chemerinsky, einer der Unterstützer der Petition. Jemand müsse ihre Rechte nach den internationalen Gesetzen vertreten.

Mahnung an die Menschenrechte

Die Uno-Menschenrechtskommissarin Mary Robinson, das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (KRK) und der Koordinator der EU-Außenpolitik, Javier Solana, haben eine Behandlung der Männer als Kriegsgefangene nach der Genfer Konvention gefordert. Am Wochenende hatte die britische Regierung von den USA eine Erklärung zu Fotos verlangt, die Kämpfer der radikal-islamischen Taliban und der al-Qaida-Organisation des Moslem-Extremisten Osama Bin Laden in Guantanamo Bay an Händen gefesselt auf dem Boden kniend zeigen.

Verstoß gegen geltendes Recht?

Ein Sprecher des Internationalen Roten Kreuzes sagte, die Veröffentlichung der Fotos verstoße möglicherweise gegen das Genfer Abkommen über die Behandlung der Kriegsgefangenen.

Die USA haben rund 160 Gefangene auf den US-Marinestützpunkt gebracht, weitere sollen folgen. Nach US-Angaben sind die Gefangenen besonders gefährlich, was spezielle Sicherheitsmaßnahmen erfordere. Die al-Qaida und Bin Laden werden von den USA für die Anschläge vom 11. September in New York und Washington verantwortlich gemacht.

US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld sagte am Wochenende, es sei unfair, davon zu sprechen, dass solche "eingefleischten Terroristen" inhuman behandelt würden.
"Meiner Ansicht nach gibt es keinen Zweifel daran, dass (die Behandlung) menschlich und angemessen ist und weitgehend mit der Genfer Konvention übereinstimmt."

Quelle: © Spiegel Online
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geschrieben am: 23.01.2002    um 17:23 Uhr   
Taliban in Camp X-Ray

USA wehren sich gegen Foltervorwürfe

Die totale Ausblendung der Sinneswahrnehmungen - die USA stehen wegen ihrer Behandlung der Taliban in ihrem Stützpunkt auf Kuba weiter unter Beschuss. US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld wies die
Vorwürfe jedoch entschieden zurück. Die EU-Kommission warnte die Regierung in Washington unterdessen eindringlich davor, die Häftlinge zum Tode zu verurteilen.

Washington - Die Gefangenen würden auf dem US-Militärstützpunkt Guantanamo Bay human, korrekt und in voller Übereinstimmung mit internationalem Recht behandelt,
sagte Rumsfeld am Dienstag vor der Presse in Washington. Sie hätten warme Duschen, Bettwäsche, Gebetsmatten. "Es kann gar kein Zweifel bestehen, dass die Behandlung der Gefangenen in Guantanamo Bay richtig, human, angemessen und voll vereinbar mit internationalen Konventionen ist."

Der Minister gab zu verstehen, dass nach seiner Auffassung auch die Diskussion über den umstrittenen Status der Gefangenen als "gesetzlose Kämpfer" nichts daran ändert.
Die Genfer Konvention verlange eine humane Behandlung solcher Kämpfer, und die Gefangenen würden "in Übereinstimmung mit den Prinzipien der Genfer Konvention"
behandelt. Kritiker seien entweder nicht, unvollständig oder falsch informiert.

Warnung aus Brüssel

Der EU-Kommissar für die Außenbeziehungen der Union, Chris Patten, hat die USA davor gewarnt, Gefangene aus Afghanistan zum Tode zu verurteilen. Er halte es für undenkbar, dass Militärgerichte die Todesstrafe verhängen, sagte der EU-Kommissar in einem BBC-Interview.

Mit einem solchen Vorgehen würden die USA ihre internationale Unterstützung und die moralische Position der
Anti-Terror-Koalition verlieren, meinte Patten.

Fischer schaltet sich ein

Nach entschiedenem Drängen der FDP schaltete sich nun auch die Bundesregierung in die Diskussion ein. Bundesaußenminister Joschka Fischer forderte die USA auf, die Gefangenen gemäß dem humanitären Völkerrecht zu behandeln. Die Internierten müssten ungeachtet ihres noch nicht geklärten Status als Kriegsgefangene angesehen werden, erklärte Fischer am Dienstag in Berlin. "Im Kampf gegen den internationalen Terrorismus verteidigen wir auch unsere Grundwerte", erklärte Fischer.

Grünen-Chefin Claudia Roth schloss sich der Forderung Fischers an. Sie unterstütze die Forderungen der Uno-Menschenrechtsbeauftragten Mary Robinson, den Gefangenen den Status von Kriegsgefangenen zuzuerkennen.

Der FDP-Vorsitzende Guido Westerwelle protestierte beim amerikanischen Botschafter Daniel Coats in Berlin gegen die Behandlung der Gefangenen. In einem Brief an Coats schrieb Westerwelle, er habe die "schockierenden Bilder" von Gefangenen aus Afghanistan mit großer Sorge wahrgenommen.

Derzeit prüft eine Delegation des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) auf Kuba die Haftbedingungen der mittlerweile 144 Gefangenen. Sie sind in Käfigen aus Maschendraht mit Wellblechdach untergebracht.

Das Schicksal der Gefangenen beschäftigte unterdessen erstmals die US-Justiz. Amerikanische Menschenrechtler
hatten beim Bundesbezirksgericht in Los Angeles eine Petition mit der Forderung eingereicht, die in Guantanamo
Bay festgehaltenen Männer ordentlichen Gerichten zu übergeben und die Anklage gegen sie klar zu definieren.

Zur Klärung der Zuständigkeit des Gerichts fand am Dienstag eine erste Anhörung statt, ohne dass eine
Entscheidung fiel.

Amnesty will Zugang

Unterdessen forderte die Gefangenenhilfsorganisation Amnesty International (AI) Zugang zu den inhaftierten mutmaßlichen al-Qaida-Mitgliedern. Ein Sprecher der Organisation sagte vor Journalisten in London, Amnesty sei über die Haftbedingungen besorgt.

"Zwar mag es berechtigte Sicherheitsvorkehrungen angesichts der möglicherweise von den Gefangenen ausgehenden Gefahr geben, aber wir glauben, dass die Maßnahmen, so weit sie bekannt sind, über das hinausgehen, was aus Sicherheitsgründen notwendig ist", sagte Claudio Cordone, wissenschaftlicher Direktor von Amnesty International.

Unter Hinweis auf Fotos, die die Häftlinge am Boden sitzend, mit Augenbinden und Atemmasken zeigen, sagte er:

"Die Beschränkung der sensorischen Wahrnehmung ist ein Kennzeichen bekannter Methoden, um Gefangene vor einer Vernehmung zu brechen."

© SPIEGEL ONLINE 2002
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