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Wann tut man endlich etwas gegen diese Kampfmaschinen???

Nutzer: yaris
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geschrieben am: 29.03.2002    um 21:41 Uhr   
(zitat)Zwei Rottweiler haben bei Hornbach in Rheinland-Pfalz einen sechs Jahre alten Jungen tot gebissen.

Das Kind war am Donnerstagnachmittag mit einer Bekannten und den beiden Hunden im Wald spazieren gegangen, berichtete die Polizei in Pirmasens. Beim Spiel sei der Junge gestürzt.

Dann habe die frei laufende Hündin ihn sofort gebissen. Der angeleinte Rüde habe sich aus dem Halsband gewunden und gemeinsam mit der Hündin das Kind totgebissen. Die beiden Tiere stammen aus dem selben Wurf und sind erst acht Monate alt. Das Kind kannte beide Hunde.
(/zitat)


Ich weiss ja nicht, wie es euch geht, wenn ihr sowas lest. Aber mir kommt bei solchen Nachrichten immer wieder der Hass auf Kampfhunde hoch. Und immer lauter schreie ich nach einem Verbot solcher Bestien hier in Deutschland!

Jaja, ich weiss, es sind ja nur Tiere, und das was sie tun ist ja nur ihr Jagdtrieb. Aber - entschuldigt - mir ist ein Menschenleben mehr wert als das einer solchen Kampfmaschine.


grummelnde

yaris
Beitrag wurde von toa am 29.03.2002 um 21:48 Uhr aus dem Forum Medien-Talk verschoben.
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Nutzer: grmpf
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geschrieben am: 29.03.2002    um 22:31 Uhr   
ich mag diese hunde auch nicht sonderlich. aber noch weniger mag ich ein großteil de besitzer solcher hunde. kleine penner mit komplexen. prolls der übelsten art.
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Nutzer: shary_
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geschrieben am: 30.03.2002    um 03:30 Uhr   
es sind nicht die hunde die sowas machen.
es sind die Menschen die sie dazu bringen....



~shary~
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Nutzer: Gast_Rammsteiner
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geschrieben am: 30.03.2002    um 04:05 Uhr   
Oder ist es die Natur über die wir uns beschweren?

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Nutzer: Vulcania
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geschrieben am: 30.03.2002    um 06:51 Uhr   
wir haben einen pittbull-boxer-mischling und würden ihn im leben nie wieder hergeben ..

man darf nie vergessen, wozu diese hunderassen einst von den menschen gezüchtet wurden .. und auch nicht, wozu sie noch heute von den menschen missbraucht werden ..

es gehört eine menge dazu, mit diesen hunden umzugehen .. aber eine garantie, dass sie so friedlich bleiben, wie es unser max ist, gibt es nie ..

nicht die hunde sind die bestien .. es sind die menschen, die sie dazu machten .. und diese beiden rottweiler sind noch welpen .. ich denke, sie wollten nur spielen .. und dann überkam sie der blutrausch .. eine vom menschen angezüchtete eigenschaft ..

wer also sind die bestien? es ist ja so unendlich leicht, das unter den teppich zu kehren!

V.

denkt bei solchen meldungen immer an schillers "hexenlehrling"



Geändert am 30.03.2002 um 06:54 Uhr von vulcania
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Nutzer: Gast_JanPeters
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geschrieben am: 30.03.2002    um 08:08 Uhr   
Guten morgen,

wer bitte läßt auch einen Kampfhunf (ob welpe oder nicht) frei herumlaufen? Noch dazu wo man weiß was diese Hunde anrichten können. Das man einen Hund der mal "Blut" gerochen hat nicht mehr zurückhalten kann ist wohl inzwischen hinlänglich bekannt. Das man nicht immer die Kontrolle über so einen Hund haben kann auch. Nicht umsonst gibt es inzwischen doch in den meisten Bundesländern eine Maulkorbpflicht für solche Hunde. Das man als Besitzer auch eine Fürsorgepflicht gegenüber der restlichen Bevölkerung hat, für diese Tiere eine Gefahr darstellen können, sollte wohl auch schon bekannt sein. Aber immer gleich nach Verboten zu rufen ist auch nihct gerade hilfreich, zumal es wirklich meist der Mensch ist, der den Hund zu dem macht was er ist.

Es ist immer leichter zu schrein wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist.

Jan
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Nutzer: Vulcania
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geschrieben am: 30.03.2002    um 08:46 Uhr   
(zitat)Nicht umsonst gibt es inzwischen doch in den meisten Bundesländern eine Maulkorbpflicht für solche Hunde.(/zitat)das ist so nicht mehr ganz richtig .. der hund muss keinen maulkorb tragen, wenn er die wesensprüfung bestanden hat .. unser hund gehört, obwohl er ein mischling ist, der kategorie I der gefährlichen hunde an .. er muss keinen maulkorb tragen, weil er die wesensprüfung mit sehr gut bestanden hat .. er hört aufs wort und deshalb darf er auch mal frei herumlaufen ..

die einzige möglichkeit, einen sogenannten kampfhund, wenn er erstmal beißt, von seinem "opfer" zu trennen ist, dass man ihn an den hinterläufen packt und so lange gegen eine hausmauer oder einen baum schlägt, bis er tot ist .. man darf ihn nie wieder loslassen .. aber wer traut sich das schon ..

als man solche hunde brauchte, hat man sie gezüchtet .. und nun wirft man sie einfach weg ..

bisher hat mich noch keiner von ihnen gebissen, und ich kenne viele solche hunde, weil ich öfter in unserem tierheim ausgeholfen habe .. erst vor ein paar monaten, habe ich einen solchen "beißer" zum tierarzt gebracht, weil gerichtlich beschlossen wurde, dass er eingeschläfert werden muss .. er hatte eine rentnerin angefallen und ihr den linken arm zerbissen - nachdem sie mit ihrem regenschirm auf das angeleinte tier eingeschlagen hatte ..

der mensch .. wenn etwas gut läuft, zeigt er mit stolzgeschwellter brust, wie gut er doch ist .. läuft etwas schlecht, weist er jede verantwortung weit von sich ..

der mensch .. die bestie ..

V.


Geändert am 30.03.2002 um 08:47 Uhr von vulcania
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Nutzer: Gast_BlueLama
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geschrieben am: 30.03.2002    um 09:09 Uhr   
(zitat)Ich weiss ja nicht, wie es euch geht, wenn ihr sowas lest. Aber mir kommt bei solchen Nachrichten immer
wieder der Hass auf Kampfhunde hoch. Und immer lauter schreie ich nach einem Verbot solcher Bestien hier in
Deutschland! (/zitat)

@yaris

... und alle männlichen Wesen über Pubertätsalter werden kastriert, damit Mädchen ohne Angst draußen spielen können?
... und alle Autos, die schneller als 10 km/h fahren können werden verschrottet?
... und jeder Teich, See, Bach, Fluß etc. der tiefer als 20cm ist wird zugeschüttet?
... und jedem Pferd wird ein Hinterbein amputiert, damit es nicht mehr bocken kann?

Soll ich weiter machen?

Ich will jetzt nicht über Unfall-Statistiken reden, über Vergleiche....
aber ich will trotzdem sagen: Es gibt Therapiehunde, Rettungshunde, Hunde, die Menschen Freude bereiten, 6,5 Mio. Hunde... Hunde, die sozialisieren...usw.

Hunde, die so etwas tun, sind mit ziemlicher Sicherheit niemals sorgfältig sozialisiert worden. Und das ist nicht die Schuld der Hunde, sondern des Halters und evtl. auch des Züchters. Hier muss man ansetzen.

Gruss Lama

der stets Menschen gegenüber skeptischer ist als Hunden gegenüber



Geändert am 30.03.2002 um 09:34 Uhr von BlueLama
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Nutzer: MacDeath
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geschrieben am: 30.03.2002    um 10:38 Uhr   
und wer hat dem löwen den trieb angezüchtet, den wärter anzufallen wenn er den käfig betritt?

mal im ernst: gefahren werden in unserer gesellschaft so niedrig wie möglich gehalten. an flüssen stehen zäune und schilder, autobahnen sind ohen große mühen nicht zu betreten, und für kleine kinder gibt es die sogenannte aufsichtspflicht.
ich denke es ist mittlerweile recht eindeutig, dass man einen hund (welcher art auch immer) ebensowenig kontrollieren kann wie eine katze. er ist ein lebewesen, ein denkendes und fühlendes geschöpf - und allein deswegen wird es niemals möglich sein ihn völlig unter kontrolle zu bringen. jeder der sich ein wenig mit verhaltenslehre beschäftigt hat weiß, dass im zweifelsfall IMMER der instinkt die oberhand gewinnt, und dass selbst das besterzoene wesen (egal ob hund oder mensch) nichts aber auch gar nichts dagegen tun kann.
gewisse auslöser für solche triebe liegen im erbe der jeweiligen art verankert. ob nun die züchter daran schuld sind dass einige hunderassen besonders aggressiv reagieren oder ob es wirklich nur daran liegt dass sie abgerichtet wurden kann ich nicht sachliche beurteilen, soweit reichen meine kenntnisse in dem gebiet nicht. aber: sicher kann man sagen dass ein gewisses maß an auslösern für bestimmte instinkte gegeben sind. ein lebendes wesen was stürzt gehört wahrscheinlich dazu.
was die maulkorb sache angeht hier ein vergleich:
eine waffe, die genau kalibriert ist und mit der nie geschossen wurde, darf man immer entsichert mit sich rumtragen, da ja noch nie etwas mit ihr passiert ist?
es gibt durchaus maulkörbe die dem hund das hecheln ermöglichen und trotzdem verhindern dass es beißen kann. alles eine sache der organisation.
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Nutzer: Vulcania
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geschrieben am: 30.03.2002    um 11:24 Uhr   
(zitat)und wer hat dem löwen den trieb angezüchtet, den wärter anzufallen wenn er den käfig betritt?(/zitat)schlechter vergleich .. ich denke, ich muss das nicht begründen .. (zitat)was die maulkorb sache angeht hier ein vergleich:
eine waffe, die genau kalibriert ist und mit der nie geschossen wurde, darf man immer entsichert mit sich rumtragen, da ja noch nie etwas mit ihr passiert ist?(/zitat)auch ein schlechter vergleich .. was bezweckt jemand mit dem tragen einer schusswaffe? ..

V.




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Nutzer: Gast_Rammsteiner
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geschrieben am: 30.03.2002    um 15:40 Uhr   
Hey Leute, wir Menschen haben uns auf der nahrungskette nach ganz oben gestellt, wir töten und fressen.

Echt mal, wie kann es sich eine Töle erlauben das gleiche zu tun, Frechheit.

Tod den Bestien(welchen Bestien denn nur? *grübel*)!

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Nutzer: yaris
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geschrieben am: 30.03.2002    um 21:10 Uhr   
seufz

Ich muß im großen und ganzen den Worten MacDeaths zustimmen, denn es ist in jedem Wesen ein gewisser Trieb vorhanden, der auch durch x-faches Trainig, Erziehen etc. nicht abgestellt oder kontrolliert werden kann und wird. Darum sind solche "Tiere" in meinen Augen tickende Zeitbomben, die entschärft gehören!!
Und so daneben oder schlecht fand ich den Vergleich mit dem Löwen auch nicht, da das gar nicht mal so weit daher gezogen ist. Ich find es einfach nur lächerlich, dass diese (oft herangezogenen) Kampfmaschinen als die lieben Tiere, die ja keinem ein Haar krümmen können, dargestellt werden. Und wenn ich das nun schon wieder lese, geht mir der Hut hoch.

Ach ja, Lama, findest du nicht, dass deine fragestellende Argumentation ein wenig überzogen ist? Zu erstem Punkt eben dieser weise ich doch mal auf den Thread "Das geht uns alle an!!" Vielleicht hast du dazu ja auch noch etwas zu sagen. Äußere ich mich aber hier dann auch nochmal dazu. Manchen Kerlen gehört wirklich sonstwas abgeschnitten, JA!! Und von mir aus stell mich jetzt ruhig als Paranoid oder sowas hin, das ist mir total gleich. Aber gut jetzt, wir schweifen vom Thema ab.

Wie ich oben bereits sagte, ist mir das Leben eines Menschen wichtiger als das eines solchen Tieres!! Und für mich gehören eben diese Kampfmaschinen schnellstens weg!!

yaris
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Nutzer: MacDeath
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geschrieben am: 30.03.2002    um 22:24 Uhr   
der löwe war ein sinnbild für ein fleischfressendes raubtier im allgemeinen. selbst im dackel lauert der trieb zu töten, auch wenn ein dackel einem menschen aus anatomischen gründen eher nicht (lebens)gefährlich werden kann.
warum ein mensch eine waffe trägt? um sich zu verteidigen - zumindest sollte das so sein. aber trägt er sie entsichert mit sich rum, so dass sie jederzeit losgehen und einen unschuldigen verletzen kann?
richtig rammi. der mensch ist kaum besser. aber mal ganz ehrlich: was wäre dir lieber? ein kampfhund wird eingeschläfert, wenn fest stünde dass er dich töten würde (fiktives szenario - keine kritik an dem beispiel bitte) oder er wird auf dich losgelassen? wessen leben setzt du höher, deins oder das des hundes?
weitere annahme: was ist dir lieber? der hund bekommt einen maulkorb oder dir wird verboten das haus zu verlassen?
in der theorie gebe ich dir völlig recht. in der praxis kann ich das nicht, da ich mein leben (egoist wie ich bin) über das des hundes setzen würde.
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Nutzer: grmpf
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geschrieben am: 30.03.2002    um 22:50 Uhr   
nee..egal
Geändert am 30.03.2002 um 22:52 Uhr von grmpf
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Nutzer: moros
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geschrieben am: 31.03.2002    um 03:14 Uhr   
Wie häufig wurden schon Hunde, deren Besitzer sie bis dahin für "lammfromm" gehalten hatten, zu Killern. Bestimmte Hunderassen sind nun mal deutlich aggressiver veranlagt als andere. Das lässt sich nicht leugnen und macht sie einfach unberechenbar. Und da können mir manche Hundebesitzer noch so oft erzählen, ihr Tier sei völlig anders und würde niemals einer Fliege etwas zuleide tun. Um solche Hunde mache ich, soweit irgend möglich, einen Bogen.
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Nutzer: Gast_BlueLama
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geschrieben am: 31.03.2002    um 10:26 Uhr   
Hallo yaris,

Natürlich hab ich ein wenig überzogen. Ich hoffe, du fühlst dich dadurch nicht persönlich angegriffen. Darum ging es mir nicht. Mir ging es eher um folgendes:
Würden 'negative Beispiele' dazu berechtigen, ein Lebewesen auszurotten, müssten wir Menschen uns schleunigst umbringen.
Man muss, so schwer es in einer solchen Situation auch ist, einwenig auf dem Boden bleiben und versuchen, bei den Tatsachen zu bleiben. Es gibt (auch tödliche) Unfälle mit Hunden. Wird es immer geben, immer wieder :(. Umgekehrt wird auch immer mal wieder ein Mensch durch einen Hund gerettet (und wieviele Selbstmorde gäbe es wohl zusätzlich, gäbe es keine Hunde mehr?). Ich glaube es gibt kaum ein Gegenstand, kaum eine Tätigkeit auf dieser Welt, bei er es nicht ab und zu schweren Unfällen mit Todesfolge kommt. Nur, von einem Hund zerfleischt zu werden weckt offensichtlich ganz andere Emotionen als z.B. ein tödlicher Stromschlag.
Wäre es nicht z.B. ein leichtes, seit 50 Jahren nur noch absolut kindersichere Steckdosen zu erlauben? Warum fordert *das* niemand? Dies nur als Beispiel.
Wievielen Kindern hätte das das Leben gerettet?
Mal eine Frage an dich. Was ist für dich ein Kampfhund? Würdest du einen Schäferhund auch dazu zählen?
Meiner Meinung nach wäre es besser, wenn es für Hundehalter einen Führerschein geben würde (wie beim Auto) und der Hund müsste von Zeit zu Zeit halt auch zum "TÜV". Jeder, der einen Hund wirklich halten und lieben möchte, wird diese Prozedur auf sich nehmen. Das hätte nebenbei noch zur Folge, daß sogenante Spontankäufe bei Hunden wegfallen würden und sich jeder sehr genau überlegen muß, ob er einen Hund halten möchte oder nicht....

Gruss Lama
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Nutzer: Vulcania
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geschrieben am: 31.03.2002    um 10:55 Uhr   
danke, lama .. genau das spiegelt wieder, was ich darüber denke ..

erinnere mich heute noch mit lachtränen in den augen daran, wie unser dackel damals meinen bruder, der im kinderwagen im garten lag, verteidigte und dem paketboten am hosenboden hing und nimmer losließ ..

was ist denn ein kampfhund? wieviele "unfälle" mit sogenannten gefährlichen rassen passieren nur deshalb, weil einige menschen meinen, dass sie diesen tieren aggressiv begegnen müssen - zu sehen an meinem beispiel mit der rentnerin .. wenn ich mal mit unserem hund unterwegs bin, treffe ich immer wieder auf anfeindungen .. mir ist es auch schon passiert, dass jemand meinen hund schlagen wollte - obwohl er angeleint war .. da frage ich mich jedesmal, was das eigentlich soll .. die überwiegende anzahl der angriffe eines "kampfhundes" ist auf fahrlässiges verhalten des "opfers" zurückzuführen ..

ist ein golden retreiver weniger gefährlich, weil er so "süß" aussieht? keineswegs .. nur wird jeder vorfall, an dem einer der als gefährlich eingestuften hunde beteiligt ist, unnötig aufbebauscht ..

sicher ist, dass diese hunde, aufgrund dessen, wofür sie gezüchtet wurden, einen ausgeprägten jagdinstinkt haben .. sicher ist auch, dass manch unverantwortlicher sogenannte aggressionszuchten betreibt, damit die reichen pinkel und die unterwelt ihre hundekämpfe abhalten können .. sicher ist auch, dass ein solcher hund in gewissen kreisen ein statussymbol ist ..

und ganz sicher ist, dass solche hunde in erfahrene hände gehören ..

so, ich gehe jetzt mit unserem schoß-pittbull spazieren .. der freut sich schon auf die spielrunde mit seiner freundin - ohne leine! ..

V.




Geändert am 31.03.2002 um 10:56 Uhr von vulcania
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Nutzer: MacDeath
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geschrieben am: 31.03.2002    um 14:41 Uhr   
(zitat)dass solche hunde in erfahrene hände gehören(/zitat)

(zitat)der freut sich schon auf die spielrunde mit seiner freundin - ohne leine!(/zitat)

ohne worte.
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Nutzer: yaris
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geschrieben am: 31.03.2002    um 23:43 Uhr   
erscheint hier auch mal wieder

Zunächst zu dir, Lama. Ich finde es klasse, dass du zu der Überzogenheit deiner Metaphorisierung stehst. Und angegriffen fühl ich mich damit sicher nicht. Ich denk mal, ich versteh schon, was du meintest. Ebenso weiss ich auch, dass es viele Fälle gibt, die tödlich enden, mit Hunden und mit allem anderen. Dennoch bleib ich bei meinen Worten, dass eben solche Gefahren nicht noch heraufbeschworen werden sollten, indem man diese Kampfmaschinen frei laufen läßt. Die Gefahr dafür ist meines Erachtens nach einfach zu groß, denn man weiss niemals, wann so ein Wesen wieder mal in seine angeborenen (teils auch herangezüchteten) Gewohnheiten verfällt.
Und diese Sache mit den tödlichen Stromstößen find ich auch nicht gerade toll. Wenn es nach mir ginge (aber mich fragt ja keiner), sollten wirklich nur noch kindersichere Steckdosen erlaubt sein. Doch ebenso wenig wie ich einen Einfluss auf die Steckdosen habe, werde ich wohl jemals gegen das sogenannte "Recht" einen Kampfhund zu besitzen, ankämpfen können. Gegen solcherlei Entscheidungen sind wir einzelnen kleinen Bürger einfach machtlos.
Die Ideen mit dem "Hundeführerschein" und dem "Hundetüv" find ich gar nicht so schlecht. Ein Auto überprüft man auch auf seine Sicherheit, warum also sollte man selbiges nicht auch mit Lebewesen tun, besonders mit dieser gefährlichen Rasse Tiere?

Allerdings würd ich nicht unbedingt sagen, dass ein fehlverhalten des "Opfers" immer auf einen Angriff des Hundes zurück zu führen ist. Was kann wohl ein Kind schlechtes tun? Sicher, ich heisse auch keine Tiermisshandlungen gut. So gestehe ich den Hunden durchaus das Recht, sich zu wehren zu, aber auch nur zum Zwecke der berechtigten Gegenwehr. Dennoch: Wo bitte sehr wehrt sich ein Hund berechtigterweise, wenn er so mal eben über ein Kind herfällt? Ist das etwa "Verteidigung"? Nein, sicher nicht.
Ich sage auch nicht, dass ein Golden Retriever harmloser sein soll als andere Hunde, nur weil er eben so "niedlich" ist. Es ist einfach der Jagdinstinkt, der bei der einen Rasse mehr veranlagt ist als bei der anderen. Und eben das macht diese Tiere so unberechenbar. Eben deswegen mache ich ebenso wie moros einen Bogen um diese.

Übrigens - um die Frage Lamas zu beantworten - fällt sogar ein Schäferhund schon gewissermassen unter die Kategorie Kampfhund. Und Vulcania, verlass dich bitte auch bei deinem Hund nicht zu sehr darauf, dass diesem nicht auch eines Tages die Sicherung durchknallt, denn das kann schneller geschehen, als befürchtet. Auch eine Wesensprüfung ist kein Garant für so etwas.

In diesem Sinne

yaris...

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Nutzer: Lasher
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geschrieben am: 01.04.2002    um 00:37 Uhr   

Vorweg: Jeder Hund, der einen Menschen gebissen hat, gehört eingeschläfert. Er wird es mit Sicherheit wieder tun, und es wird ihm beim nächsten Mal "leichter" fallen.


Was die Kampfhunde betrifft, so sollten sämtliche Bestimmungen, die einst erlassen wurden, nicht wieder aufgehoben werden, blos weil die "Presse" nicht mehr darüber berichtet. Das diese Hunde durch ihre Züchtung
besonders "gefährlich" sind, ist jawohl hinreichend bekannt. WIESO sind sie also noch auf dem Markt zu haben??

Vor einigen Jahren war durch diversen Züchtungen der ach so geschätzte Familienhund, "Golden Reaver" (?) (äußerst kinderfreundlich) ebenfalls außergewöhnlich agressiv. Auch diese Agressivität wurde zurückgezüchtet, nachdem die Nachfrage nach diesen Hunden nicht mehr rentabel war.
Warum sollte es also nicht auch mit den Kampfhunden möglich sein??? Ganz wegbekommen wird man es nie, aber bevor nicht bestimmte Voraussetzungen gegeben sind, dürfen diese einfach nicht mehr zum Verkauf stehen..

Ganz klar bleibt jedoch: Ein Tier ist eben ein Tier, man kann nie im Voraus wissen, wie es in der nächsten Sekunde
reagieren wird, ob es ein Hund, ein Pferd oder eine Katze. Durch Erziehung kann man nen großen Teil eingrenzen, aber unberechenbar bleiben sie allemal.


Lasher
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Nutzer: Vulcania
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geschrieben am: 01.04.2002    um 08:17 Uhr   
mich würde mal interessieren, wie du dich solchen hunden begegnest macdeath .. wenn ich mir deine beiträge möchte ich mutmaßen, dass es selbst sehr aggressiv ist .. dann brauchst du dich nicht zu wundern, wenn dich einer angreift ..

yaris, jeder hund kann "durchknallen" .. angefangen vom rehpinscher bis hin zum irischen wolfshund ..

an meinem geburtstag im jahr 2000 starb unser schäferhund .. eigentlich wollte ich nicht, dass wieder ein hund in unsere familie kommt .. meine schwester hat so lange gebettelt, bis ich mit ihr ins tierheim bin .. wir haben uns jede menge hunde angesehen .. irgendwann mussten wir auch durch den bau, in dem die kampfhunde sitzen, die alle mindestens bellend an der käfigtür standen .. bis auf eine box .. da saß einer und schaute mich mit großen traurigen augen an .. als ich in die knie ging, legte er einfach seine pfote an die gittertür als wolle er sagen "nimm mich doch bitte mit" .. seitdem ist er bei uns ..

so lange wir im stadtgebiet mit ihm unterwegs sind, ist er an der leine .. nicht, weil er etwas tun könnte, sondern, weil man ihm etwas tun könnte .. der tag, an dem wir feststellen, dass er aggressiv wird, ist auch der tag, an dem sein leben endet .. so lange jedoch behandeln wir ihn, wie jeden anderen hund auch .. das beinhaltet auch, dass er im freien feld ohne leine spielen kann ..

einen hund zu besitzen, gleich, welcher rasse, bedeutet mehr, als ihm fressen zu geben und spazieren zu gehen .. das wird nur leider sehr oft vergessen .. vielmehr wird der fehler gemacht, dass man hunde nur zu gern vermenschlicht ..

die frage, ob man die aggressionen zurückzüchten kann, kann eindeutig mit ja beantwortet werden .. leider ist die anzahl der "züchter" von kampfhunden nicht bekannt .. ich denke, dass ich DAS nicht weiter ausführen muss ..

Link
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das sollte man sich mal ansehen .. besonders die beschreibungen auf der letzen page ..

V.
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"Autor"  
Nutzer: MacDeath
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geschrieben am: 01.04.2002    um 17:13 Uhr   
um einmal deiner vermutung entgegenzutreten, ich bin in meiner philosophischen grundeinstellung mehr tier als menschenfreund. und aus eben diesem grunde würde es mir so wenig einfallen ein tier zu schlagen, wie ich einen menschen schlagen würde. in meiner (noch nicht all zu weit zurückliegnden jugend) habe ich oft mit tieren zu tun gehabt, des öfteren auch mit welchen die (wie mir später gesagt wurde) aggressiv oder gefährlich wären. ich habe nie solcherlei erfahrungen gemacht und da bin ich froh drüber. dennoch begegne ich freilaufen kampfhunden mit einer gewissen abneigung und gehörigem respekt. mein wissen sagt mir, dass dieser hudn kaum einen grund hat mich anzugreifen, wenn ich das nicht auch tue. sollte er freilaufend sein, ziehe ich es vor die straßenseite zu wechseln. sollte er von einem menschen geführt werden, der diesem hund keinesfalls gewachsen wäre (ein kind beispielsweise) würde ich nicht anders handeln. es gibt keinen vernünftigen grund warum man den hund (wie die alte frau in deinem beispiel) provozieren sollte.

zum rest der debatte noch zwei anmerkungen. erstens halte ich den vergleich zwischen einem kampfhund und einer katze für übertrieben. ich habe selbst einen kater, meine großeltern hatte mitunter bis zu 6 katzen, weswegen ich sagen kann dass eine katze kaum in der lage wäre einen menschen (lebens)gefährlich zu verletzen. ein kampfhund schon.

und zu dir vulcania, noch eien frage. wie reagierst du, wenn dein hudn auf freiem feld auf eine gruppe spielender kinder stößt? lässt du ihn weiterlaufen, oder pfeifst du ihn zurück und leinst ihn an?
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"Autor"  
Nutzer: Azze
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geschrieben am: 01.04.2002    um 17:19 Uhr   
(zitat)Oder ist es die Natur über die wir uns beschweren?(/zitat)
Thema verfehlt Alter. Aber ziemlich krass. Viele Hunderassen die, je nach Bundesland verschieden, unter das Kampfhundegesetz fallen, sind spezielle Züchtungen mit speziellen (heutzutage vielfach unnötigen) Eigenschaften. Zum Beispiel direkt in die Kehle beissen, Beisskrampf bis zur gewaltsamen Trennung (fast alle Terrier) etc. pp.
Was bitte soll das mit NATUR zu tun haben ?
Ich denke die Menschen haben die Hauptverantwortung für das, was passiert. Punkt.
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"Autor"  
Nutzer: Vulcania
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geschrieben am: 01.04.2002    um 18:00 Uhr   
ich pfeife ihn zurück ..

er darf frei herumlaufen, wenn er mit seinen hundefreunden spielt .. sobald fremde in die nähe kommen, kommt er an die leine .. ich will keine zusammenstöße mit irgendwelchen leuten provozieren, weil diese denken, er könnte beißen ..

ich schütze meinen hund vor den menschen .. nicht die menschen vor meinem hund ..

V.
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geschrieben am: 01.04.2002    um 18:09 Uhr   
(ot) auch katzen können menschen lebensgefährlich verletzen .. durch übertragung von bakterien bei bissen oder kratzern können schwerwiegende krankheiten entstehen ..

das wusste ich auch nicht, bis ich kürzlich einen entsprechenden fernsehbeitrag gesehen habe ..

tja .. ich lebe gefährlich .. n kampfhund und zwei katzen .. (ot)

V.
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geschrieben am: 01.04.2002    um 21:24 Uhr   
Moin Azze

Nein, Thema genau auf den Punkt gebracht! Wenn der Mensch züchtet und rumexperimentiert brauch er sich nich wundern wenn er mit der Veränderung der Natur auch die Rache fördert und zu spüren bekommt.

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