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geschrieben am: 27.05.2002 um 16:19 Uhr
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> Der Hintergrund zu folgendem Text:
> Laura Schlessinger ist eine US-Radio-Moderatorin, die Leuten, die in
> ihrer
> Show anrufen, Ratschläge erteilt. Kürzlich sagte sie, als achtsame
> Christin, daß Homosexualität unter keinen Umständen befürwortet wer den
> kann, da diese nach Leviticus 18:22 ein Greuel wäre.
>
> Der folgende Text ist ein offener Brief eines US-Bürgers an Dr. Laura,
> der
> im Internet verbreitet wurde:
> ************************************************************************
>
> Liebe Dr. Laura
> Vielen Dank, daß Sie sich so aufopfernd bemühen, den Menschen die
> Gesetze
> Gottes näher zu bringen. Ich habe einiges durch Ihre Sendung gelernt und
>
> versuche das Wissen mit so vielen anderen wie nur möglich zu teilen.
> Wenn etwa jemand versucht seinen homosexuellen Lebenswandel zu
> verteidigen, erinnere ich ihn einfach an das Buch Mose 3, Leviticus
> 18:22, wo
> klargestellt wird, daß es sich dabei um ein Greuel handelt. Ende der
> Debatte.
>
> Ich benötige allerdings ein paar Ratschläge von Ihnen im Hinblick auf
> einige der speziellen Gesetze und wie sie zu befolgen sind:
>
> a) Wenn ich am Altar einen Stier als Brandopfer darbiete, weiß ich, daß
> dies für den Herrn einen lieblichen Geruch erzeugt (Lev. 1:9).
> Das Problem sind meine Nachbarn. Sie behaupten, der Geruch sei nicht
> lieblich für sie. Soll ich sie niederstrecken?
>
> b) Ich würde gerne meine Tochter in die Sklaverei verkaufen, wie es in
> Exodus 21:7 erlaubt wird. Was wäre Ihrer Meinung nach heutzutage ein
> angemessener Preis für sie?
>
> c) Ich weiß, daß ich mit keiner Frau in Kontakt treten darf, wenn sie
> sich
> im Zustand ihrer menstrualen Unreinheit befindet (Lev. 15:19-24).
> Das Problem ist, wie kann ich das wissen? Ich hab versucht zu fragen,
> aber
> die meisten Frauen reagieren darauf pikiert.
>
> d) Lev. 25:44 stellt fest, daß ich Sklaven besitzen darf, sowohl
> männliche
> als auch weibliche, wenn ich sie von benachbarten Nationen erwerbe.
> Einer meiner Freunde meint, das würde auf Mexikaner zutreffen, aber
> nicht
> auf Kanadier. Können Sie das klären? Warum darf ich keine Kanadier
> besitzen?
>
> e) Ich habe einen Nachbarn, der stets am Samstag arbeitet. Exodus 35:2
> stellt deutlich fest, daß er getötet werden muß. Allerdings: bin ich
> moralisch verpflichtet ihn eigenhändig zu töten?
>
> f) Ein Freund von mir meint, obwohl das Essen von Schalentieren, wie
> Muscheln oder Hummer, ein Greuel darstellt (Lev. 11:10), sei es ein
> geringeres Greuel als Homosexualität. Ich stimme dem nicht zu.
> Könnten Sie das klarstellen?
>
> g) In Lev. 21:20 wird dargelegt, daß ich mich dem Altar Gottes nicht
> nähern darf, wenn meine Augen von einer Krankheit befallen sind. Ich muß
> zugeben,
> daß ich Lesebrillen trage. Muß meine Sehkraft perfekt sein oder gibt's
> hier ein wenig Spielraum?
>
> h) Die meisten meiner männlichen Freunde lassen sich ihre Haupt- und
> Barthaare schneiden, inklusive der Haare ihrer Schläfen, obwohl das
> eindeutig durch Lev. 19:27 verboten wird. Wie sollen sie sterben?
>
> i) Ich weiß aus Lev. 11:16-8, daß das Berühren der Haut eines toten
> Schweines mich unrein macht. Darf ich aber dennoch Fußball spielen, wenn
>
> ich dabei Handschuhe anziehe?
>
> j) Mein Onkel hat einen Bauernhof. Er verstößt gegen Lev. 19:19 weil er
> zwei verschiedene Saaten auf ein und demselben Feld anpflanzt.
> Darüberhinaus trägt seine Frau Kleider, die aus zwei verschiedenen
> Stoffen
> gemacht sind (Baumwolle/Polyester). Er flucht und lästert außerdem recht
>
> oft. Ist es wirklich notwendig, daß wir den ganzen Aufwand betreiben,
> das
> komplette Dorf zusammenzuholen, um sie zu steinigen (Lev. 24:10-16)?
> Genügt es nicht, wenn wir sie in einer kleinen, familiären Zeremonie
> verbrennen, wie man es ja auch mit Leuten macht, die mit ihren
> Schwiegermüttern schlafen? (Lev. 20:14)
>
> Ich weiß, daß Sie sich mit diesen Dingen ausführlich beschäftigt haben,
> daher bin ich auch zuversichtlich, daß Sie uns behilflich sein können.
>
> Und vielen Dank nochmals dafür, daß Sie uns daran erinnern, daß Gottes
> Wort ewig und unabänderlich ist.
>
> Ihr ergebener Jünger und bewundernder Fan
>
> Jake
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